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Linux vs. BSD

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Tobse

Avatar von Tobse

Anmeldungsdatum:
11. November 2004

Beiträge: 249

Da ich mich gerade nach all den Linux jahren ein bisschen mit BSD beschäftigen will, intressiert mich eure Meinung dazu.

Habt Ihr BSD schon getestet - wo seht ihr Vor- und Nachteile ?
Was haltet Ihr von der BSD-Lizens ?
Ist BSD für euch eine Alternative zu Linux ?
Wie weit ist BSD am Desktop ?
Was ist besser Linux oder BSD - Bitte nicht in wildes geflame ausarten und sachlich bleiben, ich will keinen Flamewar !

Ich hoffe so einen Thread gibt es noch nicht, ich habe wirklich gesucht.

Eric_Vornoff

Anmeldungsdatum:
27. Mai 2007

Beiträge: 84

Ich denke, Linux hat den Vorteil gegenüber FreeBSD den auch Windows gegenüber Linux hat: Größere Verbreitung, dadurch ein größeres Treiberangebot. Ein mehr an Programmen gibt es wohl nicht wirklich, da ja eigentlich alles was Open Source ist auf beiden Systemen läuft. Unixe sind ja sehr kompatibel zueinander.

Ich wollte BSD schon länger mal ausprobieren, eine leere Partition liegt schon bereit. 😉 Von dem was ich gelesen hab gefällt mir das technische Konzept sehr gut, es scheint mir fast ein wenig moderner zu sein als Linux.
Ich erwarte allerdings nicht, dass auf meinem Laptop alles läuft, zumindest gibt es Nvidiatreiber.

Wobei man FreeBSD nur beschränkt mit Linux vergleichen kann, da FreeBDS ja das komplette Betriebssystem beschreibt und nicht nur einen Kernel und es anscheinend die einzige Distributionen ist, von sowas wie Gentoo/BSD mal abgesehen.

Die Lizenz finde ich in Ordnung, würde aber meine eigenen Progs nicht darunter veröffentlichen, mir persöhnlich liegt die GPL mehr.

bluesurfer

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2006

Beiträge: 39

Meines Erachtens ist BSD keine Alternative für den Desktop.

Hauptgrund ist einfach der Mangel an Treibern für aktuelle Hardware. Das geht los bei fehlendem proprietärem ati Treiber, fehlendem Treiber für Intel HD Audio (hda), fehlendem Treiber für WLAN (ipw3945), usw. Ok, manches davon soll in FreeBSD 7 kommen.

Weiter gehts mit nicht existenter bzw. nicht funktionierender Software die für den Desktopbetrieb meines Erachtens essentiell sind, wie z.B. flashplayer.

Vorteile von BSD sehe ich darin, dass es ein einheitliches System ist, nicht zusammengestöpselt wie GNU/Linux. Außerdem gibts nicht so viele Derivate, soweit ich weiß gibts nicht viel mehr als eine Hand voll verschiedener BSD Syteme, im Vergleich zu den 49 Millionenen Linux Distributionen (ich weiß, ich übertreibe 😉).

Mehr fällt mir spontan nicht ein. Ich mag übrigens FreeBSD sehr gern, hab auch längere Zeit damit gearbeitet, aber für den Desktop Betrieb scheint es mir doch ungeeignet. Kommt aber auch immer auf die Erwartungen und Ansprüche des Einzelnen an.

glasen

Anmeldungsdatum:
5. November 2004

Beiträge: 2690

Man darf BSD und Linux nicht miteinander vergleichen :

Linux ist nur der Kernel, BSD immer das ganze System. Wenn man schon einen Vergleich anstellen will, dann muss man entweder den Kernel der einzelnen BSD-Varianten mit Linux vergleichen oder FreeBSD mit Ubuntu, OpenSuSE usw. Erst dann macht in Vergleich Sinn. Die einzelnen Linux-Distributionen unterscheiden sehr nämlich mehr voneinander als die einzelnen BSD-Varianten (z.B. in so wichtigen Punkten wie der Paketverwaltung).

Der große Nachteil von BSD in meinen Augen ist die leider nicht sehr große Verbreitung und die zu große Verwandtschaft zu Unix. Damit meine ich folgendes :

Die GNU-Programme stellen in der Zwischenzeit fast einen Defakto-Standard in der Unix-Welt dar. Leider berufen sich alle BSD-Varianten auf ihren Unix-Ursprung und stellen deshalb nur die, in meinen Augen, wesentlich unkomfortableren "Originale" standardmäßig zur Verfügung. Ein sehr gutes Beispiel ist z.B. die farbige Ausgabe von "ls" unter allen Linux-Distributionen. Das Feature ist so nützlich, das es mir komplett unverständlich ist, warum dieses unter BSD immer noch nicht standardmäßig aktiviert ist bzw. das BSD-"ls" dieses noch immer nicht unterstützt. Und das die Tab-Komplettierung nicht funktioniert bzw. nicht aktiviert ist, ist der größte Fauxpas.

Wenn man mit BSD arbeitet, kommt man sich sehr schnell in die Steinzeit der Konsolenbedienung zurückversetzt vor. Keine Farbe, alles muss man von Hand machen. Auch wenn man alle diese Dinge nachinstallieren kann, wird man das Gefühl nicht los, das die BSD-Entwickler kein Interesse daran haben, das System für einen Normalanwender benutzbarer zu machen bzw. diesem etwas entgegenzukommen.

bluesurfer

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2006

Beiträge: 39

glasen hat geschrieben:

Man darf BSD und Linux nicht miteinander vergleichen :

Linux ist nur der Kernel, BSD immer das ganze System. Wenn man schon einen Vergleich anstellen will, dann muss man entweder den Kernel der einzelnen BSD-Varianten mit Linux vergleichen oder FreeBSD mit Ubuntu, OpenSuSE usw. Erst dann macht in Vergleich Sinn. Die einzelnen Linux-Distributionen unterscheiden sehr nämlich mehr voneinander als die einzelnen BSD-Varianten (z.B. in so wichtigen Punkten wie der Paketverwaltung).

Naja, du bist ja schon fast so kleinlich wie ein eingefleischter BSDler 😉
Natürlich kann man nicht den Linux Kernel mit dem ganzen BSD System vergleichen, aber das macht hier doch auch keiner. Wenn mans ganz genau nimmt, dann müsste die Thread-Titel heißen "GNU/Linux vs BSD". Aber man muss meines Erachtens nicht eine spezielle Distribution zum Vergleich heranziehen, das GNU/Linux System an sich reicht da schon.

plasticman

Avatar von plasticman

Anmeldungsdatum:
11. Februar 2007

Beiträge: 632

Eure Fragestellung wurde auch schon im Fernsehen aufgegriffen. 😈 vs 🐸

▶ FreeBSD versus Linux 1

▶ FreeBSD versus Linux 2

Sozusagen Videoflamewar 😀

despised_icon

Avatar von despised_icon

Anmeldungsdatum:
7. Juni 2007

Beiträge: 56

Nuja, der Mangel an Treibern ist wirklich ein Problem.

Aber wenn deine Hardware supported wird, ist zumindest PC-BSD eine Alternative für den Desktop und wirklich einen Blick wert.
Flash gibt es übrigens auch 😉

Ich bin absolut kein BSD'ler und kann zu den meisten BSD's auch nix sagen, aber PC-BSD lief echt geschmeidig...

bluesurfer

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2006

Beiträge: 39

despised_icon hat geschrieben:

Flash gibt es übrigens auch 😉

Aber nicht nativ für Unix, dazu braucht man den linuxpluginwrapper - welcher nicht mit Flash9 zusammenarbeitet. So zumindest mein letzter Erfahrungsstand...

freanir

Anmeldungsdatum:
9. August 2007

Beiträge: 180

Tobse hat geschrieben:

Was haltet Ihr von der BSD-Lizens ?

Ich persönlch halte sie für nicht so gut.
Angenommen, du erstellst ein Programm und stellst es unter die BSD-Lizens, und der Firma XY gefällt dieses.
Die schnappen sich dann den Sourcecode, ändern ihn ein wenig ab, und stellen ihn unter eine properitäre Lizenz.
Das führt dazu, das keine Weiterentwicklungen an die Community weitergegeben werden.

Aus Ideologischer Sicht ist die BSD-Lizenz ganz klar der GPL unterlegen, weil die GPL die Enwickler dazu zwingt, ihre Weiterentwicklung unter die gleiche Lizens zu stellen.

despised_icon

Avatar von despised_icon

Anmeldungsdatum:
7. Juni 2007

Beiträge: 56

Aber nicht nativ für Unix, dazu braucht man den linuxpluginwrapper - welcher nicht mit Flash9 zusammenarbeitet. So zumindest mein letzter Erfahrungsstand...

Jap, meiner auch...ob nativ oder nicht ist mir persönlich wurscht...hauptsache es läuft

glasen

Anmeldungsdatum:
5. November 2004

Beiträge: 2690

bluesurfer hat geschrieben:

Naja, du bist ja schon fast so kleinlich wie ein eingefleischter BSDler 😉
Natürlich kann man nicht den Linux Kernel mit dem ganzen BSD System vergleichen, aber das macht hier doch auch keiner. Wenn mans ganz genau nimmt, dann müsste die Thread-Titel heißen "GNU/Linux vs BSD". Aber man muss meines Erachtens nicht eine spezielle Distribution zum Vergleich heranziehen, das GNU/Linux System an sich reicht da schon.

Ich hab mit BSD nicht viel am Hut. Das einzige BSD-artige Unix das ich benutzt ist das Irix (v6.5.17) meiner SGI Indigo2, die aus Platzgründen momenten auf dem Dachboden verstaubt.

Ich hab BSD hin und wieder mal getestet aber ich finde das z.B. FreeBSD im Moment, hinsichtlich des Benutzerkomforts, nicht gegen eine gute Linux-Distri ankommt. Es gibt zwar alle OS-Programme für Linux auch unter BSD, aber gerade die kleinen Dinge wie HAL oder der NetworkManager die einen Quantensprung im Desktopkomfort unter Linux bedeuteten, gibt es (noch) nicht unter BSD. Und wer sich mal an einen gewissen Komfort gewöhnt hat, hat keine Lust mehr unter BSD alles zu Fuß machen zu müssen. Auch wenn der BSD-Kernel Linux in technischer Hinsicht stellenweise überlegen sein mag.

P.S. : Ich werde mir heute nacht mal PC-BSD runterladen und antesten, damit mir niemand vorhalten kann, ich würde nur meine alte Vorurteile von mir geben. Falls mich das System positiv überrascht, bin ich ohne weiteres bereit diesem eine Chance einzuräumen.

hirschen

Anmeldungsdatum:
11. August 2005

Beiträge: 553

Slackware soll auch "UNIX" ähnlich sein, also für einen Neuling sowie nicht FAN auf den ersten blick unkomportabel. Wenn man sich dann näher mit solchen Systemen beschäftigt, stellt sich raus das die gar nicht so "angestaubt" oder unkomfortabel sind... immerhin gibts noch die slackware nutzer genauso wie BSDler... irgendwo habe sie alle ihre vorzüge.

Tobse

(Themenstarter)
Avatar von Tobse

Anmeldungsdatum:
11. November 2004

Beiträge: 249

Wie ist das eigentlich mit den verschiedenen Namen - Ich hab gehört BSD soll mehr aus einem Guss sein nicht wie GNU/Linux. Aber es gibt ja dennoch OpenBSD, FreeBSD, PC-BSD usw.
Wenn das nicht so direkt Distros sind was ist das dann und wozu die verschieden Namen.

glasen:

Welches BSD wirst du testen ich hab mich für PC-BSD entschieden, weil ich ja die Desktop Fähigkeiten testen will.

doxyfoxy

Anmeldungsdatum:
21. August 2007

Beiträge: 34

bluesurfer

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2006

Beiträge: 39

Tobse hat geschrieben:

Wie ist das eigentlich mit den verschiedenen Namen - Ich hab gehört BSD soll mehr aus einem Guss sein nicht wie GNU/Linux. Aber es gibt ja dennoch OpenBSD, FreeBSD, PC-BSD usw.
Wenn das nicht so direkt Distros sind was ist das dann und wozu die verschieden Namen.

Wurde eigentlich schon erwähnt. BSD beschreibt eben das ganze System und nicht wie bei Linux nur den Kernel, das ist bei allen BSDs so. Die unterschiedlichen BSDs sind für unterschiedliche Einsatzzwecke ausgelegt und haben deswegen unter anderem eine andere Paketwahl. NetBSD ist auf Portabilität ausgelegt, OpenBSD auf Sicherheit, FreeBSD ein bisschen mehr auf Desktop-Betrieb, und Desktop-/PC-BSD auf Desktopbetrieb. Keine Ahnung was es mit DragonflyBSD auf sich hat ☺ Trotz alledem sieht das Grundsystem bei allen BSDs gleich aus, im Gegensatz zu den LInux Distris, wo es unterschiedliche Init-Scripts, unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten, usw gibt.

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