Liebe Experten, nachdem ich nun einiges über WAYLAND im Netz gelesen hatte, wollte ich nochmal bei den Experten von Mensch zu Mensch anfragen: Ab wann ist eigentlich damit zu rechnen, dass KUBUNTU ganz auf WAYLAND umgestellt sein wird, ich meine also KDE Plasma? Abgesehen von Programmierungsvereinfachungen und ggf. Sicherheitsaspekten, würde der User eigentlich einen großen Unterschied merken nach der Portierung auf WAYLAND-Technologie, von wegen Geschwindigkeit oder anderen praxisrelevanten Aspekten? Seit einigen Jahren ist wohl die Umstellung auf WAYLAND geplant, aber wieso wird diese eigentlich offenbar immer wieder verschoben, woran hackt es denn - jetzt so mal mehr oder weniger allgemeinverständlich, ohne in informatische Grundsatzdisussionen einsteigen zu müssen? Wie sieht es überhaupt mit der Zukunft vom KDE-Projekt ganz generell aus, bröckelt es da oder wird man auch in der Zukunft auf ein starkes KDE setzen dürfen? Ich danke Euch für Eure Antworten schon im voraus.
Wayland und KUBUNTU
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Wie Du hier in Themen zu Kubuntu und zur Entwicklungsversion 16.04 nachlesen kannst, ist die weitere Entwicklung ungewiß. Wayland dürfte für Anwender nicht direkt erfahrbar sein. Im Übrigen stößt Du doch mit deinem Beitrag genau die Grundsatzdiskussion an, die Du angeblich nicht möchtest... |
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(Themenstarter)
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Danke für die Antwort - wenn es für den User tatsächlich kaum bemerkbar wäre, ob nun WAYLAND unter der Haube läuft oder nicht, dann ist das also tatsächlich eher eine Frage für die Entwickler, die das nötige Fachwissen haben und die ihre eigenen Diskussionen und Kontroversen führen müssen. Zu diesem "illusteren" Kreis zähle ich mich leider nicht. Aber wenn ihr uns Usern bekräftigt, dass sich für die User praxisrelevant kaum was ändern würde, dann ist das schon mal eine wichtige Aussage. Nochmal Danke. |
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Also beim X11 Nachfolger Wayland heisst es schon seit Jahren, dass er kurz vor der Fertigstellung ist. Das werden wir auch sicher noch einige Zeit hören. (Es wird schon bei Smartphones von Jolla eingesetzt, selbes gilt allerdings auch für MIR, den Ubuntu eigenen X11 Nachfolger) Wenn alles gut läuft merkt der User keinen Unterschied. Ausser, dass es hoffentlich etwas ressourcensparender geworden ist weil eine Menge historisch (unsinniger) gewachsener Code nicht mehr mitgeschliffen werden muss. Das muss sich aber erst noch Zeigen, ob sich das für komplette Desktops auch bewahrheitet. KDE selber sitzt schon länger am Umbau zu Wayland. Guck mal im Internet nach Martin Graesslin, der zeigt öfters was er gerade an Plasma auf wayland portiert hat. Sieht aber halt wirklich noch Prototyp aus. Die Apps selber müssen auch umgeschrieben werden für Wayland. Im einfachsten Fall nutzen sie Qt oder GTK oder andere Toolkits, die das ganze selber schon machen. Aber einige große Apps nutzen da eigene Sachen und brauchen so noch einen X11 Emulator (Xwayland) der natürlich wieder nur eine Zwischenlösung sein kann. Kubuntu selber wird auch irgendwann auf Wayland umstellen. Wenn die ganzen angesprochenen Punkte erfüllt sind. Auch wenn ubuntu mit Unity auf MIR setzen wird kommt Wayland über den Debian Sync in Ubuntu. Die anderen Community Distributionen haben da ja auch Interesse dran. |
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Als Test? Frühestens 16.10 ... Als richtige Umstellung ... 2018-20 (Wenn es Kubuntu dann noch gibt)
Ja. Aber davon sind wir weit entfernt. Schau dir mal Fedora an, wo es bereits jetzt einen Wayland Modus für GNOME zu wählen gibt. Die Performance ist schon spürbar angenehmer. flutschiger und wirkt runder. Wenn dann allerdings X11 Apps über xwayland rein kommen (Ich nehme mal Steam) merkt man die schwächen wieder. Die Geschwindigkeit dieser Apps lässt deutlich nach. Du kannst auch davon ausgehen, dass alle der heutigen Linuxspiele (und auch noch die der nächsten Jahre) nicht Native auf Wayland laufen werden, weil sie irgendwo eine X11 Abhängigkeit haben und keiner etwas neu baut.
Es wird nicht verschoben. Es dauert nur seine Zeit. Es ist nicht das man irgendwo einen Parameter zufügt und damit läuft dann etwas auf mittels wayland. Programme müssen dahingehend portiert werden 30 Jahre an X11 Abhängigkeiten zu entfernen, auf einen anderen Grafikstack umgeschrieben werden und letztendlich auch auf diesem getestet werden. "Wayland" selbst kannst du schon Jahre lang testen. Nur hast du dann nicht mehr als eine Konsole zu bestaunen. Andere Sachen laufen da kaum.
Nope. Das KDE Projekt selbst ist sogar stärker als es die letzten Jahre war. Wo es allerdings stark bröckelt ist bei Kubuntu. |
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Ja, so ist es.
Und hoffentlich eine einheitliche Schnittstelle für Grafikkartentreiber, wobei ich bette das MIR und Wayland identische haben! (laß mir meine Hoffnung 😈 )
Alpha-Prototyp, da läuft ja nichts. (Na ja fast nichts)
Wenn Kubuntu es bis dahin schafft 😈 |
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KDE-Projekt hat nichts mit Kubuntu zu tun, KDE-Projekt ist unter anderen das Desktop und Kubuntu eine Distribution die dieses Desktop einsetzt. |
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Jein. Die meisten Spiele benutzen heute eine abstrahierte Schnittstelle und das ist in den meisten Fällen SDL. Und SDL2 wurde schon vor geraumer Zeit auf Wayland portiert. Nur Spiele, die direkt auf X11-Schnittstellen zugreifen, haben ein Problem. Das sind aber die wenigsten neuen Spiele. |
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Wenn die Spieleengine also nicht direkt auf X11 zugreift, häng die Kompatibilität vom Wayland-Treiberab? |
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Jein. Es gibt keinen "Wayland-Treiber". Wayland ist nur ein Protokoll. Im Prinzip ist jeder DRM-Treiber in Linux "Wayland-ready", solange er nur KMS unterstützt. Siehe auch Wikipedia - Wayland |
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Und genau das ist das Problem: Die proprietären Treiber tun dies nicht! amdgpu kann folglich Wayland? |
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Ja. Edit: |
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ich lese hier immer, ob es dann Kubuntu überhaupt noch gibt. Zur Info, dafür wird der Nachfolger KDE Neo kommen, der auf Ubuntu basiert und erst ab der Version 16.04 dann zur Verfügung gestellt wird. |
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Das weiß hier jeder. |
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