Hallo Bauer,
die Vorgaben sind die folgenden:
Seitenränder oben, unten = 2 cm; lins = 3 cm, rechts = 4 cm. Das habe ich soweit hinbekommen.
Den Zeilenabstand von 1,5 Textzeilen konnte ich ebenfalls erzwingen.
Das Titelblatt mache ich mit einer separaten tex-Datei, da sich für das Titelblatt die Seitenränder nicht separat einstellen lassen und es durch die Ränder nicht mehr mittig wird.
Da die Überschriften zu viel Platz verschwenden mußte ich die Textgrößen der Überschriften und die Abstände umbiegen, außerdem den erzwungenen Zeilenumbruch zwischen den Kapiteln gewaltsam unterdrücken. Da sonst zu viel Platz verschwendet wird, und 20 Seiten für eine Hausarbeit ist nicht viel. Da darf man schon wegen der großzügigen Ränder keinen Platz verschenken.
Aber nun kommt die Herausforderung:
Die Zitierweise im Text muss genau so aussehen: (Autor Jahreszahl: Seite) und zwar in Kapitälchen, wichtig ist der Doppelpunkt, da darf kein Komma oder was anderes stehen, es muss ein Doppelpunkt sein. Dann gibt es noch einige Feinheiten wenn es sich um mehrere Autoren oder mehrere Werke des selben Autors handelt.
Die Angaben im Quellenverzeichnis müssen so aussehen: Wöhe, G.; Düring, U. (2002): Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 21., neubearb. Aufl., München: Vahlen.
Ebenfalls wieder mit bestimmten Feinheiten bei Monografien, Sammelwerken, Zeitschriftenartikeln usw. Wichtig ist auch hierbei, dass die Literaturliste so wie das Beispiel oben aussehen muss. Wo ein Doppelpunkt ist muß ein Doppelpunkt sein.
Die Hochschule lässt prinzipiell keine Abweichungen zu, denn wenn die Formvorgaben geändert würden, dann müssten alle, die jetzt gerade an einer Arbeit schreiben diese mühsam an die geänderten Formvorgaben anpassen, und da die Formvorgaben für alle gelten gibt es keine Ausnahmen für einzelne. Das leuchtet ja ein.
Es gibt in LaTex keinen Bibstyle, der darauf paßt. In der Mailingliste gab es keine Hinweise auf einen passenden Style. Und von der Anwendervereinigung Dante bekam ich auch keine Hinweise auf einen passenden Style. Einzige Antwort ist dann eine Schelte auf die Formvorgaben, die keine optimale Typographie zulassen würden. Aber bei den Fromvorgaben spielen andere Kriterien eine Rolle. Korrektoren brauchen die Ränder für Korrekturen und die Zitierweise ist für alle Studierenden einheitlich.
Im Endeffekt verwendet an meiner Hochschule überhaupt niemand LaTex. Es haben zwar schon mehrere versucht, aber alle haben mangels der Möglichkeiten von LaTex am Ende doch Word genommen.
@Fredo: Laufe bitte nicht in die Falle der Linux-Lamer-Gesetze nach dem Motto "Von zwei Anwendungen ist grundsätzlich diejenige besser, die sich am schlechtesten installieren, am schwierigsten konfigurieren und am umständlichsten handhaben lässt." Das Gegenteil ist der Fall. Eine Anwendung ist besser, wenn sie das macht was sie soll ohne, dass man erst zig Bücher lesen oder BibTex-Programmierung erlernen muss. (Die einzigen mir bekannten Leute, die mit LaTex arbeiten sind Mathematiker wegen des Formelsatzes. Aber in der Mathe-Fakultät hat sich die Hochschule der Unflexibilität von LaTex gebeugt und die Formvorgaben an die Möglichkeiten von LaTex angepasst, so dass man hier einfach den NatBib-Style verwenden kann. Das liegt aber auch nur daran, dass die Professoren wegen des Formelsatzes selbst LaTex verwenden.) In allen anderen Fakultäten ist Word Standard, daher interessiert sich da niemand für die starren vorgegebenen Bibstyles von LaTex.