@yollywau:
Statt des Computerwissen-Links vielleicht lieber hier informieren: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bot-Netz-aus-Heimnetz-Routern-208535.html
Da wie dort erfährt man jedoch, dass es um Schadsoftware auf Linuxroutern geht - nicht um Desktops. Also: Thema verfehlt.
Den anderen Artikel haben wir schon durch.
Wenn 15 Jahre lang nichts passiert ist, dann vielleicht, weil wir was richtig gemacht haben. Immerhin haben wir 15 Jahre ohne Befall.
Gut mit dem "vielleicht" im ersten Satz kann man das gelten lassen. Denn warum es die letzten 15 Jahre keinen Befall gegeben hat, kann einzig am System liegen, nur teilweise am System liegen oder auch gänzlich an anderen Umständen, wie z.B. Verbreitung oder auch Wissensstand der Anwenderschaft etc..
Wenn Du mit System "Linux" meinst, das ist wie gesagt vollkommen falsch. Das System ohne den Anwender oder ohne die Infrastruktur zu denken ist sinnlos. Systeme sind immer in ein Verhalten eingebunden, und ein Verhalten, gegen das kein System gewappnet ist wäre beispielsweise das absichtliche Installieren eines Trojaners.
Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt, dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.
Dein Modell scheint zu sein, ein Verhalten zu haben, dass sich überhaupt nicht um die Umwelt kümmert, dass immer richtig ist, egal was die Umwelt macht. Dazu gehört auch, dass man dieses Verhalten übt, wenn die Umwelt überhaupt nichts macht - es keine Angriffe gibt.
Dem widerspreche ich. Wenn die Angreifer ein unbeschränktes Budget haben, dann können sie immer ausgefuchstere Methoden anwenden, immer mehr Leute und Geräte für die Angriffe verwenden, sie könnten ganze Distributionen übernehmen und Linuxuser mit präparierten Druckern, Scannern, Cameras, Tastataturen und anderer Hardware beschenken, Entwickler bestechen, die Infrastruktur aufkaufen und vom DNS-Server bis zum weiß-ich-nicht alles übernehmen, nur um Linuxuser aufs Kreuz zu legen.
Das wäre offenkundig Humbug.
Sicherheit ist immer relativ, und kostet etwas. Maßnahmen sind aufwendig und nervig, und man wird den Aufwand, sich vor etwas zu schützen, an die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens multipliziert mit der Schadenshöhe anzupassen versuchen, soweit man das schätzen kann.
Wenn man nie attackiert wird braucht man sich gar nicht zu schützen; so einfach ist das. Man wird dann nicht sicherer, wenn man mehr Aufwand treibt, sondern nur ärmer.
Wenn es Angriffe gibt, dann muss man sich derer erwehren, und nicht irgendwelchen denkbaren Angriffen. Das ist Zeit- und Geldverschwendung.
Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben
dann hätte man sich anpassen müssen, aber auch nur dann hätte man gewusst, woran. Die Situation wäre eine andere gewesen.
und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt
Ich hatte ja zwischenzeitlich einen SSH-Dämon laufen, der vom Netz erreichbar war. Da gab es erfolglose Angriffe - die scheiterten schon daran, dass sie keinen gültigen Usernamen probiert haben.
dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.
Das ist ja Unfug. Es hätte ja andere Angriffe geben können, die nicht erfolglos gewesen wären. Wenn Du schon spekulierst, dann aber doch richtig! Es hätten alle denkbaren Angriffe stattfinden müssen, und man hätte allen widerstehen müssen, um zu sagen, man habe alles richtig gemacht.
Du scheinst davon auszugehen, dass es eine endliche, überschaubare Menge an Angriffen gibt, die entweder alle ausgeführt werden, oder gar nicht.