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Schadsoftware unter Linux

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: 11.10 (Oneiric Ocelot)
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user_unknown

Avatar von user_unknown

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10. August 2005

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@yollywau:

Statt des Computerwissen-Links vielleicht lieber hier informieren: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bot-Netz-aus-Heimnetz-Routern-208535.html

Da wie dort erfährt man jedoch, dass es um Schadsoftware auf Linuxroutern geht - nicht um Desktops. Also: Thema verfehlt.

Den anderen Artikel haben wir schon durch.

Newubunti schrieb:

user unknown schrieb:

Wenn 15 Jahre lang nichts passiert ist, dann vielleicht, weil wir was richtig gemacht haben. Immerhin haben wir 15 Jahre ohne Befall.

Gut mit dem "vielleicht" im ersten Satz kann man das gelten lassen. Denn warum es die letzten 15 Jahre keinen Befall gegeben hat, kann einzig am System liegen, nur teilweise am System liegen oder auch gänzlich an anderen Umständen, wie z.B. Verbreitung oder auch Wissensstand der Anwenderschaft etc..

Wenn Du mit System "Linux" meinst, das ist wie gesagt vollkommen falsch. Das System ohne den Anwender oder ohne die Infrastruktur zu denken ist sinnlos. Systeme sind immer in ein Verhalten eingebunden, und ein Verhalten, gegen das kein System gewappnet ist wäre beispielsweise das absichtliche Installieren eines Trojaners.

Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt, dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.

Dein Modell scheint zu sein, ein Verhalten zu haben, dass sich überhaupt nicht um die Umwelt kümmert, dass immer richtig ist, egal was die Umwelt macht. Dazu gehört auch, dass man dieses Verhalten übt, wenn die Umwelt überhaupt nichts macht - es keine Angriffe gibt.

Dem widerspreche ich. Wenn die Angreifer ein unbeschränktes Budget haben, dann können sie immer ausgefuchstere Methoden anwenden, immer mehr Leute und Geräte für die Angriffe verwenden, sie könnten ganze Distributionen übernehmen und Linuxuser mit präparierten Druckern, Scannern, Cameras, Tastataturen und anderer Hardware beschenken, Entwickler bestechen, die Infrastruktur aufkaufen und vom DNS-Server bis zum weiß-ich-nicht alles übernehmen, nur um Linuxuser aufs Kreuz zu legen.

Das wäre offenkundig Humbug.

Sicherheit ist immer relativ, und kostet etwas. Maßnahmen sind aufwendig und nervig, und man wird den Aufwand, sich vor etwas zu schützen, an die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens multipliziert mit der Schadenshöhe anzupassen versuchen, soweit man das schätzen kann.

Wenn man nie attackiert wird braucht man sich gar nicht zu schützen; so einfach ist das. Man wird dann nicht sicherer, wenn man mehr Aufwand treibt, sondern nur ärmer.

Wenn es Angriffe gibt, dann muss man sich derer erwehren, und nicht irgendwelchen denkbaren Angriffen. Das ist Zeit- und Geldverschwendung.

Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben

dann hätte man sich anpassen müssen, aber auch nur dann hätte man gewusst, woran. Die Situation wäre eine andere gewesen.

und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt

Ich hatte ja zwischenzeitlich einen SSH-Dämon laufen, der vom Netz erreichbar war. Da gab es erfolglose Angriffe - die scheiterten schon daran, dass sie keinen gültigen Usernamen probiert haben.

dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.

Das ist ja Unfug. Es hätte ja andere Angriffe geben können, die nicht erfolglos gewesen wären. Wenn Du schon spekulierst, dann aber doch richtig! Es hätten alle denkbaren Angriffe stattfinden müssen, und man hätte allen widerstehen müssen, um zu sagen, man habe alles richtig gemacht.

Du scheinst davon auszugehen, dass es eine endliche, überschaubare Menge an Angriffen gibt, die entweder alle ausgeführt werden, oder gar nicht.

rleofield

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14. September 2008

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yollywau schrieb:

aktuell weiß ich nichts. Das würde bei ubuntuusers sicher auf der ersten Seite stehn.
weniger aktuell http://www.golem.de/0912/71787.html und http://www.computerwissen.de/linux/linux-news/artikel/schadsoftware-ueberfaellt-dsl-router-mit-linux.html

Beispiel a) ist Dummheit ('not being on GNOME's approved list', Linux Magazine, Dec 10, 2009 ). Dummheit hat im Kern mit Linux nichts zu tun. Das Problem und betrifft nur Debian und Derivate. Der Rest der Linux-Welt ist davon nicht betroffen. Man kann das Paket einfach mit Bordmitteln wieder deinstallieren.

Fall b) ist auch Dummheit. Wer seinen Router zum Internet hin öffnet und kein gescheites Passwort setzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er Besuch bekommt. Das ist unabhängig vom BS. Und in diesem Fall hat es nur spezielle Router betroffen. Da die eingesetzten Linux Varianten vom Hersteller selbst konfiguriert werden, ist das ein Problem des Herstellers, kein Linux-Problem. Verallgemeinern kann man das nicht.

http://en.wikipedia.org/wiki/Psyb0t

"However, 90%[2] of infections are caused by insecure configuration,"

Maw. auch nach Deiner Meinung ist Linux auf dem Desktop praktisch virenfrei. Danke.

Renate55

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13. Januar 2009

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rleofield schrieb: ]

Beispiel a) ist Dummheit ('not being on GNOME's approved list', Linux Magazine, Dec 10, 2009 ). Dummheit hat im Kern mit Linux nichts zu tun. Das Problem und betrifft nur Debian und Derivate. Der Rest der Linux-Welt ist davon nicht betroffen. Man kann das Paket einfach mit Bordmitteln wieder deinstallieren.

Fall b) ist auch Dummheit.

Benutzerfehler spielen allerdings auch bei Windowsrechnern eine Rolle, auf jede exe geklickt, Updates verbummelt...Nun gut, man ist in Windows standardmäßig mit Admininistrator Rechten unterwegs.

Maw. auch nach Deiner Meinung ist Linux auf dem Desktop praktisch virenfrei. Danke.

Das ist die Hauptsache. 😉 Egal warum es so ist. Hoffentlich bleibt es so.

rleofield

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Anmeldungsdatum:
14. September 2008

Beiträge: 798

yollywau schrieb:

Benutzerfehler spielen allerdings auch bei Windowsrechnern eine Rolle, auf jede exe geklickt,

Das bestreitet niemand, erklärt aber nicht die sprichwörtliche Virenanfälligkeit von Windows. Es ist nicht anzunehmen, dass der durchschnittliche Linux-Nutzer klüger als der durchschnittliche Windows-Nutzer ist.

Maw. ein erheblicher Teil der Schadsoftware unter Win hat etwas mit der Struktur des Systems zu tun. Der Nutzer wird deutlich weniger geschützt.

wzbw.

Newubunti

(Themenstarter)

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16. Februar 2008

Beiträge: 5149

rleofield schrieb:

Sonst würdest Du wissen, dass das Internet mit Angriffen auf Linux PCs regelrecht überschwemmt ist.

Also gibt es doch Schädlinge die gezielt auf Linux-Desktops gerichtet sind? Oder meintest Du individuelle oder automatisierte Angriffe von außen über das Internet auf ein System, das am Internet hängt?

Von diesen Schädlingen bzw. solchen Angriffen habe ich hier aber nicht gesprochen, sondern von Trojanern und dabei auch noch von solchen, die an den Distributions-Quellen vorbei installiert werden könnten, wenn es sie gäbe. Ich halte sie dabei von ihrem Wesen her auch auf Linux-Desktops über den von mir aufgezeigten Weg für übertragbar.

Gibt es diese - also die Trojaner - für Linux-Desktops nun aktuell oder doch nicht?

user unknown schrieb:

Systeme sind immer in ein Verhalten eingebunden, und ein Verhalten, gegen das kein System gewappnet ist wäre beispielsweise das absichtliche Installieren eines Trojaners.

Gut, das waren genau meine Worte am Anfang das Threads wobei ich dabei einen Unterschied gemacht habe zwischen System, als technisches System samt der zugehörigen Infrastruktur wie z.B. dem Bereitstellen zentraler Paketquellen und dem Endanwender.

Das System bietet einen bedingten Schutz aber keinen garantierten. Der Anwender kann - wenn er Schwächen im System kennt - diese versuchen durch angepasstes Verhalten zu kompensieren. Der Erfolg ist ihm dabei auch nicht für jede denkbare Bedrohung gewiss für manche aber durchaus wahrscheinlich.

Der Anwender kann auch in das System verankerte Schutzmechanismen - ohne dass das vom System an sich gewollt wäre - bewusst oder unbewusst aushebeln.

Der Anwender kann aber genauso eine Vorkonfiguration des Systems mit System-Mitteln noch sicherer konfigurieren, wenn er es als für sich notwendig erachtet.

Deshalb kommt für mich dem Anwender bei der Sicherheit eines vom Anwender genutzten Desktop-Systems, die weitaus größere Bedeutung zu, als dem System an sich selbst.

Und deshalb sollte man dem Anwender so gut wie möglich über das System informieren, was neben den vorhanden Stärken die ihn schützen sollen auch auf die Schwachpunkte aufmerksam macht. Dann habe ich nach meiner Auffassung meine Schuldigkeit als "Wissender" getan.

Das war - allerdings nicht so ausführlich - meine Aussage am Anfang des Threads.

Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt, dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.

Dein Modell scheint zu sein, ein Verhalten zu haben, dass sich überhaupt nicht um die Umwelt kümmert,

Ich verstehe jetzt nicht, wie Du das aus dem zitierten Satz herausliest.

Sicherheit ist immer relativ, und kostet etwas. Maßnahmen sind aufwendig und nervig, und man wird den Aufwand, sich vor etwas zu schützen, an die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens multipliziert mit der Schadenshöhe anzupassen versuchen, soweit man das schätzen kann.

Soweit stimme ich da mit Dir überein.

Wenn man nie attackiert wird braucht man sich gar nicht zu schützen; so einfach ist das. Man wird dann nicht sicherer, wenn man mehr Aufwand treibt, sondern nur ärmer.

In diesem Sinne wäre die Fremdquellen-Warnung ja noch überflüssig, weil es ja aktuell keine Schadprogramme im Umlauf gibt oder geben soll.

Wenn es Angriffe gibt, dann muss man sich derer erwehren, und nicht irgendwelchen denkbaren Angriffen. Das ist Zeit- und Geldverschwendung.

Solange es die denkbaren Angriffe tatsächlich nicht gibt jein. Es gibt Vorkehrung, die sich nie auszahlen. Was man aber vorher nicht weiß sondern immer erst im Nachhinein. Es ist aber auch möglich, dass die Vorkehrungen und damit das Vordenken - also nach Deiner Redensart das Abarbeiten von Hirngespinsten - greift und ich damit einen Schaden abwende.

Übrigens bestreite ich auch nicht, dass ich mir eine Gefahr denken kann, meine mich dann richtig auf deren etwaigen Eintritt vorzubereiten und dann umschifft sie beim tatsächlichen Eintritt dann doch noch meine Vorkehrungen.

Mir geht es also nicht darum, Vorkehrungen als einzig und richtig zu verkaufen und auch nicht darum vorzuschreiben Vorkehrungen überhaupt erst treffen zu müssen, sondern mir ging es von Anfang an in dieser Diskussion darum, die Leute auch für Schwachpunkte im System zu sensibilisieren.

Als Beispiel habe ich mich dazu der möglichen Bedrohung durch Trojaner auf einem bestimmten Verbreitungsweg bedient, was ich insgesamt so als nicht völlig abwegige mögliche Bedrohung einstufe.

Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben

dann hätte man sich anpassen müssen, aber auch nur dann hätte man gewusst, woran. Die Situation wäre eine andere gewesen.

Der Knackpunkt an Deiner These ist, dass es sich erst lohnen soll einer Gefahr entgegenzutreten, wenn sie denn real ist - wenn ich es richtig verstanden habe. Für Dich scheint es kategorisch für jede denkbare mögliche Bedrohung ausgeschlossen, sich im Vorfeld zu wappnen, weil man deren Ausprägung im Vorfeld nicht mit Sicherheit vorhersehen kann.

Nur wie würde man z.B. realisieren, dass es auch für den von mir eingesetzten Linux-Desktop tatsächlich Trojaner außerhalb der Distributions-Quellen gibt? Bekomme ich da vorher ein Mail vom Angreifer?

Im Idealfall wäre es so, dass der Trojaner von jemanden entdeckt würde, bevor er überhaupt irgend jemanden schädigt. Aber ist das garantiert? Oder ist es vielleicht eher so, dass der Trojaner erst durch die ersten Geschädigten auffällt?

Die entscheidende Frage ist für mich daher in erster Linie, für wie wahrscheinlich ich es erachte, dass mich irgend eine Gefahr bedroht oder mich zukünftig bedrohen könnte und kann ich mich darauf im Vorfeld eventuell schon einstellen oder eben auch nicht.

Die Fähigkeit dazu erlangt man aus meiner Sicht aus dem Wissen um Stärken und Schwächen des Systems, dass man verwendet und in dem man sich dafür interessiert, wie Angriffe und/oder Schadprogramme zum Erfolg führen.

und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt

Ich hatte ja zwischenzeitlich einen SSH-Dämon laufen, der vom Netz erreichbar war. Da gab es erfolglose Angriffe - die scheiterten schon daran, dass sie keinen gültigen Usernamen probiert haben.

Darf ich Dich daran erinnern, dass ich erstens nicht von Servern sprach und Du es zweitens - zwar nicht ausdrücklich mir gegenüber - verboten hattest Server in die Betrachtung mit einzubeziehen.

Darüber hinaus folgt aus Deinem SSH-Beispiel, dass der SSH-Server bei Dir keine nutzbaren Sicherheitslücken enthält und sicher konfiguriert ist - zumindest soweit, dass niemand unlegitimiert von außen darauf zugreifen kann.

Soll daraus noch mehr folgen?

Es hätten alle denkbaren Angriffe stattfinden müssen, und man hätte allen widerstehen müssen, um zu sagen, man habe alles richtig gemacht.

Gut, ich sehe zwar jetzt nicht, dass ich großartig etwas anderes gesagt hätte, aber im übrigen kam das mit dem "alles richtig gemacht" von Dir ohne dabei darzulegen, wie Du zu dieser Erkenntnis gelangst. Ich habe nirgendwo ins Spiel gebracht alles richtig zu machen.

Das hast Du vielleicht in meine Aussagen hinein gedeutet.

Gruß, Martin

Blubbie

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5. Januar 2011

Beiträge: 186

Schönes Beispiel ist das hier http://forum.ubuntuusers.de/topic/ikhaya-eine-kleine-geschichte-ueber-fremde-pa/

So viel Fantasie braucht man wohl nicht, um sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn statt des Bildes etwas anderes ausgeführt worden wäre...

Bei Android ist man übrigends auch kein root und es gibt Malware. Wozu auch mehr sein wollen, man kann doch eh schon auf die gewollten Informationen zugreifen.

Windows ist nicht anfälliger für Schadsoftware, die User installieren sich halt alles, oder sind schlampig bei Updates. Gut die Linuxuser sind letztlich in Sachen Installieren auch nicht besser. Nur momentan haben sie noch das Glück, dass kaum jemand Schadsoftware verteilt.

rleofield

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14. September 2008

Beiträge: 798

Blubbie schrieb:

Schönes Beispiel ist das hier http://forum.ubuntuusers.de/topic/ikhaya-eine-kleine-geschichte-ueber-fremde-pa/

Die Geschichte ist doch nun von 2006 und hat einen langen Bart.

So viel Fantasie braucht man wohl nicht, um sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn statt des Bildes etwas anderes ausgeführt worden wäre...

Nix.

wzbw.

Oder hast Du Quellen, aus denen hervorgeht, dass da was passiert ist?

Bei Android ist man übrigends auch kein root und es gibt Malware. Wozu auch mehr sein wollen, man kann doch eh schon auf die gewollten Informationen zugreifen.

Windows ist nicht anfälliger für Schadsoftware, die User installieren sich halt alles, oder sind schlampig bei Updates.

Nun ja, das braucht man wohl nicht immer zu wiederholen.

Und eine finanzkräftige Viren(scanner)hersteller-Mafia hat mit Fernhypnose die Win-User im Griff, damit die das auch weiterhin so machen.

Oder Win-User sind von Natur aus blöder.

Such dir was aus.

rleofield

Avatar von rleofield

Anmeldungsdatum:
14. September 2008

Beiträge: 798

Newubunti schrieb:

rleofield schrieb:

Sonst würdest Du wissen, dass das Internet mit Angriffen auf Linux PCs regelrecht überschwemmt ist.

Also gibt es doch Schädlinge die gezielt auf Linux-Desktops gerichtet sind?

Das hat niemand abgestritten. Es geht um den Erfolg, und der ist bei solchen Dingen unter Linux definitiv null.

Ok, ich geb' ja zu, dass einige Möchtegern-Linuxer, die von Win her kommen, immer als root surfen und alles installieren, was da so im Netz herumliegt, weil man das von Win her eben so macht.

Aber das ist kein Linux Problem, wenn die Leute durch den jahrzehntelangen Umgang mit Win in Bezug auf Sicherheit falsch konditioniert werden und anstatt was über Sicherheit zu lernen, ihr Geld freiwillig dem nächsten Schlangenölverkäufer übergeben.

Blubbie

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5. Januar 2011

Beiträge: 186

rleofield schrieb:

Blubbie schrieb:

Schönes Beispiel ist das hier http://forum.ubuntuusers.de/topic/ikhaya-eine-kleine-geschichte-ueber-fremde-pa/

Die Geschichte ist doch nun von 2006 und hat einen langen Bart.

So viel Fantasie braucht man wohl nicht, um sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn statt des Bildes etwas anderes ausgeführt worden wäre...

Nix.

wzbw.

Oder hast Du Quellen, aus denen hervorgeht, dass da was passiert ist?

Es ist eben nichts passiert, weil er nett war, wäre er böse, hätte er in die Installationsroutine z. B. rm / -Rf eingeschrieben und es hätten genug Leute ausgeführt. Und noch heute macht sich doch kaum einer Gedanken, ob die Quellen, aus denen sie sich Software installieren, vertrauenswürdig sind.

Wie man noch leugnen kann, dass es ein leichtes wäre Schadprogramme auf diesem Wege zu verbreiten, ist mir ehrlich gesagt unverständlich.

user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

@Newbunti:

Wenn ich eine hohe Mauer gegen Einbrecher aufstelle, und es gibt keinen Einbruch, liegt es dann an meiner Mauer?

Man kann's nicht sagen. Wenn ich keinen Einbrecher sehe, wie er mit seiner zu kleinen Leiter abzieht, kann ich dann sagen die Mauer war überflüssig? Das System war nicht sicher?

Die Abwesenheit von Angreifern kann sehr wohl eine Folge des sicheren Systems sein. Wenn man allgemein weiss, dass Linux eine hart zu knackende Nuss ist, dann wendet man sich vielleicht lieber ausschließlich an das MS-Opfer-System.

und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt

Ich hatte ja zwischenzeitlich einen SSH-Dämon laufen, der vom Netz erreichbar war. Da gab es erfolglose Angriffe - die scheiterten schon daran, dass sie keinen gültigen Usernamen probiert haben.

Darf ich Dich daran erinnern, dass ich erstens nicht von Servern sprach und Du es zweitens - zwar nicht ausdrücklich mir gegenüber - verboten hattest Server in die Betrachtung mit einzubeziehen.

Richtig. Woran erkennen wir also ob es in den letzten 15 Jahren Versuche gab, Malware gegen Linux zu richten?

Hätte es die letzten 15 Jahre fortwährend Angriffe mit der unterschiedlichsten Schadsoftware auf Linux-Desktops gegeben und diese wären erfolglos an den Linux-Desktops abgeprallt, dann könnte man mit Sicherheit sagen alles richtig gemacht zu haben.

Dagegen behaupte ich, dass man das nicht sagen kann.

Wenn man einen Oderdeich von 8m Höhe hat, und stockt ihn auf auf 9m, und es kommt kein Hochwasser - war es dann falsch den Deich zu bauen? Wenn Hochwasser kommen, und er hält stand, war es dann richtig?

Wenn der Deich hält ist damit nicht gezeigt, dass der 8m-Deich nicht auch gehalten hätte. Auch ist nicht gesagt, dass das Wetter nicht eine 10m Flut hätte bringen können. Vom Beispiel her, das so ausgelegt ist, indem es behauptet, dass der Deich gehalten hätte, ist die 10m Flut schon ausgeschlossen, aber das ist eben einfach eine willkürliche Proklamation.

Und wenn Du sagst, dass die 15 letzten Jahre nichts beweisen, weil es keine ernsthaften abgewehrten Angriffe gab - es aber ernsthafte Angriffe hätte geben können, und deren Abwehr hätte etwas bewiesen - das ist die gleiche Art Alternativen aufzuspannen, die qua Definitionem nicht widerlegt werden können.

Beim Deichbau kann man nach 15 Jahren sagen: So und so hoch waren die Fluten. Was die Zufälle des Wetters angeht, ob die höchsten Fluten nun 8, 9 oder 10 Meter wurden, das weiß man hinterher. Wenn es knapp ist, und eine 8m Flut steht an einem 9m Deich über 2-3 Tage, dann weiß man noch nicht so genau, ob der Deich hält, oder aufgeweicht wird.

Zu sagen, es hätte gar nicht 10m sein können, nur weil es 10 m nicht geworden ist, ist aber billig. Wer das tut, der muss auch die Argumentation zulassen, dass es die Aufstockung auf 9m nicht gebraucht hätte, wenn es keine 9m Flut gab.

Wenn also der 9m Deich eine 8m Flut hält beweißt das nur, dass er diese 8m Flut gehalten hat - sonst gar nichts. Nicht dass er jede Flut gehalten hätte, noch, dass der 8m Deich sie nicht auch gehalten hätte.

user_unknown

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Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

Blubbie schrieb:

Es ist eben nichts passiert, weil er nett war, wäre er böse, hätte er in die Installationsroutine z. B. rm / -Rf eingeschrieben und es hätten genug Leute ausgeführt.

Und ist das so? Hätte er einfach böse sein können, und alles andere wäre gleich geblieben?

Wie man noch leugnen kann, dass es ein leichtes wäre Schadprogramme auf diesem Wege zu verbreiten, ist mir ehrlich gesagt unverständlich.

Und wieso macht es dann keiner?

realzippy

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5. Mai 2009

Beiträge: 3137

Soviel zum Thema: " Wie ruiniere ich nachhaltig einen Thread? " Bin ich der einzige Mitleser, der nicht mehr mitlesen mag? Macht bitte einen eigenen Thread auf zum Thema "Viren auf Win/Linux"..

Newubunti

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
16. Februar 2008

Beiträge: 5149

rleofield schrieb:

Newubunti schrieb:

rleofield schrieb:

Sonst würdest Du wissen, dass das Internet mit Angriffen auf Linux PCs regelrecht überschwemmt ist.

Also gibt es doch Schädlinge die gezielt auf Linux-Desktops gerichtet sind?

Das hat niemand abgestritten.

Quelle Sicherheitskonzepte - das ist einer der Artikel auf den fast immer bei der Frage nach Viren unter Linux verwiesen wird:

"Zur Zeit ist unter Linux ein Virenscanner mangels Viren überflüssig."

Also was nun, gibt es nun Viren in massiver Zahl oder nicht?

Es geht um den Erfolg, und der ist bei solchen Dingen unter Linux definitiv null.

Bei Viren würde ich zustimmen bei Trojanern - sofern es sie dann mal geben würde -, die man sich an den Distributions-Quellen vorbei installiert ist der Erfolg definitiv nicht null. Oder kannst Du Dir unter Ubuntu keine Software an den Distributions-Quellen vorbei installieren? Also bei mir geht das, ich vermeide es zwar aber es geht. Wenn man hier so in die Support-Foren schaut ist es auch nicht so, dass das nur in absoluten Einzelfällen gemacht würde.

Ok, ich geb' ja zu, dass einige Möchtegern-Linuxer, die von Win her kommen, immer als root surfen und alles installieren,

Ein Programm muss meines Wissens unter Linux weder als Root installiert werden noch unter Root laufen, um die Daten des angemeldeten Nutzers - und in der Standardkonfiguration von Ubuntu - auch die Daten der anderen Nutzerkonten auf dem System auslesen zu können.

D.h. nicht, dass man sich die Rechtetrennung auch schenken kann, aber man sollte sie für einen Desktop auch nicht hinsichtlich aller (möglichen) Bedrohungen überbewerten - ich gehe davon aus, dass auf einem Desktop die Nutzerdaten das wichtigste sind. Gegebenenfalls müsste man da nämlich auch bei Ubuntu nachjustieren oder eben die Daten der Konten von vornherein verschlüsseln. Man muss halt nur um das "Problem" wissen.

Das ist schwierig, wenn so getan wird, als sei nur das Ausführen eines Programms als Root gefährlich. Das ist zwar gefährlicher, aber auf meinem privaten Desktop wollte ich auch kein Schadprogramm wissen, dass nur mit meinen Nutzerrechten läuft.

Und um zu verhindern das mir das jetzt gleich wieder gegenteiliges unterstellt wird:

Ich habe an der Sicherheit von Ubuntu nichts großartiges auszusetzen, aber als System ohne Schwachpunkte sehe ich es bei genauer Betrachtung nicht. Was an sich auch nicht tragisch ist.

Gruß, Martin

DeJe

Anmeldungsdatum:
2. Januar 2008

Beiträge: 2377

Newubunti schrieb:

Das ist schwierig, wenn so getan wird, als sei nur das Ausführen eines Programms als Root gefährlich. Das ist zwar gefährlicher, ...

Nein, im Gegenteil. Auf einem Desktop ist nichts gefährlicher als der Angriff auf die persönlichen Daten! Dagegen hilft keine noch so ausgefeilte Rechteverwaltung, da spielt root nicht wirklich eine Geige. Es sei denn, man ist paranoid und gibt bei jeder Dateioperation einen Key ein, oder so. Dann könnte man aber auch gleich den (Internet)-Stöpsel ziehen. 😉

Ein BS ist in max. einer Stunde neu installiert. Das ist nicht wirklich ein Problem. Diese Daten sind permanent und unverfälscht jederzeit verfügbar. 😉

user_unknown

Avatar von user_unknown

Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

DeJe schrieb:

Ein BS ist in max. einer Stunde neu installiert. Das ist nicht wirklich ein Problem. Diese Daten sind permanent und unverfälscht jederzeit verfügbar. 😉

Das ist aber auch untertrieben.

1h für das blanke OS, dazu kommen alle Updates die man erneut runterladen u. einspielen muss, Browserplugins und Addons, Software, die nicht Standard ist, persönliche Einstellungen u. Vorlieben sowie Programme, die nicht in den Repos sind.

Aber tendenziell ist es erstens richtig, dass man, wenn man nicht Netzwerkadmin ist, und damit die Daten von 100 Usern ruiniert, die eigenen Dateien das wertvollste sind, was man verlieren kann (oh - ich muss ja noch ein Backup machen!), und, was noch nicht gesagt wurde: Auf einem 1-Personen-PC wird ja womöglich über den User auch sudo hackbar, wenn der Angreifer darauf abzielt, und der User nicht merkt, dass er einen Trojaner hat.