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Rückgang in der Linux Community

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu
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nurguggen schrieb:

Klar geht iOS. Erst installiert man MacOS und dann auf MacOS den xcode Simulator. Da hast du dann ein vollwertiges iOS und kannst beispielsweise Apps aus dem Store installieren, es ist vergleichbar mit Android Studio wo du auch vollwertiges Android auf x86 laufen kannst.

Und was haben diese wirren Aussagen noch mit dem Thema zu tun? Zur Erinnerung:

tgsflash schrieb:

was mir in den 7, 8 Jahren aufgefallen ist, ist der stagnierende Rückgang um die Präsenz von Linux.

nurguggen

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Dazu selbst wenn die Community kleiner wird, auf immer mehr Geräten wird Linux installiert, z.B. Android, was man neben Handys auch in Fernsehern findet. Und Android Handys haben auch communities. Z.B. Samsung. Doch da gehts nicht um den Free Software Movement oder Linux als Desktop.

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24. November 2009

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nurguggen schrieb:

Dazu selbst wenn die Community kleiner wird, auf immer mehr Geräten wird Linux installiert, z.B. Android, was man neben Handys auch in Fernsehern findet. Und Android Handys haben auch communities. Z.B. Samsung. Doch da gehts nicht um den Free Software Movement oder Linux als Desktop.

Ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass die Android-Community groß ist und eher wächst. Aber Android ist eben kein (Gnu-) Linux im engeren Sinne, sondern basiert hauptsächlich auf dem Linux-Kernel. Der TE meinte wohl eher die Linux-Community im PC/Server-Bereich und weniger IoT- oder Android-Communities.

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6. November 2010

Beiträge: 4847

Eventuell ist die Zahl der Nutzer zurückgegangen, die Linux als den heiligen Gral ansehen & es auch auf ihrem Desktop betreiben, FOSS zelebrieren & eben so eine Art eigene Kultur daraus machen. Das soll keine Wertung sein: Ich bin für mich persönlich auch überzeugt davon, dass es "das" Betriebssystem für mich ist. Aber das Missionieren des Freundeskreises, sehr viel Enthusiasmus, dass das Jahr des Linux-Desktops bevorsteht oder dergleichen mehr habe ich schon lange abgeschrieben. In der Tat zeigt die Erfahrung, dass man eine Menge interessanter Menschen in der Community antreffen kann, auch in Hackspaces, Netzpolitik & Co. - aber in der Tat auch immer wieder sehr spezielle Gemüter.

Worauf will ich hinaus? Im (large) Enterprise hat Linux immer mehr zugenommen, quasi in allen Bereichen, die nicht Desktop-PCs sind, aber insbesondere in den folgenden Bereichen zerstört Linux mit seiner Marktdominanz defakto die Konkurrenz um Längen: IoT, Server, Smarthones (Android), SoCs, Firewalls, Load Balancer u.v.m.

Defakto alle Technologien, die rund um Server, Entwicklung, CI/CD pipelines, .. setzen Linux vorraus: Puppet, Ansible, Chef, Docker, Kubernetes, Jenkins, Apache2, nginx, F5 BIG IP und 09809768 weitere nutzen Linux als OS. Windows-Server will (bis auf die Windows-Enterprise-Welt aka Exchange & Co) kein Mensch.^^

Udalrich

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15. Mai 2019

Beiträge: 533

Einer der Erfinder des Raspberry-Pi, Eben Upton von der Informatik-Fakultät der Universität Cambridge, beklagte diese ungute Tendenz so:
Sowohl die Zahl der jungen Menschen, welche in die Informatik gehen wollen, sinkt, als auch ihr Können. (*)

Diese Passiver-Werden-Tendenz dürfte ein klassisches System für Macher (maker, creator), wie Linux, wo man vieles selber machen kann und soll, auch relativ stark treffen; während IT-Geräte für eher Passive mehr werden.

(Man muß kein Informatiker sein, um Linux zu benutzen, aber einen soliden Hang zur Informatik braucht man schon – ähnlich wie früher mit den Heimcomputern.)

Das Passiver-Werden dürfte unter anderem daher rühren, daß es immer mehr Fix-und-Fertig-Sachen gibt, sowohl im gesellschaftlichen wie auch im technischen Bereich: bei letzterem denke man nur an hermetisch abgeriegelte Smartphone, Spielekonsole, usw., wo man aus dem von den Konzernen gesteckten engen Rahmen nicht herauskommt.

Der Raspberry-Pi zeigt eine Möglichkeit, dieser Passiver-Werden-Tendenz entgegenzutreten und damit auch die (Zahl der) Linux-Benutzer zu stärken. Deswegen wurde der Pi im Jahre 2013 von erfahrenen Machern erfunden, u.a. auch vom Entwicklerveteran David „Elite“ Braben.
Heute, ein paar Jahre später, gibt es bereits 28 Millionen Pis (alleine der neue Pi4 verkaufte sich in den ersten Wochen eine Million mal) . Eine gute Möglichkeit für viele Aufgeweckte, Macher zu werden und in die Welt von Linux einzutauchen – und sie somit durch „Nachwuchs“ jeden Alters zu stärken.


(*) „The idea [für den Pi] came in 2006 after Upton and some colleagues in the computer laboratory in Cambridge University shared concerns over their Friday beers at the decline in the number and skills of students applying for computer science classes.“ (The Guardian, 2014)

chriskringel

Anmeldungsdatum:
10. März 2018

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Vermutlich hat es auch mit dem "Forensterben" durch Facebook und soziale Medien zutun. Ob jetzt im Thema Linux oder Tolkien, es ist überall zu beobachten dieser Rückgang an Aktivitäten in Foren. Andererseits ist /g/ bei 4chan (der nicht-(so)-böse Teil von 4chan(nel): https://www.4channel.org/g/catalog) voll mit Linuxthemen.

Ich kann mich noch genau an die Euphorie erinnern, als ich 2005 meine erste Shipit-CD von Ubuntu (5.04 - hoary hedgehog) in den Händen hielt. Es gab auch um diese Zeit (1-2 Jahre später) eine größere Linux-Messe mit in Köln mit Vorträgen u.a. von Novell. Momenten scheint mir alles extrem durch Red Hat geprägt zu sein. Canonical hat ja auch versucht mit Upstart z.B., aber immer an Red Hat gescheitert. Technisch gesehen ist Linux (ein wenig) mehr eine Monokultur geworden.

Und die andere Geschichte werden Smartphones sein. Mich hat es als 21-jährigen umgehauen, dass es diese ShipIt-CDs gab, das Live-System, der Wahnsinn, die interessanten anderen Programme, die Alternativen (ogg statt mp3), und all das. Es war spannend und interessant all meine CDs mit sound-juicer und Grip umzuwandeln. Wie konnte es nur sein, dass all diese Programme frei waren? Mein Windows war voll mit "Nag ware"/Bettel-Ware ("du musst eigentlich eine Lizenz kaufen, siehe WinRAR z.B.), oder Musicmatch Jukebox und ein gecracktes Nero Burning Rom.

Oder als ich es endlich hinbekam, dass ich mit meinem Ubuntu Youtube-Videos anschauen konnte. So riecht Fortschritt, dachte ich. *Heute* hat all das absolute niemanden mehr um. Durch Smartphones ist vieles für viele zur Selbstverständlichkeit geworden.

nurguggen

Anmeldungsdatum:
20. Juni 2018

Beiträge: 83

@chriskringel

So wars bei mir auch. Parallel war ich allerdings auch dabei auf Windows möglichst alles mit OpenSource zu halten: Openoffice, 7zip statt winrar, Infrarecorder statt Nero (so ziemlich was https://portableapps.com/apps zu bieten hat)

RedHat ist auch gut, und sein Fedora ist eine saubere Distribution, die obwohl sie bloody edge ist nicht den Boden unter den Füßen verloren hat.

Das mit Youtube war bei mir auch so, mit dieser libflashplugin.so bis dann endlich html5 kam.

Im Nachhinein wars wohl doch verschwendete Zeit.

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