Zufällig fahren gerade sechs große deutsche Nachrichtenseiten eine Kampagne gegen Werbeblocker. Inklusive Reaktion von Adblock Plus: http://www.turi2.de/2013/05/13/heute2-sechs-newssites-adblocker-15964424/
Firefox serienmäßig mit Adblock-Plus
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Hehe, die Aufrufe der Newsseiten sind wiederrum in der neuesten Filterliste blockiert ^^ |
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Wenn man schon bei den Nachrichtenseiten und den Anzeigenagenturen feststellen kann, dass ein User die Werbung mit Adblock unterdrückt, dann frage ich mich, warum man das Ganze nicht technisch angeht. Zum Beispiel, indem man die Anzeige des Nachrichteninhalts bei aktiviertem Blocker ebenfalls unterdrückt (zum Beispiel erscheint mit aktiviertem Werbeblocker, ähnlich wie beim Contentklau, eine Ersatzgrafik: "Es tut uns leid, aber mit aktiviertem Werbeblocker gibt's hier nichts zu sehen"). Auch wenn das möglicherweise gehackt werden kann: die Tatsache, dass solche technischen Maßnahmen bisher gänzlich unterlassen wurden nimmt deiner Argumentation, die den Einsatz von Werbeblockern in die Nähe des Betrugs rücken will, eine Menge an Kraft. Zu Recht wird einem Fahrradbesitzer vorgeworfen, wenn er sein Fahrrad nicht mit einem Schloss sichert. Mir kommen Leute, die solche Kampagnen fahren immer vor, wie ein Fahrradbesitzer, der darüber jammert, dass die Anschaffung eines sicheren Schlosses ihm zu teuer sei. |
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1. Zumal ich ihm sein Fahrrad ja nicht mal klaue! Der vergleich hinkt daher etwas, zumal es trotzdem Diebstahl ist, Fahrräder zu klauen. 2. Egal, der Punkt ist m.E. ein anderer: Ich kann doch nicht im öffentlichen Raum, z.B. der Fußgängerzone, etwas zur Schau stellen, und dann den Leuten sagen, ihr dürft euch das aber nur anschauen, wenn ihr dieses oder jenes tut. Wenn man das Internet als öffentliches Gut und öffentlichen Raum versteht, und das tue ich, dann gibt es keinen Grund, weder moralisch noch rechtlich, dass andere dafür etwas tun oder unterlassen müssen. Wann man das nicht will, muss man halt vom öffentlichen Raum in geschlossene Räume wechseln. Ich denke der Qualität des www würde das nicht einmal schaden. |
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Richtig, und eine technische Sicherung, so wie ich sie mir vorstelle, wäre dann ja auch eine Art geschlossener Raum: ein Raum, in den man nur mit deaktiviertem Blocker hineinkommt. Das würde sich von der klassischen Paywall nicht einmal so sehr unterscheiden. Nachtrag: im übrigen hat Till Faida mit seiner Entgegnung auf die Kampagne vollkommen Recht: wenn der Werbebranche nichts besseres einfällt, als den Usern mit blinkenden Bannern auf die Nerven zu gehen, dann hat sie nichts besseres verdient, als geblockt zu werden. |
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Lustig, lustig: https://twitter.com/AdblockPlus/status/334256274273345536 |
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Ich möchte die Diskussion hier noch einmal anfeuern, da sich rund um das Thema Adblock Plus in den letzten Wochen ja einiges getan hat. Falls es jemand nicht mitbekommen haben sollte, Blogger Sascha Pallenberg hat so allerhand rund um das Geschäftstreiben von APB aufgedeckt. Auch ist es mehr als fraglich, warum APB nach wie vor in Debian vorinstalliert wird. Ich habe die Frage mal auf Debians Q&A-Plattform aufgeworfen und auch den entsprechenden Package-Maintainer angeschrieben. Von mir aus sollte Adblock Plus aus den Repos (auch bei Ubuntu, obwohl es da seit Lucid wohl nicht mehr vorhanden ist) rausgeworfen werden. |
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Danke für den Hinweis. Ich finde es auch nicht gut, wenn der AdBlock Ausnahmen zulässt. Man kann das aber in den Filtereinstellungen abschalten (Add-On-Manager->Erweiterungen->Einstellungen->Filtereinstellungen-> den Haken hinter "nicht aufdringliche Werbung" entfernen), so dass wieder gar keine Werbung angezeigt wird. Dank deines Hinweises habe ich natürlich sofort reagiert und das gemacht. Hoffentlich reagiert Debian auf deinen Hinweis und installiert per default einen Blocker der konsequent und damit unparteiisch keine Werbung zulässt. |
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Vor wenigen Tagen gabs bei Spiegel zwei Artikel dazu: Online-Werbung: Google hat Adblock Plus Geld gezahlt. Mit Adblock Edge gibts übrigens einen Fork von Adblock Plus, der sich auf die reine Filterung beschränkt und auch besagte Acceptable Ads nicht enthalten sind. |
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Das ist halt der Vorteil von Opensource. Wobei es schon 'witzig' ist, dass dass gerade das Medium, das sonst so vehement dafür eintritt, dass Legasthenie, Schmieren- und Kampagnenjournalismus, als Inhalt getarnte Apple-Werbung und zufällig aneinandergereihte DPA-Meldungen werbefinanzierten Gewinn generieren müssen, dass also gerade dieses Medium, dass dafür plädiert hat: "wenn schon Adblocker, dann mit Ausnahmeregelung" sich auf einmal darüber empört, dass ne Firma Geld für genau diese Ausnahmeregelungen verlangt. |
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Pallenbergs Vendetta in eigener Sache - er hat keine Lust, sich seine Werbung kostenpflichtig freizuschalten - kann man vergessen. ABP lässt sich für seine Whitelist bezahlen, Canonical von Amazon - "moderne Zeiten". |
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Bisher ist mir keine Debatte bei den Entwicklern bekannt. Der Grund, warum APB überhaupt vorinstalliert wurde, waren wohl Probleme mit Epiphany. Diesen tauschte man gegen Iceweasel, wollte aber den bei Epiphany eingebauten Werbeblocker ebenfalls ersetzen. Dann hat man wohl einfach zum Populärsten gegriffen. Ich frage mich aber dennoch, warum man in Debian auf die Idee kommt einen Werbeblocker zu brauchen. Ansonsten hält man sich da ja mit Vorinstallationen auch sehr zurück. |
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Canonical bekommt eine Provision, wenn über die Suchfunktion ein Kauf zustande kommt. Das lässt sich nicht mit dem Geschäftsprinzip von der Eyeo GmbH vergleichen. Geld zu verlangen, damit die Werbung wieder angezeigt wird - wenn auch nur bei finanzstarken Unternehmen - kann man wirklich als Wegelagerei bezeichnen. Übrigens Vendetta bedeutet so viel wie Blutrache, wirst du in deinem Posting ja wohl kaum gemeint haben. |
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Es gibt halt sinnvolle Vorinstallationen und unsinnige. Ich halte es für eine sinnige. Und damit stehe ich nicht alleine da, wie die Vorinstallation in Debian zeigt. Es gibt einfach eine Nachfrage danach und debian bedient diese mit einem Angebot. Wenn das zu einer Ausdünnung der Bloggs und was weiß ich was Schmieren-online-Journallen führt, muss das keineswegs schlecht sein, sondern könnte durchaus zur Anhebung der grottenschlechten Qualität weg von fastfood-Journalismus führen, wofür ich genauso bereit wäre zu zahlen, wie für eine Printaugabe. Und auch da werfe ich die Werbung meistens ungesehen weg. |
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Also ich habe crunchbang waldorf (das auf debian wheezy basiert) installiert und da war in iceweasel kein adblock plus vorinstalliert. Vgl. auch hier: http://packages.debian.org/wheezy/amd64/iceweasel/filelist Auf den ersten Blick sehe ich da kein ABP? 😲 |