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LINUX - meine kleine heile Welt!

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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snooky

Avatar von snooky

Anmeldungsdatum:
11. Dezember 2007

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Ich muss da mal was loswerden.
Vor ca. einem Jahr bin ich von Windows auf Linux umgestiegen (openSUSE).
Zunächst war mein Interesse eher experimenteller Art, doch auch der Wunschgedanke, auf proprietäre Programme völlig verzicheten zu können, war sicherlich kein auch unerheblicher Motivator. Damals war ich noch, wie viele, der Annahme, dass Linuxuser ein elitärer Haufen wären, die sich an nur Textoberflächen aufgeilen können. Meine Meinung hat sich schon nach kurzer Zeit gründlich geändert und mittlerweile bin ich fast zu 100% von Windows-Software unabhängig - bis auf wenige Programme, die man geschäftlich nutzen muss und für die es leider keine Alternative gibt. Aber dafür gibt ea ja z.B. VirtualBox. u.ä. ☺ Meine Sympathie für Linux (egal welche Distribution) beruht aber nicht mehr nur auf dem Gedanken der "kostenlosen Alternative", sonder immer mehr auch darauf, einer Gemeinde anzugehören, die nicht durch kommerzielle Interessen eines Konzerns entstanden ist, sondern durch ein mehr oder weniger großes Stück Idealismus.
Wenn man von Windows umsteigt (ich vermute mal, dass 90% der heutigen Linux-User irgendwann mal von Windows umgestiegen sind), ist nicht alles gleich freier, einfacher, schneller oder sicherer, wie es gerne proklamiert wird... Und auch nicht unbedingt billiger, wenn man bedenkt, dass Zeit - die man beim Umstieg wohl oder übel aufwenden muss - ja in irgend einer Weise auch Geld bedeutet. Es gehört anfangs schon eine gewisse Portion Idealismus dazu, den völligen Umstieg zu wagen... den Dualboot aufzugeben und Windows nur noch als "virtuellen Gast" einzuladen. Ich kann mich noch erinnern, als ich mein Handy mit meinem Organizer synchronisieren wollte... in Windows gings sofort. In Linux hab ich nach 3 Monaten aufgegeben. Mittlerweile hab ich es komplett aufgegeben. Nicht weil ich resigniert habe, sondern weil ich nun jede Menge andere Dinge faszinierend finde, von denen man als Nutzer proprietärer Software nur Träumen kann. Wenn man den ersten großen Lernaufwand überstanden hat, ohne entmutigt zu alten Gewohnheiten zurückzukeheren, wird man tatsächlich für seine Mühen belohnt! Man fängt an, sich an die Freiheiten, die man durch OpenSource-Software hat, zu gewöhnen. Man passt alles genau so an, wie man es haben möchte, man automatisiert viele Vorgänge, man gewöhnt sich an die völlige Werbe- und Konsumfreiheit und - man genießt es in einer kleinen heilen Welt in unserer heutigen Zeit zu leben, die noch nicht von Kapitalismus und Konsumwahn befallen ist. Freeware, Shareware, Adware, Malware, Virenscanner, versteckte Kosten, Trialversionen und so weiter und so fort. Alles muss irgendwo hinterfragt werden und alles ist mit lästiger Werbung "verseucht". Von anderen Medien braucht man, glaube ich, gar nicht mehr zu sprechen. Da tut es einfach gut, wenn man sich in einer Art Nische bewegt, die davon noch weitgehend befreit ist. Ich denke, dass diese Art von "Befreiung" für immer mehr Menschen eine Rolle spielen wird.
Was mir noch an Linux gefällt: ich finde es gut, dass jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann - nicht muss. Ich fühle mich zumindest stolz, wenn ich einen kleinen Beitrag zur Aufrechterhaltung eines so lebendingen großen Projektes liefern kann. Damit bin ich nicht nur Nutznießer, sondern ein gewissermaßen Teil der Community! Ob das nun ein eigenes Wallpaper, ein Foreneintrag oder die Entwicklung eines eigenen Softwareprojektes ist - ich denke das "was" spielt keine Rolle. Linux lebt vor allen durch seine Benutzer, die sich ihr System so anpassen, wie es für SIE gut ist und das dann anderen Benutzern zur Verfügung stellen. Nicht nur in Form von Code, sondern auch in Form von Design, Usability, Ideen, Hilfestellung, Problemberichten, Bug-Fixes, usw.
Wie schon erwähnt, spielt für mich dabei die Distribution keine Rolle. Die Philosophie ist meiner Meinung nach überall die gleiche. Ich fühle mich nicht als gespaltene Persönlichkeit, nur wiel ich auf meinem Desktop Suse und auf meinem Laptop Kubuntu laufen hab! 😉 Ubuntu vs. Suse vs.RedHat vs. Gentoo bzw. KDE vs. Gnome usw ... alles nur Geschmacksache! Das ist nur gut so und das trägt zur Vielfalt von Linux bei. Die Frage "was ist besser" erübrigt sich somit und müsste eher lauten "was ist für wen besser". Umsteigern empfehle ich eigentlich immer Kubuntu - obwohl ich openSUSE mindestens genauso "gut" finde.
Noch ein Wort zum Schluss: Linux wird sicherlich oft von seinen Usern "überschätzt" und von der "Outgroup" unterschätzt. Linux ist nicht perfekt - genauso wenig wie Windows oder selbst die heilige Kuh mit dem Apfel. Linux ist einfach nur anders! Oder, wenn man so will, ein Stück Unabhängigkeit und eine latente Kampfansage an die kapitalistische Diktatur unserer Welt.

Allen anderen kleinen Software-Revoluzzern einen guten Rutsch ins Jahr 2008!!!

Ungültiges Makro

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Linu74

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Anmeldungsdatum:
26. Oktober 2006

Beiträge: 2218

😀 Zustimm

KISS74

Netforce

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Anmeldungsdatum:
21. Oktober 2007

Beiträge: 973

Bravo snooky, genauso habe ich mich auch für den Wechsel zu linux entschieden.

Gruss Net

dominusnoctae

Anmeldungsdatum:
5. Mai 2007

Beiträge: 789

das unterschreib ich auch so ☺

Samba

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Anmeldungsdatum:
14. November 2005

Beiträge: 1363

Mir ist das alles zu extrem formuliert.

Wir reden von technischen Systemen, auch wenn Ideologie auch eine Rolle zu spielen vermag.
Das Wort "Revolution" geht mir zu weit! Allein schon deshalb, weil es Linux schon über 10 Jahre gibt und es auch vorher bereits offene Programme und Quellcodes gab, ebenfalls freie Software. Und Unix gibt es bereits schon seit Urzeiten. Da war Billyboy noch im Kindergarten.

Es wird hier mit der Übermacht Microsoft verglichen. Der Witz ist ja, dass sie viel verkauft haben und einen hohgen Marktanteil haben, aber im Vergleich dazu, was ein Unix-System alles leistet und bietet, halte ich Windows für Kinderkram und weitaus kleiner und winziger, als den hier propagandiert wird.

Anfang der 80er und 90er wurde mit C64 und Amiga 500 gedaddelt und gecodet. Die PD-Szene war mächtig.
Wir haben keine Revolution, da es uns schon immer gab! Weit vor Windows.

snooky

(Themenstarter)
Avatar von snooky

Anmeldungsdatum:
11. Dezember 2007

Beiträge: 50

@Samba:
Ich geb dir recht, von einer Revolution kann man sicherlich nicht sprechen.
Das war ja auch eher scherzhaft gemeint. Und dass Windows, OSX & Linux jeweils unterschiedliche Vorsussetzungen und Geschichten haben, ist denke ich auch den meisten bekannt.
Was ich allerdings an meiner Position verteidige: Einen Vergleich mit Windows und anderen Betriebssystemen halte ich trotz der völlig ungleichen Hintergründe 1. für möglich und 2. gerade deshalb für äußerst spannend!
Es gibt ja einen Punkt, den alle Betriebsysteme gemeinsam haben:
Nämlich Benutzer, deren Performance von der des Betriebssystems abhängig ist (geht man mal davon aus, dass sie nur das eine System benutzen). Und dass macht einen Vergleich wiederum durchaus sinnvoll.
Solche vergliche sind ja eigentlich auch nichts neues. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mittlerweile in Zeitschriften schon aussagen wie "Linux statt Vista" u.ä. gelesen hab. Die vergleiche darin beschränken sich aber meist nur auf technische Apekte. Die Ideologie, die dahinter steckt und die "ungleichen" Voraussetzungen werden da, wenn überhaupt, nur im Nebensatz erwähnt.

Wir reden von technischen Systemen, auch wenn Ideologie auch eine Rolle zu spielen vermag.

Stimmt, wir reden hier über technische Dinge und es gibt im Leben auch durchaus wichtigere Angelegenheiten. Trotzdem denke ich, kann man hier "im kleinen Rahmen" schon von einer gewissen Ideologie ausgehen. Man spricht ja auch gerne von einer "Community", was wiederum sehr untechnisch ist.

macfree

Anmeldungsdatum:
26. Oktober 2004

Beiträge: 342

Hi Snooky!

Ich bin voll bei Dir, sehe das auch "extrem".
Alles Gute im neuen Jahr!!

LG, Wolfgang

mrkramps Team-Icon

Avatar von mrkramps

Anmeldungsdatum:
10. Oktober 2006

Beiträge: 5523

Was soll ich sagen? 2008 und die Kiste angeschmissen... Die Scheisse läuft immer noch...

Nichts Ungewöhnliches mag man meinen, aber letztes Jahr habe ich den Rechner meiner Eltern am Neujahrstag hochgeholt und - pow pow - Windows XP Registry zerschossen, mal wieder.... Wenn ich wüsste, was Windows XP an diesem Urgestein der Rechnergeschichte nicht mochte, dann wäre ich sicherlich besser ins Jahr gestartet damals , aber mit Linux konnte ich gerade um 06:00 noch was drucken auf eben diesen Rechner, auch wenn meine Alten sich spontan gefragt haben, was bei mir nicht rund läuft... Ich habe hier halt keinen Drucker 🐸

Es ist eben doch eine - fast - heile Welt.

herr.boese

Anmeldungsdatum:
29. Dezember 2007

Beiträge: 40

1. Ist die Opposition zwischen "Technik" und "Politik" nicht grundfalsch?
Einerseits, weil Technik hier als nicht politisch gedacht wird: es entsteht ja im politischen Raum (gesellschaftliche Bedingungen,...), andererseits, weil
Technik immer politische Implikationen hat. Wir mutieren doch tendenziell zu einer Netzgesellschaft. Dass überall Videos verteilt werden, hängt mit dem
technischen "Fortschritt" zusammen, und gleichzeitig formt sich dadurch ja auch ein neues Bewusstsein, weil die Gesellschaft eben durchschaubarer wird.
Es entwickeln sich neue soziale Formen, wie das Forum. Mh, unbefriedigend. Aber ich habe keine Lust, das weiter zu explizieren.

2. Ist es falsch von Revolution zu reden?

"Revolution" muss in diesem Zusammenhang vom umgangssprachlichen "revolutionär" getrennt werden. Letzteres bedeutet in der Tat das Neue, ersteres dagegen ist
ja der Umsturz der gesellschaftlichen Verhältnisse. Damit wird natürlich auch etwas neues geschaffen. Der Kern liegt aber eben darin, die Macht zu haben, zum autonomen
Subjekt der Geschichte zu werden und eben etwas neues zu errichten. Laut einigen Theorien steckt in freier Software, insbesondere im Entstehungsprozess, eine
revolutionäre Keimform. Der gesellschaftliche Zusammenhang der "Community" eben wird als Vorbild der Gesellschaft gedacht. Wir sprechen von Communitys, Marx
sprach von der Assoziation freier Menschen, wenn er Kommunismus meinte. Rein auf dieser parallelisierenden Ebene ist also durchaus eine Ähnlichkeit vorhanden zwischen Utopie
und Wirklichkeit.

Was falsch ist: a) grundsätzlich das Politische an Technik abzusprechen. b) Revolution für eine grundsätzlich falsche Vokabel zu halten. Technik ist nichts naturwüchsiges, sondern immer ideologisch...

Nur, um das mal anreißen. Habe mich selbst bisher nur SEHR oberflächlich mit dem Thema beschäftigt und bin dazu auch noch leicht übernächtigt, aber vielleicht interessieren euch die Links ja.

Die Inhalte, die im Projekt diskutiert werden, haben als zentralen gemeinsamen Bezugspunkt die Freie Software und deren (potentielle) gesellschaftliche Auswirkungen. Darüber hinaus ist der Rahmen relativ weit gesteckt.

Projekt Oekonux, "Oeonomie und GNU/Linux", vgl auch hier

Im Dunstkreis dieses Projekts gibt auhc noch tausend "Forks", zB Keimform.de und so.

Moderiert von user unknown:

Link geheilt. Bitte in Zukunft Vorschau benutzen.

mc1366

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 12

Hi.
Ich nutze linux nur um etwas sicherer surfen zu können und mich nicht um die ganzen viren, security und firewall sachen kümmern zu müeesn, vom geld was die MS geschichte kostet mal ganz zu schweigen.
Dazu ist linux noch kostenlos, obwohl ich von suse 7.0-9.2 immer die kaufversion hatte.
MS ist nur noch zum spielen gut.

Nur ein kleines problem gibt's mit linux, ich hab gar keine ahnung von dem ganzen sch... computerzeugs und möchte sie eigendlich auch gar nicht haben.
Schön wäre es wenn es ein betriebsystem gäbe welches einfach funktionieren würde und von jedem benutzbar wäre ohne das ganze computerzeugs studieren zu müssen, doch wird dies nie geschehen.
Bin gerade mal wieder an kbuntu gescheitert, siehe meine antwort bei dem beitrag, hat jemand Bock mir Ubuntu zuerklären?.
Versuche mich nun bei ubuntu weil es da das wiki und einen lehrfilm dazu gibt.
Für mich bräuchte ich nur programme wie firefox (obwohl der seid version 2.0 nur noch komplettabstürze verursacht), gimp, open pffice, kaffeine, amarok und 3kb, alles andere ist nur unnötig.

Beim motorrad oder bei den blechdosen setzt man sich drauf oder zwängt sich in die sardinendose rein, dreht den schlüßel um und fährt los, da interessiert es überhaupt nicht was da unten passiert, hauptsache es macht bruumm. Sowas müßte es auch bei pc geben, einfach einschalten und loslegen.

Ihr seht es gibt auch leute die interessiert es nicht das linux ein open sourse programm ist welches im grunde genommen von jedem erweiterbar ist und die ihr halbes leben damit verbringen vor der kiste zu hocken um irgend ein programm zum laufen zu bringen. Klar das ihr bei erfolg stotz auf euch seid, das bin ich auch wenn ich ein motorrad wieder zum leben erwecke was eigendlich schon tod war.

Doch gibt es wesentlich mehr leute die einfach nur einschalten wollen, dies sollte bei den programierern mal durchsickern, damit irgend jemand mal auf die idee kommt und nicht immer mehr, immer komplizierter und angeblich besser macht, sondern einfach mal ein leichtes basissystem entwickelt, für die masse der ahnungslosen, dann würde linux sich richtug durchsetzen.
Nur dann wäre es um den elitären club der hartcore linuxuser geschehen wenn es jeder anwenden könnte.

MFG, Michael

queue

Anmeldungsdatum:
5. November 2006

Beiträge: 307

@mc1366: Natürlich sehe ich ein, dass jeder Benutzer sich ein einfach zu bedienendes System wünscht. Das tut ein "Profi" oder Programmierer genauso, denn er will ja seine Anwendungen bedienen oder entwickeln, ohne sich um den Kram da unten große Gedanken machen zu müssen. Also sollte einem Programmierer nicht unterstellt werden, dass er ein Programm absichtlich so entwickelt, dass es schwer zu bedienen ist.
Der Unterschied zwischen dem Programmierer und dem typischen Endanwender ist jedoch die Definition des Wortes "Einfachheit". Für den Anwender ist es einfach, wenn ihm genau die Funktionen, die er braucht, unter die Nase gehalten werden. Deshalb gibt es auf dem Desktop irgendwo ein Symbol, das zum Browser führt, teilweise mit so vielsagenden Namen wie "Internet". Ruft man den Browser auf, dann wird wie selbstverständlich vorrausgesetzt, dass man damit eine Webseite anzeigen lassen will. Schön und sinnvoll. Einfach, oder?
Für einen Entwickler ist das aber unter Umständen nicht ausreichend, oder unpraktisch. Was ist, wenn ich nur den RSS-Feed einer Seite aufrufen und immer aktuell im Hintergrund auf dem Desktop abgebildet haben? Übliche Browser bieten so etwas nicht, und es gibt wahrscheinlich auch kein Programm, dass diese Aufgabe allein bewerkstelligen könnte. Aber es gibt Programme, die den RSS-Feed einer Webseite gezielt auslesen und die Informationen zu einem Ziel schicken können, das kann eine Datei oder ein weiteres Programm sein. Und es gibt Programme, die Informationen direkt auf die Desktop-Oberfläche legen. Der Entwickler oder Profi-Anwender gibt also eine "magische Beschwörungsformel" auf der Konsole ein und hat genau die Funktionalität, die er haben möchte, kann sie sogar automatisch bei jedem Sitzungsstart wieder genau so herstellen. Auch das ist einfach!

Für OSS-Entwickler gelten Programme als einfach, wenn sie genau einen Zweck erfüllen, den aber möglichst umfassend und flexibel, und nachvollziehbar arbeiten. Dazu gibt es Grundregeln, die leicht zu erlernen sind.
Z.B. ist unter unix-artigen Betriebssystemen einfach alles eine Datei. Unter Windows dagegen gibt es Dateien, Ordner, Laufwerksbuchstaben, Treiberschnittstellen, eine millionenfach verschachtelte Registry usw.

Der Fahrzeugvergleich hinkt übrigens, oder aber er trifft es besonders gut. Ich für meinen Teil kann einen PKW fahren, aber kein Motorrad, habe nie auf einem gesessen. Da ist kein Lenkrad dran, kein Schalthebel, da bin ich total verwirrt. Auch ein Auto mit Automatik oder ein LKW/Bus würden mich erstmal etwas verwirren, bis ich mich an die neue Bedienung gewöhnt habe.
Um einen PKW fahren zu dürfen, habe ich die Fahrschule besucht, mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Natürlich muss ich wissen, wie ein PKW grundsätzlich funktioniert, um ihn wirklich zu beherrschen. Klar, man kann das Ding auch ohne Ahnung in Bewegung setzen, aber wie lange geht das gut?
"Was, man muss die Flüssigkeitsstände kontrollieren?"
"Nasses Laub macht die Straße rutschig und dann funktioniert die Bremse anders? Was haben die Autobauer denn da für einen Mist gemacht??"
"Aquaplaning, häh?"
"Was meinen Sie mit 'Starthilfe'?"
"Ach, wenn rot ist, dann darf ich gar nicht fahren?" 😛

Also ich möchte solchen Leuten nicht auf der Straße begegnen. Eigentlich muss man ganz schön viel wissen, um einen PKW zu führen. Und selbst dann kann man ihn noch nicht selbst reparieren, wenn echte Probleme auftreten.

mythos

Anmeldungsdatum:
14. Juli 2006

Beiträge: 1080

man muss bei diesen fahrzeug-vergleichen auch immer berücksichtigen, dass ein ein fahrzeug jemand von punkt a nach punkt b befördert. also nur einem zweck dienlich ist. ein computer ist ein multifunktionswerkzeug. das kann einfach mehr (unendlich mehr, wenn man möchte) und deshalb wird es nie einen solchen computer geben, der A: alles kann und B: einfach zu bedienen ist. "entweder-oder" heißt hier die devise. entweder sind die funktionionen eingeschränkt, dafür aber einfach, oder man kann die komplette maschine ausnutzen. hängt natürlich vom anwendungsfall ab.

mfg
mythos

mc1366

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 12

Hi.
Natürlich ist mir bekannt das für einen einfachen mausklick eine menge programme, dateien von dem programierer zusammengefasst werden müssen. Das ist eine heiden arbeit, wenn dann der anwender draufklickt und es passiert genau das was erwartet wir, bingo, dann hat der programierer einen guten job gemacht!
Wenn ich im hochregal 30 paletten die std. ein oder auslagere sagt mein chef nicht das ich das gut gemacht habe, aber er feuert mich auch nicht, also habe ich meine arbeit im verbund der ganzen firma getan und der kunde kann seine waren pünktlich an den konsumenten liefern. Der wiederum ist froh das er im laden einfach ins warenregal greifen kann und hat was er wünscht, wie die zahnpasta oder der schraubendreher dort hingekommen sind ist ihm egal.
Genau das meine ich mit einem einfachen normaluser freundlichen betriebsystem, da ist windofs einfach näher dran, die einfache anklickerei ist meiner meinung nach intuitiver, man "sieht" was gemacht wird. Wenn ich einen befehl in der konsole eingebe ist das für mich schwerer umzusetzen.
Ich glaube es geht den meisten menschen so. In meinem bekanntenkreis habe ich bisher 3 leute überreden können was mit linux zu machen, nur einer nutzt es immer noch, er nutzt den pc aber auch nur um zu surfen und rechnungen zu schreiben, sein system ist immer noch suse 9.1.

Das ubuntu 7.10 habe ich heute morgen aufgespielt, ist ja um welten besser als kbuntu (meine persönliche meinung), alles auf deutsch, codes für videos einfach per mausklich installiert, sogar die festplatte konnte ich partitionieren und habe K und Ubuntu drauf, klasse, ist wohl noch besser als suse 10.3 zu bedienen. Bisher läuft es auch stabil, firefox ist noch nicht abgestürzt, open office hat sich auch noch nicht aufgelöst wonach nur noch die werkzeugleiste zu sehen ist und erst nach einem neustart wieder benutzbar wird. Beides hatte ich bei suse als dauerzustand, bei kbuntu ist mir das auch schon passiert. Nur google earth läuft noch nicht und beim start bin ich direkt im internet, was ich nicht will. Entgegen der beschreibung konnte ichd as bei der installation nicht auswählen, da begebe ich mich gleich auf die suche wie das geht.

So wie es bisher aussieht kann ich wohl kbuntu wie bisher das suse nutzen ohne mich ganz tief ins system einarbeiten zu müssen. Ist auch besser für euch, stellt euch mal vor ich würde wegen jeder kleinigkeit hier heulend auftauchen, hilfe wie geht das und dies, wo schalte ich den pc ein.........

MFG, Michael

eisbaer006

Anmeldungsdatum:
7. November 2006

Beiträge: 534

@mc1366

mag sein das du und andere win als intuitiever empfindet.
nur sag ich und ein paar andere, dass das alles
eine sache der gewohnheit ist.
ich selber betrachte mich als fortgeschrittener anfänger.
mein kumpel ist das was man einen DAU nennt 😀
er hatte mit win nur probleme.
weil er einfach nicht damit klar kam.
ich habe ihm den mund wässrig gemacht, mt linux.
hab ihm das ubuntu installiert, seitdem ist er der glücklichste
pc benutzer den ich kenne.
er ist sogar imstande selbst ein paar programme zu installieren.
mein kumpel hat sich ganz von win getrennt!
zwischendurch muss er mal auf seinen laptop zurückgreifen
um ein paarsachen mit win zu machen, er ist jedesmal am fluchen,
wie man so ein umständliches system verkaufen kann.
ich hab ihm in der zwischenzeit beigebracht wie er im terminal
verpackte dateien entpackt.
er ist sogar imstande iso dateien zu splitten und sie in ein
archiv (rar, zip dateien) zu packen.
unter linux ist das ein satz im terminal, der in 30 sek geschrieben ist.
bei windows muss man etliche klicks dafür machen.

ich selber und andere die sich mit linux ein wenig mehr
damit beschäftigen, empfinden linux (ubuntu) als einfach
durchdachte und intuitiever.
linux ist nicht umsonst, man muss dafür auch bezahlen, mit
der bereitschaft was neues zu lernen, einfach was anderes.

The_Black_Sheep

Avatar von The_Black_Sheep

Anmeldungsdatum:
12. April 2007

Beiträge: 99

@ mc1366: Linux im Sinne von Suse oder Ubuntu ist eigentlich durchaus für den Typus von Nutzer gedacht, den du zu verkörpern glaubst:

PC anschalten - evtl einloggen - ab ins Internet/Musik hören/spielen

Ist das System erst einmal installiert, erfüllt es doch genau diese Bedingungen: Opera und Firefox laufen nach Anklicken, Amarok verzieht sich nach dem Start in die Taskleiste/Kicker oder was auch immer und dudelt ruhig vor sich hin und XMoto ist mit einem weiteren Klick gestartet... alles ganz unkompliziert und sozusagen out of the Box - unter Umständen findest du dein System sogar so wieder vor, wie du es vor dem Herunterfahren hinterlassen hast: die Software, die du immer nutzt ist immer noch geöffnet und Amarok spielt dir immer noch was vor... obwohl der PC zwischendurch ausgeschaltet ist. Einen Unterschied zu Windows in der Installation gibt es dabei auch nicht: bevor ich zu Linux gekommen bin, hätte ich nicht einmal XP selber aufziehen können - dazu gehört einfach ein gewisses Grundverständnis, welches du, einmal erworben, hier überall einsetzten kannst...

Du aber, lieber mc, gehörst eben diesem Nutzerkreis nicht an: Du willst zwar das System, das wie oben beschrieben läuft, bist aber damit noch nicht zufrieden: du willst deinen PDA automatisch mit deinem System synchronisieren, willst die Tasten deiner G5 frei konfigurieren können, Kopete auf dem Display deiner G15 zum Laufen bekommen, willst dein Handy als Modem am PC nutzen oder kommst auch mal auf die etwas extravaganteren Ideen à la "Lüfter im Takt zu Amarok laufen lassen" oder "den Cursor über Bluetooth mit einem WiiMote steuern"...
... gleichzeitig bist du aber auch keiner der Nutzer, der nach dem Motto "was nicht passt wird passend gemacht: ab in die Konsole und selberprogrammiert" sich sein Wunschsystem aus den Fingern tippt - du hast keine Zeit/ keine Lust/ keine Energie oder einfach nicht das nötige Verständnis der Codes, um dir das selber zu machen... du willst ein System, das dich im obrigen Szenario leben lässt, mit dem meine Großmutter zufrieden ist: sie macht ihren PC an, drei oder vier verschiedene Sachen auf und ist glücklich. Diese Konstellation jedoch bietet Linux DIR nur eingeschränkt (auch, wenn die Pinguine in dieser Hinsicht allmählich Fortschritte machen), denn du bist einer der Nutzer, die auch etwas mit ihrem PC machen wollen, für die der Computer mehr ist als das Kommunikationsinstrument in der Zimmerecke.

Dabei gibt es meines Erachtens nach zwei Faktoren, die dich zu deiner hier beschriebenen Einstellung bewegen:

1. Linux unterstützt jene Hardware nicht, die die unter Windows zu nutzen begannst. An diese hast du dich jetzt jedoch inzwischen gewöhnt und findest es schade, dass die Hardware zu Linux inkompatibel ist oder gelangst im schlimmsten Fall zu der Überzeugung, dass Linux absoluter Müll ist, weil da ja eh nichts funktioniert. Dass dies aufgrund des - noch - fehlenden wirtschaftlichen Einfluss dieses Systems auf Hardwarehersteller so ist, ist für dich dabei nicht von Bedeutung: Du hast deinen PDA ja bereits und er bringt dir nichts, weil Linux nicht mit ihm reden will.

2. Linux verleitet doch zu so etwas wie einen technisierten Größenwahn: die ganze Zeit bekommst du propagiert, mit Linux quasi jedes einzelne Bit deines PCs selbst bestimmen und alles so laufen lassen zu können, wie du dir das vorstellst. Unter Windows hast du diese "Freiheit" nicht: du kannst zwischen drei Farben für deine Taskleiste wählen und fertig... mit Linux ist sozusagen auf einmal dieses dich umgebende Korsett verschwunden und du verfällst dem glauben, mit diesem OS wirklich alles machen zu können, was du willst. Da dies jedoch nur theoretisch möglich ist und du alsbald an deine Grenzen stößt, entwickelt sich bei dir der Glaube, Linux als wesentlich komplizierter ansehen zu müssen als Windows. Dass du hierbei nur an Linux scheiterst, weil du es nicht schaffst, deine Ideen, die dir unter Windows wohl nie gekommen wären, umzusetzten, merkst du dabei gar nicht... und verspürst einfach nur das Bedürfnis, dich in das wohligwarme Korsett von Windows zurückzuziehen, wo du die Grenzen kennst und wo deine Fähigkeiten sozusagen über denen des Systems liegen...

... so schätze ich dein Nutzerwesen einfach mal pauschal aufgrund deiner Posts ein. Okay, zugegeben: so schätze ich mich selbst als Linuxnutzer ein, der erst allmählich die Welt der Pinguine zu verstehen beginnt... ich denke mal, in dieses Muster passt du, mc1366, auch recht gut rein - ebenso, wie viele andere angehende Linuxnutzer auch. Wie es weitergeht, hängt von uns ab: bis Lin uns die Möglichkeiten gibt, die wir uns erwünschen, müssen wir entweder bei Redmondschen Produkten bleiben, uns mit Ubuntu im eigentlichen Sinne zufrieden geben oder uns so lange in Linux reinsteigern, bis wir in gewünschter Weise damit klarkommen oder wahnsinnig geworden sind.

In diesem Sinne
Schwarzschaf

P.S.: entschuldigt bitte diesen Post - war mal ein spontaner philosophischer Erguss 😳

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