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Polix
Anmeldungsdatum: 14. Oktober 2009
Beiträge: 727
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Guten Abend ubuntuusers, ich benutze seit Jahren Adblock-Plus in meinem Firefox, und bin damit sehr zufrieden. Die nervende Werbung mit all ihrer Animation die nur meinen RAM und CPU belastet, ist unsichtbar und das ist 👍 so für mich. Nun kommt eine Idee dazwischen: kann denn Mozilla Foundation Firefox mit vorinstallierten Werbeblocker an die Weltgemeinschaft releasen? Wäre es gut? Meiner Meinung ja: dadurch kann theoretisch Firefox noch populärer werden, denn viele surfen mit Internet-Explorer oder Opera und da ist es nicht so leicht (bzw. eingeschränkt) Werbung mit Hilfe eines Miniprogramms zu blockieren. Was meinen die Herren und Damen hier dazu? Viele Grüße
polix
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MorGothmog
Anmeldungsdatum: 31. Oktober 2009
Beiträge: 103
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Schöne Idee - ich finde Werbung selbst häufig äußerst nervig und nutze daher nur Browser mit Adblocker - aber ich sehe da zwei Probleme: 1. Viele Angebote im Netz sind werbefinanziert - haben alle Leute nen Adbloker, können die dicht machen. 2. Ich bezweifle, dass Mozilla seinen Hauptsponsor derart verärgern will und Adblock gehört (daher?) auch nicht zu den von Mozilla empfohlenen Addons. Besser wäre es, wenn mehr Webangebote auf nicht so aufdringliche Werbung setzen - Adblock Plus whitelistet solche Seiten standardmäßig.
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dinosaurus
Anmeldungsdatum: 19. Oktober 2010
Beiträge: 138
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Polix schrieb:
... kann denn Mozilla Foundation Firefox mit vorinstallierten Werbeblocker an die Weltgemeinschaft releasen?
Wäre es gut?
Dies würde meiner Meinung nach an Zensur grenzen, und die möchten wir dann lieber doch nicht haben, oder?
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pitt-admin
Anmeldungsdatum: 11. Juli 2010
Beiträge: 1875
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@DinoC schrieb: Dies würde meiner Meinung nach an Zensur grenzen, und die möchten wir dann lieber doch nicht haben, oder?
Wieso, wenn es deaktiviert ausgeliefert wird?
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Vegeta
Anmeldungsdatum: 29. April 2006
Beiträge: 7943
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Polix schrieb: Nun kommt eine Idee dazwischen: kann denn Mozilla Foundation Firefox mit vorinstallierten Werbeblocker an die Weltgemeinschaft releasen?
Ist doch bei Opera schon seit Jahren so, wird allerdings ohne Filterliste mitgeliefert.
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Rumloler
Anmeldungsdatum: 17. Oktober 2009
Beiträge: 197
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MorGothmog schrieb: Schöne Idee - ich finde Werbung selbst häufig äußerst nervig und nutze daher nur Browser mit Adblocker - aber ich sehe da zwei Probleme: 1. Viele Angebote im Netz sind werbefinanziert - haben alle Leute nen Adbloker, können die dicht machen. 2. Ich bezweifle, dass Mozilla seinen Hauptsponsor derart verärgern will und Adblock gehört (daher?) auch nicht zu den von Mozilla empfohlenen Addons. Besser wäre es, wenn mehr Webangebote auf nicht so aufdringliche Werbung setzen - Adblock Plus whitelistet solche Seiten standardmäßig.
Vielleicht würde das Open Source zu Gute kommen?! Wenn man sich nicht mher per Werbung finanzieren kann, würde das bedeuten, dass man für mehr Dinge bezahlen muss. Da könnte Open Source für viele eine Alternative werden, die sich dann erstmals damit auseinandersetzen und die Vorzüge von OS kennenlernen. Werbung selbst wäre ja nichtmal so dramatisch, so lange sie einigermaßen dezent ist. Das Problem ist doch, dass es einfach überhand nimmt. Außerdem ist Werbung ein Einfallstor für Schädlinge und getrackt werden wir auch. Dass ein Standardwerbeblocker Zensur wäre halte ich für Quatsch. Die meisten möchten wahrscheinlich lieber keine Werbung sehen und die anderen können den Werbeblocker einfach deaktivieren. Eine Abfrage bei der Installation wäre auch eine Möglichkeit.
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dominik
Anmeldungsdatum: 25. April 2005
Beiträge: 460
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Adblocker ergeben meiner Meinung nach keinen Sinn. Wer keine Werbung haben möchte, sollte einfach auf solche Angebote verzichten. Gerade im Bereich des Journalismus ist Werbung noch die Haupteinnahmequelle. Aber auch hier gibt es bereits einige Angebote mit Paywall, für deren Nutzung man also zahlen muss und dafür wird (überwiegend) auf Werbung verzichtet. Ich denke auch, dass ein Browser ein neutrales Werkzeug sein muss, sonst nutzt der Browser-Herstellung seine Marktmacht aus. Bei den Werbeblockern ist es ja mittlerweile auch so, dass Sponsoren von dem Tool nicht mehr geblockt werden. Ist genauso problematisch, denke ich...
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cryptosteve
Anmeldungsdatum: 17. April 2007
Beiträge: 815
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Ich nutze AdBlock nicht nur als Werbeblocker, sondern vielmehr auch als Contentblocker. Auf einigen Webseiten gibt es einfach nervige Teile, die man weder abschalten, noch sonstwie umgehen kann. Einmal in AdBlock als störend markiert und der Kram verschwindet bis in alle Ewigkeit. Seiten, die ein Verzicht auf Werbung durch Bezahlung versprechen, nutze ich entsprechend. Mein Internet-Videorecorder ist so eine Seite, für die gebe ich gerne ein paar Euro aus und bekomme dann eine werbefreie Seite. Trotzdem ist die Seite immer noch voll von Statistiktool und sonstigen Trackern und um die kümmern sich dann AdBlock und NoScript.
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glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
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Adblock unterscheidet ja in der Zwischenzeit zwischen "guter" und "schlechter" Werbung. So blendet es auf Gamestar.de z.B. die Amazon-Einblendungen nicht mehr aus, da sie den Leser durch ihre Unaufdringlichkeit (Keine Animationen, keine grellen Farben, usw.) nicht vom eigentlichen Lesen der Artikel ablenken. Hier mal ein Link zu den Richtlinien, die Adblock sich selbst auferlegt hat um "gute" Werbung zu kennzeichnen: http://adblockplus.org/de/acceptable-ads#criteria
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V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
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dominik schrieb: Adblocker ergeben meiner Meinung nach keinen Sinn. Wer keine Werbung haben möchte, sollte einfach auf solche Angebote verzichten.
Ich für meinen Teil klicke aus Prinzip nie auf Werbebanner, bezahle aber gerne für Online-Artikel, die es mir wert sind (z.B. oft auf test.de). Somit sind Werbebanner für mich sinnloser und zunehmend oft optisch störender Content, den ich blocke. Dem Seitenbetreiber entgeht nichts, das ihm nicht bereits durch meinen Bannerboykott entgeht. Werbebanner sind ein Angebot und keine Pflicht. Es steht jedem Webseitenbetreiber frei, einzelne oder alle Inhalte stattdessen hinter eine Paywall zu setzen. Abgesehen davon bin ich aber gegen Firefox mit vorinstalliertem Adblock o.ä., weil man dann auch noch zig andere beliebte Plugins mitliefern müsste. Das bläht den Download und die Erstinstallation unnötig auf und bürdet den Benutzern ggf. die Deinstallation ungewollter Plugins auf. Ich bin generell für Opt-In statt Opt-Out und ziehe Firefox' modulares Plugin-Modell der Allround-Lösung Operas genau deswegen vor.
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dominik
Anmeldungsdatum: 25. April 2005
Beiträge: 460
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V for Vortex schrieb:
Ich für meinen Teil klicke aus Prinzip nie auf Werbebanner, bezahle aber gerne für Online-Artikel, die es mir wert sind (z.B. oft auf test.de). Somit sind Werbebanner für mich sinnloser und zunehmend oft optisch störender Content, den ich blocke. Dem Seitenbetreiber entgeht nichts, das ihm nicht bereits durch meinen Bannerboykott entgeht.
Naja, indirekt hat das schon Auswirkungen auf die Werbepreise. Werbepartner bezahlen ja nicht nur per Klick und die Quote an "Werbeverweigerer" wird statistisch durchaus erfasst. Das Konzept mit "akzeptabler Werbung" von Adblock erinnert mich übrigens stark an die aktuellen Pläne der Telekom die Übertragungsgeschwindigkeit für bestimmte Dienste (nicht) zu drosseln. Das ist problematisch im Sinne der Netzneutralität und verleiht Adblock (bzw. der Eyeo GmbH) doch erschreckend viel Macht. Insbesondere wenn so etwas vorinstalliert mit Betriebssystemen ausgeliefert wird.
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Zinni
Anmeldungsdatum: 20. Januar 2010
Beiträge: 164
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dominik schrieb:
Das Konzept mit "akzeptabler Werbung" von Adblock erinnert mich übrigens stark an die aktuellen Pläne der Telekom die Übertragungsgeschwindigkeit für bestimmte Dienste (nicht) zu drosseln. Das ist problematisch im Sinne der Netzneutralität und verleiht Adblock (bzw. der Eyeo GmbH) doch erschreckend viel Macht. Insbesondere wenn so etwas vorinstalliert mit Betriebssystemen ausgeliefert wird.
Dafür gibt es Lösungen wie Privoxy die bei entsprechender Konfiguration ebenfalls hocheffizient arbeiten. Das schöne an OpenSource ist, das es den Begriff "Alternativlos" nicht gibt, auch wenn gewisse Hardliner das gerne so hätten.
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Vegeta
Anmeldungsdatum: 29. April 2006
Beiträge: 7943
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Zinni schrieb: Dafür gibt es Lösungen wie Privoxy die bei entsprechender Konfiguration ebenfalls hocheffizient arbeiten. Das schöne an OpenSource ist, das es den Begriff "Alternativlos" nicht gibt, auch wenn gewisse Hardliner das gerne so hätten.
Gerade Privoxy ist doch ein Beispiel von Alternativlosigkeit, Open Source hin oder her. 😉 Denn welches Programm, sofern es ein Proxy sein soll, gibt es denn sonst noch? BFilter wird nicht mehr weiterentwickelt und lässt sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr unter einem aktuellen *buntu kompilieren.
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V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
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dominik schrieb: V for Vortex schrieb:
Dem Seitenbetreiber entgeht nichts, das ihm nicht bereits durch meinen Bannerboykott entgeht.
Naja, indirekt hat das schon Auswirkungen auf die Werbepreise. Werbepartner bezahlen ja nicht nur per Klick und die Quote an "Werbeverweigerer" wird statistisch durchaus erfasst.
Dann sollte sich ein erkannter Blockierer aber nicht anders auf die Werbepreise auswirken als ein die Seite gar nicht Besuchender – Beide bekommen die betreffende Werbung auf keinen Fall zu Gesicht. Insofern sehe ich den Sinn in einer Vermeidung solcher Seiten nicht, die Du weiter oben empfahlst.
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dominik
Anmeldungsdatum: 25. April 2005
Beiträge: 460
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Ja, mit dem Unterschied, dass der eine die Seite nicht besucht und damit keine Leistung in Anspruch nimmt, der andere aber schon. Werbung ist für diese Seiten das Geschäftsmodell, wenn ich das Modell nicht befürworte kann ich das Angebot eben nicht in Anspruch nehmen. Ich kann ja auch nicht irgendwo wo nur Kreditkarte akzeptiert wird einkaufen, obowhol ich keine Karte habe oder haben möchte...
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