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Ubuntuusers ab 16 laut Jugenschutzprogramm?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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schreibmaschine

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7. Februar 2008

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DRice schrieb:

Bei heise gibt es ein Interview mit dem Vorsitzenden dieses Vereins: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30420/1.html

Dabei kam mir gerade der Gedanke: Wenn ein junger Mensch auf ubuntuusers.de oder sourceforge.net zu tun hat ... – dann hat er sicher lang einen eigenen Rechner und kein JusProg installiert. ☺ Wer nur am elterlichen Rechner sitzt hat wohl gar keine Ambitionen in die Richtung. Sonst wäre ein eigener Rechner das erste auf dem Wunschzettel.

(EDIT: Wortdreher)

DRice

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27. Februar 2006

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nun ja. es gibt aber sicherlich auch familien, die sich 2 rechner vielleicht nicht leisten können 😉

user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

schreibmaschine schrieb:

Medienkompetenz und moralische Festigkeit haben einen großen Vorteil:

Medienkompetenz gibt es aber nicht in Tüten.

Ich kenne wohlmeinende Ratschläge, wie man den Kindern Medienkompetenz vermittelt. Nach jedem Medienkonsum das Gesehene besprechen usw. Das macht man 2x und dann hat man auch als verantwortungsvolles Elternteil genug davon.

Die Medien, zu denen man Kompetenz vermitteln soll, sagen den Eltern laufend, daß ihre Kinder mehr Medienkompetenz hätten als sie. Besorgten Politikern fällt nur ein gewalthaltige Spiele zu sperren. Das ist die Medienkompetenz der geistig-moralischen Elite des Landes. Da soll der 0-8-15-Linuxuser weiter sein? Jetzt nicht im Wunschdenken, sondern praktisch?

Die Schule versucht bis zum 18 Lebensjahr den Leuten Medienkompetenz in Sachen Sprache beizubringen. Und wieviele Schüler schaffen es ansprechende Aufsätze zu schreiben? Alle würden sich über mehr Medienkompetenz freuen, aber Fakt ist, daß kaum einer eine Ahnung hat. Man wurstelt so vor sich hin.

Das TP-Interview zeigt schön, daß die Software nur ein Alibi ist, um die o.g. Politiker zu beruhigen, die als Ausgleich für ein sittlich verlottertes Netz technische Filter fordern.

Wo setzt man in diesem Teufelskreis an?

Dustin86

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30. Oktober 2008

Beiträge: 96

Vorallem fast jeder hat einen Freund der weiß wie man diese Filter umgehen kann. Ich bin meistens der Ansprechpartner für Bekannte wenn um um Rechner geht. Viele von ihnen wünschen sich auch Filter für ihre Kinder, die ich bis jetzt noch nicht installieren mußte. Als alternative kommt Software zum Einsatz die Webseiten im Hintergrund mitschneidet so können die Eltern kontrollieren was ihre Kinder machen und mit ihnen reden. Meiner Meinung haben beide mehr von als Filter.

schreibmaschine

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7. Februar 2008

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Dustin86 schrieb:

Webseiten im Hintergrund mitschneidet so können die Eltern kontrollieren

Das Kind muss darüber informiert sein. Da gab's glaub sogar mal ein Urteil oder zumindest n Statement. ☺

Dustin86

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30. Oktober 2008

Beiträge: 96

Ist mir neu, die Eltern gehen doch nur ihrer Aufsichtpflicht nach oder?

schreibmaschine

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7. Februar 2008

Beiträge: 721

Dustin86 schrieb:

Ist mir neu, die Eltern gehen doch nur ihrer Aufsichtpflicht nach oder?

Richtig. Nur stellte jemand mal die Frage, ob Überwachung "hinter dem Rücken", wo das Kind es nicht vermutet und sich frei fühlt, nicht doch moralisch fraglich ist u böse in die Privatsphäre des Kindes eingreift.

EnTeQuAk Team-Icon

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17. Mai 2006

Beiträge: 3289

schreibmaschine schrieb:

Dustin86 schrieb:

Ist mir neu, die Eltern gehen doch nur ihrer Aufsichtpflicht nach oder?

Richtig. Nur stellte jemand mal die Frage, ob Überwachung "hinter dem Rücken", wo das Kind es nicht vermutet und sich frei fühlt, nicht doch moralisch fraglich ist u böse in die Privatsphäre des Kindes eingreift.

Meiner Ansicht nach Alles eine Frage des Vertrauens.

Dustin86

Anmeldungsdatum:
30. Oktober 2008

Beiträge: 96

Privatsfaire bekommt es sobald es selbst haftet solange ich/die Eltern haften sollen sie auch wissen wofür. Wenn sich da nix ändert ändert sich da auch nix an meinen Log. Und selbst ein Log auf 255.255.0.0 würde fast dasselbe bewirken.

schreibmaschine schrieb:

Richtig. Nur stellte jemand mal die Frage, ob Überwachung "hinter dem Rücken", wo das Kind es nicht vermutet und sich frei fühlt, nicht doch moralisch fraglich ist u böse in die Privatsphäre des Kindes eingreift.

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user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

Naja - das ist ja etwa so, als würde man heimlich das Tagebuch des Kindes lesen.

solange ich/die Eltern haften sollen sie auch wissen wofür.

Die Eltern haften aber nicht. Es genügt dem Kind zu erklären, was es darf, und was nicht. Würde das Kind durch Filesharing auffallen, so müßte man wohl etwas mehr unternehmen. Die Eltern haften nur bei Verletzung der Aufsichtspflicht, und dies bedeutet nicht, daß man dem Kind ständig über die Schultern schauen muß, oder ein Logfile mitlaufen läßt.

Dem Alter entsprechend muß man eben ab und zu darüber reden was erlaubt ist, und was nicht.

schreibmaschine

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7. Februar 2008

Beiträge: 721

Dustin86 schrieb:

Link?

Sorry, nein, hab's gelesen und Kopf geschüttelt. IMHO viel zu haarklein rechtlich aufgespaltet. Wollte es nur mit einwerfen, weil i es bemerkenswert fand. Abgesehen davon finde ich sollte ein Kind trotzdem auch schon vor der ersten "Standpauke" ☺ wissen, dass der Rechner überwacht wird.

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