|
witesoul
Anmeldungsdatum: 27. August 2010
Beiträge: Zähle...
|
Hallo zusammen, ein bekannter hat mir erzählt, das einige Quellcodes von Ubuntu nicht öffentlich sind. Ist das wahr das Ubuntu nicht zu 100% Transparent ist? Das selbe soll auch auf andere Projekte zutreffen. Lediglich Debian sei mit komplett ofeenen Quellcodes bestückt und somit zu 100% Transparent. Was könnt ihr dazu sagen? Stimmt das oder ist das humbug!?! LG
witesoul
|
|
glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
|
Was könnt ihr dazu sagen? Stimmt das oder ist das humbug!?!
Das ist vollkommener Blödsinn. Es gibt zwar ein paar Pakete in Ubuntu, die nicht quelloffen sind, das sind aber allesamt Treiber (Nvidia, AMD, Broadcom) oder Firmware-Dateien (WLAN, usw.). Diese gibt es aber genauso unter Debian im Non-Free-Bereich. Alles andere ist komplett quelloffen. Was nicht komplett seitens Canonical offengelegt wurde ist der Quellcode von Landscape (Der Serverteil. Der Client steht unter der GPLv2).
|
|
n00bfl
Anmeldungsdatum: 22. August 2015
Beiträge: 230
|
Lediglich Debian sei mit komplett ofeenen Quellcodes bestückt und somit zu 100% Transparent.
Debian ist zwar strikter, wenns um Freie Software geht als Ubuntu, aber auch Debian macht Kompromisse, wenns um proprietäre Treiber/Module im Kernel geht sowie Codecs für Audio und Video, Wlantreiber und Grafikkarten - aber Das Basisystem, sowohl von Debian wie auch von Ubuntu ist Quelloffen. wenn du en 100% Quelloffenes Betriebsystem willst, musst du dich an Gnewsence, Trisquell oder ähnliche halten - die dann aber Schwierigkeiten mit neuer Hardware, Audio und ähnlichem machen können http://www.gnu.org/distros/free-distros hier eine Liste aller 100% Quelloffenen Betriebsysteme.. alle anderen Gnu/Linux Distributionen machen den einen oder anderen Kompromis
|
|
witesoul
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 27. August 2010
Beiträge: Zähle...
|
Also könnte man, wenn ich das richtig verstehe (und das will ich ja =) in Grafiktreiber von AMD etc., W-Lan, ETH Netzwerktreiber die vom hersteller ausgegeben werden im schlimmsten Fall... ich nenne es mal spionagesoftware enthalten und diese Installieren ohne das man es mit bekommen würde. Oder hätte man eine möglichkeit das zu durchschauen? Mich interessiert das, weil ich die meiste Zeit auf meinem Desktop-PC überwiegend Windows laufen hatte. Jedoch weil Windows die schiene fährt, jeder PC nutzer ist ein putentieller Terrorist also spioniere ich die E-Mails etc aus, will ich mich schlau machen wie ich nicht mehr wie ein putentieller Terrorist behandelt werden kann. Weil so viele von Win 10 auf Win 7 wieder downgraded haben wurden dort ja auch updates eingespielt die das selbe können wie Win 10 es macht.
|
|
Thelesea
Anmeldungsdatum: 14. April 2008
Beiträge: 96
|
du verstehst mehr von technologie und freiheit als die regierenden,also bist du per se terrorist 😉 du kannst aber davon ausgehen das es viele tausend menschen gibt die diese systeme nutzen und mehr willen,skill und ähnliches besitzen als der otto-normal-verbraucher und darum gehe ich einfach mal davon aus das es screenings geben wird von irgendjemandem. sind nvidia und amd eigentlich noch amerikanische firmen? bei intel bin ich mir sicher
|
|
n00bfl
Anmeldungsdatum: 22. August 2015
Beiträge: 230
|
Also könnte man, wenn ich das richtig verstehe (und das will ich ja =) in Grafiktreiber von AMD etc., W-Lan, ETH Netzwerktreiber die vom hersteller ausgegeben werden im schlimmsten Fall... ich nenne es mal spionagesoftware enthalten und diese Installieren ohne das man es mit bekommen würde.
theoretisch ja.. Praktisch aber würde das System solchen Datenverkehr unterbinden, da bei einem GNU/Linux per grundeinstellung keine ports offen sind über die eine Software nach hause telefonieren kann.
Viel "gefährlicher" ist da z.b. das Flashplugin im Browser, weil dieses per Definition nach hause Telefonieren darf und kann, ebenso die Trackingcodes die im Google Chromebrowser implementiert sind - und das bei zweiterem obwohl er Open Source ist.
|
|
V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
|
n00bfl schrieb: theoretisch ja.. Praktisch aber würde das System solchen Datenverkehr unterbinden, da bei einem GNU/Linux per grundeinstellung keine ports offen sind über die eine Software nach hause telefonieren kann.
Das ist nicht korrekt, siehe offene Ports (Abschnitt „Offen-Geschlossen-Gefiltert“):
Ein Port ist offen, wenn ein Programm an einem Port nach Paketen lauscht, die an ihn geschickt wurden, ohne dass das Programm diese Pakete vorher angefordert hat. Ein Port ist "geschlossen", wenn keine Anwendung an diesem Port lauscht. Werden trotzdem Netzwerkpakete an diesen Port geschickt, so weist der Rechner diese Pakete sofort als "unzustellbar" zurück.
Jedes Programm kann über ein vorhandenes Netzwerk nach draußen telefonieren, solange das nicht durch eine Firewall o.ä. verhindert wird. Die meisten Firewalls (wie z.B. in handelsüblichen Routern) verhindern standardmäßig nur Kommunikation nach innen, nicht nach außen. Ubuntu in seiner Standardinstallation verhindert auswärtige Kommunikation ebenfalls nicht. Seine vielbeschworenen geschlossenen Ports heißen nur, dass keine der standardmäßig installierten Programme auf unangeforderte Netzpakete reagieren („lauschen“).
|
|
glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
|
witesoul schrieb: Also könnte man, wenn ich das richtig verstehe (und das will ich ja =) in Grafiktreiber von AMD etc., W-Lan, ETH Netzwerktreiber die vom hersteller ausgegeben werden im schlimmsten Fall... ich nenne es mal spionagesoftware enthalten und diese Installieren ohne das man es mit bekommen würde.
Im schlimmsten Fall. Nur könnte sich das kein Hersteller erlauben, da dies sein Ende am dem Markt bedeuten würde.
Oder hätte man eine möglichkeit das zu durchschauen?
Bei reinen Binärpaketen leider nicht.
Mich interessiert das, weil ich die meiste Zeit auf meinem Desktop-PC überwiegend Windows laufen hatte. Jedoch weil Windows die Schiene fährt, jeder PC-Nutzer ist ein potentieller Terrorist also spioniere ich die E-Mails etc aus, will ich mich schlau machen wie ich nicht mehr wie ein potentieller Terrorist behandelt werden kann. Weil so viele von Win 10 auf Win 7 wieder downgraded haben wurden dort ja auch Updates eingespielt die das selbe können wie Win 10 es macht.
Seid wann liest MS deine E-Mails mit?
|
|
witesoul
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 27. August 2010
Beiträge: 85
|
Das steht in den Nutzerbedingungen wenn du auf Windows 10 Upgradest. Semper Video hat da ein Video zu gemacht, habe aber vergessen wie es heisst und auf die schnelle auch nicht gefunden. E-Mail abhören bei bedarf,
Keylogger usw. Ich habe nochmals mit meinem bekannten gesprochen und er sagte, das Binärcodes im Ubuntu Quellcode eingebunden seien. Genau wüsste er es aber auch nicht mehr und hat ver 12 ganz waage erwähnt und das dies ein grund gewesen sei weshalb er ubuntu nicht mehr nutzt. In einer 10kb großen datei lässt sich eine Hintertür einbauen. Vielleicht noch kleiner. Ich werd danach genauer suchen ob ich was finde. Ist aber nicht leicht zu finden unter den stichworten Binärcode und Quellcode.
|
|
n00bfl
Anmeldungsdatum: 22. August 2015
Beiträge: 230
|
hm.. meint dein Bekannter vielleicht die Amazon Lense, die mit Ubuntu 12.10 eingeführt wurde und die einige als Spyware sehen?
|
|
V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
|
witesoul schrieb: Ich habe nochmals mit meinem bekannten gesprochen und er sagte, das Binärcodes im Ubuntu Quellcode eingebunden seien.
Eventuell meint er ja auch die binären Treiber im Linux-Kernel. Die sind aber meines Wissens in den meisten (allen?) Linux-Distributionen enthalten.
Genau wüsste er es aber auch nicht mehr und hat ver 12 ganz waage erwähnt und das dies ein grund gewesen sei weshalb er ubuntu nicht mehr nutzt.
Vage Informationen sind immer nie eine gute Entscheidungsgrundlage. Solange Dein Bekannter nicht genauer wird, würde ich an Deiner Stelle nicht viel auf seine Aussagen geben und auch selbst nicht viel Energie für Recherchen aufwenden. Das darf er als solche ungenauen Gerüchte verbreitender gerne selbst machen. „Das, was ohne Beweise behauptet wird, kann ohne Beweise verworfen werden.“ (Christopher Hitchens) Hier würden als Beweise ja schon fachkundige Quellen im Internet reichen. Oder wenigstens genauere Angaben.
|
|
glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
|
V for Vortex schrieb: Die sind aber meines Wissens in den meisten (allen?) Linux-Distributionen enthalten.
Nicht in allen. Trisquel ist z.B. eine Distribution, die alle unfreien Teile aus der Distribution entfernt. Die Entwickler sind dabei noch konsequenter als Debian.
|
|
V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
|
glasenisback schrieb: Nicht in allen. Trisquel ist z.B. eine Distribution, die alle unfreien Teile aus der Distribution entfernt. Die Entwickler sind dabei noch konsequenter als Debian.
Die dürfte dann auf nur weniger Hardware laufen, oder bin ich da zu pessimistisch? (kurze Nebenfrage 😇 )
|
|
n00bfl
Anmeldungsdatum: 22. August 2015
Beiträge: 230
|
Die dürfte dann auf nur weniger Hardware laufen, oder bin ich da zu pessimistisch? (kurze Nebenfrage 😇 )
vorallem am Wlan würdest du verzweifeln, da die meisten ja doch auf Broadcom Chipsätze bauen unds da nichts quelloffenes gibt Ansonsten sollte Standardhardware eigentlich laufen.. schlimmer schauts beim "arbeiten" aus kein mp3, kein sonstiges mpeg format, kein avi, keine dvd codecs, kein MTP, keine Unterstützung für rar oder zip, kein Flash, keine proprietären trueTypes etc pp ums kurz zu fassen: egal wie sehr man Freie Software propagiert, man muss schon ziemlich fanatisch wie z.b. Richard Stallman sein um mit einem 100% Gnu System glücklich zu werden
|
|
glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
|
n00bfl schrieb: kein mp3, kein sonstiges mpeg format, kein avi, keine dvd codecs, kein MTP, keine Unterstützung für rar oder zip, kein Flash, keine proprietären trueTypes etc pp
Diese Formate sind alle kein Problem. Es gibt bei Trisquel um Kriterien wie Freiheit und nicht um Patentfreiheit. Die proprietären Truetype-Dateien kann man auch nachinstallieren. Flash ist kein Drama und wird eh besser über Chrome benutzt, da dies die einzige Flash-Version unter Linux ist, die noch richtig gepflegt wird.
ums kurz zu fassen: egal wie sehr man Freie Software propagiert, man muss schon ziemlich fanatisch wie z.b. Richard Stallman sein um mit einem 100% Gnu System glücklich zu werden
Trisquel funktioniert eigentlich ziemlich einwandfrei. Muss man halt nur ein wenig mehr der Installation nacharbeiten. Auf meinem MacBook Air fehlt z.B. nur der Treiber für das WLAN (Broadcom).
|