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Developer92
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2008
Beiträge: 4101
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Hallo, also die Idee ist folgende: Ich will eine Ubuntu Live CD so anpassen, dass sie sich nicht einfach installiert, sondern komplett neu, inklusive Kernel und so, kompiliert. Natürlich sollen dann auch alle neuen Pakete, die man installiert, neu kompiliert werden. Gibt es eine Möglichkeit, dass in die CD einzubauen bzw. allgemein in Ubuntu zu integrieren. Ich verspreche mir davon einen Geschwindigkeitsvorteil, weil ja alles an die Hardware, auf der es läuft, angepasst wird. mfg Floh
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Developer92
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2008
Beiträge: 4101
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Und könnte einer der Supporter bitte den Titel des Themas umbenennen? Er sollte eig. so heißen: "Projektidee: Ubuntu, das sich nicht einfach installiert sondern kompiliert ich sag schon mal danke ☺
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TomTobin
Anmeldungsdatum: 24. August 2007
Beiträge: 3101
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Hi, kennst Du Gentoo? Das könnte in etwa hinkommen was Du Dir vorstellst. Allerdings gibt es auch da keine Live CD die sich selbst zur Laufzeit kompiliert.
Einen Blick im Zusammenhang zu Deinem Vorhaben rein zuwerfen lohnt sich bestimmt. Kann Dir dazu auch das Buch "Gentoo Linux" empfehlen von Gunnar Wrobel (opensource press) Gruß Tom
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ditsch
Anmeldungsdatum: 13. November 2005
Beiträge: 12007
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TDeveloper schrieb: Und könnte einer der Supporter bitte den Titel des Themas umbenennen? Er sollte eig. so heißen: "Projektidee: Ubuntu, das sich nicht einfach installiert sondern kompiliert ich sag schon mal danke ☺
Bitteschön. Zum Thema: Ich denke, dass das eher die Domäne von Gentoo ist. Du musst bedenken, dass du dafür die gesamte Paketverwaltung neu konzipieren musst, das ist also keine kleine Aufgabe, deren Nutzen bei heutigen Rechnern nicht allzu groß ist (die Gentoo-Jünger werden mir hier widersprechen... 😉 ).
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primus_pilus
Ehemalige
Anmeldungsdatum: 8. Oktober 2007
Beiträge: 9144
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Als Arch-Nutzer muss ich natürlich noch mal einwerfen das die komplette Neuübersetzung auch unter Arch leicht möglich ist. Aber eine Anmerkung: Ich glaube dass du die Vorteile überschätzt. Bei E-Mail und Co. wirst du wohl keinen Unterschied bemerken. Schau mal nach was deine CPU so den ganzen Tag macht, bei mit dreht sie 95% der Zeit Däumchen. Wenn du Anwendungen nutzt die das System wirklich ausreizen mag das anders aussehen. Trotzdem viel Spaß beim basteln. ☺
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Kinch
Anmeldungsdatum: 6. Oktober 2007
Beiträge: 1261
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Na ja, Ubuntu ist für i386 kompiliert. Ich denke rechenintensive Programme würden davon deutlich profitieren. Jedoch verstehe ich nicht, warum man das mit Ubuntu machen will. Ubuntu installiert man sich doch gerade weil man sich mit solchen Sachen nicht befassen möchte.
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primus_pilus
Ehemalige
Anmeldungsdatum: 8. Oktober 2007
Beiträge: 9144
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Kinch schrieb: Na ja, Ubuntu ist für i386 kompiliert. Ich denke rechenintensive Programme würden davon deutlich profitieren.
Da macht es aber mehr Sinn nur diese Programme gezielt zu übersetzen. Gedit zu kompilieren bringt nicht so viel ... Jedoch verstehe ich nicht, warum man das mit Ubuntu machen will.
Because we can. Nehme ich an. 😉
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suseuser
Anmeldungsdatum: 1. Juni 2009
Beiträge: 313
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Naja, Ubuntu dürfte dafür eher weniger geeignet sein - und bei Desktopsystemen geht dann die Zeitersparnis durch schnelleres Rechnen gleich wieder für die längere Dauer von Updates und Installationen drauf... Grüße aus ArchLinux, Stephan
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Creshal
Anmeldungsdatum: 24. November 2007
Beiträge: 487
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Kinch schrieb: Na ja, Ubuntu ist für i386 kompiliert.
Das ist eine recht vage Aussage. Je nachdem wie das Zeug jetzt genau kompiliert wurde, heißt das entweder, dass MMX, SSE und Co gar nicht verwendet werden – oder dass sie standardmäßig benutzt werden, die Programme aber auf "normale" Instruktionen zurückfallen, wenn die CPU die Erweiterungen nicht hat. Preisfrage: Wo sind MMX und SSE{1,2,3,4,…} wirklich nötig? Hauptsächlich bei Grafikberechnungen, sei es in Form von Spielen oder Videocodierung. Die paar Brettspiele, die Ubuntu mitliefert, werden auch so laufen, und bei Videocodierung geht der Trend ohnehin in Richtung GPU-Decodierung (VDPAU/VAAPI/Gallium). Und überhaupt: x64 ist die Zukunft, da besteht das Problem in der Tragweite nicht mehr. 😉
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Kinch
Anmeldungsdatum: 6. Oktober 2007
Beiträge: 1261
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Creshal schrieb: dass MMX, SSE und Co gar nicht verwendet werden – oder dass sie standardmäßig benutzt werden, die Programme aber auf "normale" Instruktionen zurückfallen, wenn die CPU die Erweiterungen nicht hat.
Und wie genau ist das nun bei Ubuntu?
bei Videocodierung geht der Trend ohnehin in Richtung GPU-Decodierung (VDPAU/VAAPI/Gallium).
Ja schon, aber derzeit ist das noch eher Zukunftsmusik. Auch wenn es einige Programme, bzw. Schnittstellen dazu gibt, wird im Desktopbereich, behaupte ich mal, noch fast ausschließlich auf CPU gerendert/kodiert. In einigen Fällen würde man natürlich von einer Kompillierung auf die eigene Hardware profitieren, aber natürlich nicht in jedem, oder den meisten Fällen.
Und überhaupt: x64 ist die Zukunft, da besteht das Problem in der Tragweite nicht mehr. 😉
Noch. Aber es wird bestimmt mit der Zeit auch verschiedene x64 Befehlssätze geben und dann hat man wieder das gleiche Problem. Abgesehen davon hat man mit der Kompilierung ja noch andere Vorteile. Zum Beispiel kann man Patches einspielen die man mag (zum Beispiel, falls wer ne Fortschrittsanzeige bei seinem coreutils haben möchte) oder halt erweiterte Konfigurationen (möchte man mutt mit IMAP-Support, aber ohne POP3 etc pp). Aber wie gesagt: Ich sehe den Sinn nicht das bei Ubuntu zu machen.
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Creshal
Anmeldungsdatum: 24. November 2007
Beiträge: 487
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Und wie genau ist das nun bei Ubuntu?
FFMPEG wird bspw. mit zweiter Option kompiliert – es läuft auf i386ern, aber falls vorhanden nutzt es SSE (bis einschließlich SSSE3) und GPUs (VDPAU) aus. Wie das bei anderen Paketen ausschaut, müsste man halt bei Bedarf nachschauen.
Ja schon, aber derzeit ist das noch eher Zukunftsmusik.
Je nach Grafikhardware sollte spätestens bei Ubuntu 10.04 GPU-beschleunigte Wiedergabe flächendeckend unterstützt werden… VDPAU bspw. ist schon recht ausgereift.
Abgesehen davon hat man mit der Kompilierung ja noch andere Vorteile. Zum Beispiel kann man Patches einspielen die man mag (zum Beispiel, falls wer ne Fortschrittsanzeige bei seinem coreutils haben möchte) oder halt erweiterte Konfigurationen (möchte man mutt mit IMAP-Support, aber ohne POP3 etc pp). Aber wie gesagt: Ich sehe den Sinn nicht das bei Ubuntu zu machen.
Wer solche Ansprüche hat, ist mit Gentoo oder ähnlichem eh besser bedient. 😉
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Developer92
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2008
Beiträge: 4101
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TomTobin schrieb: Hi, kennst Du Gentoo?
Oh, hab wohl vergessen, zu sagen, dass ich das schon kenne. Aber ja, es entspircht dem, was ich gerne auf Ubuntu hätte. ditsch schrieb: TDeveloper schrieb: Und könnte einer der Supporter bitte den Titel des Themas umbenennen? Er sollte eig. so heißen: "Projektidee: Ubuntu, das sich nicht einfach installiert sondern kompiliert ich sag schon mal danke ☺
Bitteschön.
Jap, thx.
Zum Thema: Ich denke, dass das eher die Domäne von Gentoo ist. Du musst bedenken, dass du dafür die gesamte Paketverwaltung neu konzipieren musst, das ist also keine kleine Aufgabe, deren Nutzen bei heutigen Rechnern nicht allzu groß ist (die Gentoo-Jünger werden mir hier widersprechen... 😉 ).
Bist du sicher, dass die ganze Paketverwaltung neu konzipiert werden muss? Schließlich gibt es ja in Synaptic die Option, dass man Quelltexte mit einbindet. Oder ist das dann so, dass die Sources nur dann verwendet werden, wenns noch kein *.deb gibt? primus pilus schrieb: Als Arch-Nutzer muss ich natürlich noch mal einwerfen das die komplette Neuübersetzung auch unter Arch leicht möglich ist. Aber eine Anmerkung: Ich glaube dass du die Vorteile überschätzt. Bei E-Mail und Co. wirst du wohl keinen Unterschied bemerken. Schau mal nach was deine CPU so den ganzen Tag macht, bei mit dreht sie 95% der Zeit Däumchen. Wenn du Anwendungen nutzt die das System wirklich ausreizen mag das anders aussehen.
Dein Prozessor ist im Besitz von Daumen, nur um Däumchen zu drehen? 😀 Kinch schrieb: Na ja, Ubuntu ist für i386 kompiliert.
Sicher? Schließlich nutze ich hier nicht i386 sondern AMD64 ☺ suseuser schrieb: Naja, Ubuntu dürfte dafür eher weniger geeignet sein - und bei Desktopsystemen geht dann die Zeitersparnis durch schnelleres Rechnen gleich wieder für die längere Dauer von Updates und Installationen drauf...
Da hast du Recht. Ich dachte nur, es wäre evtl. Vorteilhaft, das ganze System neu zu kompilieren, damit es wirklich für die Hardware angepasst ist. Jedenfalls bin ich zum Entschluss gekommen, dass neu kompilieren doch schwachsinn ist. Trotzdem Danke für eure Hilfe, mfg Floh
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Kinch
Anmeldungsdatum: 6. Oktober 2007
Beiträge: 1261
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TDeveloper schrieb: Sicher? Schließlich nutze ich hier nicht i386 sondern AMD64 ☺
Wenn du eh 64Bit nutzt, lohnt sich eine Neukompilierung kaum. Die 64bit Architektur hat viele Altlasten über Board geworfen, so das Compiler für 64bit eh schon SSE und co vorraussetzen können. Von einer Kompilierung könntest du höchstens noch profitieren, wenn du vielleicht den ICC statt dem GCC nimmst. Zumindest früher schien der ja performanteren Code zu erzeugen. Aber ob das im Desktopbereich mehr als nur homöopathisch Performance-Vorteile bringt, wage ich zu bezweifeln.
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suseuser
Anmeldungsdatum: 1. Juni 2009
Beiträge: 313
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TDeveloper schrieb: Bist du sicher, dass die ganze Paketverwaltung neu konzipiert werden muss? Schließlich gibt es ja in Synaptic die Option, dass man Quelltexte mit einbindet. Oder ist das dann so, dass die Sources nur dann verwendet werden, wenns noch kein *.deb gibt?
Aber soweit ich weiß, kompiliert apt doch nicht automatisch, sondern lädt die Sources nur runter. Kompilieren musst Du dann selbst. Korrigiert mich, wenn ich mich irre...
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Andy1
Anmeldungsdatum: 24. August 2005
Beiträge: 1362
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Aber mal etwas anderes, ich gehe immer so vor, installiere das System, erstelle dann nach Einrichtung des Systems einen
startbaren Datenträger, lege diesen schön in eine Papierhülle und klebe ihn im Rechnergehäuse mit Klebeband fest. Muss dazu sagen das dies meist Rechner meiner Verwandt- Bekannt- oder Kundschaft sind. Erspart mir bei Fehlbehandlung durch diese meist eine Menge Zeit. Die Live CD anzupassen ist doch mittlerweile sehr einfach geworden, aber UCK dürfte hier doch immer noch gute Dienste leisten.
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