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Problem mit VPN und den dahinterliegenden PC's

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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bentstar

Anmeldungsdatum:
4. Dezember 2006

Beiträge: 162

Hi

ich habe mir einen VPN- Server eingerichtet, welcher auch ohne Probleme funktioniert. Zugriff von Lappi zu Server und umgekehrt funktioniert einwandfrei!
Problem ist nun ich möchte auf weitere Rechner im Home Net zugreifen, quasi durch den Tunnel hinter dem Server in einem anderen IP Bereich!

Kann mir jemand genau erklären wie das geroutet werden muss, welche Rolle die Gateways spielen und wie man das am ungeschicktesten anstellt!

Hier mal ein schematischer Aufbau:

http://img357.imageshack.us/my.php?i...chnung1fe4.jpg

Server:
VPN: 10.0.0.1
Intern: 192.168.1.133
Net Mas: 255.255.255.0

Lappi:
VPN: 10.0.0.2
Intern: 192.168.2.24
255.255.255.0

Client:
192.168.1.222

Router:
Vermittelt zwischen Heimnetz und Internet
DHCP Mode

PoLe23

Avatar von PoLe23

Anmeldungsdatum:
14. April 2006

Beiträge: 61

MIt welchem Prog betreibst du das VPN???
Bei OpenVPN gibt so einen Eintrag:

push "route Netzadresse Subnetzmaske"

bentstar

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
4. Dezember 2006

Beiträge: 162

Hi !

ich benutze OpenVPN!

muss das lediglich in die Config eingetragen werden ??

Blattlaus

Avatar von Blattlaus

Anmeldungsdatum:
29. März 2006

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Zunächst mal musst du beim Server ipv4 forwarding aktivieren:

sudo sysctl -w net/ipv4/ip_forward=1


Da das immer nur bis zum nächsten Neustart gilt, solltest du, wenn alles funktioniert, noch einen Eintrag in die /etc/sysctl.conf machen:

net.ipv4.ip_forward=1

In die Konfiguration von OpenVPN trägst du jetzt auf dem Server ein:
push "route 192.168.1.0 255.255.255.0 vpn_gateway"

Damit wird nach dem connecten zum Client ein weiterer Routingeintrag "gepushed" der folgendes aussagt:
Alle Pakete die in eine IP 192.168.1.x gehen schickst du an vpn_gateway. vpn_gateway ist hierbei ein Platzhalter, den OpenVPN beim setzten der Route automatisch mit der VPN-IP vom Server ersetzt. Damit erhält der Server jetzt, über die VPN-Verbindung, alle Pakete die an das Netz "dahinter" gerichtet sind und leitet sie, wegen dem syctl-Eintrag, auch in der Netz weiter.

Jetzt kommen zwar alle Pakete beim richtigen Client an, aber die Antwort geht ins leere. Denn der Client weiß nicht das er Pakete nach 10.x.x.x eigentlich über den VPN-Server leiten müsste, und schickt sie deswegen an den Router in deinem Netz. Der wiederum sieht das es eine lokale IP ist und verwirft das Paket (hat ja auch nix im Internet zu suchen.
Daher musst du auf dem Client (und jedem evtl. weiteren Rechner) noch einen Routingeintrag setzen:

route add 10.0.0.0 255.255.255.0 192.168.1.133


Damit weiß der Client das der VPN-Server der zuständige Gateway für das VPN Netz ist. Dieser Eintrag wird nach einen Neustart aber auch vergessen. Imho kann man die Routingeinträge irgendwo unter /etc/network/ festsetzen, da weiß ich aber auch gerade nicht wo 😉

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