staging.inyokaproject.org

Ubuntu - am Ende? :O

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu
Antworten |

root_Luk-As

Avatar von root_Luk-As

Anmeldungsdatum:
14. März 2010

Beiträge: Zähle...

Hallo liebe Ubuntunutzer,

ich möchte hiermit eine Diskussion über Ubuntus Zukunft anstoßen.

Ich und viele andere haben das Gefühl, dass Ubuntu seit einiger Zeit sein ganz eigenes Ding macht.

Hintergrund:

Einführung von kostenpflichtigen Diensten Einführung von kostenpflichtigen Applikationen im Software-Center (!) (ich glaube, es war 10.10) Einführung der Unity-Oberfläche, die viele Nutzer abgeschreckt und / oder verärgert hat (mich auch; warum lernt man nicht daraus und bietet Unity alternativ an??!)

OK, so weit für meine Lieblingsdistrubution,die ich so sehr liebe, meine einzige bisher, an die ich viele Erinnerungen habe, meine erste Linux-Erfahrung, für mich die einzige Linuxdistribution, noch gerade so, auch wenn mit Schmerz, erträglich. (bisher)

Ubuntu 12.10: Einführung von Werbung (!!!)

Ubuntu wird immer kommerzieller. Ich würde lieber Ubuntu KAUFEN, als Werbung, Unity und Kostenpflichtiges im Software-Center zu ertragen (Natürlich ist die Möglichkeit, kostenpflichtige Produkte zu erwerben gut, aber die Art und Weise der Umsetzung gefällt mir nicht!) .

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn 12.04 LTS abläuft, bin relativ verzweifelt, ich will mich doch nicht von Ubuntu trennen, das soooo viele Vorteile gegenüber anderer Distributionen hat (Software-Center, ...)

Ich fürchte, dass viele andere Nutzer umsteigen werden. Linux Mint hat Ubuntu als bisher größte Distribution überholt!! Wird Ubuntu bald herabfallen?!

Wie geht es mit Ubuntu weiter?!

Was sagt ihr dazu? Sind meine Sorgen, Ubuntu könnte an Bedeutung verlieren, völlig unberechtigt, oder seht ihr es ähnlich?

Mit vielen Grüßen,

Lukas

drtri

Anmeldungsdatum:
9. Dezember 2012

Beiträge: 619

So lange Canonical so freundlich ist, seine Server für uns laufen zu lassen, ist da gar nichts "am Ende".

Ob einem die gerade aktuelle Version von Ubuntu persönlich gefällt, ist keine Grundsatzfrage.

Carnager

Avatar von Carnager

Anmeldungsdatum:
9. Januar 2007

Beiträge: 491

root Luk-As schrieb:

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn 12.04 LTS abläuft, bin relativ verzweifelt, ich will mich doch nicht von Ubuntu trennen, das soooo viele Vorteile gegenüber anderer Distributionen hat (Software-Center, ...)

Also hier musste ich ja schon schmunzeln. Das lahme Software Center ist nun nicht gerade Ubuntus Glanzstueck ☺

DerMaex

Anmeldungsdatum:
3. Januar 2009

Beiträge: Zähle...

root Luk-As schrieb:

Was sagt ihr dazu? Sind meine Sorgen, Ubuntu könnte an Bedeutung verlieren, völlig unberechtigt, oder seht ihr es ähnlich?

Ich denke, dass diese Sorgen, bei einigen vielleicht gar Hoffnungen, vollkommen unbegründet sind.

Unity sollte man als zusätzliches Angebot, das es in anderen Distributionen nicht gibt, verstehen. Aber sicherlich nicht als Zwang, stehen doch auch die anderen, populären, Benutzeroberflächen genauso zur Verfügung.

Dass im Softwarecenter auch Kostenpflichtiges und/oder Proprietäres zur Verfügung steht kann man genauso als Angebot betrachten, das man, wie schon das Softwarecenter selber, nicht nutzen muss. Das gleiche gilt natürlich auch für Shopping-Lense und integrierte Online-Suche die ja bei Nichtbedarf auch deaktivierbar ist.

Ich selber verwende neben Debian mit Gnome Shell auch Ubuntu mit Unity auf einem Laptop. Wäre mein Rechner jetzt nagelneu, hätte ich wegen des Freezes bei Debian wahrscheinlich Probleme, die ich mit Ubuntu so nicht hätte und müsste mir eine andere Distribution, ohne apt, wie zb. Fedora, Arch, oder was auch immer noch aktuell ist, suchen. So wird für mich mit Debian und Ubuntu seit gut 4 Jahren alles abgedeckt, was ich im beruflichen, wie auch im privaten Bereich benötige. - Ein Windows 7 habe ich allerdings auch noch, weil sich für das äusserst seltene Gezocke von mir keine Konsole lohnt. - Das tut aber nicht weh. 😉

Warum ich also glaube, dass Deine Sorgen unbegründet sind liegt daran, dass ich einfach der Meinung bin, dass auch andere so, oder so ähnlich, wie ich darüber denken.

Grimjiar

Anmeldungsdatum:
24. Mai 2012

Beiträge: 294

Ich sehe bei Canonical einen starken Trend Richtung mobile Geräte und weg von dem eigentlichen Desktop-PC. Unity, Ankündigung von Ubuntu Phone, Ubuntu Tablet sind wohl Anzeichen genug. Damit lässt sich wohl besser Geld verdienen. Mark Shuttleworth ist ein Geschäftsmann und kein Wohltäter. Es war ja von Anfang an klar, dass es ums Geld verdienen geht.

Ich denke einfach, wer in Zukunft auch weiter nur mit klassischen Desktops arbeiten will, ist bei Ubuntu mittlerweile falsch. Aber es kommen sicherlich neue Anwender hinzu. Der Trend weg vom klassischen Desktop ist ja nicht nur bei Ubuntu zu beobachten (Stichwort: Windows 8).

Ubuntu ist nicht am Ende. Ubuntu steht eher am Anfang eines neuen Weges. Der Weg des klassischen Desktops ist bei Ubuntu zu Ende.

Frieder108

Avatar von Frieder108

Anmeldungsdatum:
7. März 2010

Beiträge: 9684

Der wieviel-tausendste Thread zu dem Thema ist das jetzt?

root Luk-As schrieb:

Ich und viele andere haben das Gefühl, dass Ubuntu seit einiger Zeit sein ganz eigenes Ding macht.

äähh ja, und ? Ich mach doch auch mein eigenes Ding - und, was ist daran verwerflich?

Hintergrund:

Einführung von kostenpflichtigen Diensten Einführung von kostenpflichtigen Applikationen im Software-Center (!) (ich glaube, es war 10.10)

Die du alle nicht nutzen mußt und dir auch niemand aufzwingt

Einführung der Unity-Oberfläche, die viele Nutzer abgeschreckt und / oder verärgert hat (mich auch; warum lernt man nicht daraus und bietet Unity alternativ an??!)

Wenn dir Unity nicht gefällt, dann nutz einfach ne andere Oberfläche (ich arbeite mit KDE) - vielen Leuten gefällt aber Unity und ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade Neueinsteiger sehr gut damit zurecht kommen und dass viele Leute, vor allem junge Menschen das Design als modern und fortschrittlich empfinden

OK, so weit für meine Lieblingsdistrubution,die ich so sehr liebe, meine einzige bisher, an die ich viele Erinnerungen habe, meine erste Linux-Erfahrung, für mich die einzige Linuxdistribution, noch gerade so, auch wenn mit Schmerz, erträglich. (bisher)

Du redest von Gnome2, das ist tod und wird auch von anderen aktuellen Distris nicht mehr angeboten - schau doch mal über den tellerrand

Ubuntu 12.10: Einführung von Werbung (!!!)

jeder muß von irgendwas leben

Ubuntu wird immer kommerzieller. Ich würde lieber Ubuntu KAUFEN, als Werbung, Unity und Kostenpflichtiges im Software-Center zu ertragen (Natürlich ist die Möglichkeit, kostenpflichtige Produkte zu erwerben gut, aber die Art und Weise der Umsetzung gefällt mir nicht!) .

  • was ist an Werbung schlimm - damit wirst du überall im Alltag konfrontiert.

  • du bist bestimmt ein "Litfasssäulenterrorist" und sprengst die Teile in die Luft weil Werbung ja sowas von böse ist 😈

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn 12.04 LTS abläuft,

Damit kannst du dich 2017 auseinander setzen, falls dir bis dahin der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen ist

bin relativ verzweifelt, ich will mich doch nicht von Ubuntu trennen, das soooo viele Vorteile gegenüber anderer Distributionen hat (Software-Center, ...)

oooohh, nicht weinen, das Leben geht weiter - aber dass das Softwarecenter DER große Vorteil ist, das ist mir neu. Ich hab vor ca. 3 Jahren das letzte mal überhaupt ins Softwarecenter geschaut.

Ich fürchte, dass viele andere Nutzer umsteigen werden. '

Reisende soll man nicht aufhalten, lass sie doch umsteigen

Linux Mint hat Ubuntu als bisher größte Distribution überholt!!

sagt wer? Ubuntu dürfte im Linux-Desktopbereich einen Marktanteil von ca. 50% haben - abgesehen davon ist Mint auch ein *buntu, nur halt mit ner grünen Papptüte übergestülpt.

Es stellt sich eher die Frage, ob es Mint in 2 - 3 Jahren noch gibt → Canonicals neue Updatepolitik könnte sich für Mint als äußerst schwierig erweisen

Wie geht es mit Ubuntu weiter?!

mit Nullen und Einsen, so wie bisher auch

Was sagt ihr dazu? Sind meine Sorgen, Ubuntu könnte an Bedeutung verlieren, völlig unberechtigt, oder seht ihr es ähnlich?

Man kann sich auch Sorgen machen, ob in China ein Reissack platzt und dadurch die Erde aus der Umlaufbahn gerät - aber dann ist Ubuntu unsere kleinste Sorge, also beim "aus der Umlaufbahn geraten" mein ich

sitronen-

Avatar von sitronen-

Anmeldungsdatum:
17. August 2012

Beiträge: 651

Grimjiar schrieb:

Ich denke einfach, wer in Zukunft auch weiter nur mit klassischen Desktops arbeiten will, ist bei Ubuntu mittlerweile falsch. [...] Der Weg des klassischen Desktops ist bei Ubuntu zu Ende.

Weshalb? Weil Canonical mittlerweile Smartfones und Tablets zusätzlich bedienen will? Unity Next am Desktop wird fast genauso aussehen wie das Unity der ersten Generation: https://wiki.ubuntu.com/UnityNextSpec?action=AttachFile&do=get&target=Shell_Elements.png und sich auch ähnlich bedienen lassen: https://wiki.ubuntu.com/UnityNextSpec

realzippy

Anmeldungsdatum:
5. Mai 2009

Beiträge: 3137

Grimjiar schrieb:

Ich sehe bei Canonical einen starken Trend Richtung mobile Geräte und weg von dem eigentlichen Desktop-PC. Ich denke einfach, wer in Zukunft auch weiter nur mit klassischen Desktops arbeiten will, ist bei Ubuntu mittlerweile falsch.

Zumindest "leiden" Desktop Nutzer unter dieser Ausrichtung. X-Server 2.1.14 zB wird uns u.U. deswegen vorerst vorenthalten:

For these reasons, and in the general interest of avoiding disrupting folks working on phone/tablet, we're going to hold off on uploading
xserver to the archive for a month or two. We may end up skipping 1.14.0 entirely and wait for 1.14.1, but we'll see.

glasenisback

Avatar von glasenisback

Anmeldungsdatum:
20. November 2011

Beiträge: 1603

X-Server 2.1.14 zB wird uns u.U. deswegen vorerst vorenthalten

Darüber können wir eigentlich nur froh sein, weil gerade Benutzer des FGLRX-Treiber bei dieser Xserver-Version immer noch im Regen stehen. Und ja, dieser ist notwendig, weil es bis jetzt noch keinen 3D-fähigen stabilen freien Treiber für ATIS 7000er Baureihe gibt. So kann man wenigstens auch unter Ubuntu 13.04 ohne große Verrenkungen diese Karten in Betrieb nehmen. Versuch das mal bei einer Distribution, die den Xserver 1.14 mitliefert.

ChemicalBrother Team-Icon

Ehemaliger

Anmeldungsdatum:
17. Mai 2007

Beiträge: 3136

drtri schrieb:

So lange Canonical so freundlich ist, seine Server für uns laufen zu lassen, ist da gar nichts "am Ende".

Noch nicht mal das. Dann fehlt halt der Support durch Canonical, aber es liegt auch ein bisschen Geld beiseite, sollte es dazu kommen, dass Canonical Ubuntu verlässt. So schnell ist das nicht am Ende.

ChemicalBrother Team-Icon

Ehemaliger

Anmeldungsdatum:
17. Mai 2007

Beiträge: 3136

glasenisback schrieb:

X-Server 2.1.14 zB wird uns u.U. deswegen vorerst vorenthalten

Darüber können wir eigentlich nur froh sein, weil gerade Benutzer des FGLRX-Treiber bei dieser Xserver-Version immer noch im Regen stehen.

Andersrum, würde Ubuntu xorg-server 1.14 anbieten, gäbe es den Support durch die Catalyst-Treiber schon. So lässt sich AMD jetzt halt Zeit, weil keiner der offiziell unterstützten Distributionen 1.14 anbietet.

axt

Anmeldungsdatum:
22. November 2006

Beiträge: 34254

root Luk-As schrieb:

ich möchte hiermit eine Diskussion über Ubuntus Zukunft anstoßen.

Weil das ja auch noch nie und nirgends Gegenstand von Diskussionen gewesen ist, meist begonnen durch apokalyptische Vorhersagen wie Deine.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn 12.04 LTS abläuft,

2017 ist ja bekanntlich gleich morgen.

bin relativ verzweifelt, ich will mich doch nicht von Ubuntu trennen, das soooo viele Vorteile gegenüber anderer Distributionen hat (Software-Center,

Wenn man's bis hierhin vielleicht noch halbwegs ernst genommen haben könnte, nun sicher nicht mehr. In den nächsten 4 Jahren solltest Du soweit sein, ohne diesen Blob auszukommen und wirklich brauchbare und sinnvolle Software einzusetzen.

Linux Mint hat Ubuntu als bisher größte Distribution überholt!!

Quatsch!!1elf!

k1l

Avatar von k1l

Anmeldungsdatum:
22. September 2006

Beiträge: 1253

Generell zeigt dieser Thread mal wieder, was die Kritiker und Neider mit ihrem FUD anstellen.

"Ich mag Unity nicht, und es kommt auch noch von Ubuntu, also muss es schlecht sein. Und spaltet sich sowieso ab!" Anstatt das die Unity Oberfläche als Bereicherung für die Linux Community gesehen wird. Zudem gibt es auch immer wieder User, die sich positiv über Unity äussern, auch welche die erst dagegen waren. Aber das die Meckerer in der Überzahl sind liegt in der Natur des Internets. :/
Zudem hat man bei Ubuntu immer die Wahl von mehreren Desktopoberflächen! Es gibt auch Community-Projekte, wo ein anderer Desktop vorinstalliert daher kommt. Warum das immer wieder als negativ gegen Ubuntu angeführt wird ist alleine mit dem FUD der Gegner zu begründen.

Die Werbung (immerhin wird hier nicht wieder fälschlicher Weise von Spyware gesprochen) kann man einerseits auch als Service ansehen und andererseits auch einfachst abstellen. Die Kritiker tun immer so, als wenn niemand bei Amazon einkaufen würde, dabei ist es das größte Online Versandhaus. Zudem bekommt Ubuntu nur etwas Vergütung, wenn nach dem Klicken auf den Link dort auch gekauft wird. Diesen Ref-Link-Deal nutzen auch andere Linux-Projekte und dort wird es als Spende/Unterstützung für das Projekt gefeiert.

Und dann Linux Mint. Wo hat Linux Mint wen überholt? Zudem ist LinuxMint noch mehr fragwürdig, da sie die komplette Infrastruktur von Ubuntu nutzen. Wenn Ubuntu hier am Ende wäre hätte Mint ein riesen Problem. Sie sollten sich überlegen ob es so clever ist an dem Ast zu sägen auf dem sie sitzen. Zudem gibt es auch bei Mint Probleme http://forum.ubuntuusers.de/topic/ist-cinnamon-tot/

Und dann noch der FUD "Ubuntu wird den Desktop verlassen/vernachlässigen/..." . Ausgehend von der beleidigten KDE und Wayland Gruppe erhielt der Mythos nun wieder neue Nahrung.
Dazu sollte man erstmal generell festhalten, dass die Tablet/Mobilen Geräte Verkäufe die PC/Laptop Verkäufe überholt haben und der klassische PC/Laptop-Markt schrumpft. Ich weiß, dass das für die gnome2-Freunde eine schwierige Wahrheit ist, aber es ist nun mal der Gang der Zeit. Somit kommt es, dass sich die Branche generell in Richtung Touch-Bedienung bewegt.
Ubuntu baut nun auch den mobilen Sektor aus, aber der Desktop bleibt weiterhin ein wichtiges Fundament.

Man könnte sich auch einfach mal freuen, dass Ubuntu echtes open-source auf mobile Geräte bringen will.

Matthias_H.

Anmeldungsdatum:
22. Juni 2011

Beiträge: 2671

Endlich mal ein neues Thema hier.... 😈

Lsf_Lf

Anmeldungsdatum:
27. September 2010

Beiträge: 2159

Am besten ignorieren (solche und derartige Threads), schont Nerven und schafft Zeitraum für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens … 😉

Antworten |