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Programm für Reparatur von Bilddateien gesucht

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 24.04 (Noble Numbat)
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tolter

Anmeldungsdatum:
19. November 2016

Beiträge: 173

Einige jpg-Bilder sind bei mir zerstört. Bisher konnte ich nur Windows-Programme zur Reparatur finden (Stellar, Wondershare, DiskDrill). Welche Programme zur Offline-Reparatur für ubuntu könnt Ihr mir empfehlen, wenn es solche gibt?

Vielleicht hilft es, wenn ich den Anfang eines der Bilder zeige:

rolf@PC:~/Dateien/Bilder/2019/190103$ hd -n 32 20190103_180556.jpg
00000000  ea 22 08 93 01 d4 f4 f9  e4 01 40 ad 0a f1 81 e0  |."........@.....|
00000010  8c 36 c4 75 e7 2b ca c9  e8 62 2a 24 0c 1a 1f 46  |.6.u.+...b*$...F|
00000020
rolf@PC:~/Dateien/Bilder/2019/190103$ 

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 12281

Da geht's aber nicht um Reparieren von defekten Dateien - wie soll das auch gehen, Daten weg ist Daten weg, Zaubern kann kein Programm - sondern Recover von gelöschten Files, solange die noch nicht überschrieben sind.

Für letzteres gibt's photorec (Bestandteil des Pakets testdisk).

Kreuzschnabel

Anmeldungsdatum:
12. Dezember 2011

Beiträge: 1768

Gegen zerstörte Dateien hilft ein funktionierendes Backup-Konzept. Aber vielleicht schreibst du nochmal etwas genauer, was du mit „zerstört“ meinst? Woran erkennst du, dass sie zerstört sind?

--ks

STRAGIC-IT

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Anmeldungsdatum:
3. Januar 2006

Beiträge: 3522

Hallo tolter, wenn alle diese "zerstörten" Bilder so ähnlich in der Bytefolge beginnen, dann solltest Du in Betracht ziehen, das dies Absicht sein könnte.

Falls diese Bilder in anderen Systemen benutzt wurden besteht der Verdacht von Schadbefall.

Auf jeden Fall empfiehlt sich ein passender Scan - auf den beteiligten Systemen.

Wenn jedes Bild allerdings anders aussieht, dann prüfen ob das Speichermedium noch korrekt arbeitet und DATENSICHERUNGEN in Betracht ziehen.

BYE HS

tolter

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
19. November 2016

Beiträge: 173

von.wert schrieb:

Da geht's aber nicht um Reparieren von defekten Dateien - wie soll das auch gehen, Daten weg ist Daten weg, Zaubern kann kein Programm - sondern Recover von gelöschten Files, solange die noch nicht überschrieben sind.

Für letzteres gibt's photorec (Bestandteil des Pakets testdisk).

photorec habe ich schon ausprobiert. Es ist nicht geeignet. Da es sich um eine 6TB-Platte handelt, dauert es mindestens 20 Tage, und dann findet photorec Tausende von Dateien, die es nur mit fortlaufenden Buchstaben und Zahlen, aber ohne aussagefähigen Namen abspeichert. Die müßte man dann einzeln öffnen und umbenennen. Das dauert noch mal Monate.

tolter

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
19. November 2016

Beiträge: 173

Kreuzschnabel schrieb:

Gegen zerstörte Dateien hilft ein funktionierendes Backup-Konzept. Aber vielleicht schreibst du nochmal etwas genauer, was du mit „zerstört“ meinst?

--ks

Die defekten Dateien sind schon das Backup. Ich hatte früher alle Daten auf einem NAS-Laufwerk und als Backup auf einer externen Windows-Festplatte. Das NAS-Laufwerk wurde aber aus irgendeinem Grund nicht mehr lesbar. Aber erst danach habe ich festgestellt, dass viele der Backup-Dateien auch nicht mehr zu öffnen waren.

Kreuzschnabel schrieb:

Woran erkennst du, dass sie zerstört sind?

Das ist ganz einfach: die jpg's lassen sich mit keinem Bild-Programm öffnen. Eines der online-Reparatur-Programme schreibt, dass der Header defekt ist. Andere entschuldigen sich, dass die Dateien nicht geöffnet und repariert werden können. Offensichtlich gibt es auch für Linux keine Möglichkeit (auch nicht unter Verwendung von KI), solche Bild-Dateien zu reparieren. Bleibt wohl nur noch die sehr teure Variante der professionellen Datenrettung der NAS-Platte.

shiro Team-Icon

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20. Juli 2020

Beiträge: 1303

Hallo tolter,

ich möchte deine Illusion ja nicht zerstören, aber nachdem du teilweise beschrieben hast, was du mit deinem NAS/Backup gemacht hast, wird es sehr unwahrscheinlich, dass da noch überhaupt was auch über "professionellen Datenrettung" wieder zu restaurieren ist.

Du hast die Bilddateien offenbar nicht einfach nur gelöscht sondern sie wurden inhaltlich komplett überschrieben, wie der 32-Byte Dump des jpg Headers zeigt. Wie von.wert schon schrieb, sind deine Daten weg. Damit solltest du dich abfinden bzw die von dir genannte Zeit/Aufwand investieren.

Aber bei einem Backup macht man doch nicht einfach nur eine Kopie sondern hat eine Datensicherung, die über einen längeren Zeitraum eine Restauration ermöglicht. Es lohnt sich offenbar, dein Datensicherungs-Konzept zu überdenken, um derartige Probleme für die Zukunft zu verringern. Weiterhin würde es sich lohnen, deine RAID Implementierung zu überdenken, wenn zerstörte Dateien sogar ohne Alarme bei einem Backup gesichert werden sollen.

Kreuzschnabel

Anmeldungsdatum:
12. Dezember 2011

Beiträge: 1768

tolter schrieb:

und dann findet photorec Tausende von Dateien, die es nur mit fortlaufenden Buchstaben und Zahlen, aber ohne aussagefähigen Namen abspeichert. Die müßte man dann einzeln öffnen und umbenennen. Das dauert noch mal Monate.

Das geht technisch nicht anders. Die Verzeichniseinträge sind weg, die kann photorec auch nicht zurückzaubern. Es kann nur nach Datenblöcken im Datenbereich Ausschau halten, die so aussehen, als hätten sie mal zu jpg-Dateien gehört. Alle Metadaten über diese Dateien – Name, Zeitstempel, Berechtigungen – sind unwiederbringlich weg. Abgesehen von den Exif-Daten, die sind noch da (im Datenbereich mit abgespeichert).

--ks

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6532

Eines der online-Reparatur-Programme schreibt, dass der Header defekt ist.

Das besagt nur dass die gezeigte Byte Folge auf keine Variante von JPG Headern passt. Und ich sehe da auch nichts, was auf PNG o.ä. hinweist. Und ich sehe da auch keine andere Byte Folge, die man typischerweise am Anfang einer JPG Datei erwarten würde.

tomtomtom Team-Icon

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Avatar von tomtomtom

Anmeldungsdatum:
22. August 2008

Beiträge: 55572

tolter schrieb:

Offensichtlich gibt es auch für Linux keine Möglichkeit (auch nicht unter Verwendung von KI), solche Bild-Dateien zu reparieren.

Für andere OS auch nicht. Und was soll KI da bitte machen? Die bräuchte dann ja die unbeschädigten Daten als "Trainingsdaten", wenn sie denn in der Lage wäre, daraus etwas zu rekonstruieren (aktuellen Veröffentlichungen nach ist selbst das zu bezweifeln).

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