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Wie gut das es Ubuntu gibt--Massive Sicherheitsprobleme bei Windows--

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 20.04 (Focal Fossa)
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Wind-in-seinem-Haar

Anmeldungsdatum:
14. Mai 2020

Beiträge: 172

Ich benutze seit ca. einem Jahr Ubuntu im Dualboot mit Windows 10. Zu 99,9% erledige ich Alles unter Ubuntu. Zu keiner Minute habe ich diese Entscheidung bereut. Wie man in diesen Tagen wieder sieht, ist Windows eine tickende Zeitbombe. Massive Hackerangriffe allerorten! Bei uns an der Hochhochschule in Osnabrück haben die sogar den Uniserver gehackt. Bei Microsoft kommt man beim Stopfen der Sicherheitslöcher gar nicht mehr hinterher. So jedenfalls meine Wahrnehmung. Windows ist und bleibt einfach SCHEIßE. Da hilft auch keine Sicherheitssoftware externer Anbieter mehr. Mitunter verstärken die sogar noch die Sicherheitsprobleme, da sie ein Einfallstor für Hacker generieren. Und was ist mit Linux? Absolut nichts! Trotz dessen das im Serverbereich sehr viel unter Linux läuft. Meines Wissens sind ALLE Hackerangriffe der letzten Zeit auf größere Server ausschließlich unter Windows passiert.... Oder sieht das jemand anders???

Moderiert von kB:

Keine Supportanfrage erkennbar. Aus dem Forum „Sicherheit“ in einen besser passenden Forenbereich verschoben. Bitte beachte die als wichtig markierten Themen („Welche Themen gehören hier her und welche nicht?“) im jeweiligen Forum! Danke.

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Anmeldungsdatum:
18. Oktober 2016

Beiträge: 18245

Windows hat zwar vom Konzept her einige Probleme (z.B. laufende Netzwerkdienste, ohne dass der User davon weiß), aber man kann nicht alles auf das OS schieben. Ein schlecht administriertes Linux ist genauso völlig unsicher und das zeigen die Angriffe.

Dann kommen Sicherheitslücken dazu, die man vorher nicht kennt. Wenn man dann bei den Updates pennt bzw. diese erst spät veröffentlicht werden –> gleiches Problem unter Linux.

Dann kommt hinzu dass das OS nichts für die Probleme mit Serversoftware kann. Würde MS z.B. den Exchange für Linux anbieten könnte es da auch Lücken geben, so wie bei allen anderen Serverdiensten auch.

Da hilft auch keine Sicherheitssoftware externer Anbieter mehr.

Hat erstmal noch nie wirklich geholfen, sondern allenfalls Symptome beseitigt, die an anderer Stelle besser gelöst werden könnten.

ChickenLipsRfun2eat Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Dezember 2009

Beiträge: 12067

Wind-in-seinem-Haar schrieb:

Meines Wissens sind ALLE Hackerangriffe der letzten Zeit auf größere Server ausschließlich unter Windows passiert.... Oder sieht das jemand anders???

Ja. Ich mutmaße allerdings nur. Ich lese (auch hier) immer wieder von abenteuerlustigen Risikosüchtigen, die sich ohne Ahnung zu haben einen root-Server mieten und den nach Tutorial XY „einrichten“ - oder im besten Fall mehrere Tutorials drauf anwenden wollen. Die dürften für erfahrene Internet-Piraten leichte Beute sein. Ein linuxbasiertes System ist auch nicht sicher, wenn man die Türen offen stehen lässt, die Tür abschließt, aber den Schlüssel stecken lässt oder neben der super versiegelten, absolut sicheren Panzertür eine kleine Holzklappe einbaut, damit man selbst bequemer drankommt…

Ich verwende zwar kein Windows mehr, aber man muss auch mal den Standpunkt sehen. Die Frickeln seit >20 Jahren daran, aus ihrem damaligen Einzelplatzsystem ohne Rechtevergabe ein Netzwerk- und Multitasking-System zu basteln, was ihnen wohl auch ganz gut gelungen ist. Dabei müssen die natürlich so programmieren, dass sie den Drittanbietern, die auch mitverdienen wollen, nicht den Geldhahn zudrehen. Je mehr Software es (nur) für Windows gibt, desto stabiler bleibt das Marktmonopol. Es muss also immer so ausgeliefert werden, dass es zwar grundlegend funktioniert, Erweiterungen aber zugekauft werden müssen (oder ein OSS-Tool dafür gefunden).

Dazu kommt, dass auch bei Windows die Bereitschaft sich einzulesen und als Hausadmin die Sicherheit zu gewährleisten nur wenig vorhanden ist. Was ich die letzte Zeit uber Angriffe gelesen habe, waren aber vermehrt gezielte Attacken auf weit verbreitete, kritische Dienste, nicht auf Betriebssysteme. Du kannst ja für ein halbwegs aktuelles Beispiel mal bei unserer Regierung nachfragen, ob sie nun herausgefunden haben, welche Stellen wirklich gefährdet waren — falls sie das schon wissen^^

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Anmeldungsdatum:
18. Oktober 2016

Beiträge: 18245

Es schlecht konfiguriertes System ist immer unsicher, egal was. Bei manchen ist es nur so, dass da mehrere Sicherheitsmechanismen greifen und dann eventuell die ein oder andere Attacke doch nicht möglich ist, bei CentOS ist z.B. standardmäßig eine SPI-FIrewall aktiv. Wenn ein unbedarfter User nun da einen smtp-Server installiert ist der einfach nicht erreichbar und es findet kein Angriff/Missbrauch statt. Bei Ubuntu wäre das anders.

Bei Windows laufen aber eh immer Dienste (nicht nur auf dem Localhost). Prüfen kann man das mit

nmap -p 1-65535 IPv4
nmap -p 1-65535 -6 IPv6

So kann man mal auf laufende TCP-Dienste überprüfen. Das ganze ist auch für UDP zu wiederholen. Beim Ergebnis staunt man dann und wundert sich auch nicht mehr.

noisefloor Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2006

Beiträge: 29567

Hallo,

@Wind-in-seinem-Haar: ist deine massive Pauschalisierung gewollt oder unbewusst? Der scherst alle Windows über einen Kamm, obwohl es (scheinbar?) "nur" um Windows Server geht.

Wie viele (erfolgreiche) Angriffe es auf Server (egal welches OS) gibt weiß wahrscheinlich niemand. Inzwischen geht es IMHO ja immer in erster Instanz um Datenklau u.ä. D.h. das Ziel sind Datenbestände, die auf dem Server liegen. Sowas wird ja gerne _nicht_ an die große Glocke gehängt.

Ich würde auch drauf wetten, dass es mehr schlecht- bis ungesicherter Server gibt, auf denen Raspberry OS läuft, auf einem Raspi installiert, der hinter einer Portfreigabe an einer Fritzbox hängt. Ist nur ziemliche sicher in 99,9% der Fälle kein lohnendes Angriffsziel, weil der böse Hacker weder mit dem Daten auf dem Raspi noch mit der karge Rechenleistung was anfangen kann.

Gruß, noisefloor

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