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Remote Backup und Wiederherstellung

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 19.10 (Eoan Ermine)
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Fraglord

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Anmeldungsdatum:
24. November 2007

Beiträge: 108

Werte Backup-Experten,

heute hoffe ich auf eure Expertise und Ratschläge.

Ich habe einen Linuxserver in Betrieb (sein physischer Standort nicht immer in Reichweite). Mit Virtualisierungen erstelle ich einfach einen Snapshot und kann bei Bedarf zurück. Kann ich das auch bei produktiven Maschinen? wichtig in meinem Fall: alles Remote über SSH in Verbindung mit einem FTP-Server, wo dieses Backup dann liegt? Das Netz spaltet sich. Einige sagen, dass es geht - andere berichten von DD oder von RSYNC. Falls eine Art Wiederherstellungspunkt möglich ist und ich da auch im laufenden Betrieb wieder zu diesem Stand zurück kann, wie? Hat mir jemand Tipps?

Doc_Symbiosis

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Anmeldungsdatum:
11. Oktober 2006

Beiträge: 4453

Naja, wenn dein Anbieter Snapshots anbietet ist das schonmal eine gute Sache. Snapshots sind so aber auch noch kein Ersatz für ein Backup. Was passiert z.B., wenn bei deinem Anbieter dann die Virtualisierung die Krätsche macht? Dann hast Du ggf. nichts mehr. Eine Frage bei Backups allgemein ist, was mit Dateien passiert, die gerade geschrieben werden, was insbesondere bei Datenbanken ziemlich kritisch sein kann. Es ist also ziemlich abhängig von der Anwendung, die auf dem Server läuft, wie Du da das Backup machen solltest. Beim Snapshot ist das ähnlich, wobei da der Zeitraum, in dem der Snapshot erstellt wird, i.A. sehr viel kürzer ist als bei einem Backup. Aber auch bei einem Snapshot kann es Dir passieren, dass eine Datenbank nach dem Zurücksetzen des Snapshots korrupt ist. Es gibt aber auch Mechanismen, um den Anwendungen zu sagen, dass sie sich gerade mal syncen sollen (Stichwort Quiescing), aber auch das ist sehr von deiner Umgebung und Anwendung abhängig, ob und wie gut das funktioniert.

Ist also nicht so einfach mit dem Backup...

Cranvil

Anmeldungsdatum:
9. März 2019

Beiträge: 990

Doc_Symbiosis spricht es richtigerweise schon an, dass Snapshots keine Datensicherung darstellen und vor allem den Punkt mit Datenbanken möchte ich hier nochmals hervorheben bzw. etwas allgemeiner auslegen: Ein Snapshot in der Virtualisierung speichert in der Regel Arbeitsspeicher und Festplattenzustand, sodass hier ein innerer Zusammenhang zwischen Applikationsstatus zur Laufzeit und dem Datenbestand besteht. Wenn ich jedoch nur Snapshots vom Datenspeicher anlege, riskiere ich nicht nur bei Datenbanken, dass es zu Inkonsistenzen und Störungen kommt, sondern auch in "normalen" Szenarien.

Dies ist einer der Gründe, warum es in Microsoft-Land den sogenannten Volumenschattenkopiedienst gibt: Applikationen können sich da reinhängen und sobald ein Signal vom z.B. Wirtssystem oder der Backup-Software kommt, schaffen sie einen konsistenten Zustand, der dann weggeschrieben werden kann, ohne sich darum sorgen zu müssen, dass die Applikationen eigentlich noch laufen oder dass der Arbeitsspeicher (Applikationszustand) nicht mitgesichert wird.

Was wesentlich interessanter als die vorangegangenen zwei Absätze ist: Deine Ergänzung der Frage um Details, mit denen wir auch eine sinnvolle Antwort für dein Szenario finden können. Welcher Typ Datensicherung schwebt dir vor? Um welche Datenvolumen handelt es sich? Änderungsfrequenz? Kritikalität? Welche Dienste/Applikationen/Daten sind überhaupt zu berücksichtigen? Geht es nur um Desaster Recovery oder auch um das Vorhalten von unterschiedlichen Bearbeitungsständen? Wie lange sollen die Sicherungen aufbewahrt werden? Schutzniveau der Daten/Datenübertragung?

Nur um mal ein paar Fragen zu stellen, die mehr helfen als die Feststellung, dass es im Internet immer mehr als keine Meinung zu einem Thema gibt.

Fraglord

(Themenstarter)
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Anmeldungsdatum:
24. November 2007

Beiträge: 108

Hallo ihr beiden,

ich danke euch für eure ausführlichen Antworten.

Da ich nicht immer eine Neuinstallation durchführen und mein Linuxsystem zum Rumprobieren nutzen möchte, wäre meine Idee: bevor ich eine Installation oder Veränderung vornehme, erstelle ich eine Kopie des aktuellen Betriebssystemstandes. Sollte das Vorhaben nicht mehr gewollt sein nach dem Test, möchte ich auf den Ursprungsstand zurück.

Vorhanden ist das Linux-System mit einer Festplatte und ein FTP-Server- bei Bedarf erweiterbar bspw. um eine Externe Festplatte oder mehr Speicher auf dem FTP. Das OS selbst umfasst aktuell die Standardinstallation. Dienste sollten die gesichert werden, die installiert und konfiguriert wurden. Kritikalität, Schutz bzw. Wichtigkeit der Daten ist nicht relevant in meinem Fall. Wegen Datensicherung sollte es meines Erachtens eine Vollsicherung sein? Desaster Recovery oder auch um das Vorhalten von unterschiedlichen Bearbeitungsständen sind relvant. Intervall könnte bspw. einmal pro Woche sein. Anzahl von Sicherungen ~5.

Ich hatte mir überlegt, dass ich bspw. über ein Skript eine "Plattenkopie" erstelle. Danach mache ich meine Änderungen. Passen diese nicht. Skript ausführen für "Wiederherstellung zur letzten Sicherung".

Gibt es hierfür Lösungen bzw. was schlagt ihr vor?

Fraglord

(Themenstarter)
Avatar von Fraglord

Anmeldungsdatum:
24. November 2007

Beiträge: 108

Nach weiteren Recherchen habe ich nun vier potentielle Möglichkeiten gefunden:

Ich habe mich für folgende Lösung entschieden: https://www.linux-tips-and-tricks.de/de/schnellstart-rbk/

Das Beispiel-Backup auf einen USB hat super funktioniert. Nun kommt meine Frage hoch: das System läuft nun. Wie kann ich eine Wiederherstellung im laufenden Betrieb initiieren?

In der Anleitung zum Restore (https://www.linux-tips-and-tricks.de/de/raspibackup-restore/) komme ich beim Punkt "/dev/sdf" ins Straucheln. Was bedeutet das konkret? (Auszuführender Befehl: sudo raspiBackup.sh -d /dev/sdf /remote/raspifix/disks/backup/rsync/raspberrypi/raspberrypi-rsync-backup-20141230-213032/). Ich habe ja nur bspw. die SD Karte, auf welcher das System läuft.

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NAME        MAJ:MIN RM  SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda           8:0    1 14.3G  0 disk 
└─sda1        8:1    1 14.3G  0 part /backup
mmcblk0     179:0    0 14.9G  0 disk 
├─mmcblk0p1 179:1    0  256M  0 part /boot
└─mmcblk0p2 179:2    0 14.6G  0 part /

Cranvil

Anmeldungsdatum:
9. März 2019

Beiträge: 990

In der von dir verlinkten Anleitung gibt es eine Tabelle zu den Kommandozeilenoptionen. -d sagt dem Programm, wohin die Sicherung zurückgeschrieben werden soll.

Wenn du nur die SD-Karte hast, auf der das Betriebssystem läuft, könnte dir die Auflistung der Voraussetzungen unterhalb der Überschrift Beispielaufrufe weiterhelfen. Effektiv brauchst du ein zweites Medium zum Zurückschreiben und das von dir ausgewählte Tool geht im einfachsten Fall davon aus, dass du dieses zweite Medium dann in deinen RPi einsetzt und von diesem startest.

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