https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesbehoerden-zahlen-eine-Viertelmilliarde-Euro-Lizenzgebuehren-an-Microsoft-4024334.html "Bundesbehörden zahlen eine Viertelmilliarde Euro Lizenzgebühren an Microsoft"
OpenSource für Öffnetliche Behörden das einzig rechtliche!
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Kann man auch weniger reißerisch formulieren. Eine "Viertelmilliarde" sind 250 Millionen Euro. Bei einer Laufzeit von 2015 bis 2019 macht das knappe 62 Mio. pro Jahr. Klar, das ist auch Geld, aber wenn man bedenkt, dass der Umstieg einer einzigen Stadt wie München auch knapp 60 Millionen versenkt hat... Staatsverwaltung kostet einfach Geld. Klar, kann man sich alles sparen. Dann landen wir auch in einem dysfunktionalen System wie die USA. Halten viele Neoliberale ja für erstrebenswert. |
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Supporter
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Nun, das wäre nicht "versenkt" gewesen, wenn nicht wieder auf Windows umgeschwenkt worden wäre. Wie in deinem Link zu lesen ist noch dazu ein Wechsel auf Windows 7, obwohl zu dem Zeitpunkt schon lange Windows 10 aktuell war. Somit also demnächst wieder eine Migration ansteht... Und dann auch noch eine von Microsoft in Auftrag gegebenen Studie von HP. Trieft ja praktisch vor Objektivität.
Ja, mit Zahlen kann man wunderbar herumspielen. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 1605 |
Das Ganze ist viel komplexer als von vielen angenommen. Die Senkung der Lizenzgebühren wäre da nur ein Aspekt. Jedoch das Lizenzmodell haben eben viele Anbieter von Fachanwendungen für sich erfunden und wenden dies in vielfältigen Formen an. |
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... AMIGOs ... –→ das ist der "nette" Oberbegriff für "Vetternwirtschaft", Bevorzugung 'politischer Freunde', nichtöffentlichem und intransparentem Gemauschel und unrechtmäßiger Absprachen. ... aber solange die landläufige Einstellung "Mir san mir" herrscht und es allgemein eine solche verharmlosende Akzeptanz von Straftatbeständen im Sinne von "A Hund iss er scho ... " gibt, wird sich nichts ändern ... |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 1253 |
also alle Hoffnung scheint noch nicht vergebens zu sein: https://www.golem.de/news/bundescloud-bundesverwaltung-setzt-auf-nextcloud-1804-133892.html "Bundesverwaltung setzt auf Nextcloud" und sticht damit Dropbox oder Google Sync aus, da wohl in der Ausschreibung explizit stand, dass der Quellcode veröffentlicht werden muss. Die Unis in NRW setzen ja schon ein System auf owncloud-Basis ein. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 21 |
Hi! ... es geht viel zu langsam voran - LEIDER ! ... und solange öffentliche Verwaltungen die "Spendierhosen" für die sinnlosen Sachen tragen, solange werden die Steuerzahler kämpfen müssen ( wenn sich "der Steuerzahler" denn für sinnvolles Geld ausgeben interessiert ) ... ... die Sensibilisierung der Entscheidungsträger ist noch nicht weit genug fortgeschritten und es wird wohl auch noch weiterhin eher langsam vorangehen, zumindest solange, wie die bezahlten "Einflüsterer" unbegrenzten Zugang zu den Entscheidern haben und die Bürger "draußen vor" bleiben ... HG! Helmut |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 77 |
Da ist ja dann auch Support mit drin, gibt es den bei Linux für umme? Fals es da überhaupt was gibt. Über diese Große Zahl kann man sicher sehr gut aufregen. Ich glaube aber das eine Umstellung auf Linux, wenn man es vernünftig anstrebt mit allem zip und zap nicht viel günstiger sein wird. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 1640 |
Dabei handelt es sich um Sciebo - Die Science Box. Welche nach meinem Kenntnisstand durchaus beliebt ist.
Das kann man auch niemals pauschal vorhersagen. Dafür spielen viel zu viele Faktoren mit in die Vollkostenrechnung hinein. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 77 |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 21 |
@ all ... wie hat meine Oma immer gesagt: "Was nix kostet, taugt nix!" In diesem Sinne - Support gegen gutes Geld ist ein etabliertes Geschäftsmodell in der Linuxwelt - anerkannt und meistens fair. So wie ich das kennengelernt habe, möchte MS für die Lizenz Geld, dann muß für das Programm bezahlt werden und der Support schlägt dann noch einmal richtig teuer zu Buche. Soweit so teuer - aber jedes Jahr wieder ... da frage ich mich doch, warum überweisen wir die Gelder des öffentlichen Bereichs nicht direkt und zu 100% und ohne Gegenleistung an MS? HG! Helmut |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 77 |
Weil man tatsächlich für das Geld auch was geliefert bekommt. Wenn das Ergebnis hinterher stimmt läufts doch. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 2770 |
Das stimmt leider so auch nicht. Sehr viele OpenSource Projekte sind eben nicht nachhaltig in dem Sinne, das man sie lange nutzen oder nachnutzen kann, sondern sehr schnelllebig, haben keine oder sehr kurze Supportzyklen, werden kurzfristig eingestellt oder geforkt oder ändern mit der nächsten Version radikal die Technik. Offener Quellcode einer veralteten Software, die niemand mehr pflegt, nützt in der Regel auch wenig. Software muss für Behörden oft auch angepasst oder neu entwickelt werden. Das passiert teilweise auch mit OpenSource Software, ist aber deswegen auch nicht unbedingt günstiger oder nachhaltiger. Die Entwicklung findet über externe Dienstleister statt, eine Community oder offene Repositories gibt es nicht und wenn die nächste Neuentwicklung ansteht, fängt man oft wieder bei Null an. Oft ist es dann eben doch deutlich günstiger, überall dort, wo möglich, auf bestehende kommerzielle Produkte zu setzen, die eine breitere Nutzerbasis haben und besser gepflegt werden. Was nachhaltig sein könnte, wäre eine OpenSource Strategie des öffentlichen Dienst, die konsequent auf OpenSource und offene Standards setzt und bei der der Staat auch Opensource Softwareentwicklung betreibt und koordiniert und eine Community dafür aufbaut. Gerne mit Beteiligung kommerzieller Dienstleister, aber eben gesteuert und mit klaren Zielen. Dafür fehlt aber neben dem Willen auch an jeder Ecke das nötige technische KnowHow und auch die rechtlichen Voraussetzungen. Kooperationen von Behörden in der Softwareentwicklung, womöglich gar über die Grenze von Bundesländern hinweg, ist verwaltungstechnisch ein so komplizierter Kraftakt und dermaßen schwerfällig, das jeder der kein Berufsmasochist ist eher früher als später alle Ambitionen diesbezüglich einstellt. Trotzdem ist Opensource im öffentlichen Dienst zunehmen auch Thema, wie in der Industrie aber eher bei Servern und Datenbanken und nicht auf dem Desktop. Die Migration zu Writer, LibreOffice, Calc und Impress würde ich persönlich auch noch für recht gut machbar halten, allerdings umfasst Mircosoft Office ja noch ein paar mehr Anwendungen und wird auch von einer sehr großen Anzahl von Software von Drittherstellern vorausgesetzt, bzw. diese haben Schnittstellen zu MS Office, so das die Abhängigkeiten sehr viel größer sind, als nur ein paar tausend Formulare umzustellen. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 1640 |
Das kann ich aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen. Selbst bei öffentlichen Einrichtungen innerhalb eines Landes gibt es nur äußerst selten eine echte Kooperationsbereitschaft. Wer hier voran kommen möchte, braucht ein sehr hohes Maß an Frustrationstoleranz. Ich höre immer mal wieder Aussagen wie: "MS Outlook und Exchange sind doch Sch.... und kosten auch noch so viel Geld. Wir brauchen doch nur Mail und Kalender. Da können wir das Geld doch besser einsetzen, wenn wir einen Entwickler bezahlen uns die fehlenden Funktionen für den Thunderbird zu entwickeln. Dann bekommen wir, was wir wollen und haben auch noch Geld gespart." Ignorieren wir mal, dass im dritten Satz plötzlich nur noch von der Client-Anwendung gesprochen wird und die Server-Seite komplett verschwiegen wird. Beginnen wir doch eine kurze (Milchmädchen-)Rechnung. Ein guter Entwickler verdient 70.000-80.000 EUR Jahresbrutto. Die Personalkosten betragen ca. das 1,5-fache der Bruttolohns. Damit kostet ein Entwickler allein schon 105.000-120.000 EUR pro Jahr. Da einer allein ein Risiko darstellt braucht man streng genommen auch schon zwei davon. Macht dann schon 210.000-240.000 EUR pro Jahr. Ein haufen Geld, bei dem man sich überlegen kann, ob man es in Stellen investiert, die man so schnell nicht wieder los wird oder in Lizenzen, die auch auslaufen können und dann ist man diese Kosten wieder los. Und ich glaube nicht, dass man für den genannten Bruttolohn Entwickler findet, die beliebige Anwendungen in beliebigen Sprachen schreiben, weiterentwickeln und pflegen können. Ich sehe in meiner Umgebung aber auch, dass man Open Source zumindest immer als Alternative berücksichtigt und einen Einsatz prüft. Dies ist in meinen Augen schon ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn man dabei zu Lösungen gelangt, wo man Geld für Nutzung und/oder Support bezahlt, der Hersteller/Distributor aus diesen Mitteln jedoch auch Entwickler bezahlt und Entwicklungen in die kostenlosen Projekte/Produkte einfließen lässt, finde ich dies schon gut und beachtlich. |
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Anmeldungsdatum: Beiträge: 5557 |
Eine kleine Anmerkung habe ich noch: Es wird ja immer gerne gesagt "Und dann wird mein Steuergeld Microsoft in den Rachen geschmissen, dabei sollte der Staat doch machen was die Steuerzahler wollen". Wenn man sich die Marktanteile so anschaut, nutzen 90% der Steuerzahler Microsoft-Produkte. Vermutlich sind sie also mit der Entscheidung des Staates nicht so unzufrieden wie die sehr kleine Linux-Community. Nur mal so nebenbei. |