Ali_As schrieb:
Hallo user_unknown!
Vorab. Außer der Bemerkung Damore, war das nicht an dich persönlich gerichtet, sondern eher allgemeiner Natur. Dennoch geht mir die eher negative Grundeinstellung gegenüber der Wirtschaft, wie hier z.T. geäußert, gehörig auf den Senkel. Dass die primär für Arbeit und Einkommen sorgt, wird allzu schnell vergessen.
Wenn Du das Wort primär verwendest, dann solltest Du mal überlegen, ob die Wirtschaft tatsächlich primär für Arbeit (das ist ja eigentlich erst mal nix gutes, außer man hängt der protestantischen Arbeitsmoral an) und Einkommen sorgt, oder ob sie dafür nicht sekundär sorgt, primär für Gewinne - Kursgewinne und Dividenden oder ordinäre Gewinne, so nicht aktiennotiert.
Und dafür muss ich niemandem dankbar sein.
Es gibt Wirtschaftssubjekte die Wackeldackel produzieren, Haarspray, Kampfhunde, Volksmusik, Boulevardmagazine, ... - für mich braucht es das alles nicht.
Meinst Du Shuttleworld liest den Artikel, oder von wessen Basis ist die Rede? Ich habe keine Mitspracherechte am Ubuntuprojekt, daher sehe ich mich nicht als Basis von irgendwem.
Es geht weder um Shuttleworth, noch um das Ubuntuprojekt, sondern um einen WIKI-Artikel, der beschreibt was UBUNTU überhaupt ist.
Es geht um den Satz, ich wiederhole:
Ich fände es jedenfalls eher verwirrend, wenn mir schon die eigene Basis mitteilt, dass das Produkt fragwürdig ist.
Also als wer fändest Du es eher verwirrend?
Wer hat eine Basis? Der SPD-Vorstand hat eine Basis. Ich zweifle sehr daran, dass Du eine Basis hast, deswegen sprichst Du im Konjunktiv, aber wer hat im Ubuntukontext eine Basis? Das Ubuntuuser.de-Projekt vielleicht, aber dem teilt die Webseite ja nichts mit. Wenn, dann eher umgekehrt, teilt das uu.de-Team der Basis oder der möglichen Basis da was mit. Also kann eigentlich nur Shuttleworth oder die Firmenspitze von Canonical gemeint sein, als derjenige, dem die eigene Basis etwas mitteilt. "Das eigene Produkt" schränkt die Möglichkeit, wem hier was über das eigene Produkt mitgeteilt wird, auf diese Personengruppe ein.
Die Wikiverfasser sind also hier die Basis, die Firmenleitung Canonical etwas mitteilen?
Für einen Außenstehenden ist es völlig Wumpe, welche Abhängigkeiten hier bestehen. Er sieht nur ein Produkt, das auf den Namen UBUNTU hört und ein gleichnamiges Forum/WIKI. Ergo ergibt sich zwangsläufig eine Korrelation und somit zumindest Verwirrung, wenn das Produkt UBUNTU schlecht weg kommt.
Ein Strohmann - das hat niemand vorgeschlagen. Ich schlage lediglich vor, diese blumigen Firmenleitsätze, die Canonical selbst nicht mehr hochhält, hier weiter auszustellen, als seien sie noch aktuell.
Mich interessiert nur das, was Ubuntu ist und was damit gemacht wird, nicht was darüber gequakt wird.
Wenn man Linux predigen will, aber Ubuntu "verdammt" (übertrieben formuliert) in einem Ubuntuprojekt, dann läuft was gewaltig schief.
Dann lass die Übertreibung doch weg, und formuliere etwas, dass ohne die Übertreibung Sinn ergibt. Ich bin schon bei "Wenn man Linux predigen will" von Bord - ich will gar nichts predigen.
Der Witz an der ganzen Geschichte ist ja, dass hier allenthalben Linux, OpenSource etc. bejubelt wird,
Das ist so lächerlich!
Zeig doch mal, wo hier Linux Opensource etc. allenthalben bejubelt wird. Wenn das allenthalben der Fall ist, dann dürfte es ja ein leichtes sein, die Behauptung zu belegen.
Die meisten Linux/Open-Source-Unterstützer hier sind keine kindischen Fanboys, sondern ziemlich rationale und kritische Gestalten, die ähnlich schwerfällig, was die Begeisterungsfähigkeit angeht, sind, wie der Rest der Bevölkerung.
sobald aber etwas vom eigentlichen Thema, Ubuntu, abweicht, werden die Schotten, so gut es geht, dicht gemacht. Aber an anderer Stelle, in einem Einsteigerartikel, hält man es für angebracht, gleich mal Kritik unterzubringen. An diese UU-Forenambivalenz muss man sich hier halt gewöhnen aber auf einen Einsteiger hat diese u.U. befremdliche Wirkung.
Ich weiß nicht ob Du mit der deutschen Leitkultur so schlecht vertraut bist - wir sind ein Volk von Nörglern und Neidhammeln und jede Form von argloser Begeisterung wirkt auf uns anrüchig und verdächtig. Wir mögen es schwer und düster. Das lässt sich bis ins Nibelungenlied zurückverfolgen und auch wenn man Wagner und Germanenkult ablehnt, so wird man dieses Erbe dennoch nicht los.
Ich bin ein wohlwollender Benutzer, der Ubuntu den existierenden Alternativen vorzieht.
👍 MeeToo!
Ich würde das für eher wichtig halten, klarzustellen, dass wir weder bezahlt werden von Canonical, noch verantwortlich für deren Handlungen sind und auch keine Weisungen entgegennehmen.
Nein, das ist kontraproduktiv! Erklärung siehe weiter vorne.
Ich habe weiter oben keine Erklärung gefunden.
Marketinggeschwafel schadet schon, weil es Zeit kostet, und weil es anödet.
Hier liegst du leider völlig daneben! Ohne Marketing geht heute und schon seit Jahrzehnten nichts mehr. Null, Gar nichts!
Linux selbst ist der Gegenbeweis. Im Netz blühen die Graswurzelbewegungen, die durch persönliche Empfehlungen ohne Marketingkonzepte und -maßnahmen an Popularität gewinnen. Sicher - früher oder später springen dann gerne Firmen auf die Züge, die sonst ohne sie abfahren, seien es die zig Linuxdistributionen, ob SuSe, RedHat, SCO, Ubuntu oder indirekte Nutznießer/Verwender wie Oracle, IBM, Google oder wer auch immer.
Für jedes (neue) Produkt muss man Massnahmen ergreifen, um es unter die Leute zu bringen. Etwas herstellen und darauf warten, dass es jemand erwirbt/nutzt führt zu nichts. Vom billigen Flyer bis zur Millionen schweren Werbekampagne fällt alles unter den Begriff. Auch die Produktbeschreibung gehört dazu! Linux ist vom Non-Profit Objekt so weit weg, wie Trump vom Friedensnobelpreis und Ubuntu war immer ein Marketingprodukt für die diversen Aktivitäten von Canonical/Shuttleworth.
Also bei mir hat das nicht dazu geführt, dass ich mir ein Ubuntufon gekauft hätte, noch wäre mir bekannt, dass das sonst viele getan hätten. Für welche Aktivität von Canonical wäre Ubuntu denn ein Marketingprodukt? Für Ubuntu mit Support für den Unternehmenseinsatz?
Für mich ist das Verhältnis Canonical/Ubuntuusers.de eine Symbiose. Canonical stellt die Ubuntudistribution bereit, versorgt mich zuverlässig mit Updates. Dafür bin ich eine Art Betatester, Bugreporter, leiste Support hier in diesem Forum, wo sich kommerzielle User auch informieren können, wenn sie Fragen haben.
Außerdem trage ich zur Bekanntheit von Ubuntu bei.
Solange die Rechnung für mich aufgeht mache ich das weiter so. Wenn nicht, dann nicht. Was Canonical macht müssen die selbst wissen, und wieso.
Das ubuntuusers.de-Wiki ist im für die deutschsprachige Userbasis glaube ich mit die beste Linuxdokumentation, die man finden kann. Es ist also nicht so, dass wir hier irgendwie schmarotzen.
Auch wenn das BS selbst vermutlich nur rote Zahlen geschrieben hat, hat es insgesamt (s)einen Zweck erfüllt. Ob wir mit unserer Forenarbeit, vor diesem Hintergrund, mehr als nur nützliche Idioten für Ubuntu/Canonical sind, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Oder ob Canonical der nützliche Idiot ist. In symbiotischen Beziehungen eine Frage, die nicht weggehen wird.
Du hast nur Deine Bereitschaft rübergebracht, nicht Deine Überzeugung von etwas.
Ubuntu ist für mich in erster Linie ein Arbeitsmittel. Mehr nicht! Aber eins mit dem ich gerne arbeite und aus diesem Grund auch anderen unter die Arme greife, wenn möglich und damit ggf. für dessen Verbreitung einen winzigen Beitrag leiste und damit vielleicht etwas Überzeugungsarbeit leiste. Ich könnte auch nicht behaupten, dass ich von jedem Produkt, für das ich im weitesten Sinn verkaufsfördernd tätig wurde, überzeugt war, aber dafür ging dann "Schmerzensgeld" auf meinem Konto ein, was mich und meine Mitarbeiter in die Lage versetzte, Brötchen und Unterhosen zu erwerben. Die Forenarbeit ist aber "pro bono", also muss ich wohl von irgendwas mit diesem Ubuntu überzeugt sein.
Schön. Ich bin da sparsamer mit dem Wort Überzeugung. Ich gebe nicht meinen Kopf, meine Meinung oder meinen Geschmack am Ubuntuportal ab. Da ich das auch von anderen nicht erwarte, und keine Lust habe solche Gestalten hier zu versammeln, äußere ich mich entsprechend kritisch.
Deinen Einlassungen entnehme ich da einen Widerspruch. Du beklagst Dich einerseits über Linuxfanboys, andererseits beschwerst Du Dich, wenn das Wiki nicht genau diese distanzlose Marionettenhaltung zeigt. Muss ich das verstehen?