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Was_ist_Ubuntu

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Lubuntu 14.04 (Trusty Tahr)
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Dieses Thema ist die Diskussion des Artikels Was_ist_Ubuntu.

eider

Anmeldungsdatum:
5. Dezember 2009

Beiträge: 6274

mk1967 schrieb:

...Soweit bei Canonical profitg***es Marketing-Geschwalle im Spiel ist...würde bei einem nicht profitorientierten Akteur davon ausgehen, daß es kein Geschwätz ist: aber hat Canonical diese Eigenschaft?

Was hat das selbstverständliche Ziel eines Wirtschaftsunternehmens, Gewinn zu erzielen, mit Profitgier zu tun? Selbstverständlich ist dafür Marketing ein übliches Instrument. Und den Grundsätzen von OpenSource widerspricht Gewinnerzielungsabsicht nicht.

Und willst du andeuten, dass das Geschwätz von Leuten, die nicht das Ziel verfolgen, Gewinn zu erzielen, etwas anderes ist als Geschwätz?

BillMaier Team-Icon

Supporter

Anmeldungsdatum:
4. Dezember 2008

Beiträge: 6497

Hallo zusammen,

ich glaube nicht, dass es die Aufgabe des Artikels - oder dieser Diskussion - ist, die Integrität der Aussagen oder Canonical selbst zu beurteilen. Mit der aktuellen Formulierung wird m.E. genug Abstand zu den Aussagen genommen. Von mir aus könnte der Artikel so oder ähnlich zurück ins Wiki.

Nebenbei:

Canonical: (Wikipedia)

Mitarbeiter mehr als 500[2] Umsatz 65,7 Millionen USD[3]

Wer da nicht wirtschaftlich arbeitet, dem würde ich mangelnde Integrität vorwerfen.

Außerdem: Die Begriffe "Gewinnerzielungsabsicht", Gewinnmaximierungsabsicht und Profitgier sind wohl fließend. Eine Bewertung "von außen" anzustellen halte ich für anmaßend und ist (ich wiederhole mich) nicht unsere Aufgabe - weder in diesem Artikel noch in dieser Diskussion. Dafür gibt es https://forum.ubuntuusers.de/forum/gnu-linux/ und https://forum.ubuntuusers.de/forum/hinterzimmer/ .

Gruß BillMaier

noisefloor Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2006

Beiträge: 29567

Hallo,

ich bin immer noch stark dafür, meinen Vorschlag 8940644 umzusetzen.

Gruß, noisefloor

eider

Anmeldungsdatum:
5. Dezember 2009

Beiträge: 6274

Erster Absatz: "Ubuntu ist ein Betriebssystem..." übernimmt die von Canonical gepflegte Lesart. Es handelt sich um eine Linux-Distribution, nicht um ein Betriebssystem.

Die Ausführungen zu freier und quelloffener Software finde ich weiterhin überflüssig, da Ubuntu diesbezüglich kein Alleinstellungsmerkmal hat.

Es gibt weitaus mehr und andere Kritik an Ubuntu. Zum Beispiel auch, dass Canonical Ubuntu als Betriebssystem bezeichnet und sich somit anmaßt, etwas anderes zu sein als eine Linux-Distribution, zudem abhängig von der Entwicklungsarbeit der Debian-Community. Aber auch die Kritik an den seit Unity vieldiskutierten und gescheiterten Canonical-spezifischen Entwicklungen.

Ich finde nicht, dass das Wiki von UU einen solchen Artikel für Ubuntu braucht. Wenn man ihn auf das Substanzielle zusammenstreicht, bleibt kaum etwas übrig.

Ich fand daher den Vorschlag von user_unknown gut, den Artikel zu entsorgen. 😀

Edit: Den Vorschlag von noisefloor finde ich auch gut.

noisefloor Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2006

Beiträge: 29567

Hallo,

eider schrieb:

Ich finde nicht, dass das Wiki von UU einen solchen Artikel für Ubuntu braucht. Wenn man ihn auf das Substanzielle zusammenstreicht, bleibt kaum etwas übrig.

+1 - siehe 8940644 ☺ Wie gesagt, zu den Anfangszeiten des Wikis (die ja quasi deckungsgleich mit der von Ubuntu ist) mag der Artikel Sinn gemacht, heute aber nicht mehr wirklich. Da gibt es bessere / ausführlichere Quellen, die Ubuntu "kritisch würdigen" 😉

Gruß, noisefloor

Ali_As

Avatar von Ali_As

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2012

Beiträge: 4741

eider schrieb:

Erster Absatz: "Ubuntu ist ein Betriebssystem..." übernimmt die von Canonical gepflegte Lesart. Es handelt sich um eine Linux-Distribution, nicht um ein Betriebssystem.

Es gibt weitaus mehr und andere Kritik an Ubuntu. Zum Beispiel auch, dass Canonical Ubuntu als Betriebssystem bezeichnet und sich somit anmaßt, etwas anderes zu sein als eine Linux-Distribution,

Ja was solls denn sonst sein als ein Betriebssystem?

Was ist ein "Volkswagen Golf 1.4 TGI DSG Comfortl. BlueMotion Variant" ? Ein Auto!

Was ist eine "Siemens iQ700 WM16W540 iSensoric"? Eine Waschmaschine!

Und was ist "die Linuxdistribution Ubuntu-Gnome 18.04.2 64Bit"? Ein Betriebssystem!

Wie viel sonstige Linuxdistribution es sonst noch gibt, ist völlig ohne Belang. Im Übrigen ist "Betriebssystem" ein allgemein verständlicher Begriff, was man von "Linux-Distribution" nicht behaupten kann. Also fängt man nicht schon im ersten Satz mit Fachchinesisch an. Ein sicheres Mittel, Interessenten abzuschrecken.

Die Ausführungen zu freier und quelloffener Software finde ich weiterhin überflüssig, da Ubuntu diesbezüglich kein Alleinstellungsmerkmal hat.

Ja und? Es ist so, also darf man es auch erwähnen. Was die anderen machen interessiert keine Sau an dieser Stelle. Jede BIO-Gurke wird mit BIO-Gurke beworben obwohl das kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen BIO-Gurken ist.

Kritik hat an dieser Stelle überhaupt nichts zu suchen. Das hier ist schliesslich nicht Wikipedia. Es ist ein UBUNTU-WIKI, dessen primärer Zweck nicht darin besteht Ubuntu nieder zu machen, auch wenn das mancher gerne so hätte.

Ich finde nicht, dass das Wiki von UU einen solchen Artikel für Ubuntu braucht. Wenn man ihn auf das Substanzielle zusammenstreicht, bleibt kaum etwas übrig.

Dem stimme ich allerdings zu. So wie er ist, ist er unbrauchbar, bzw. durch andere Inhalte des WIKis längst abgedeckt.

L.G.

eider

Anmeldungsdatum:
5. Dezember 2009

Beiträge: 6274

Ali_As schrieb:

eider schrieb:

Erster Absatz: "Ubuntu ist ein Betriebssystem..." übernimmt die von Canonical gepflegte Lesart. Es handelt sich um eine Linux-Distribution, nicht um ein Betriebssystem.

Es gibt weitaus mehr und andere Kritik an Ubuntu. Zum Beispiel auch, dass Canonical Ubuntu als Betriebssystem bezeichnet und sich somit anmaßt, etwas anderes zu sein als eine Linux-Distribution,

Ja was solls denn sonst sein als ein Betriebssystem?

Schrieb ich ja: Eine Linux-Distribution.

Und was ist "die Linuxdistribution Ubuntu-Gnome 18.04.2 64Bit"? Ein Betriebssystem!

Nein Ubuntu-Gnome gibt es nicht, und Ubuntu GNOME ist keine Linux-Distribution, sondern Ubuntu ist eine.

Wie viel sonstige Linuxdistribution es sonst noch gibt, ist völlig ohne Belang. Im Übrigen ist "Betriebssystem" ein allgemein verständlicher Begriff, was man von "Linux-Distribution" nicht behaupten kann.

Der Begriff ist schlicht falsch und im Übrigen habe ich die dazu bekannte Kritik auch genannt.

...Was die anderen machen interessiert keine Sau an dieser Stelle.

Säue haben ganz andere Interessen. Da hast du mal einen Treffer.

Kritik hat an dieser Stelle überhaupt nichts zu suchen. Das hier ist schliesslich nicht Wikipedia. Es ist ein UBUNTU-WIKI, dessen primärer Zweck nicht darin besteht Ubuntu nieder zu machen, auch wenn das mancher gerne so hätte.

Aha, das Wiki ist jedoch keine Plattform, Unsinn und Gelaber zu verbreiten. UU ist auch kein Sprachrohr von Canonical, sondern davon unabhängig.

Ali_As

Avatar von Ali_As

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2012

Beiträge: 4741

UU ist auch kein Sprachrohr von Canonical, sondern davon unabhängig.

Du verwechselst mal wieder Forum und WIKI! Beide haben völlig unterschiedliche Aufgaben!

Schrieb ich ja: Eine Linux-Distribution.

Und was ist eine Linux-Distribution? Ein Betriebssystem! Die Nutzer installieren es sich als solches immerhin auf ihrem Rechner. Der Begriff "Distribution" ist den meisten entweder völlig fremd oder bestenfalls in einem anderen Kontext bekannt. Aber nein, wir müssen ein Auto ja als " ein mehrspuriges Kraftfahrzeug (also ein von einem Motor angetriebenes Straßenfahrzeug), das zur Beförderung von Personen (Personenkraftwagen „Pkw“ und Bus) oder Frachtgütern (Lastkraftwagen „Lkw“) dient" vorstellen, damit jeder maximal angeödet wird.

Bleib halt bei deiner Meinung. Aber wenn man etwas allgemein verständlich beschreiben will, kommt man nicht gleich vom Hölzchen zum Stöckchen, sondern bleibt bei den Basics. Ein Adressat für einen solchen Einsteiger-Artikel, darf weder fachlich noch inhaltlich noch ideologisch überfordert werden. Dafür ist an anderer Stelle Platz. Ein solches WIKI (austauschbar mit ähnlichen Publikationen) muss immer als Ganzes betrachtet werden und jeder Artikel in sich stimmig. Das ist das kleine 1x1 der Schreiberei in diesem Metier.

Aber was solls! Da der Artikel vermutlich eh im Orkus landet, lohnt sich die Streiterei an dieser Stelle eh nicht.

linux_joy

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
6. Februar 2008

Beiträge: 803

noisefloor schrieb:

Hallo,

ich bin immer noch stark dafür, meinen Vorschlag 8940644 umzusetzen.

Gruß, noisefloor

+1

user_unknown

Avatar von user_unknown

Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

mk1967 schrieb:

user_unknown schrieb:

Und dumm ist es, das ernst zu nehmen und es nicht für das Marketing zu halten, das es ist.

*Grübel* Soweit bei Canonical profitg***es Marketing-Geschwalle im Spiel ist, wäre der Artikel ein Ort, darauf dezent hinzuweisen. Ich kenne die Aktionen der Firma zuwenig, um das beurteilen zu können - würde bei einem nicht profitorientierten Akteur davon ausgehen, daß es kein Geschwätz ist: aber hat Canonical diese Eigenschaft?

Das habe ich nicht behauptet. Ich habe gesagt, dass dieses Herausstellen von Firmenphilosophien eine prevaltente Unart heutiger Firmen sei, und dass man nicht auf die Idee kommen sollte, dem viel beizumessen. So, wie es aussieht, hat Canonical ja die diesbezüglichen Dokumente von der eigenen Seite elegant entsorgt.

Solche CoCs machen Firmen auch, um sich bei jungen Leuten als engagierter Laden zu verkaufen. Mitarbeiterbindung nennt sich das. Das ist eine psychologische Strategie. Es kann auch zur PR gegenüber den Kunden dienen. Wir sind so eine tolle Firma!

Richard Stallman & Co. sind da sicherlich unverdächtig, die Debian-Entwicklergemeinde wohl auch. Sofern nötig und angebracht, könnte man im Artikel also durchblicken lassen, daß Canonical sich an eine Denkrichtung hängt, deren geistige Köpfe (FSF) höchstwahrscheinlich nicht darauf aus sind, ihre Mitmenschen raffzahnig um sauer verdiente Kohle zu erleichtern.

Ich kenne überhaupt niemanden von Canonical näher, nichtmal einen Pförtner. Also steht mir da kein konkretes Urteil zu.

Nach allem was ich aber an Hackern so kennengelernt habe interessieren die sich nicht wirklich für CoCs und dergleichen. Sie interessieren sich für's programmieren selbst. Irgendwann wollen sie auch mal Geld verdienen. Bis dahin werden sie mit Pizza und Obst am Arbeitsplatz bei Laune gehalten (fällt wenigstens der Weg zur Kantine/zum Imbiss weg).

Selbst Programmierer, die neben dem Rechner auf dem Klappbett schlafen sind als romantisches Bild gelungener Selbstausbeutung als Vorbild von Medien verkauft worden, die gar kein eigenes Interesse daran hatten.

Früher haben die Leute noch gemerkt, wenn ihnen was Pferd erzählt wurde.

Solange niemand so ein Programm ernst nimmt, geht es ja auch noch. Nur weiß man eben nicht, ob nicht doch, oder es entwickelt sich eine Eigendynamik. Keine Ahnung, wer da bei FreeBSD am Rad dreht, zur Zeit.

Wem der Fall James Damore nicht die Augen geöffnet hat, dem kann ich aber auch nicht helfen.

Ali_As

Avatar von Ali_As

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2012

Beiträge: 4741

Hallo!

Ich finde den Fall Damore etwas weit hergeholt im Kontext zum hier diskutierten Artikel. Die Frage, die sich stellt ist, wie üblich, die nach "cui bono". Niemand der sich bereits mit Linux auskennt, zieht aus solch einem Artikel irgendeinen Nutzen. Ergo zielt er auf eine völlig andere Zielgruppe ab. Folglich hat in so einem Artikel auch nichts zu suchen, was über die reine Information zu Ubuntu selbst hinaus geht.

Der Autor/die Autoren müssen also ihren breit gefächerten Kenntnisstand massiv reduzieren um dem Artikel genüge zu tun. Ja schwer, ich weiß! Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob so ein Artikel im allgemeinen Kontext der Zielsetzung des Lesers/Nutzers überhaupt Sinn macht, da er i.d.R. die grundsätzliche Entscheidung sich damit zu beschäftigen, ja bereits gefällt hat und daher weiß, dass es sich hierbei nicht um eine exotische Baumfrucht, sondern ein BS handelt. Ich meine ja, tut es. Der Artikel muss zwar nicht einem Werbeprospekt ähneln aber er darf unter keinen Umständen den Eindruck vermitteln, dass die Autoren nicht hinter dem Produkt stehen. Daher hat Kritik an dieser Stelle nichts verloren. Wer im Lauf der Jahre ein ambivalentes Verhältnis zur Arbeit von Canonical entwickelt hat, aber trotzdem Ubuntu-affin ist, hat natürlich ein gewisses Problem. Das muss man aber dem Einsteiger nicht gleich an vorderster Front mitteilen. Ich fände es jedenfalls eher verwirrend, wenn mir schon die eigene Basis mitteilt, dass das Produkt fragwürdig ist. Die Trennung von Produkt und Forum in diesem Kontext interessiert daher auch niemanden, der auf die Inhalte eines solchen Vorstellungs-/Grundlagenartikels angewiesen ist.

Im Zweifelsfall treibt man Nutzer mit einem vielleicht nachvollziehbaren aber missverständlichen Artikel nur in die Arme der grünen Verwandtschaft, die solche Grübeleien nicht antreibt. Etwas "Marketinggeschwafel" hat erstens noch nie geschadet und ist, zweitens, omnipräsent. Mein Fazit daher: Entweder ich bin vom Produkt überzeugt, dann bring ich das auch rüber, oder ich lass es.

L.G.

user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

Ali_As schrieb:

Ich meine ja, tut es. Der Artikel muss zwar nicht einem Werbeprospekt ähneln aber er darf unter keinen Umständen den Eindruck vermitteln, dass die Autoren nicht hinter dem Produkt stehen.

Wer sagt das, wieso?

Nicht, dass ich vorhätte einen kritischen Artikel zu schreiben, aber unter der Prämisse würde ich gar nichts schreiben.

Daher hat Kritik an dieser Stelle nichts verloren.

Dito.

Wer im Lauf der Jahre ein ambivalentes Verhältnis zur Arbeit von Canonical entwickelt hat, aber trotzdem Ubuntu-affin ist, hat natürlich ein gewisses Problem.

Hab ich nicht.

Das muss man aber dem Einsteiger nicht gleich an vorderster Front mitteilen.

Habe ich jedenfalls nicht vorgeschlagen.

Ich fände es jedenfalls eher verwirrend, wenn mir schon die eigene Basis mitteilt, dass das Produkt fragwürdig ist.

Meinst Du Shuttleworld liest den Artikel, oder von wessen Basis ist die Rede? Ich habe keine Mitspracherechte am Ubuntuprojekt, daher sehe ich mich nicht als Basis von irgendwem.

Ich bin ein wohlwollender Benutzer, der Ubuntu den existierenden Alternativen vorzieht.

Die Trennung von Produkt und Forum in diesem Kontext interessiert daher auch niemanden, der auf die Inhalte eines solchen Vorstellungs-/Grundlagenartikels angewiesen ist.

Ich würde das für eher wichtig halten, klarzustellen, dass wir weder bezahlt werden von Canonical, noch verantwortlich für deren Handlungen sind und auch keine Weisungen entgegennehmen.

Im Zweifelsfall treibt man Nutzer mit einem vielleicht nachvollziehbaren aber missverständlichen Artikel nur in die Arme der grünen Verwandtschaft, die solche Grübeleien nicht antreibt. Etwas "Marketinggeschwafel" hat erstens noch nie geschadet

Was ohne Evidenz behauptet wird, kann ohne Evidenz verworfen werden. Marketinggeschwafel schadet schon, weil es Zeit kostet, und weil es anödet.

und ist, zweitens, omnipräsent. Mein Fazit daher: Entweder ich bin vom Produkt überzeugt, dann bring ich das auch rüber, oder ich lass es.

Du hast nur Deine Bereitschaft rübergebracht, nicht Deine Überzeugung von etwas.

Ali_As

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22. Mai 2012

Beiträge: 4741

Hallo user_unknown!

Vorab. Außer der Bemerkung Damore, war das nicht an dich persönlich gerichtet, sondern eher allgemeiner Natur. Dennoch geht mir die eher negative Grundeinstellung gegenüber der Wirtschaft, wie hier z.T. geäußert, gehörig auf den Senkel. Dass die primär für Arbeit und Einkommen sorgt, wird allzu schnell vergessen.

Meinst Du Shuttleworld liest den Artikel, oder von wessen Basis ist die Rede? Ich habe keine Mitspracherechte am Ubuntuprojekt, daher sehe ich mich nicht als Basis von irgendwem.

Es geht weder um Shuttleworth, noch um das Ubuntuprojekt, sondern um einen WIKI-Artikel, der beschreibt was UBUNTU überhaupt ist. Für einen Außenstehenden ist es völlig Wumpe, welche Abhängigkeiten hier bestehen. Er sieht nur ein Produkt, das auf den Namen UBUNTU hört und ein gleichnamiges Forum/WIKI. Ergo ergibt sich zwangsläufig eine Korrelation und somit zumindest Verwirrung, wenn das Produkt UBUNTU schlecht weg kommt. Wenn man Linux predigen will, aber Ubuntu "verdammt" (übertrieben formuliert) in einem Ubuntuprojekt, dann läuft was gewaltig schief. Der Witz an der ganzen Geschichte ist ja, dass hier allenthalben Linux, OpenSource etc. bejubelt wird, sobald aber etwas vom eigentlichen Thema, Ubuntu, abweicht, werden die Schotten, so gut es geht, dicht gemacht. Aber an anderer Stelle, in einem Einsteigerartikel, hält man es für angebracht, gleich mal Kritik unterzubringen. An diese UU-Forenambivalenz muss man sich hier halt gewöhnen aber auf einen Einsteiger hat diese u.U. befremdliche Wirkung.

Ich bin ein wohlwollender Benutzer, der Ubuntu den existierenden Alternativen vorzieht.

👍 MeeToo!

Ich würde das für eher wichtig halten, klarzustellen, dass wir weder bezahlt werden von Canonical, noch verantwortlich für deren Handlungen sind und auch keine Weisungen entgegennehmen.

Nein, das ist kontraproduktiv! Erklärung siehe weiter vorne.

Marketinggeschwafel schadet schon, weil es Zeit kostet, und weil es anödet.

Hier liegst du leider völlig daneben! Ohne Marketing geht heute und schon seit Jahrzehnten nichts mehr. Null, Gar nichts! Für jedes (neue) Produkt muss man Massnahmen ergreifen, um es unter die Leute zu bringen. Etwas herstellen und darauf warten, dass es jemand erwirbt/nutzt führt zu nichts. Vom billigen Flyer bis zur Millionen schweren Werbekampagne fällt alles unter den Begriff. Auch die Produktbeschreibung gehört dazu! Linux ist vom Non-Profit Objekt so weit weg, wie Trump vom Friedensnobelpreis und Ubuntu war immer ein Marketingprodukt für die diversen Aktivitäten von Canonical/Shuttleworth. Auch wenn das BS selbst vermutlich nur rote Zahlen geschrieben hat, hat es insgesamt (s)einen Zweck erfüllt. Ob wir mit unserer Forenarbeit, vor diesem Hintergrund, mehr als nur nützliche Idioten für Ubuntu/Canonical sind, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Du hast nur Deine Bereitschaft rübergebracht, nicht Deine Überzeugung von etwas.

Ubuntu ist für mich in erster Linie ein Arbeitsmittel. Mehr nicht! Aber eins mit dem ich gerne arbeite und aus diesem Grund auch anderen unter die Arme greife, wenn möglich und damit ggf. für dessen Verbreitung einen winzigen Beitrag leiste und damit vielleicht etwas Überzeugungsarbeit leiste. Ich könnte auch nicht behaupten, dass ich von jedem Produkt, für das ich im weitesten Sinn verkaufsfördernd tätig wurde, überzeugt war, aber dafür ging dann "Schmerzensgeld" auf meinem Konto ein, was mich und meine Mitarbeiter in die Lage versetzte, Brötchen und Unterhosen zu erwerben. Die Forenarbeit ist aber "pro bono", also muss ich wohl von irgendwas mit diesem Ubuntu überzeugt sein.

L.G.

user_unknown

Avatar von user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

Ali_As schrieb:

Hallo user_unknown!

Vorab. Außer der Bemerkung Damore, war das nicht an dich persönlich gerichtet, sondern eher allgemeiner Natur. Dennoch geht mir die eher negative Grundeinstellung gegenüber der Wirtschaft, wie hier z.T. geäußert, gehörig auf den Senkel. Dass die primär für Arbeit und Einkommen sorgt, wird allzu schnell vergessen.

Wenn Du das Wort primär verwendest, dann solltest Du mal überlegen, ob die Wirtschaft tatsächlich primär für Arbeit (das ist ja eigentlich erst mal nix gutes, außer man hängt der protestantischen Arbeitsmoral an) und Einkommen sorgt, oder ob sie dafür nicht sekundär sorgt, primär für Gewinne - Kursgewinne und Dividenden oder ordinäre Gewinne, so nicht aktiennotiert.

Und dafür muss ich niemandem dankbar sein.

Es gibt Wirtschaftssubjekte die Wackeldackel produzieren, Haarspray, Kampfhunde, Volksmusik, Boulevardmagazine, ... - für mich braucht es das alles nicht.

Meinst Du Shuttleworld liest den Artikel, oder von wessen Basis ist die Rede? Ich habe keine Mitspracherechte am Ubuntuprojekt, daher sehe ich mich nicht als Basis von irgendwem.

Es geht weder um Shuttleworth, noch um das Ubuntuprojekt, sondern um einen WIKI-Artikel, der beschreibt was UBUNTU überhaupt ist.

Es geht um den Satz, ich wiederhole:

Ich fände es jedenfalls eher verwirrend, wenn mir schon die eigene Basis mitteilt, dass das Produkt fragwürdig ist.

Also als wer fändest Du es eher verwirrend?

Wer hat eine Basis? Der SPD-Vorstand hat eine Basis. Ich zweifle sehr daran, dass Du eine Basis hast, deswegen sprichst Du im Konjunktiv, aber wer hat im Ubuntukontext eine Basis? Das Ubuntuuser.de-Projekt vielleicht, aber dem teilt die Webseite ja nichts mit. Wenn, dann eher umgekehrt, teilt das uu.de-Team der Basis oder der möglichen Basis da was mit. Also kann eigentlich nur Shuttleworth oder die Firmenspitze von Canonical gemeint sein, als derjenige, dem die eigene Basis etwas mitteilt. "Das eigene Produkt" schränkt die Möglichkeit, wem hier was über das eigene Produkt mitgeteilt wird, auf diese Personengruppe ein.

Die Wikiverfasser sind also hier die Basis, die Firmenleitung Canonical etwas mitteilen?

Für einen Außenstehenden ist es völlig Wumpe, welche Abhängigkeiten hier bestehen. Er sieht nur ein Produkt, das auf den Namen UBUNTU hört und ein gleichnamiges Forum/WIKI. Ergo ergibt sich zwangsläufig eine Korrelation und somit zumindest Verwirrung, wenn das Produkt UBUNTU schlecht weg kommt.

Ein Strohmann - das hat niemand vorgeschlagen. Ich schlage lediglich vor, diese blumigen Firmenleitsätze, die Canonical selbst nicht mehr hochhält, hier weiter auszustellen, als seien sie noch aktuell.

Mich interessiert nur das, was Ubuntu ist und was damit gemacht wird, nicht was darüber gequakt wird.

Wenn man Linux predigen will, aber Ubuntu "verdammt" (übertrieben formuliert) in einem Ubuntuprojekt, dann läuft was gewaltig schief.

Dann lass die Übertreibung doch weg, und formuliere etwas, dass ohne die Übertreibung Sinn ergibt. Ich bin schon bei "Wenn man Linux predigen will" von Bord - ich will gar nichts predigen.

Der Witz an der ganzen Geschichte ist ja, dass hier allenthalben Linux, OpenSource etc. bejubelt wird,

Das ist so lächerlich!

Zeig doch mal, wo hier Linux Opensource etc. allenthalben bejubelt wird. Wenn das allenthalben der Fall ist, dann dürfte es ja ein leichtes sein, die Behauptung zu belegen.

Die meisten Linux/Open-Source-Unterstützer hier sind keine kindischen Fanboys, sondern ziemlich rationale und kritische Gestalten, die ähnlich schwerfällig, was die Begeisterungsfähigkeit angeht, sind, wie der Rest der Bevölkerung.

sobald aber etwas vom eigentlichen Thema, Ubuntu, abweicht, werden die Schotten, so gut es geht, dicht gemacht. Aber an anderer Stelle, in einem Einsteigerartikel, hält man es für angebracht, gleich mal Kritik unterzubringen. An diese UU-Forenambivalenz muss man sich hier halt gewöhnen aber auf einen Einsteiger hat diese u.U. befremdliche Wirkung.

Ich weiß nicht ob Du mit der deutschen Leitkultur so schlecht vertraut bist - wir sind ein Volk von Nörglern und Neidhammeln und jede Form von argloser Begeisterung wirkt auf uns anrüchig und verdächtig. Wir mögen es schwer und düster. Das lässt sich bis ins Nibelungenlied zurückverfolgen und auch wenn man Wagner und Germanenkult ablehnt, so wird man dieses Erbe dennoch nicht los.

Ich bin ein wohlwollender Benutzer, der Ubuntu den existierenden Alternativen vorzieht.

👍 MeeToo!

Ich würde das für eher wichtig halten, klarzustellen, dass wir weder bezahlt werden von Canonical, noch verantwortlich für deren Handlungen sind und auch keine Weisungen entgegennehmen.

Nein, das ist kontraproduktiv! Erklärung siehe weiter vorne.

Ich habe weiter oben keine Erklärung gefunden.

Marketinggeschwafel schadet schon, weil es Zeit kostet, und weil es anödet.

Hier liegst du leider völlig daneben! Ohne Marketing geht heute und schon seit Jahrzehnten nichts mehr. Null, Gar nichts!

Linux selbst ist der Gegenbeweis. Im Netz blühen die Graswurzelbewegungen, die durch persönliche Empfehlungen ohne Marketingkonzepte und -maßnahmen an Popularität gewinnen. Sicher - früher oder später springen dann gerne Firmen auf die Züge, die sonst ohne sie abfahren, seien es die zig Linuxdistributionen, ob SuSe, RedHat, SCO, Ubuntu oder indirekte Nutznießer/Verwender wie Oracle, IBM, Google oder wer auch immer.

Für jedes (neue) Produkt muss man Massnahmen ergreifen, um es unter die Leute zu bringen. Etwas herstellen und darauf warten, dass es jemand erwirbt/nutzt führt zu nichts. Vom billigen Flyer bis zur Millionen schweren Werbekampagne fällt alles unter den Begriff. Auch die Produktbeschreibung gehört dazu! Linux ist vom Non-Profit Objekt so weit weg, wie Trump vom Friedensnobelpreis und Ubuntu war immer ein Marketingprodukt für die diversen Aktivitäten von Canonical/Shuttleworth.

Also bei mir hat das nicht dazu geführt, dass ich mir ein Ubuntufon gekauft hätte, noch wäre mir bekannt, dass das sonst viele getan hätten. Für welche Aktivität von Canonical wäre Ubuntu denn ein Marketingprodukt? Für Ubuntu mit Support für den Unternehmenseinsatz?

Für mich ist das Verhältnis Canonical/Ubuntuusers.de eine Symbiose. Canonical stellt die Ubuntudistribution bereit, versorgt mich zuverlässig mit Updates. Dafür bin ich eine Art Betatester, Bugreporter, leiste Support hier in diesem Forum, wo sich kommerzielle User auch informieren können, wenn sie Fragen haben.

Außerdem trage ich zur Bekanntheit von Ubuntu bei.

Solange die Rechnung für mich aufgeht mache ich das weiter so. Wenn nicht, dann nicht. Was Canonical macht müssen die selbst wissen, und wieso.

Das ubuntuusers.de-Wiki ist im für die deutschsprachige Userbasis glaube ich mit die beste Linuxdokumentation, die man finden kann. Es ist also nicht so, dass wir hier irgendwie schmarotzen.

Auch wenn das BS selbst vermutlich nur rote Zahlen geschrieben hat, hat es insgesamt (s)einen Zweck erfüllt. Ob wir mit unserer Forenarbeit, vor diesem Hintergrund, mehr als nur nützliche Idioten für Ubuntu/Canonical sind, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Oder ob Canonical der nützliche Idiot ist. In symbiotischen Beziehungen eine Frage, die nicht weggehen wird.

Du hast nur Deine Bereitschaft rübergebracht, nicht Deine Überzeugung von etwas.

Ubuntu ist für mich in erster Linie ein Arbeitsmittel. Mehr nicht! Aber eins mit dem ich gerne arbeite und aus diesem Grund auch anderen unter die Arme greife, wenn möglich und damit ggf. für dessen Verbreitung einen winzigen Beitrag leiste und damit vielleicht etwas Überzeugungsarbeit leiste. Ich könnte auch nicht behaupten, dass ich von jedem Produkt, für das ich im weitesten Sinn verkaufsfördernd tätig wurde, überzeugt war, aber dafür ging dann "Schmerzensgeld" auf meinem Konto ein, was mich und meine Mitarbeiter in die Lage versetzte, Brötchen und Unterhosen zu erwerben. Die Forenarbeit ist aber "pro bono", also muss ich wohl von irgendwas mit diesem Ubuntu überzeugt sein.

Schön. Ich bin da sparsamer mit dem Wort Überzeugung. Ich gebe nicht meinen Kopf, meine Meinung oder meinen Geschmack am Ubuntuportal ab. Da ich das auch von anderen nicht erwarte, und keine Lust habe solche Gestalten hier zu versammeln, äußere ich mich entsprechend kritisch.

Deinen Einlassungen entnehme ich da einen Widerspruch. Du beklagst Dich einerseits über Linuxfanboys, andererseits beschwerst Du Dich, wenn das Wiki nicht genau diese distanzlose Marionettenhaltung zeigt. Muss ich das verstehen?

mk1967

Anmeldungsdatum:
24. April 2011

Beiträge: 1432

Ali_As schrieb:

Marketinggeschwafel schadet schon, weil es Zeit kostet, und weil es anödet.

Hier liegst du leider völlig daneben! [...] Für jedes (neue) Produkt muss man Massnahmen ergreifen, um es unter die Leute zu bringen. Etwas herstellen und darauf warten, dass es jemand erwirbt/nutzt führt zu nichts.

Um mal zu besänftigen: Ich glaube, user_unknown stört sich keineswegs daran, daß ein Anbieter sachlich über sein durchdachtes und auf Qualität getrimmtes Produkt informiert. Sondern daran, daß sich jemand mit einem Produkt aufbaut und es gnadenlos über den grünen Klee lobt, obwohl er im Stillen um die Macken und Schwächen des Produktes weiß. Oder - noch schlimmer - daß er den Leuten bewußt und zynisch etwas vorflunkert. Letztere beide Varianten waren es denn auch, die mich dazu verleitet haben, den Ausdruck "Marketinggeschwafel" in diesen Themenstrang einzuführen 😉.

Ich komme mal mit zwei Illustrationen.

  • Wenn ich mich nicht irre, konkurrierten um 1980 rum drei Videoaufzeichnungssysteme für den Hausgebrauch: VHS, Beta (von Sony) und Video 2000. Durchgesetzt hat sich das, von dem ich später gelesen habe, es sei technisch das schlechteste gewesen: VHS. Das wird nicht ohne Marketing gelaufen sein, und sofern VHS tatsächlich das schlechteste war, werden es dessen Entwickler nach einem Blick über den Tellerrand selbst gewußt haben. Wenn ich mich als PR-Mensch also dann hinstelle und sage: "Mein VHS-System ist das technisch beste", verbreite ich eine Lüge. Daran scheint die Philosophie des Marketing nichts Anstößiges zu finden - unser Forenkollege user_unknown allerdings schon, und ich übrigens auch.

  • In den späten 90ern war ich mit einer Exkursion von der Uni her im Kölner Medienpark, unter anderem bei AGFA. Damals gab's noch Analogfotografie, und uns wurden AGFA-Filme angepriesen als die Offenbarung überhaupt. Ich habe selbst mit AGFA-Filmen fotografiert und fand sie für vieles sehr gut; für anderes allerdings wiederum nur mäßig geeignet. Ich habe direkt gedacht: Wenn ich jetzt der PR-Mann da vorne wäre, müßte ich ehrlicherweise sagen: In der und der Lichtsituation fahren Sie besser mit einem Kodachrome 25 (so Sie denn noch Restbestände finden können) und in der und der mit einem Ektachrome 400, und belichten Sie jeweils eine halbe Blende unter, damit die Farben richtig intensiv werden.

Ein solches Verhalten aber wäre verbraucher-aufklärend - das Gegenteil von Marketing. Was ist indessen besser für die Verbraucher: wenn sie nur glauben, man habe ihnen was Gutes verkauft - oder wenn sie informiert werden und sich auf dieser Basis mündig entscheiden können?

Marketing funktioniert nur bei wirklich aufgeklärten Verbrauchern, die das Marketing einzuordnen wissen - wie selten die sind, läßt sich am Erfolg von VHS ablesen. Ich selber falle übrigens auch oft genug auf Werbung rein.