ContractSlayer schrieb:
Die Distribution, die Oberfläche und der Linux Kernel sind gemeinsam daran beteiligt, ob z.B. die Oberfläche Touchscreen Funktionen bietet, auf 4K auf Monitoren richtig dargestellt wird, support für Virtuell Reality & Ultra HD/ BueRay Wiedergabe, Virtuelle Tastatur oder automatische optimale Anpassbarkeit auf verschiedenen Geräten wie Desktop, Laptop, TV und Smarphone usw. bietet.
Nicht wirklich. Kernel + Treiber stellen die Schnittstellen bereit, welche für die grafische Oberfläche gebraucht werden. Das ganze ist schön generisch gehalten. Touchscreenfunktionen hängen vom Desktop ab. Mit 4K meinst du wohl HiDPI, und auch das ist eine Frage des Desktops. Gnome sollte damit klarkommen, beim Rest: Keine Ahnung. Virtual Reality ist ein ganz anderes Thema, weil VR in der Regel nichts auf dem Desktop verloren hat. Da hast du andere Eingabemethoden, siehe Google Cardboard o.ä. Blu-Ray ist nochmal ein ganz anderes Thema, weil du lediglich Hardware brauchst die den Scheiß lesen kann. Dekodierung kann komplett in Software erfolgen, da ist es egal was der Kernel, Treiber oder sonstwas kann.
Mit der kommenden Generationen von Snapdragon und Co. sind genügend Ressourcen vorhanden, dass u.a. Microsoft bereits am entwickeln ist, per Emulator x86 Anwedungen unter Windows 10 auf den Smartphone ausführen zu können.
Falls du Universal Windows Platform meinst: Nö, das ist ein anderes Konzept.
Der Trend und die Nachfrage nach einen multifunktionalen 2in1 Geräte (Smartphone, dass zum PC wird sobald es sich automatisch über Funk mit den Monitor, Maus und Tastatur) scheint der nächste große Schritt in der Digitalen Welt zu sein.
Schön wäre es, diverse gescheiterte oder vor sich hinsterbende Projekte zeigen eher etwas anders (Ubuntu Convergence, LXC auf Smartphones die via Dockingstation gestartet werden und dann ein "normales" Ubuntu bieten). Also, nicht falsch verstehen, ich fände sowas nett, aber im Moment funktioniert das noch nicht so wirklich.
Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung leistungsfähiger Prozessoren denke ich auch eher, dass man mehr vernetzte Systeme hat, weniger ein Gerät. Sprich alles wird dezentraler. Ich beginne eine Nachricht am Smartphone zu tippen und kann am Desktop direkt weiterschreiben. Telegram kann so etwas beispielsweise. Der Punkt für mich ist hierbei, dass es problemlos möglich ist, die Rechenleistung eines Smartphones direkt in einen Monitor zu integrieren. Warum also das Smartphone die Arbeit machen lassen, wenn ich das ganze auch per Software lösen könnte die halt einfach Daten synchronisiert? Hier bin ich wirklich gespannt wie es weitergeht, eine klare Lösung ist für mich da noch nicht in Sicht.
Problem ist auch, dass ARM-Prozessoren dank IP-Cores zwar spezielle Aufgaben sehr gut ausführen können (Dekodierung von Videomaterial bspw.), aber halt nichts generisches. Wenn ich einen Videocodec entwickle kann ich den auf dem Desktop problemlos in Software implementieren, und flüssig abspielen. Das kann ich auf ARM vergessen, da geht nur was in Hardware vorgesehen ist.
ARM Prozessoren erschlagen viele Aufgaben sehr gut. Dazu zählen hauptsächlich Dinge, die dem Konsum dienen: Videostreaming, im Internet surfen, Spiele spielen. Abgesehen davon halt auch weniger leistungsfordernde Dinge wie Social Media & Messenger. Aber alles was Leistung braucht, braucht im Moment noch entweder einen x64_68 Prozessor (weil relativ leistungsstark für generische Anwendungen) oder halt entsprechende Hardware (und wenn's nur eine separate Grafikkarte ist, auf der bspw. gerendert wird). Aufgaben hierbei: Kompilieren, Videobearbeitung, Rendering, "number crunching".
So wird z.B. die Weiterentwicklung für 32Bit Betriebssysteme von einigen Linux Distributionen (Arch, Anterogos, Manjaro, Fedora und Ubuntu) bereits eingestellt oder angekündigt diese einstellen zu wollen, da nicht mehr genügend Anwender vorhanden sind oder es zu zeitaufwändig/kostspielig diese weiter zu supporten.
Weil es sehr wenig Sinn ergibt, deshalb. Jedes System mit mehr als 4GB RAM benötigt ein 64bit Betriebssystem (PAE ist eine doofe Lösung), mein Smartphone hat bereits 4GB drin, und keines meiner Systeme läuft mit weniger als 8GB RAM. So gut wie jeder heutzutage verwendete Prozessor ist auch fähig ein entsprechendes Betriebssystem auszuführen. Insofern ist es sinnlos, 32bit Betriebssysteme zu verwenden. Und spart natürlich, wie du sagst, Zeit und Ressourcen.
Solche Prozesse bzw. Maßnahmen werden immer schneller vonstatten gehen und das nicht mehr in Jahrzehnte sondern nur noch ein einigen Jahren oder gar Monaten...
Das bezweifle ich. Der Sprung von 32bit auf 64bit bedeutet ja keine Verdopplung, sondern das ganze geht exponentiell. 64bit sollte ein paar Jahre länger herhalten als 32bit 😉
Bei ARM Prozessoren hingegen haben wir in der Tat in den letzten Jahren einige Sprünge gesehen. Wobei auch hier neuere Versionen auf älteren aufbauen. Software für ARMv5 kann ich auch auf ARMv6 ausführen. Als der Raspberry Pi herauskam hat man das bspw. so gemacht (anders formuliert: Man hatte nicht alle Hardwarefeatures ausgenutzt. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert).
Es wird in den Bereichen entwickelt, woran *möglich* eine große Masse der Menschheit u.a. durch Ansprüche oder Trends Interesse hat.
Oder man einen Bedarf schaffen kann, ja.
Somit bestimmt nicht (alleine) Linux und dessen Distributionen, Pakete usw. wie und wohin sie sich entwickeln, dass setzt sich aus vielen Faktoren zusammen und daran sind auch die großen IT-Konzerne wie google, Microsoft, IMB, Facebook genauso wie die verschiedenen Hardwarehersteller beteiligt und dessen Technologische Entwicklungen werden immer leistungsfähiger & komplexer.
Das sehe ich auch so. Es hängt von vielen Faktoren ab wie sich das in Zukunft noch entwickeln wird.