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Mankind75
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 3374
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Nun, nicht jeder möchte sich vom "Self acclaimed benevolent dictator for life" regieren lassen. Mark Shuttleworth kann jegliche Entscheidung jederzeit kippen. Er hat meines Erachtens auch das damalige "Ubuntu promise" (meines Erachtens nach) dahingehend gebrochen, dass Ubuntu die besten "accessibility options" hat. Ist Unity ein geeigneter Desktop für Behinderte? Ist das neue Farbschema dahingehend optimal? Ich denke nein. Von den damaligen Versprechen spricht heute kein Mensch mehr bzw. es ist vielen nicht mehr bewusst wofür Ubuntu damals stand. Und Ubuntu hatte sehr gute Ansätze und Grundpfeiler. Heute geht es eher in Richtung Personenkult.
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glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
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Mankind75 schrieb: Nun, nicht jeder möchte sich vom "Self acclaimed benevolent dictator for life" regieren lassen. Mark Shuttleworth kann jegliche Entscheidung jederzeit kippen.
Das mag sein. Aber im Fall von Derivaten wie LinuxMint, LinuxLite usw. sind diese ebenfalls auf "Gedeih und Verderben" den Entscheidungen des "gutmütigen Diktators" ausgeliefert. Solange ein Derivat nicht komplett alles selbst aus den Quellcodepaketen erstellt und das Ergebnis über eine eigene Paketquelle ausliefert, ist es immer von Ubuntu abhängig. Das hilft auch eine eigene Projektstruktur nicht weiter.
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Mankind75
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 3374
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Im Prinzip klingt die Aufgabe ja ganz einfach: Die freie Softwarecommunity hat einen riesigen Pool an Software und wir bündeln die zusammen. Ich könnte die Aufgabe allerdings nicht lösen. Es kommt mir eher so vor, als ob jeder wirklich seine "unique selling proposition" ausbaut, sei es Mint mit ihrem Cinnamondesktop, Ubuntu mit Unity, Oracle Linux mit kSplice etc.
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V0LKER
Anmeldungsdatum: 23. Februar 2014
Beiträge: 1967
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V for Vortex schrieb: V0LKER schrieb: Auch Wikipedia ist nicht unfehlbar,
Nichts und niemand ist unfehlbar.
dort kann jeder etwas schreiben wenn er möchte oder auch (fehl)korregieren. 😬
Dieses Argument ist so populär wie zu vereinfachend. Es lässt außer acht, dass die Wikipedia moderiert wird und bis auf sehr kontroverse Themen in der Regel zutreffende Informationen und Quellenangaben enthält. Sie fasst Themen übersichtlich zusammen und bietet Interessierten weiterführende Links. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Um Himmelswillen, ich wollte Wikipedia nicht angreifen. Du hast natürlich wie immer Recht. Entschuldigung.
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Rohmeo
Anmeldungsdatum: 20. Oktober 2008
Beiträge: 16
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glasenisback schrieb: Wenn ich z.B. ein Derivat von Ubuntu mit IceWM als Fenstermanager baue und nur die Pakete aus den Paketquellen benutze, ist das dann eine neue Distribution oder ein Derivat?
Das ist dann ne gute Idee!
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Alias-Anybody
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 12. Oktober 2014
Beiträge: 267
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Rohmeo schrieb: glasenisback schrieb: Wenn ich z.B. ein Derivat von Ubuntu mit IceWM als Fenstermanager baue und nur die Pakete aus den Paketquellen benutze, ist das dann eine neue Distribution oder ein Derivat?
Das ist dann ne gute Idee!
Warum nicht Fluxbox? 😉
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Mankind75
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 3374
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Warum nicht alles auf eine oder mehrere DVDs packen und dafür sorgen, dass alles gut miteinander harmoniert, statt ständig eine neue Distribution auszurufen?
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V_for_Vortex
Anmeldungsdatum: 1. Februar 2007
Beiträge: 12095
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V0LKER schrieb: Um Himmelswillen, ich wollte Wikipedia nicht angreifen. Du hast natürlich wie immer Recht. Entschuldigung.
Kein Grund, so empfindlich zu reagieren. Wenn ich Dich falsch verstanden habe, was wolltest Du stattdessen ausdrücken? Mankind75 schrieb: Warum nicht alles auf eine oder mehrere DVDs packen und dafür sorgen, dass alles gut miteinander harmoniert, statt ständig eine neue Distribution auszurufen?
Was genau würdest Du auf so eine DVD packen und inwiefern unterschiede sie sich von einer Distribution? Deine hintere Frage habe ich mir ansonsten auch schon oft gestellt. Manche Distributionen sind verständlich, z.B. für Spezialaufgaben wie Systemwartung oder Datenschutz, oder wenn es noch keine andere Distribution mit einer bestimmten Desktopumgebung gibt. Andere „Distributionen“ bestehen hingegen nur aus einem neuen Design, welches man genausogut auf Portalen wie gnome-look.org oder kde-look.org veröffentlichen könnte. Da spielt vermutlich oft eine gewisse Bastellust mit („weil man es kann“) und dass man die volle Kontrolle über seine eigene Distribution hat.
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Mankind75
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 3374
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V for Vortex schrieb: Was genau würdest Du auf so eine DVD packen und inwiefern unterschiede sie sich von einer Distribution?
Also ich würde auf jeden Fall mehrere Fenstermanager und Editoren zusammen packen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich meine erste S.u.S.E.-Distribution auf CD-ROMs gekauft habe. Da dachte ich mir: Wow, so viel an freier Software. Zuvor hatte ich für den Amiga einiges an Public Domain-Software für die man dann bei Händlern Disketten- und Kopiergebühr zahlen musste. Zumindest zu dieser Zeit, dachte ich mit der S.u.S.E. einen sehr guten Kauf gemacht zu haben. Das zieht im DSL-Zeitalter natürlich nicht mehr. Was aber meinen Vorstellungen sehr nahe kommt ist die Slackware-Distribution. Zwar nicht taufrische Software aber alles hervorragend auf einander abgestimmt und ohne große Modifikationen der Programme. Das hat für mich auch seinen ganz eigenen Charme.
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glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
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Also ich würde auf jeden Fall mehrere Fenstermanager und Editoren zusammen packen.
Und dann sind wir wieder an der Stelle an der Ubuntu vor über 10 Jahren das Feld von hinten aufgerollt hat: Das besondere an Ubuntu war damals, dass sich die Maintainer als erste Gedanken über eine sinnvolle Vorinstallation des Systems gemacht haben. Wenn ich da an meine SuSE-Zeiten zurückdenke: Eine SuSE-Installationssitzung bestand bei mir erst einmal darin alles vor der Installation abzuwählen, dass kein Mensch benötigt hat. Dazu gehörten die alternativen Fenstermanager neben KDE, zig Mediaplayer usw. Dazu noch ein Mischmisch aus alten Xlib und modernen Gtk+ und Qt-Programmen.
Zwar nicht taufrische Software aber alles hervorragend auf einander abgestimmt und ohne große Modifikationen der Programme. Das hat für mich auch seinen ganz eigenen Charme.
Das mit dem "aufeinander abgestimmt" hast du aber heutzutage bei jeder Distribution. Es gibt eigentlich keine einzige Distribution im Stil von Ubuntu oder Fedora mehr, deren Programme nicht aufeinander abgestimmt sind.
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Xeno
Ehemalige
Anmeldungsdatum: 6. April 2005
Beiträge: 2595
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glasenisback schrieb:
Das besondere an Ubuntu war damals, dass sich die Maintainer als erste Gedanken über eine sinnvolle Vorinstallation >des Systems gemacht haben.
+1 Zu noch ganz anderen (höheren) Marktreichweiten wäre Ubuntu gekommen, wenn es verbreitet Rechner (Desktop, Mobile, egal) gegeben hätte (gäbe), auf denen Ubuntu schon vorinstalliert und (vor allem auch) vorkonfiguriert (gewesen) wäre. Damit behaupte ich übrigens nicht, dass so die Welt besser geworden wäre, denn in der (ökonomischen) Realität wäre der Preis eine erheblich engere Bindung an die Hardware (und deren Hersteller), mit allen Folgen, siehe Android. Solange erwartet wird, dass User ihr System selber installieren und (vor allem auch) selber konfigurieren, sind Desktop-Linuxe eine Nische. Was gar nicht nur Nachteile hat, aber einfach klar gesagt sein muss. Mindestens 90, eher aber 95 Prozent aller User wollen ihr System weder selber installieren noch (und erst recht nicht) selber konfigurieren. Ich will (auch als Nicht-Techniker) das, will aber (manchmal auch noch 😊 ) auf dem System mehr oder weniger spannende Arbeiten verrichten. Ich bin mit Ubuntu sehr glücklich. Lg X.
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rklm
Projektleitung
Anmeldungsdatum: 16. Oktober 2011
Beiträge: 13242
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Xeno schrieb:
Zu noch ganz anderen (höheren) Marktreichweiten wäre Ubuntu gekommen, wenn es verbreitet Rechner (Desktop, Mobile, egal) gegeben hätte (gäbe), auf denen Ubuntu schon vorinstalliert und (vor allem auch) vorkonfiguriert (gewesen) wäre.
Aus Neugier: Welche Konfiguration ist Deiner Meinung nach für den durchschnittlichen Nutzer nach der Installation nötig, die man schon vorher machen kann? Dinge wie Rechnernamen, WLAN kann doch nur der Nutzer konfigurieren. Netzwerk per Kabel funktioniert ja meist dank DHCP ohne weiteren Nutzereingriff. Sobald ein System vorinstalliert kommt, bleibt doch eigentlich nur das übrig, oder übersehe ich da etwas?
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Cruiz
Anmeldungsdatum: 6. März 2014
Beiträge: 5557
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rklm schrieb: Xeno schrieb:
Zu noch ganz anderen (höheren) Marktreichweiten wäre Ubuntu gekommen, wenn es verbreitet Rechner (Desktop, Mobile, egal) gegeben hätte (gäbe), auf denen Ubuntu schon vorinstalliert und (vor allem auch) vorkonfiguriert (gewesen) wäre.
Aus Neugier: Welche Konfiguration ist Deiner Meinung nach für den durchschnittlichen Nutzer nach der Installation nötig, die man schon vorher machen kann? Dinge wie Rechnernamen, WLAN kann doch nur der Nutzer konfigurieren. Netzwerk per Kabel funktioniert ja meist dank DHCP ohne weiteren Nutzereingriff. Sobald ein System vorinstalliert kommt, bleibt doch eigentlich nur das übrig, oder übersehe ich da etwas?
Es ist die Hemmschwelle ein Betriebssystem zu installieren. Genau aus diesem Grund bietet Microsoft Windows 10 als Upgrade an. Damit die Nutzer keine Neuinstallation vornehmen müssen. Im Fall von Ubuntu wäre das aber lediglich eine Verschiebung gewesen, da dann die Hemmschwelle darin bestanden hätte, einen PC ohne Windows zu erwerben.
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glasenisback
Anmeldungsdatum: 20. November 2011
Beiträge: 1603
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Aus Neugier: Welche Konfiguration ist Deiner Meinung nach für den durchschnittlichen Nutzer nach der Installation nötig, die man schon vorher machen kann?
Da wäre z.B. das man die passenden Treiber vorinstalliert (Nvidia und AMD, falls notwendig), bei Notebooks Stromsparoptionen aktiviert, das Touchpad richtig einrichtet usw. Dazu kommt noch, dass man alle Updates vor der Auslieferung einspielt, was ja bei den ganzen Windows-Kisten nie der Fall ist. Im Grunde läuft eine gute Vorinstallation darauf hinaus, dass der Rechner 100% funktioniert und der Benutzer nur noch seinen Benutzernamen mit Passwort anlegen muss. Gerade bei Notebooks ist das nämlich so gut wie nie gegeben.
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rklm
Projektleitung
Anmeldungsdatum: 16. Oktober 2011
Beiträge: 13242
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glasenisback schrieb: Aus Neugier: Welche Konfiguration ist Deiner Meinung nach für den durchschnittlichen Nutzer nach der Installation nötig, die man schon vorher machen kann?
Da wäre z.B. das man die passenden Treiber vorinstalliert (Nvidia und AMD, falls notwendig), bei Notebooks Stromsparoptionen aktiviert, das Touchpad richtig einrichtet usw. Dazu kommt noch, dass man alle Updates vor der Auslieferung einspielt, was ja bei den ganzen Windows-Kisten nie der Fall ist.
Die Updates würde ich nicht so notwendig ansehen, aber egal. Treiber gehören für mich zur Installation. Stromsparoptionen und Touchpad, ja, das würde für mich in die Kategorie "Konfiguration nach der Installation" fallen. 👍
Im Grunde läuft eine gute Vorinstallation darauf hinaus, dass der Rechner 100% funktioniert und der Benutzer nur noch seinen Benutzernamen mit Passwort anlegen muss.
Naja, etwas mehr wird es schon noch sein (Rechnername, WLAN-Key, falls nötig).
Gerade bei Notebooks ist das nämlich so gut wie nie gegeben.
Ja, guter Punkt. Merci!
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