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Muss es immer das neuste Ubuntu sein???

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx)
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gnude

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11. Juli 2014

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Hallo bei Fragen kommt immer wieder die Diskussion auf... muss man immer die neuste Ubuntu Version einsetzten? Ich setzte noch einige Rechner mit 10.04 und einen Server mit 11.10 ein. Die Desktop Rechner mit 10.04 laufen darauf aus verschiedenen Gründen. Ein AMD64X2 mit 1GB Ram bootet 14.04 gar nicht, weder in 32 noch 64 Bit. Ein anderer Desktop hat noch einen Lexmark Drucker angeschlossen, für den der Druckertreiber nur unter 10.04 läuft. Auf den Rechnern wird auch noch Age of Empires über Wine gespielt. Das Spiel läuft auf 14.04 weder über wine, noch über Play on Linux. Der Server ist minimal ausgestattet, das ganze Linux läuft vom USB-Stick, das Gerät hat nur 256MB Ram und kein PAE.

Wenn ich hier nun Fragen stelle und immer wieder höre "Nimm 14.04" , dann ist das ein sicher gut gemeinter Rat, aber für mich nicht praktikabel. Es gibt auch für ältere Vesionen gute Gründe, und ich denke das sollte man auch respektieren. Linux und Ubuntu stehen für Freiheit. Freiheit heisst auch sich für eine alte Version entscheiden zu können. Und dann die Hilfe für diese Versionen zu verweigern wiederspricht dem Motto "Fragen ist Menschlich".

STRAGIC-IT

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3. Januar 2006

Beiträge: 3522

Hallo gnude, das ist richtig. Jeder sollte das einsetzen was für seinen Einsatzzweck ideal ist. Wie bei Windows ist es leider bei Linux eben auch so, das manchmal in neueren Versionen bestimmte Dinge entfallen. Dann ist man gezwungen die "alte" Version laufen zu lassen.

Ich habe bei einigen Kunden immer noch Groupware-Server die unter 6.10 laufen. Diese sind zwar in Bezug SPAM und CLAMAV soweit möglich aktualisiert, meist noch mit einem IP-COP davor versehen. Es funktioniert seit vielen Jahren 24x7 - genau das kann ich bei einem 14.04LTS im Moment noch nicht feststellen. Auf verschiedenen Testmaschinen immer wieder mal seltsame Effekte - deswegen wird max. 12.04LTS eingesetzt. Vielleicht ist ja 14.04LTS in 1 Jahr stabiler.

Also, nimm das was benötigt wird und stabil läuft und achte auf die Risiken.

Bye HS

crazy-asterix

Anmeldungsdatum:
18. April 2014

Beiträge: 80

Naja ich wuerde dir schon eher empfehlen eine aktuellere Distribution einzusetzen. Lubuntu als ersatz zum Beispiel. Besonder nach den Shellshock etc. Bei 10.04 gab es nen bugfix dafur aber alles was drueber ist und out of live sollte schon ein risiko darstellen.

burli

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Anmeldungsdatum:
27. April 2007

Beiträge: 9066

Um die Frage zu beantworten: es muss nicht immer das neueste sein, aber es sollte eins sein, was noch Updates bekommt, zumindest wenn der Rechner im Internet hängt und er auch zB zum Surfen genutzt wird.

Es gibt nämlich ab und zu mal Bugs wie Heartbleed, die die älteren Versionen betreffen, für die es aber keine Updates mehr gibt. Es muss einen nicht treffen, aber es kann.

jug Team-Icon

Ehemalige
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Anmeldungsdatum:
19. März 2007

Beiträge: 12335

gnude schrieb:

Es gibt auch für ältere Vesionen gute Gründe, und ich denke das sollte man auch respektieren.

Hmm. Genauso wie es heute keinen Grund mehr gibt noch Windows XP zu nutzen (mit Internetzugang), so gibt es auch keinen guten Grund veraltete Ubuntu-Versionen zu nutzen. Aber es gibt sehr gute Gründe, darauf hinzuweisen und eine aktuelle Version zu empfehlen. Zum Beispiel wissen es manche Nutzer gar nicht, dass ihre Version veraltet ist oder welchem Risiko sie sich damit aussetzen.

Linux und Ubuntu stehen für Freiheit. Freiheit heisst auch sich für eine alte Version entscheiden zu können.

Und wenn dein System dann übernommen wird und als Spamschleuder missbraucht wird (oder Schlimmeres), dann hast du auch die Freiheit dich dann im Zweifelsfall vor der Justiz zu verantworten. Deine Freiheit endet nämlich dort, wo Andere zu Schaden kommen. In diesem Sinne haben wir schon eine Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber. Wir können dich zwar nicht dazu zwingen eine aktuelle Version einzusetzen, aber wir können dich nachdrücklich darum bitten dies zu tun.

Und dann die Hilfe für diese Versionen zu verweigern wiederspricht dem Motto "Fragen ist Menschlich".

Fragen kann man vieles und meinetwegen sogar alles. Aber du scheinst daraus einen Anspruch auf Support abzuleiten: Egal wer was fragt, es muss hier geholfen werden? Da muss ich dich enttäuschen. Niemand hat einen Anspruch auf Support und niemand ist hier verpflichtet zu helfen. Stattdessen hat jeder Einzelne hier die Freiheit den Support nicht zu geben, sogar ohne einen speziellen Grund dafür anzugeben.

Im Übrigen ist auch Hilfe beim Upgrade meiner Meinung nach vollkommen legitimer Support. Alternativ kann man in Einzelfällen, wenn wirklich erwiesenermaßen keine andere Möglichkeit besteht und ein Upgrade nicht in Frage kommt, überlegen, wie man so ein System möglicherweise noch sicher weiter betreiben kann, dann allerdings wohl ohne direkte Internetverbindung hinter einem Proxy etc, pp.

~jug

Benno-007

Anmeldungsdatum:
28. August 2007

Beiträge: 29240

Zu Aktualisierungen wurde alles gesagt - sind nötig. Mach doch stattdessen mal Themen für deine Probleme auf bzw. informier dich vorher per Suchfunktion. Hier mal in kurz paar Tipps:

Ein AMD64X2 mit 1GB Ram bootet 14.04 gar nicht, weder in 32 noch 64 Bit.

Ubuntu braucht nach 12.04 eine 3D-fähige Grafikkarte. Alternativen gibt es reichlich: Lubuntu wurde schon genannt und wäre bei 1 GB RAM die erste Wahl. Ansonsten Xubuntu oder MATE. MATE sieht exakt aus wie "10.04" und funktioniert auch exakt so. In neuen Versionen, mit teils neuen Namen.

Ein anderer Desktop hat noch einen Lexmark Drucker angeschlossen, für den der Druckertreiber nur unter 10.04 läuft.

Kann man vielleicht im Druckerforum lösen. Könntest ja den Drucker hier mal nennen oder selbst mal nachschlagen. Manchmal gibt es auch mehrere Treiber, andere Male muss noch was nachjustiert werden.

Auf den Rechnern wird auch noch Age of Empires über Wine gespielt. Das Spiel läuft auf 14.04 weder über wine, noch über Play on Linux.

Du musst mit POL manuell installieren und dabei exakt dieselbe Wine-Version auswählen.

Der Server ist minimal ausgestattet, das ganze Linux läuft vom USB-Stick, das Gerät hat nur 256MB Ram und kein PAE.

Ab 14.04 gibt es die Bootoption forcepae, funktioniert aber nur, wenn die CPU das prinzipiell doch könnte - dazu müsstest du mal den Typ nennen bzw. nachgucken:

grep pae /proc/cpuinfo 

10.04 wäre als Server bis April 2015 ok, als Desktop nicht mehr. Es sei denn, er hat keinen Netzzugang. 11.10 ist nicht mal LTS und ist als Server zumindest im Internet anstatt LAN absolut untauglich und hochgradig gefährlich. Es gibt dazu keinerlei Updates mehr und es gab einige hochgefährliche Lücken: Heartbleed, mehrere in apt und einige in der Bash.

Die apt-Lücke führt dazu, dass dir gefälschte, verseuchte Updates untergeschoben werden können - also wenn doch welche kommen, wundere dich lieber (abgesehen von PPAs). Heartbleed führt auf z.B. einem Webserver zur Übernahme des Rechners bzw. Kontrolle über seine Daten. Nicht kann, sondern ist so. Höchstens, die Leute laufen am steckenden Schlüssel vorbei, das Gegenteil wurde aber bewiesen.

Die Bash-Lücken führen z.B. bei bestimmten Webdiensten mit PHP, CGI usw. dazu, dass der Server übernommen und dessen Daten manipuliert, kopiert usw. werden können.

Diese drei Lücken sind also hochgradig gefährlich und mit anderen Lücken nicht zu vergleichen. Wenn dich andere nicht erwischen, dann eine von diesen. Die mit apt betrifft jeden und jeden Rechner. Wird vielleicht nicht so leicht/ schnell wie Heartbleed ausgenutzt, ist aber ein unnötiges Pulverfass. Beispielsweise in einem offenen WLAN brauchst du damit nicht updaten/ upgraden, dann könntest du unter Umständen schön verwanzt werden.

Zur Not kann man ja z.B. zum Drucken eine Virtualbox, schroot, Dualboot einrichten oder so. Oder gar per Live-CD drucken. Es gibt aber bestimmt eine andere Lösung.

Grüße, Benno

user_unknown

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10. August 2005

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jug schrieb:

gnude schrieb:

Es gibt auch für ältere Vesionen gute Gründe, und ich denke das sollte man auch respektieren.

Hmm. Genauso wie es heute keinen Grund mehr gibt noch Windows XP zu nutzen (mit Internetzugang),

Kosten für das Windows, Kosten für einen Rechner, das neue Windows auch ausführen kann, Kosten und Anschaffungsärger für neue Hardware, weil es für die alte keine neuen Treiber gibt, Umlernen, Aufwand der Migration, Neuvornahme von Installationen u. Einstellungen - es gibt säckeweise Gründe noch XP zu nutzen, wenn man Windows nicht grundsätzlich ablehnt.

Es kommt nur nicht jeder drauf.

Und wenn dein System dann übernommen wird und als Spamschleuder missbraucht wird (oder Schlimmeres), dann hast du auch die Freiheit dich dann im Zweifelsfall vor der Justiz zu verantworten.

Ja, wenn der 3. Weltkrieg von einem solchen, übernommenen PC losgetreten wird, dann vor einem Kriegsverbrechertribunal, sogar.

Alias-Anybody

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12. Oktober 2014

Beiträge: 267

Ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sicherheitslücken alter, ungepatchter Ubuntu-Versionen (über das Internet) ausgenutzt werden, eigentlich geringer oder gleich groß wie bei alten Windows-Versionen á la XP?

user_unknown

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10. August 2005

Beiträge: 17630

Alias-Anybody schrieb:

Ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sicherheitslücken alter, ungepatchter Ubuntu-Versionen (über das Internet) ausgenutzt werden, eigentlich geringer oder gleich groß wie bei alten Windows-Versionen á la XP?

Du redest von einem Desktop-Linux? Hängt das hinter einem Router am Internet?

Alias-Anybody

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Anmeldungsdatum:
12. Oktober 2014

Beiträge: 267

user unknown schrieb:

Du redest von einem Desktop-Linux? Hängt das hinter einem Router am Internet?

Ja, ich rede von einem Desktop-Linux, das am Internet hängt. Aber keine Angst, ich betreibe so etwas nicht. Würde mich nur interessieren.

verdooft

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15. September 2012

Beiträge: 4450

Ich werfe nen Router auch nicht weg, nur weil es dafür seit 2008 keine neue Firmware gibt. Eine aktuelle/supportete Linux- oder Windowsversion für's Pentium 1 Notebook finde ich auch nicht.

Fazit: Nö, es muss nicht immer das neueste Ubuntu sein.

user_unknown

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Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

Alias-Anybody schrieb:

user unknown schrieb:

Du redest von einem Desktop-Linux? Hängt das hinter einem Router am Internet?

Ja, ich rede von einem Desktop-Linux, das am Internet hängt. Aber keine Angst, ich betreibe so etwas nicht. Würde mich nur interessieren.

Und hängt es an einem Modem am Internet oder am Router?

Via Modem ist die externe Schnittstelle direkt von außen erreichbar und wenn ein Dienst mit Schwachstellen läuft, der verwundbar ist, dann ist die Gefahr hoch, aber das betrifft in erster Linie Serversysteme.

Desktopsysteme, zumal hinter einem Router, sind weit besser geschützt und auch ein weniger interessantes Angriffsobjekt. Bisher hört man auch nichts von angegriffenen Systemen was theoretisch heißen könnte, dass die Malware sich so gut versteckt. Es ist aber wohl so dass Androidsysteme, Server und v.a. die unzähligen Windowskisten viel interessantere Angriffsziele sind.

Ohne das Ausführen von Mailanhängen hätte ich wenig Bedenken.

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