staging.inyokaproject.org

kompatible Netzwerplayer

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 13.10 (Saucy Salamander)
Antworten |

jiha

Anmeldungsdatum:
17. März 2014

Beiträge: 8

Hallo Leute,

ich habe eine, vielleicht etwas blöde Frage: ich bin recht neu im Bereich von Ubuntu und Linux im Allgemeinen. Ich habe auf meinem, ein wenig betagten Rechner erst vor einige Monaten 13.10 installiert. Einfach aus dem Runde heraus, dass ich die ewige Gängelei durch MS und Konsorten satt hatte. Ich hoffe daher, dass meine Frage hier nicht all zu fehl am Platze ist.

Also folgendes: ich habe mir zu meinen Geburtstag einen Netzwerplayer gewünscht, mit dem ich Musik von meinem Linux Rechner auf meine HiFi-Anlage im Wohzimmer streamen kann. Ich hatte aber keine Ahnung welchen ich da nehmen kann, möchte natürlich einen, der möglichst viele Funktionen auch unterstützt. Es kam wie es kommen musste, der Geburtstag war da, keiner wusste was genaues. Jetzt habe ich im Endeffekt einen Gutschein hier von SG-Akkustik in der Schublade liegen. Denn habe ich halt geschenkt bekommen. Vielleicht mag sich ja mal einer von euch Erfahrenen Usern auf http://www.sg-akustik.de/shop/Netzwerkplayer umsehen. Will wie gesagt nichts falsches kaufen.

Ach ja, der maximale Preis sollte so bei 350-400 Euro liegen. Mehr wäre mir dann doch zu viel.

Bearbeitet von tomtomtom:

Titel angepasst.

Moderiert von tomtomtom:

Ins passende Forum verschoben. Bitte beachte Richtig fragen.

hakel

Anmeldungsdatum:
13. August 2009

Beiträge: 23336

natürlich einen, der möglichst viele Funktionen

Das solltest du vielleicht genauer beschreiben.

Es gibt Heute wirklich eine verwirrende Vielzahl an Möglichkeiten.

http://www.amazon.de/Philips-AEA2500-12-Bluetooth-Adapter/dp/B00ENY8E66

Das ist die einfachste Methode, wird dann per iPod oder Smartphone gesteuert. Das ist für mich einfach perfekt, Wohnzimmer, Schlafzimmer etc.

Nur für Musik könntest du dir auch eine Box mit eigenem Speicher besorgen.

Prüf auch mal deine vorhandene HW, Bluray, TV, SatBox haben meist Clients eingebaut. Fritzbox kann als Server dienen.

Client, Ubuntu Host und Steuerung per App (Smartphone, Tab) ist dann die "Krönung" Deluxe.

P.S. Traust du dir die Konfiguration von MPD, mediatomb, xbmc und Co. zu?

nick-name

Anmeldungsdatum:
1. August 2012

Beiträge: 61

Hallo jiha,

wichtig ist, wie hakel schon sagt, dass du dir deine Vorstellungen konkretisierst:

# Welche Datei-Formate soll er abspielen?

# Soll er auch gapless spielen können?

# Muss er auch hochauflösendes Material beherrschen 24bit/96 bzw. 192kHz etc?

# Gibt es für dein Android/IOS-Smartphone / Tablet die passende App zur Fernsteuerung (Die Bedienung über die Geräte-Fernbedienung auf dem Mini-Display ist oft etwas zäh)?

# Soll er auch webradio-streams abspielen?

# Soll er per DLNA auf andere DLNA-fähige Geräte zugreifen können?

# Kann er auf die unter Linux üblichen Netzwerkfreigaben zugreifen (i.d.R. samba-cifs oder nfs, DLNA über miniDLNA geht natürlich auch)?

Ob das Gerät Deiner Wahl kann, was du wüschst, erfährst du in der Regel aus dem jeweiligen Datenblatt. Klanglich gilt meist, je besser desto teurer (umgekehrt nicht immer 😉 ). Da hilft die einschlägige Fachliteratur aus dem Zeitschriftenhandel (stereo, audio, HifiDigital etc.) und das eigene Ohr. Falls Deine Hifi-Anlage den Gegenwert eines Kleinwagens übersteigt, solltes du noch was drauflegen, anderen Falls solltes du für dein Buget ein Gerät finden, was dir viel Freude macht.

Wenn Du etwas Spass am Basteln hast: Mir war die Abhängigkeit von Hersteller-Bedien-Apps und Hersteller Firmware immer etwas einengend. Klanglich ist der größte Effekt fürs Geld ohnehin beim DA-Wandler zu holen. Und ein Netzwerkplayer ist letztlich nichts anderes als ein Ein-Platinen-Rechner mit DA-Wandler, also:

Stufe 1: Kauf die einen Raspberry Pi (ca. 39,-EUR) samt etwas besserem Handy-Netzteil, spiele entweder ein Raspbian samt mpd drauf http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-music-player-daemon-mpd-und-mpc-auf-dem-raspberry-pi oder gleiche eine distribution wie volumio http://volumio.org/, stöpsele die Anlage an den Kopfhörer-Ausgang des pi und steuere das ganze über einen mpd-client deiner Wahl vom PC / Smartphone / Tablet / Netbook. Wenn Du mit dem Sound zufrieden bist, kauf Dir für den Gutschein was anderes Schönes.

Stufe 2: Wenn Du mit dem Sound des Kopfhörer-Ausgangs nicht zufrieden bist, also ein echter Audiophiler bist 😉, kauf dir vom Gutschein einen USB-DAC (Kompatibilitätslisten beachten!)

Ergebnis: Du bekommst einen superflexiblen Netzwerkplayer, der ziehmlich sicher besser klingt als der Fertigplayer fürs gleiche Geld, im Zweifelsfall auch exotische Formate kennt und dessen Einzelteile du auch bei ideologischen Verschleiß gut weiterverwenden kannst (Nachhaltigkeit!). Und du lernst eine Menge über das auf den dritten Blick gar nicht so komplizierte Konzept von mpd.

jiha

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
17. März 2014

Beiträge: 8

Schon mal vielen Dank für die ganze Liste an Anforderungen.

nick-name schrieb:

Hallo jiha,

wichtig ist, wie hakel schon sagt, dass du dir deine Vorstellungen konkretisierst:

# Welche Datei-Formate soll er abspielen?

Habe vorwiegend mp3, einige mit aac, und auch einige oog. Sonst glaube ich nix.

# Soll er auch gapless spielen können?

Muss nicht sein, aber nettes Extra.

# Muss er auch hochauflösendes Material beherrschen 24bit/96 bzw. 192kHz etc?

Da ich vor habe noch weiter aufrüsten zu können, auch was die Komponenten darum angeht, wäre das schon von Vorteil.

# Gibt es für dein Android/IOS-Smartphone / Tablet die passende App zur Fernsteuerung (Die Bedienung über die Geräte-Fernbedienung auf dem Mini-Display ist oft etwas zäh)?

Kommt dann am Ende auf den Player an, würde ich sagen. Momentan habe ich ein Galaxy S3. Wäre aber schön.

# Soll er auch webradio-streams abspielen?

Muss nicht sein, wobei ich schon mal mit einem Spotify Account liebäugle.

# Soll er per DLNA auf andere DLNA-fähige Geräte zugreifen können?

Irgendwann soll mal ein NAS mit einer solchen Funktion dazukommen.

# Kann er auf die unter Linux üblichen Netzwerkfreigaben zugreifen (i.d.R. samba-cifs oder nfs, DLNA über miniDLNA geht natürlich auch)?

Sollte er ja, bzw. ich kann ja auch über einen installierten (noch zu installierenden) DLNA Server streamen.

Ob das Gerät Deiner Wahl kann, was du wüschst, erfährst du in der Regel aus dem jeweiligen Datenblatt. Klanglich gilt meist, je besser desto teurer (umgekehrt nicht immer 😉 ). Da hilft die einschlägige Fachliteratur aus dem Zeitschriftenhandel (stereo, audio, HifiDigital etc.) und das eigene Ohr. Falls Deine Hifi-Anlage den Gegenwert eines Kleinwagens übersteigt, solltes du noch was drauflegen, anderen Falls solltes du für dein Buget ein Gerät finden, was dir viel Freude macht.

So eine teure Anlage hab ich nun nicht, und habe auch nicht vor Zehntausende auszugeben 😉

Wenn Du etwas Spass am Basteln hast: Mir war die Abhängigkeit von Hersteller-Bedien-Apps und Hersteller Firmware immer etwas einengend. Klanglich ist der größte Effekt fürs Geld ohnehin beim DA-Wandler zu holen. Und ein Netzwerkplayer ist letztlich nichts anderes als ein Ein-Platinen-Rechner mit DA-Wandler, also:

Stufe 1: Kauf die einen Raspberry Pi (ca. 39,-EUR) samt etwas besserem Handy-Netzteil, spiele entweder ein Raspbian samt mpd drauf http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-music-player-daemon-mpd-und-mpc-auf-dem-raspberry-pi oder gleiche eine distribution wie volumio http://volumio.org/, stöpsele die Anlage an den Kopfhörer-Ausgang des pi und steuere das ganze über einen mpd-client deiner Wahl vom PC / Smartphone / Tablet / Netbook. Wenn Du mit dem Sound zufrieden bist, kauf Dir für den Gutschein was anderes Schönes.

Stufe 2: Wenn Du mit dem Sound des Kopfhörer-Ausgangs nicht zufrieden bist, also ein echter Audiophiler bist 😉, kauf dir vom Gutschein einen USB-DAC (Kompatibilitätslisten beachten!)

Ergebnis: Du bekommst einen superflexiblen Netzwerkplayer, der ziehmlich sicher besser klingt als der Fertigplayer fürs gleiche Geld, im Zweifelsfall auch exotische Formate kennt und dessen Einzelteile du auch bei ideologischen Verschleiß gut weiterverwenden kannst (Nachhaltigkeit!). Und du lernst eine Menge über das auf den dritten Blick gar nicht so komplizierte Konzept von mpd.

Spaß am Basteln ja, bisher aber noch zu wenig Ahnung. Und leider oft zu wenig Zeit dazu. Man muss ja auch arbeiten.

hakel

Anmeldungsdatum:
13. August 2009

Beiträge: 23336

Momentan habe ich ein Galaxy S3.

Dann kannst du doch schon mal proben. Installier einen Client und versuch dich mit Ubuntu (Server) zu verbinden. Wenn es nur um Musik geht, reicht der MPD. Kenne ich allerdings nicht persönlich.

Theoretisch kannst du die Ausgabe per Bluetooth Adapter auf die Anlage weiter reichen.

http://wiki.ubuntuusers.de/MPD

Android steht ganz unten im Link.

Da hast du genug zum Grübeln. 😀

Antworten |