Schon mal vielen Dank für die ganze Liste an Anforderungen.
nick-name schrieb:
Hallo jiha,
wichtig ist, wie hakel schon sagt, dass du dir deine Vorstellungen konkretisierst:
# Welche Datei-Formate soll er abspielen?
Habe vorwiegend mp3, einige mit aac, und auch einige oog. Sonst glaube ich nix.
# Soll er auch gapless spielen können?
Muss nicht sein, aber nettes Extra.
# Muss er auch hochauflösendes Material beherrschen 24bit/96 bzw. 192kHz etc?
Da ich vor habe noch weiter aufrüsten zu können, auch was die Komponenten darum angeht, wäre das schon von Vorteil.
# Gibt es für dein Android/IOS-Smartphone / Tablet die passende App zur Fernsteuerung (Die Bedienung über die Geräte-Fernbedienung auf dem Mini-Display ist oft etwas zäh)?
Kommt dann am Ende auf den Player an, würde ich sagen. Momentan habe ich ein Galaxy S3. Wäre aber schön.
# Soll er auch webradio-streams abspielen?
Muss nicht sein, wobei ich schon mal mit einem Spotify Account liebäugle.
# Soll er per DLNA auf andere DLNA-fähige Geräte zugreifen können?
Irgendwann soll mal ein NAS mit einer solchen Funktion dazukommen.
# Kann er auf die unter Linux üblichen Netzwerkfreigaben zugreifen (i.d.R. samba-cifs oder nfs, DLNA über miniDLNA geht natürlich auch)?
Sollte er ja, bzw. ich kann ja auch über einen installierten (noch zu installierenden) DLNA Server streamen.
Ob das Gerät Deiner Wahl kann, was du wüschst, erfährst du in der Regel aus dem jeweiligen Datenblatt.
Klanglich gilt meist, je besser desto teurer (umgekehrt nicht immer 😉 ). Da hilft die einschlägige Fachliteratur aus dem Zeitschriftenhandel (stereo, audio, HifiDigital etc.) und das eigene Ohr. Falls Deine Hifi-Anlage den Gegenwert eines Kleinwagens übersteigt, solltes du noch was drauflegen, anderen Falls solltes du für dein Buget ein Gerät finden, was dir viel Freude macht.
So eine teure Anlage hab ich nun nicht, und habe auch nicht vor Zehntausende auszugeben 😉
Wenn Du etwas Spass am Basteln hast:
Mir war die Abhängigkeit von Hersteller-Bedien-Apps und Hersteller Firmware immer etwas einengend. Klanglich ist der größte Effekt fürs Geld ohnehin beim DA-Wandler zu holen. Und ein Netzwerkplayer ist letztlich nichts anderes als ein Ein-Platinen-Rechner mit DA-Wandler, also:
Stufe 1: Kauf die einen Raspberry Pi (ca. 39,-EUR) samt etwas besserem Handy-Netzteil, spiele entweder ein Raspbian samt mpd drauf http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-music-player-daemon-mpd-und-mpc-auf-dem-raspberry-pi oder gleiche eine distribution wie volumio http://volumio.org/, stöpsele die Anlage an den Kopfhörer-Ausgang des pi und steuere das ganze über einen mpd-client deiner Wahl vom PC / Smartphone / Tablet / Netbook. Wenn Du mit dem Sound zufrieden bist, kauf Dir für den Gutschein was anderes Schönes.
Stufe 2: Wenn Du mit dem Sound des Kopfhörer-Ausgangs nicht zufrieden bist, also ein echter Audiophiler bist 😉, kauf dir vom Gutschein einen USB-DAC (Kompatibilitätslisten beachten!)
Ergebnis: Du bekommst einen superflexiblen Netzwerkplayer, der ziehmlich sicher besser klingt als der Fertigplayer fürs gleiche Geld, im Zweifelsfall auch exotische Formate kennt und dessen Einzelteile du auch bei ideologischen Verschleiß gut weiterverwenden kannst (Nachhaltigkeit!). Und du lernst eine Menge über das auf den dritten Blick gar nicht so komplizierte Konzept von mpd.
Spaß am Basteln ja, bisher aber noch zu wenig Ahnung. Und leider oft zu wenig Zeit dazu. Man muss ja auch arbeiten.