staging.inyokaproject.org

Der Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Endu. Betriebssystemen, die Konsole!

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
Antworten |

Darkshade

Anmeldungsdatum:
10. Juli 2010

Beiträge: Zähle...

@nightsky Versuch bspw. mal intuitiv unter Windows etwas bzgl. der Auslagerungsdatei einzustellen. Wenn du nicht weißt, wo das ist, wird das, soweit ich mich erinnere, ein ziemliches Trial and Error. Und das, obwohl auf den Schaltflächen steht, was sie bezwecken. Da ist es dann relativ egal, ob da ein GUI oder nur eine Konsole vorsitzt.

Ich denke, dass es einfach eine Frage der Gewöhnung ist, womit man besser arbeiten kann. Wenn man die Konsole gewöhnt ist, ist man damit schneller, wenn man ein GUI gewöhnt ist, ist man mit der GUI (so sie für den Zweck vorhanden ist) erstmal schneller.

Den Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Betriebssystemen sehe ich nicht in der Konsole, sondern in der Gewöhnung der Leute. Dass Linux eine so geringe Verbreitung hat, liegt meines Erachtens zum einen an Vorurteilen, Vorinstallationen etc., die hier bereits zur Genüge dargestellt wurden, und zum anderen daran, dass die "Einstiegsdroge" üblicherweise Windows ist und man sich bei der Benutzung von Linux evtl. umgewöhnen müsste, mal mehr, mal weniger, je nach Windowmanager. Viele Leute haben aber nicht die Bereitschaft, sich umzugewöhnen, viele Leute schreckt meiner Erfahrung nach schon ab, dass es anders aussieht, bevor sie die Funktionalität überhaupt ausprobiert haben. Dann kommt der Gedanke, "das ist ja anders", der mutiert, objektiv, die der Großteil der Menschen nun mal ist, teilweise innerhalb von Sekunden zu einem "ist ja kompliziert", was wiederum zu einem "will ich nicht" führt (und sich dann ein "brauch ich nicht" einzureden, selbst wenn das besagte System Vorteile gegenüber dem alten hat, erfordert nicht viel Aufwand). Schade, aber so ist der Großteil der Menschen, den ich bisher so erlebt habe, leider. Versucht man allein schon, Windowsnutzer davon zu überzeugen, ihre Taskleiste nach oben statt nach unten zu verlegen, obwohl das den Arbeitsablauf erheblich beschleunigt, wird man meistens angesehen als käme man vom Mond.

Dagegen kenne ich jemanden, der von Computern so gar keine Ahnung hat und dem habe ich kurzerhand Windows weggenommen (ok, Windows hatte sich übel zerlegt und ich habe Abwägen müssen, es zu reparieren oder Linux draufzuklatschen) und Ubuntu 10.04 installiert, der ist vollkommen zufrieden.

Das Spiel, was man zwischen verschiedenen Betriebssystemen hat, hat man doch auch, wenn man Microsoft Office-Benutzern LibreOffice vorlegt, obwohl für den Ottonormaluser nix passiert außer dass die Knöpfe anders aussehen oder wenn man Windows Live Mail-Benutzern den Mozilla Thunderbird oder so ans Herz legt.

Genauso ist es kein Problem, wenn ich mir eine Dokumentation anschaue, in der dann steht, Programm xy auf die Konsole tippen und dann hinter ein -a Option1, hinter -b Option2 und hinter -c Option3. Das ist auch nicht schwerer als sich durch 6324 Untermenüs zu klicken. Und wenn man nicht weiß, was für Optionen man angeben soll, dann hätte man es auch mit einem GUI nicht hinbekommen, denn wenn das in der Doku nicht steht, ist das GUI-Äquivalent davon, dass es in der GUI nicht steht. Und dann ist man in beiden Fällen aufgeschmissen.

Dass Android so verbreitet ist, könnte übrigens denselben Grund haben, warum Windows so verbreitet ist: Es gibt nichts anderes gleichwertig Populäres (Apple ist für die meisten zu teuer und Symbian, Windows Phone, Blackberry spielen für den Privatnutzer eher keine Rolle).

Antworten |