staging.inyokaproject.org

Empfehlung externe Platte für regelmässiges automatisches Backup

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 8.04 (Hardy Heron)
Antworten |

sb11

Anmeldungsdatum:
8. Februar 2009

Beiträge: 109

Hallo zusammen,

ich hoffe vorab, dass ich das richtige Forum gewählt habe (Backup vs. Hardware). Falls nicht bitte verschieben.

Ich habe einen kleinen Homeserver auf dem noch Hardy läuft. Ich möchte demnächst eine grössere Platte einbauen und dann gleichzeitig auf die aktuellste Ubuntu Version upgraden. Die grössere Platte hat zur Folge, dass ich auch eine grössere externe Backup-Platte (Anschluss soll USB 2.0 sein) brauche. Meine aktuelle Backup-Platte hat einen echten Netzschalter, d.h. ich muss die Backup-Platte vor jedem Backup händisch anschalten. Das hat leider zur Folge, dass ich eigentlich zu selten Backups durchführe. Daher würde ich das bei der neuen Backup-Platte gerne etwas besser automatisieren und benötige dafür noch etwas qualifizierte Hilfe.

Ich möchte einmal wöchentlich ein Backup meines Homeverzeichnisses machen (wahrscheinlich mit "back in time"). Bei meiner Recherche nach externen Platten ist mir aufgefallen, dass die meisten keinen echten Netzschalter mehr haben, was mir bei meinem Vorhaben eigentlich entgegen kommen sollte. Der Homeserver läuft 24/7 (ist lüfterlos und relativ stromsparende Hardware) - die Backup-Platte soll aber nur während des Backups laufen und während der restlichen Zeit so wenig wie möglich Strom verbrauchen.

Ob das möglich ist, konnte ich auf den Herstellerseiten leider nicht rausfinden. Einige werben sogar damit, dass die externe Platte automatisch beim Hochfahren des Rechners gestartet wird, aber genau das will ich ja nicht. Kann man eine "schalterlose" externe Festplatte per Skript oder Konsole ein- und ausschalten? Falls ja, unterstützen das generell alle Modelle? Kann jemand Modelle empfehlen, die im ausgeschalteten Zustand möglichst wenig Strom verbrauchen?

Schonmal vielen Dank für die Hilfe!

redknight Team-Icon

Moderator & Supporter
Avatar von redknight

Anmeldungsdatum:
30. Oktober 2008

Beiträge: 21863

Hi,

generell solltest Du dein Konzept noch etwas überdenken. Es hat einige Schwächen:

  1. Du hast nur ein Backupmedium. Du kannst also Backup und Nutzdaten nicht räumlich trennen

  2. Dein Backupmedium ist physisch mit dem Rechner verbunden. Überspannung und Blitzeinschlag zum Beispiel können Nutzdaten und Backup betreffen

Kollege encbladexp hat sich dazu mal einige Gedanken gemacht: http://blog.stefan-betz.net/2011/8/22/datensicherung-backups.

Den Stromverbrauch der externen Platten kannst Du dagegen fast ignorieren, die meisten Platten beherrschen mittlerweile das automatische Abschalten bei Untätigkeit

sb11

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
8. Februar 2009

Beiträge: 109

Hallo redknight,

danke für die Antwort. Hab mir den Artikel mal aufmerksam durchgelesen. Was ich ein bisschen wiedersprüchlich finde ist...

"Datensicherungen macht man immer automatisch, der Mensch vergisst Datensicherungen zu machen"

vs. die Empfehlung Wechselrahmen zu benutzen.

Bei mir besteht leider auch immer die Gefahr, dass ich das Backup einfach vergesse zu machen. Daher hatte ich ja die Idee, das so weit wie möglich zu automatisieren.

Leider kann ich von meinem Hardware Setup her keine Wechselrahmen benutzen. Der besagte Rechner ist ein lüfterloser MiniITX mit VIA CPU wo in das Gehäuse nur eine 2,5" Platte passt. eSATA oder ähnliches gibt es leider auch nicht, d.h. ich muss das Wechselmedium wohl oder übel mit USB 2.0 anschliessen.

Viele Grüsse!

redknight Team-Icon

Moderator & Supporter
Avatar von redknight

Anmeldungsdatum:
30. Oktober 2008

Beiträge: 21863

Das backup an sich passiert automatisch. Der Wechsel des mediums nicht, hier ist ein Automatismus schlicht zu teuer für Heimanwender. (Natürlich hast Du recht, es erfordert einen Eingriff)

Nichtsdestotrotz gehen Stefan und ich von zwei Backupmedien aus, von denen jeweils nur eins aktuell verbunden ist. Das lässt sich auch mit zwei USB-Platten durchführen.

sb11

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
8. Februar 2009

Beiträge: 109

Hmm, gibt es denn USB Festplattengehäuse, in die man Wechselrahmen schieben kann?

Wie läuft das denn dann mit back-in-time/rsync wenn man 2 Platten im Wechsel benutzt? Dann wird das Delta aus Woche x auf die erste Platte geschrieben und das Delta aus Woche x+1 auf die zweite Platte?! Hab wahrscheinlich einen Denkfehler oder zu wenig Ahnung von rsyn aber vielleicht kann es jemand kurz erklären.

Vielen Dank!

redknight Team-Icon

Moderator & Supporter
Avatar von redknight

Anmeldungsdatum:
30. Oktober 2008

Beiträge: 21863

Geh mal von der Idee der Wechselplatte weg. Zwei stinknormale externe USB-Platten tun es auch. Wichtig ist, dass immer nur eine angeschlossen ist und eine (im Optimalfall in einem anderen Haus) woanders liegt. WIE der Anschluß zustande kommt, ist nahezu unerheblich.

Wie Back in Time vorgeht, kann ich dir nicht sagen. rsync vergleicht den Stand der internen Verzeichnisse mit dem Stand auf der externen Platte (in deinem Fall) und aktualisiert im Optimalfall nur die veränderten Dateien auf dem Zielmedium

sb11

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
8. Februar 2009

Beiträge: 109

Ich bin für solche Vorschläge natürlich offen und finde die Idee mit den Wechselrahmen gar nicht schlecht. Ich wollte ja eine Lösung finden, die so "automatisch" wie möglich funktioniert. Da passt regelmässiges USB Kabel umstöpseln nicht so recht dazu.

redknight Team-Icon

Moderator & Supporter
Avatar von redknight

Anmeldungsdatum:
30. Oktober 2008

Beiträge: 21863

Das stimmt wohl. Allerdings muss man auch Wehcselplattren tauschen. Auf welche Art die Arbeit anfällt, ist dabei ziemlich egal. Ich schlage nur eben USB-Platten für, weil die meiner Erfahrung anch günstiger zu bekommen sind. Und falls du mal eine größere Platte fürs backup holst, kannst Du die USB-Platte immer noch für was anderes nutzen/weitergeben.

sb11

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
8. Februar 2009

Beiträge: 109

Antworten |