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Apple macht CUPS schlechter für Linux

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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lg51

Anmeldungsdatum:
24. Dezember 2007

Beiträge: 463

Soeben bin ich über diese Meldung gestolpert:

http://www.heise.de/open/meldung/CUPS-1-6-unterstuetzt-Linux-schlechter-1435234.html

Kurz gesagt geht es darum, dass Apple, die ja vor einigen Jahren den CUPS-Entwickler eingestellt haben, das nun so umbauen, dass Funktionen die für Linux nicht aber für OS X wichtig sind jetzt einfach gestrichen werden.

Nur falls jemand noch Illusionen hatte (was ja leider in der Linux-Szene seltsamerweise ab und zu vor kommt), dass Apple irgendwie unser Freund und auch nur einen Deut besser als Microsoft sei.

Capet

Anmeldungsdatum:
27. März 2009

Beiträge: 429

Ich kenne die Lizensierungshintergründe zu CUPS zwar nicht, aber: Apple hat die Rechte an der Software und den CUPS-Entwickler als Mitarbeiter. Sie passen ihre (?) Software an die Bedürfnisse ihres Betriebssystems an und schmeißen Funktionen raus, die dieses nicht mehr benötigt.

Klingt für mich erst einmal nachvollziehbar, auch wenn es negativ für Linux sein sollte. Ich sehe da auch nirgends ein Freund/Feind-Schema, sondern eher eine wirtschaftliche Entscheidung.

der_alex1980

Anmeldungsdatum:
7. November 2007

Beiträge: 112

Das ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch technische Entscheidung, die sogar ziemlich sinnvoll ist. Auch für Linux.

Hier eine Stellungsnahme des Entwicklers, zitiert aus dem Heise Forum:

Well, if I could actually read German I might be able to comment more specifically, however there are two key changes in CUPS 1.6 that these articles *might* be talking about:

1. Linux-only print backends/filters have moved out of the core CUPS distribution and are now being maintained and developed by the Open Printing project (Linux Foundation) - Linux users won't see a difference.

2. CUPS Browsing (UDP broadcasts over port 631) is no longer supported in CUPS 1.6, replaced by Bonjour (DNS-SD, ZeroConf, and mDNS). This has been coming for a long time - it only ever worked well for small networks with well-known hostnames for the "server" systems, and UDP broadcasts over Wi-Fi have a serious performance impact on the performance/bandwidth that is available, not to mention wasted power for portable devices... This mainly affects people that use BrowsePoll and/or implicit classes for load balancing - regular printer sharing will continue to work, just using a different protocol for finding and using the printers.

http://www.heise.de/open/news/foren/S-Und-hier-ist-eine-Antwort-des-Entwicklers/forum-222028/msg-21443591/read/

Statt Bonjour müsste man unter Linux halt Avahi einsetzen und daran wird ja gerade gearbeitet.

primus_pilus Team-Icon

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Anmeldungsdatum:
8. Oktober 2007

Beiträge: 9144

Capet schrieb:

Klingt für mich erst einmal nachvollziehbar, auch wenn es negativ für Linux sein sollte. Ich sehe da auch nirgends ein Freund/Feind-Schema, sondern eher eine wirtschaftliche Entscheidung.

So sieht’s aus. Es ist eher das Problem der Linux Seite, dass man sich darauf verlassen hat, dass Apple CUPS weiterentwickelt. Damit hat man sich in eine Abhängigkeit gebracht. Wenn man das tut, darf man sich hinterher nicht beschweren, dass Entscheidungen getroffen werden die nicht den eigenen Wünschen entsprechen.

Der Code steht unter der GPL. Du kannst also heute noch einen Fork erstellen und nach deinen Vorstellungen weiterentwickeln. 😉

Grüße
Thomas

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