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Linux Viren, wann kommen sie?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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rleofield

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Anmeldungsdatum:
14. September 2008

Beiträge: 798

Sie ist nicht auszurotten, die Meinung dass Linux genau wie Windows von Viren heimgesucht wird, wenn sich Linux auf dem Desktop stärker verbreitet hat.

Diese 'Theorie' kursiert schon einige Jahre im Netz. Die 'vorhergesagte' Virenflut für Linux ist ausgeblieben.

Zum Beispiel hier:

http://www.tecchannel.de/sicherheit/spam/401638/report_viren_unter_linux/
http://forum.ubuntuusers.de/topic/artikel-auf-spiegel-online/

uvam.

Hier sind einige gute Gründe genannt, warum das so ist und auch so bleiben wird:

http://www.thelinuxgeek.com/content/if-linux-was-popular-would-there-be-more-viruses

Moderiert von V for Vortex:

Wie schon von tomtomtom einen Beitrag weiter angedeutet, enthält das Thema keine direkte Supportfrage. Daher nach „Rund um Linux und Open Source“ verschoben. Bitte beachte die Themenstickies in jedem Forum.

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22. August 2008

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Und deine Supportfrage ist jetzt welche?

ubuntuhorst

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24. März 2010

Beiträge: 31

die Gefahr sitzt ja bekanntlich vor dem Bildschirm und ich will wetten, dass der durchschnittliche Linuxuser ne ganze Ecke erfahrener ist , als der gemeine windowsuser. Insofern macht es das System weniger für Viren anfällig 😀 Ich denk auch, es is den meisten Linuxern bewusst, dass ihr System genauso für Viren anfällig ist wie alle anderen 😉

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1. Februar 2007

Beiträge: 12095

rleofield schrieb:

Hier sind einige gute Gründe genannt, warum das so ist und auch so bleiben wird:

http://www.thelinuxgeek.com/content/if-linux-was-popular-would-there-be-more-viruses

Der Artikel liefert leider keine fundierte Begründung für diese These. Die erste der anderthalb Seiten beschäftigt sich ausschließlich mit einer Kurzeinführung in die verschiedenen Laufwerks- und Dateistrukturen (inklusive einer viel zu langen Abhandlung über die Funktion sämtlicher Systemverzeichnisse von GNU/Linux), welche an sich absolut nichts mit Virenanfälligkeit zu tun haben. Die Gründe auf der zweiten Seite sind zu oberflächlich und trivial gedacht: Nicht per se ausführbare Downloads kann jeder Benutzer ganz schnell per Rechtsklick ausführbar machen, und das wird für viele Leute genauso zur Routine wie ihr Passwort bei jeder vermeintlichen sudo-Abfrage einzugeben. Die verschiedenen Distributionen sind auf Systemebene nahezu identisch und unterscheiden sich vor allem in der Softwareauswahl, der Paketverwaltung und der Desktopumgebung.

Auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass es nicht nur mit GNU/Linux' Marktanteil zu tun hat, dass es bislang keine bekannten freilebenden Viren unter GNU/Linux gibt, halte ich den obigen Artikel für nicht sehr hilfreich zu diesem Thema. Ich empfehle da eher die hiesigen Artikel Sicherheitskonzepte und Sicherheits 1x1 für einen Einstieg, bzw. tiefer gehende Fachliterator bei größerem Interesse.

seaman

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: 1612

ubuntuhorst schrieb:

die Gefahr sitzt ja bekanntlich vor dem Bildschirm und ich will wetten, dass der durchschnittliche Linuxuser ne ganze Ecke erfahrener ist , als der gemeine windowsuser. Insofern macht es das System weniger für Viren anfällig 😀 Ich denk auch, es is den meisten Linuxern bewusst, dass ihr System genauso für Viren anfällig ist wie alle anderen 😉

Auch wenn es durchaus Leute gibt, die dem widersprechen würden, denke ich, dass du es auf den Punkt gebracht hast.

Wenn man sich mit Windows auskennt, dann ist auch dort kein Virenscanner notwendig. Seit etwa 4 Monaten habe ich auf meinem Rechner kein Windows mehr installiert (ok, noch in VirtualBox für ein spezielles Programm für die Uni) und ich kann mich während meiner langen Windows-Zeit nicht daran erinnern, jemals ein Virus oder ähnliches gehabt zu haben. Aber dennoch hatte ich immer einen Virenscanner installiert, aber auch nur weil ich zurückblickend denke, dass die Gehirne der Windows-User (und auch meins 😉) so dermaßen weichgekocht und gewaschen werden, dass sie den "Sicherheitsfirmen" glauben und deren Virenscanner ohne wenn und aber installieren. Das einzige was der Virenscanner manchmal (ok, eher selten) ausgab, war ein nachweislicher Fehlalarm. Ansonsten hat er bei mir nur Ressourcen gefressen.

Aber ok, ich habe mich schon immer mehr mit meinem Rechner beschäftigt, als andere. Das schließt auch Windows ein.

Barabbas

Avatar von Barabbas

Anmeldungsdatum:
31. März 2007

Beiträge: 1651

Ich finde, dass das ein guter Aspekt ist. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, in meiner aktiven Windows-Zeit ein Viren-Problem gehabt zu haben. Es geht also vielleicht gar nicht Mal nur darum, ob und wie sehr sich Linux als Angriffsziel lohnt oder wie sicher das Design ist - solange das Linux-Klientel im Bezug auf Sicherheit reflektierter ist, als der durchschnittliche Windows-Nutzer, gibt es schon allein dadurch einen de-facto-Sicherheitsvorsprung.

Um noch kurz auf den Titel des Threads einzugehen:

Linux Viren, wann kommen sie?

Ich bin mir sicher, dass Adobe in nächster Zeit auch dieses Feature für Linux verfügbar machen wird 😈

der_alex1980

Anmeldungsdatum:
7. November 2007

Beiträge: 112

rleofield schrieb:

Die 'vorhergesagte' Virenflut für Linux ist ausgeblieben.

Weil auch das 'vorhergesagte' Jahr des Linux-Desktops bisher ausgeblieben ist. Im Serverbereich, wo Linux gut verbreitet ist, gibt es mehr als genug Schadsoftware. Da gibt es Bots, die nichts anderes machen als das Internet nach Servern mit bekannten Schwachstellen zu durchsuchen, auf denen dann gleich der passende Exploit installiert wird, um ihn in eine Spamschleuder zu transformieren.

Ein weiterer Punkt ist die Uneinheitlichkeit von Linux Desktopsystemen, was es wesentlich erschwert, Software für diese zu programmieren. Der Linuxhater hat dazu einen guten Beitrag.

Macs don't get viruses either. Because like your OS, they're a small part of the installed base.

But actually, what no one talks about is that writing a virus for Linux is really hard. And that's not necessarily a good thing.

The luser whales, "OMG, But how can that be? BBQ!"

You see, a virus needs to make certain assumptions about your platform. Certain libraries existing, with particular ABI's. Certain data being accessible through particular API's. In other words, a common set of core components that are available on every install of your system so that the virus's code can be small and compact and yet infect as many machines as possible.

Wait, this sounds familiar. Oh yea, that's right: real software needs that too. Why is there no proprietary software for Linux? because for all practical purposes DEPLOYMENT IS IMPOSSIBLE. The Linux market is so small that there's no point going after it unless you try to support all Linux deployments. Hmm, well what does that mean? At least 3-4 major distros, which all have multiple versions of the past few years with different kernels and different libraries and different versions of GTK and different ways to integrate into the start menu, and different broken versions of evolution. Fuck me! Sounds like awesome fun. I'm glad people have all these choices. They can have another choice: FUCK OFF! I DON'T WANT YOUR FUCKING HIPPIE MONEY!

http://linuxhaters.blogspot.com/2008/06/at-least-we-dont-have-any-viruses.html

k1l

Avatar von k1l

Anmeldungsdatum:
22. September 2006

Beiträge: 1253

Ich habe im oben verlinkten Thread zu dem Thema bereits schon gesagt:

  • 1% Erfolgschance gegen 90% Erfolgschance durch Marketshare machen es für Cracker uninteressant

  • Anwender zum größten Teil eher erfahren und sicherheitsbedacht, da noch keine Verbreitung User-Schichten übergreifend

  • Paketsysteme mit Sicherheitsupdates sorgen für Schutz

  • sehr breite Streuung der Programm/Lib-Versionen über die verschiedenen Distributionen und Versionen

1. und 2. ändert sich zusammenhängend und das antiproportional.

Das PPA Dilemma war schon der erste Akt des Teufels. Was einige User sich da alles reinkloppen geht schon auf keine Kuhhaut. (Beispiel: http://ikhaya.ubuntuusers.de/2006/11/20/eine-kleine-geschichte-ueber-fremde-paketquellen/ und das ist von 2006! )
Auch wollen vermehrt Programmanbieter, dass sie einzeln auf der Programmhomepage runtergeladen werden (Skype, Java,..) und hebeln auch wieder den automatischen Schutz durch Updates des Paketsystems aus.

Andere Bereiche wie Server oder Android haben gezeigt, dass es sehr schnell ganz anders aussehen kann.

DSL-Surfer

Avatar von DSL-Surfer

Anmeldungsdatum:
20. Oktober 2007

Beiträge: 882

tomtomtom schrieb:

Und deine Supportfrage ist jetzt welche?

„Linux Viren, wann kommen sie?“

Das kann man hinsichtlich der eigenen Sicherheitsbedürfnisse zu einem OS als Support-Anfrage werten!

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Anmeldungsdatum:
22. August 2008

Beiträge: 55572

DSL-Surfer schrieb:

Das kann man hinsichtlich der eigenen Sicherheitsbedürfnisse zu einem OS als Support-Anfrage werten!

Ich würde das eher als Grundsatzfrage interpretieren, die im Supportbereich nichts zu suchen hat...

user_unknown

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Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

k1l schrieb:

Ah, wie sich die Wege kreuzen. ☺

Ich habe im oben verlinkten Thread zu dem Thema bereits schon gesagt:

  • 1% Erfolgschance gegen 90% Erfolgschance durch Marketshare machen es für Cracker uninteressant

  • Anwender zum größten Teil eher erfahren und sicherheitsbedacht, da noch keine Verbreitung User-Schichten übergreifend

  • Paketsysteme mit Sicherheitsupdates sorgen für Schutz

  • sehr breite Streuung der Programm/Lib-Versionen über die verschiedenen Distributionen und Versionen

1. und 2. ändert sich zusammenhängend und das antiproportional.

Das PPA Dilemma war schon der erste Akt des Teufels. Was einige User sich da alles reinkloppen geht schon auf keine Kuhhaut. (Beispiel: http://ikhaya.ubuntuusers.de/2006/11/20/eine-kleine-geschichte-ueber-fremde-paketquellen/ und das ist von 2006! )

Wenn sich 1. und 2. antiproportional entwickeln, dann soll das doch heißen, dass sich, je früher desto weniger Anfänger, und je später desto mehr finden, und die Gefahr wächst.

Wie kommt es, dass 2006 jetzt 5 Jahre her ist, aber 1 Jahr nach Gründen des Forums vorkam? Widerspricht das nicht Deiner Aussage? Hätten solche Vorfälle nicht zunehmen müssen? Oder sinkt die Zahl der Nutzer seither?

Die damalige Diskussion ist übrigens leider verloren: http://forum.ubuntuusers.de/topic/59063/

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22. August 2008

Beiträge: 55572

Das_Wort

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2009

Beiträge: 5269

Ich werde jetzt nicht die gebrachten Argumente wiederholen…
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Aber oft wird argumentiert, dass der Mac doch auch mal seine Viren bekommen müsste weil es doch jetzt auch bei 10% Verbreitung ist. So hört man es des öfteren, zumindest von in paar Fanboys, dass aber OS X so ***** sicher ist, und deshalb passiere nichts.

Und das stimmt, wie eben bei Linux, nur teilweise. Die Verbreitung von Viren ist NICHT linear zu Verbreitung des OS, denn Viren sind mittlerweile fast nur noch von kommerziellem Interesse getrieben. Und da ist es zum einen unwirtschaftlich bei OSX einzubrechen, als auch zu kompliziert. Denn die meisten Viren werden heute gekauft und zusammen geklickt.
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Schauen wir uns das mal genauer an:

Es gibt pro Jahr ca. 50.000 Viren (Zahlen ausgedacht und sollen nur das Verhältnis verdeutlichen), dabei ist das noch zu wenig und ein Großteil davon ist Malware.

Aber das meiste davon sind nur leicht geänderte Derivate, mit einem kleinen Unterschied von Funktionen (wg. Baukästen) oder geänderten Dateien, um den Signaturen der Antimalware-Hersteller zu entgehen.
Davon sind, sagen wir mal, 50 "Stammviren" die sich wirklich unterschieden. Davon sind wiederum 90% kommerziell und gaaanz pöse.

D.h. es gibt ca. 5 gefährliche Viren für Windows die aus Interesse, Fame oder aus einem anderen nicht-kommerziellen Interesse geschrieben wurden.
Da diese Industrie die wirklich viel Geld umsetzt, teilweise sehr träge ist, zumal sich die Anteile von BS nicht sonderlich schnell ändern und eigentlich nur Linux/BSD/Mac OSX-Anwender (mehr privat) updategeil sind, machen sie es dem Virenschreiber schwerer und werden unwirtschaftlicher.

Das Virenwachstum ist also weder linear im Wachstum, noch proportional zum Verbreitungsgrad. Das sich Leute mit Interesse nicht wirklich um die Profitabilität einer Schadsoftware kümmern zeigen Wettbewerbe (z.B. pwn-to-own) und Wissenschaft.

Außerdem werden meist ja eh Anwendungsprogramme mit hohem Verbreitungsgrad (z.B. VLC, Webbrowser, Adobe Reader) angegriffen.
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Bzgl. des Virenwachstums ist ja auch zu bemerken dass momentan, und besonders in Zukunft, die Angriffe auf oder über Webanwendungen zunehmen werden (Facebook-Viren != Facebookvirus 😛). Der Fokus auf lokale Anwendungen, wie PDF-Reader hingegen, werden abnehmen (außer bei Adobe). Diese sind ja auch nicht immer installiert. Bei Facebook kann man sich sicher sein dass der User auch Facebook nutzt. Und dann muss man vielleicht noch zwischen den drei beliebtesten Webbrowsern wählen, insgesamt ist die Softwareauswahl sehr beschränkt, zumal es die guten Browser auch für mehrere BS gibt! Und außerdem gibt es eh den Angriffsweg "Benutzer"!
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Wie es bei mobilen Geräten, die auch normale Computer sind, aussehen wird will ich nicht festlegen. Mobilgeräte profitieren seit jeher schon von den Entwicklungen bei "normalen" Computern, man bedenke wie lange sich Displaytechnologien bei Handy und Smartphones gehalten haben, oder Funktechnologien.

Auch setzt man bei Smartphones (fast) seit Anfang auf Sicherheitstechnologien wie Sandboxing.

Beim Windows-PC sah das anders aus, zumal MS ja nie ihr BS für

  • Mehrere Benutzer

  • Web

  • Sicherheit 😛

konzipiert hatte. MS hat immer gemerkt "da fehlt doch was" und es dann hinzugefügt, aber das ist ein anderes Thema.

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