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Der Hype um Linux Mint

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 11.10 (Oneiric Ocelot)
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Roldanus

Avatar von Roldanus

Anmeldungsdatum:
18. Januar 2009

Beiträge: 258

Ich bin sicher nicht das große Schreiber-As, allerdings sind mir einfach ein paar Dinge wichtig geworden, die es hier niederzuschreiben gilt.

Ich bin nun fast 52-Jahre alt und nutze Ubuntu seit der Version 8.04. Ich bin weder Insider, noch Programmierer und Kenner aller Bezeichnungen.

Beginnend muss man einfach nur einmal einen großen Dank aussprechen und zwar an alle Menschen die sich Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr um Jahr für die Open Source und Linuxgemeinde einsetzen.

Die Programmierer, die Supporter, alle Helfer machen es in diesem Zusammenhang möglich, ein Betriebssystem wie Linux, in diesem meinem Falle hier Ubuntu, auf meinem Desktop-PC nutzen zu können.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Als Cannonical ankündigte ab Ubuntu Version 11.04 andere Wege zu gehen (Unity) als die Anderen, da war auch bei mir die Aufregung groß.

Etwas Neues, Anderes, möglicherweise Epochales in der Linuxwelt kündigte sich an.

Als ich nun das erste Mal Unity sah und nutzen durfte war ich schon ein wenig irritiert. Diese komische Leiste da, auf der linken Monitorseite, alles erschien kompliziert und schnell begann meine Irrfahrt durch die Linuxwelt.

Kubuntu, Linux Mint usw., viele habe ich ausprobiert.

Mittlerweile konnte man auch auf distrowatch.com erkennen, das sich langsam aber sicher die Werte von Ubuntu als das am meisten benutzte und beliebte verschlechterten, zu Gunsten von Linux Mint.

Das ist wohl heute noch so.

Endlich war es geschafft. Durch viele Kritiken, Beschreibungen und Bedeutungen, Ubuntu in einen Abwärtstrend zu bringen. Dieses komische Leiste da am linken Bildschirmrand......

Nun, wie oben schon geschrieben war da eben meine Rally durch die Linuxwelt!

Was hat es gebracht?

Gebracht hat es: Kein Linux Desktop-Betriebssystem kann Ubuntu das Wasser reichen. Unity ist ein fortschrittlicher Meilenstein, ein unglaublich schnelles und wirklich leichtes Bedienerkonzept.

Ubuntu (mit Unity) in seiner jetzigen Form ist für mich jedenfalls allen anderen Konzepten, KDE, Cinnamon etc. weit überlegen.

Ich habe allergrößten Respekt vor dieser Leistung.

Beste Grüße

Roldanus

Capet

Anmeldungsdatum:
27. März 2009

Beiträge: 429

Roldanus schrieb:

Mittlerweile konnte man auch auf distrowatch.com erkennen, das sich langsam aber sicher die Werte von Ubuntu als das am meisten benutzte und beliebte verschlechterten, zu Gunsten von Linux Mint.

Das ist wohl heute noch so.

Endlich war es geschafft. Durch viele Kritiken, Beschreibungen und Bedeutungen, Ubuntu in einen Abwärtstrend zu bringen. Dieses komische Leiste da am linken Bildschirmrand......

Über die Aussagekraft von Distrowatch wurden hier schon endlose Diskussionen geführt. Jede Distri/ Jedes Konzept hat seine Befürworter und seine Gegner. Das ist das Gute: Man hat die Wahl. Linux Mint hat seine Verbreitung sicher nicht durch Ubuntu-Bashing erreicht, sondern weil sich dessen Nutzer von dem Konzept und der Distri angesprochen gefühlt haben. Wenn es dich nicht anspricht, ok, muss es auch gar nicht. Du hast die Wahl, wie jede/r andere auch. Wenn du mit Ubuntu zufrieden bist, gut, nutze es, aber der Threadtitel sieht für mich nur nach weiteren Mint-Flames aus.

Capet

http://forum.ubuntuusers.de/topic/diskussion-ueber-linux-mint/

emcebe

Avatar von emcebe

Anmeldungsdatum:
17. Februar 2008

Beiträge: 214

Hallo Roldanus,

ich finde deinen Beitrag interessant - auch wenn ich anderer Meinung bin. Und gerade das scheint das Problem zu sein: Man bekommt mit Unity nicht alle Leute unter einen Hut.

Ich komme persönlich mit dem Bedienkonzept nicht zurecht. Vielleicht will ich das auch gar nicht. Das Design gefällt mir an sich. Mich stört aber die Tatsache, dass ich es nicht out-of-the-box konfigurieren kann, wie ich es will (z.B. diese komische Leiste da, die ich gerne am unteren Bildschirmrand hätte).

Es gibt für alles eine Lösung, aber wenn ich mir das System "zusammenschustern" muss, dann brauche ich kein Ubuntu mit Unity.

Daher habe ich zu KDE gewechselt, wobei ich "früher" mit Gnome 2.x sehr zufrieden war. Ich habe sogar eine Zeit lang mit Centos gearbeitet, weil dieses noch mit Gnome 2 läuft - und das sogar noch die nächsten 6 Jahre.

Letzlich möchte ich aber schon einen modernen Desktop haben, der sich frei konfigurieren lässt - und mittlerweile muss man ja sagen, dass KDE wirklich gut läuft. Dort kann ich meinen Desktop auch so gestalten, wie ich möchte - oder eben so, wie ich es gewohnt bin um effektiv damit zu arbeiten.

Leiste links, rechts, oben, unten... mit KDE ist das kein Problem.

Dennoch auch von mir ein großes Lob an alle *buntu-Teams auf dieser Welt 😉

Viele Grüße

emcebe

Roldanus

(Themenstarter)
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Anmeldungsdatum:
18. Januar 2009

Beiträge: 258

Capet schrieb: aber der Threadtitel sieht für mich nur nach weiteren Mint-Flames aus.

Capet

http://forum.ubuntuusers.de/topic/diskussion-ueber-linux-mint/

Ich weiß zwar nicht was ein Mint-Flame ist, aber ich muss dir recht geben, der Titel ist womöglich etwas unglücklich. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass Unity für mich das Konzept der Zukunft ist.

Nicht mehr und nicht weniger. ☺

Roldanus

(Themenstarter)
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Anmeldungsdatum:
18. Januar 2009

Beiträge: 258

@emcebe

Danke! ☺

Kelhim

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Anmeldungsdatum:
18. September 2006

Beiträge: 3642

Es gibt immer Widerstände, wenn etwas Neues eingeführt wird. Auch bei KDE, das heute plötzlich als Alternative für die Fans des traditionellen Desktops angepriesen wird und das ich selber seit drei Jahren gerne benutze, gab es zu Beginn der 4er-Reihe massive Auseinandersetzungen und Schmähungen, gerade aus der sogenannten Community. Heute ist es vor allem die früher mit Beleidigungen belegte Plasma-Oberfläche, die KDE so flexibel macht, dass damit sowohl Gnome 2 als auch Unity nachgebaut werden können, und allerorten gelobt wird. The times they are a-changin' ...

Unity erfährt ebenfalls zunehmend wohlwollende Kritiken. Für diejenigen, die sich anfangs so vernichtend äußerten, ist es natürlich zu früh, ohne Gesichtsverlust ihre Meinung zu überdenken, aber irgendwann siegt die Neugier, und dann hält die starke Abneigung von früher sogar noch als das berühmte Kronzeugenargument her, warum der neue Standpunkt besonders rational sei: "Ich war nie ein Fan von [...], aber [...]". So ist es immer. In Wirklichkeit steigt mit dem zeitlichen Abstand schlicht die Bereitschaft, mal etwas Neues auszuprobieren und ihm eine ehrliche Chance zu geben, und mit dieser Offenheit erlebt man die Neuerung, große Überraschung, dann doch nicht als den Untergang des Abendlandes, sondern als Gewöhnungssache.

Ich würde diese Entrüstungsstürme nicht so hoch hängen. Und Distrowatch-Klickzähler sind nicht einmal ein Sturm im Wasserglas. An deiner Stelle würde ich gelassen bleiben und jedem Menschen die Zeit geben, verschiedene Desktops ausgiebig zu testen, auch der nächste neue Gtk-Desktop ist eine legitime Wahl.

Roldanus

(Themenstarter)
Avatar von Roldanus

Anmeldungsdatum:
18. Januar 2009

Beiträge: 258

@Kelhim

Absolut!

Vielen Dank! ☺

k1l

Avatar von k1l

Anmeldungsdatum:
22. September 2006

Beiträge: 1253

Über Geschmack lässt sich ja bekannter Weise nicht streiten. Jeder hat die freie Wahl, welches Desktop Enviroment er einsetzen möchte.

Allerdings muss ich bei dem Punkt widersprechen:
Capet schrieb:

Linux Mint hat seine Verbreitung sicher nicht durch Ubuntu-Bashing erreicht, sondern weil sich dessen Nutzer von dem Konzept und der Distri angesprochen gefühlt haben.

Ich erlebe immer wieder verunsicherte User, die davon ausgehen, dass es Ubuntu nur noch mit Unity gibt, weil sie es so aus der Mint-Ecke gehört haben. Und gerade dein verlinkter Thread ist ein Paradebeispiel für Ubuntu/Unity Flames.

Aber zurück zum Thema:
Ab und an muss man nunmal Sachen ändern um mit der zeit zu gehen. Hier ist jedoch auch die Flexibilität und Toleranz der User gefragt. Selbst die heute so gelobten DE wie KDE4 und gnome2 starteten mit einem riesigen Theater. Das Lustige ist dabei, dass Unity eigentlich nur die Grundidee (Vereinfachung) von gnome2 weiterführt. Und auch gnome2 hatte damals richtig Dresche einstecken müssen: http://mail.gnome.org/archives/usability/2005-December/msg00022.html

Gnome seems to be developed by interface nazis, where consistently the excuse for not doign something is not "it's too complicated to do", but "it would confuse users".

Ich finde es eher lustig, dass sich User fanatisch an gnome2 klammern und Ubuntu/Unity Sachen vorwerfen, die gnome2 selbst eingeführt hat.

Ich sehe das ähnlich wie Kelhim; wenn sich die User erstmal wieder abreagiert haben, dass gnome ihren gewöhnten gnome2 nicht mehr baut, besteht die Chance, dass sie sich offen gegenüber Neuem verhalten und es dann auch als gar nicht so schlecht oder un-an-wendbar halten.

Pluff

Anmeldungsdatum:
8. Juni 2011

Beiträge: 245

Ich würde um 100€ wetten, dass Ubuntu noch immer die am weitesten verbreitete, bzw. die am häufigsten installierte Linux Distribution für Privatanwender ist. Es wurde ja schon bis zum Erbrechen erläutert, dass Distrowatch nicht die tatsächliche Anzahl der Installationen anzeigt, sondern lediglich die Zahl der Suchanfragen, auf seiner eigenen Seite.

axt

Anmeldungsdatum:
22. November 2006

Beiträge: 34254

Pluff schrieb:

Es wurde ja schon bis zum Erbrechen erläutert, dass Distrowatch nicht die tatsächliche Anzahl der Installationen anzeigt

Richtig, distrowatch.com hat diesbzgl. schlicht keine Relevanz. Ich wüßte beispielsweise nicht, weshalb ich eine Ubuntu-Version (oder irgendeine andere Linux-Distribution) darüber suchen/ziehen sollte, statt seit x Jahren von ubuntu.com.

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