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"Backup" mit Windowszugriff

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 11.10 (Oneiric Ocelot)
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tom_u88

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2007

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Mal ne klassische boonanfrage: Habs mit der Forumssuche probiert aber leider nichts passendes gefunden. Aufgaben: - ich will mein Home-Verzeichnis auf einer externen Festplatte sichern und aktuell halten - ich will auf das Backup mit Windows zugreifen könnnen (ich weiß dass es wenig Sinn macht mit dem Backup aktiv zu arbeiten, aber die psychologische Sicherheit alles doppelt zu haben beruhigt mich schon)

Das Problem ergibt sich da ich sämtliche Dokumente usw. grundsätzlich auf meiner ext4 Ubuntu Platte speichere, das ist sozusagen mein erster Zugriffspunkt am Laptop. Andererseits hab ich viele Programme die ich für die Arbeit brauche (Adobe, CAD-programme usw.) im Windows laufen, was doch mal lockere 100 Gig und soviel Platz ist dann leider nichtmehr um alles doppelt anzulegen - und benötige oft Dokumentzugriffe (z.B. Emails, Bilder usw.) die ich dann über die externe, in ntfs formatierte Platte laufen lassen will. Ich habe verschiedene Sachen probiert, rsync, deja-dup (für mein Vorhaben absolut unbrauchbar) und unison. Unison sagt mir sehr zu, macht doch genau was ich will (Synchronisation in beide Richtungen), allerdings werden die Rechte nicht sauber übernommen (da ntfs) was Schwierigkeiten beim zurückkopieren bringt. Hab auch mal an eine Netzwerklösung gedacht, scheidet aber bei den Datenmengen leider aus, außerdem hab ich gerne alles immer in der Tasche und nicht daheim auf meinem Server. Ich hab auch verschiedene Skripte für rsync im Auge, aber was passendes hab ich nicht gefunden und als klassischer Endanwender ist mir das ganze oft zu hoch ☺

wäre nett wenn jemand ne Lösung hat oder sich denken kann - ganz unbeholfen bin ich nichtmehr was Linux angeht aber wie gesagt, es soll einfach sein ☺ viele Grüße, Thomas

Benno-007

Anmeldungsdatum:
28. August 2007

Beiträge: 29240

Seltene Frage. Frage dich erstmal: Warum fühlst du dich sicherer, wenn deine Daten auch per Win zugreifbar sind? Sie liegen doch auf einer externen Festplatte (oder intern oder auf einem Stick z.B.) und sind somit immer vorhanden. Bei einem Defekt des internen Ubuntusystems bootest du einfach die Desktop CD oder ein solches Live System auf Stick. Und hättest wieder vollen Zugriff. Spätestens als root (sudo):

gksu nautilus

Wenn du Windowszugriff willst, brauchst du NTFS - und NTFS kannst du nicht direkt als Home nutzen und die Dateirechte gehen beim Sichern verloren. Da /home meist Standardrechte hat, macht sich das hauptsächlich bei bewussten Rechteveränderungen oder Schutz von PGP-Keys sowie eigenen ausführbaren Scripten bemerkbar, etwa irgendwelchen Startern von dir, die du mal manuell angelegt hattest.

Linux soll ab etwa 12.04 NTFS-Dateirechte interpretieren können, aber bis dahin ist es noch eine Weile und ich würde nicht erwarten, dass das sofort problemlos funktioniert und lieber auf eine solide Linuxlösung ohne Rechte Umwandeln setzen.

Lösung 1: Du benutzt für die Daten nur noch Linuxdateisysteme (ggf. zweite Partition auf der externen Platte) wie ext4 und startest im Notfall ein Notfallsystem mit Linux. Deine Daten sind so jederzeit zugreifbar, auch an fremden PCs, die Linux booten können (90%, evtl. im Bootmenü Bootoption acpi=off oder bei schwarzem Bildschirm nomodeset probieren).

Lösung 2: Du frickelst mit Win und ext4-Treibern auf den Daten herum, aber besser nur an der Sicherung und in der Hoffnung, das verfrickelte Datenpaket nicht zurücksichern zu müssen. Wenn dir das nur mehr Sicherheitsgefühl und Lesezugriff geben soll, ist das sogar die beste Lösung. Siehe Linux-Partitionen unter Windows. ext2fsd fand ich ganz gut, aber es ist bisschen zu konfigurieren und rumzuklicken. Der Linux Reader ist für Lesezugriffe vermutlich einfacher und kann wenigstens an den Dateirechten keinen Schaden anrichten, da er nur lesen kann.

Lösung 3 (evtl. ergänzend): rsync macht eigentlich das, was du willst, bietet aber im Artikel auch grafische Oberflächen an. grsync ist ganz simpel, Back In Time auch sehr beliebt und mächtig. Den Befehl, der rauskommt, kannst du teils in den Logdateien nachsehen:

grep rsync /var/log/syslog ~/.xsession-errors

Danach kannst du ihn speichern oder anpassen. Hilfreich ist die Manpage von rsync. Du solltest zunächst mit Testordnern üben, dann kannst du nur gewinnen, an Erfahrung und Einstellungsdetails, die dir helfen.

Die von dir erwähnten Scripte bauen vermutlich noch im Script die Zeitpunkte der Sicherung ein oder stecken das Script in entsprechende Autostarts wie rc.local bzw. zeitliche Abarbeitung per cron. Du kannst es auch einfach bei jedem PC-Start (mit einer Wartezeit per sleep) ausführen lassen oder per Klick manuell, indem du den Befehl abspeicherst. Den Befehl kannst du dir auch mit einer grafischen Oberfläche zusammenklicken und dann den Befehl im Log herausholen, wie gesagt. Und dann als Icon/ Starter abspeichern (bei Unity derzeit sehr fummelig: /Unity/FAQ#Starter-erstellen).

Du kannst auch einfach das Programm per grafischer Oberfläche starten oder den Befehl als Script speichern, so dass du nur noch den ./namen ins Terminal eingeben musst.

Grüße, Benno

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