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Startprobleme mit qt4-fsarchiver

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx)
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grumpy_grizzly

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Anmeldungsdatum:
26. Dezember 2011

Beiträge: 263

Dieter_Ubuntu schrieb:

In der Datei oper_save.c Zeile 778 hat der Programmierer von fsarchiver diesen Kommentar hinzugefügt:

backup the directory itself (important for the root of the filesystem)

In dem dortigen Bereich wird überprüft, ob das Verzeichnis beispielsweise /tmp/fsa/20150128-103332-00 angelegt werden kann. In diesem Verzeichnis, das weitere Unterverzeichnisse enthält, werden vorübergehend Daten für die Sicherung durch (qt4-)fsarchiver abgelegt. Diese temporäre Verzeichnis kann bei Dir nicht angelegt werden, was mit den Benutzerrechten zusammenzuhängen scheint. Was ich schon mal geschrieben habe, hat sich gefestigt: Das Problem ist nicht (qt4-)fsarchiver sondern Dein problematischens Betriebssystem.

Aber die Fehlermeldung kommt doch mit Bezug auf das Verzeichnis ".gvfs" (ich meine die Ausgabe von fsarchiver, nicht qt4-fsarchiver)? Nach kurzer Suche bin ich auf diesen bug gestoßen. Wurde ursprünglich 2008 gemeldet ist aber immer noch nicht gefixt weil scheinbar die Entwickler von gvfs bzw. fuse nicht einsehen wollen dass es ein bug ist und meinen die Backup-tools wie rsync oder fsarchiver sollten doch damit zurechtkommen. gvfs bzw. fuse lässt niemanden außer den Benutzer selbst auf dieses Verzeichnis zugreifen, nicht einmal root und verletzt damit Standard-Unix-Rechte. Was natürlich einfach nur Unsinn ist, da root ja ganz einfach eine beliebige id annehmen könnte, auch die des Benutzers. Aber weshalb sollte ein Werkzeug auf einem Unix/Linux-System annehmen, dass eine lokale Datei nicht von root gelesen werden kann bzw. noch nicht einmal stat darauf ausführen kann!?

krautvornix schrieb:

Homeverzeichnis (Abschnitt „Rechte-korrigieren“)
Ist das etwas was mir weiterhelfen könnte !?

Also ich vermute das Problem bei gvfs. Probier doch mal bitte den fsarchiver-Befehl ohne dich an der graphischen Oberfläche anzumelden. Falls du automatisch angemeldet wirst, einfach abmelden. Dann mit Strg+Alt+F2 auf das virtuelle Terminal wechseln und dich dort anmelden. Dann 'cd /home' und fsarchiver ausführen. Die Abmeldung vom Terminal erfolgt übrigens durch die Eingabe von 'exit' oder 'logout'. Bei der Passworteingabe beim Anmelden nicht wundern, da muss man blind tippen, es werden keine Sternchen für eingegebene Buchstaben angezeigt. Zurück zur graphischen Oberfläche kommst du mit Strg+Alt+F7 oder F8 (zur Not einfach alles von F1 bis F9 probieren, das kann von System zu System verschieden sein).

EDIT: einfachere Vorgehensweise: In der graphischen Oberfläche ein Terminal öffnen und .gvfs aushängen.

sudo umount /home/idefix/.gvfs
cd /home
sudo fsarchiver savedir /home/idefix.fsa idefix -j 2 -e '.cache' -e '.thumbnails' 

Einzige Nebenwirkung, das Einhängen von Dateisystemen mit Doppelklick in der laufenden Sitzung wird eventuell nicht mehr funktionieren. Nach erneuter Anmeldung ist das aber wieder alles beim alten.

krautvornix

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Anmeldungsdatum:
23. Oktober 2010

Beiträge: 571

grumpy grizzly schrieb:

Also ich vermute das Problem bei gvfs. Probier doch mal bitte den fsarchiver-Befehl ohne dich an der graphischen Oberfläche anzumelden.

idefix@idefix-desktop:~$ sudo umount /home/idefix/ .gvfs
[sudo] password for idefix: 
umount: /home/idefix/ ist nicht eingehängt
idefix@idefix-desktop:~$ cd /home
idefix@idefix-desktop:/home$ sudo fsarchiver savedir /home/idefix.fsa idefix -j 2 -e '.thumbnails'
Statistics for filesystem 0
* files successfully processed:....regfiles=13132, directories=1807, symlinks=8, hardlinks=0, specials=0
* files with errors:...............regfiles=0, directories=0, symlinks=0, hardlinks=0, specials=0
idefix@idefix-desktop:/home$ ls -h
idefix  idefix.fsa  lost+found
idefix@idefix-desktop:/home$ 


Soweit ich das beurteilen kann hat das geholfen. Aber was bedeutet das jetzt in Bezug auf mein weiteres vorgehen ?
Gruß - Krautvornix

Dieter_Ubuntu

Anmeldungsdatum:
4. Juli 2007

Beiträge: 448

Hallo krautvornix,

1. Vorschlag für Dein weiteres vorgehen: Gib im Terminal, wie von grumpy grizzly vorgeschlagen, ein:

1
sudo umount /home/idefix/.gvfs

Anschließend startest Du qt4-fsarchiver und sicherst Deine Home-Partition. Da es mit fsarchiver geklappt hat siehe

Statistics for filesystem 0 * files successfully processed:....regfiles=13132, directories=1807, symlinks=8, hardlinks=0, specials=0 * files with errors:...............regfiles=0, directories=0, symlinks=0, hardlinks=0, specials=0

müsste es auch mit qt4-fsarchiver klappen.

2. Vorschlag: Sichere doch mal mit qt4-fsarchiver Deine root-Partition sda5. Da hat der Ordner .gvfs keine Bedeutung. Klappt dies? Oder schnellere Variante. Sichere Deine sda1. Das ist in ein paar Sekunden erledigt. Wenn das ohne Probleme klappen sollte kann man sich wieder dem Ordner .gvfs zuwenden. Bei mir ist der Ordner leer. Den Ordner erreiche ich allerdings mit dem Befehl

1
ls -dl /home/user/.gvfs

nicht. (ls: Zugriff auf /home/user/.gvfs nicht möglich: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden). Dennoch kann ich mein Home-Verzecinis ohne Probleme sichern. Mit welchem Betriebssystem arbeitest Du?

Grüße aus Südbaden

krautvornix

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Anmeldungsdatum:
23. Oktober 2010

Beiträge: 571

Zuerst einmal vielen Dank für all eure konstruktiven und professionellen Erklärungen und Vorschläge! 👍

Dieter_Ubuntu schrieb:

1. Vorschlag für Dein weiteres vorgehen: Gib im Terminal, wie von grumpy grizzly vorgeschlagen, ein: sudo umount /home/idefix/.gvfs Anschließend startest Du qt4-fsarchiver und sicherst Deine Home-Partition.

idefix@idefix-desktop:~$ sudo umount /home/idefix/.gvfs
[sudo] password for idefix: 
idefix@idefix-desktop:~$ sudo qt4-fsarchiver
Error: "/var/tmp/kdecache-idefix" is owned by uid 1000 instead of uid 0.
QInotifyFileSystemWatcherEngine::addPaths: inotify_add_watch failed: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
QFileSystemWatcher: failed to add paths: /home/idefix/.config/ibus/bus
Bus::open: Can not get ibus-daemon's address. 
IBusInputContext::createInputContext: no connection to ibus-daemon 
1+0 Datensätze ein
1+0 Datensätze aus
512 Bytes (512 B) kopiert, 0,000412424 s, 1,2 MB/s
Es müssen insgesamt 00068  Verzeichnisse bzw. Dateien gesichert werden.
[ Anzahl Dateien  prozentualer Anteil ]  
 idefix@idefix-desktop:~$ sudo qt4-fsarchiver
Error: "/var/tmp/kdecache-idefix" is owned by uid 1000 instead of uid 0.
Error: "/tmp/kde-idefixaJ5uyH" is owned by uid 1000 instead of uid 0.
QInotifyFileSystemWatcherEngine::addPaths: inotify_add_watch failed: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
QFileSystemWatcher: failed to add paths: /home/idefix/.config/ibus/bus
Bus::open: Can not get ibus-daemon's address. 
IBusInputContext::createInputContext: no connection to ibus-daemon 
Es müssen insgesamt 02624  Verzeichnisse bzw. Dateien gesichert werden.
[ Anzahl Dateien  prozentualer Anteil ]  
 idefix@idefix-desktop:~$  


Mit diesem Vorgehen startet die grafische Oberfläche von "qt4" , zwar mit den üblichen "Fehlermeldungen" , aber die Sicherung von Partitionen und Verzeichnissen klappt ohne Probleme ! 👍

Im Gegensatz zu Dir erhalte ich Informationen zu .gvfs : Wie bei Dir ist auch bei mir der Ordner leer.

 idefix@idefix-desktop:~$ cd /home     
idefix@idefix-desktop:/home$ ls -dl /home/idefix/.gvfs
drwx------ 2 idefix idefix 4096 2010-12-28 11:27 /home/idefix/.gvfs
idefix@idefix-desktop:/home$ 


Mein Betriebssytem : "Ubuntu 10.04"
Irgendwie scheint es mir sinnvol den Thread an dieser Stelle zu schließen, auch wenn das ".gvfs"-Problem noch offen ist.Sollte allerdings der Wunsch bestehen, das Thema an dieser Stelle weiter zu bearbeiten habe ich damit auch kein Problem.

Viele Grüße - Krautvornix

Nachtrag:Nach diesem Erfolg habe ich das System neu gestartet und "qt4" ohne umount-gvfs gestartet. Sowohl im Terminal als auch über das Menue. Immer das gleiche. Es funktioniert alles ! 😳
Nur "fsarchiver" im Terminal verweigert die Sicherung wie vorher !

Gruß - Krautvornix

grumpy_grizzly

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Anmeldungsdatum:
26. Dezember 2011

Beiträge: 263

krautvornix schrieb:

Im Gegensatz zu Dir erhalte ich Informationen zu .gvfs : Wie bei Dir ist auch bei mir der Ordner leer.

Nach dem umount-Befehl ist das auch so zu erwarten. Das Unix-unkonforme Verhalten von gvfs-fuse kann ich auch mit der neuesten Live-CD (Ubuntu 11.10) beobachten:

$ mount | grep gvfs
gvfs-fuse-daemon on /home/ubuntu/.gvfs type fuse.gvfs-fuse-daemon (rw,nosuid,nodev,user=ubuntu)
$ stat .gvfs
  File: „.gvfs“
  Size: 0         	Blocks: 0          IO Block: 4096   Verzeichnis
Device: 17h/23d	Inode: 1           Links: 2
Access: (0500/dr-x------)  Uid: (  999/  ubuntu)   Gid: (  999/  ubuntu)
Access: 2012-01-29 21:02:56.000000000 +0000
Modify: 2012-01-29 21:02:56.000000000 +0000
Change: 2012-01-29 21:02:56.000000000 +0000
$ sudo stat .gvfs
stat: Aufruf von stat für „.gvfs“ nicht möglich: Keine Berechtigung 

Also dass noch nicht einmal der Status von .gvfs von root ermittelt werden kann fällt meiner Meinung nach schon unter "groben Unfug". Und dass das Problem seit 2008 unverändert besteht ist schon beinahe nicht zu glauben.

Nach Eingabe von 'sudo umount .gvfs' ist .gvfs ein ganz normales Verzeichnis und von daher tritt das Problem dann nicht mehr auf (für die laufende Sitzung).

Aufgrund solcher Probleme würde ich in deinem Fall (Desktop-PC, backup auf externe Festplatte) dazu raten, zum backup von einer Live-CD zu starten. Parted Magic ist dazu gut geeignet. Eine solche CD ist ohnehin immer gut zu haben, falls man das System wiederherstellen muss oder Partitionen ändern möchte oder was auch immer. Wie man aus einer iso-Datei eine CD erstellt, siehe hier: CD-Images (Abschnitt „ISO-Images-brennen“) und hier: Brennprogramme.

krautvornix

(Themenstarter)
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Anmeldungsdatum:
23. Oktober 2010

Beiträge: 571

grumpy grizzly schrieb:

Aufgrund solcher Probleme würde ich in deinem Fall (Desktop-PC, backup auf externe Festplatte) dazu raten, zum backup von > einer Live-CD zu starten. Parted Magic ist dazu gut geeignet.

Vielen Dank für diesen Hinweis. Das ist dann eine zusätzliche Option, vielleicht sogar die bessere Lösung. Ich werde mich damit beschäftigen.

Nochmals vielen Dank an alle hilfreichen Geister
Gruß - Krautvornix

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