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Darvon
Anmeldungsdatum: 14. Mai 2008
Beiträge: 84
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Hallo! Ich hab neulich bei Spiegel Online einen Artikel von Sascha Lobo gelesen, mit dem Titel "Beschwert euch!" (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,799088,00.html)
Zum Glück gibt er selbst eine kurze Zusammenfassung: tl;dr: Höfliches, hartnäckiges Beschweren über die Zumutungen der Welt macht sie zwar kurzzeitig unangenehmer, aber später besser (Schätzwert).
Da habe ich mir gedacht: Wäre ein "organisiertes Beschweren" der Linuxgemeinde fähig, die Einstellung bestimmter Firmen (vor allem Hardware) zu Linux oder FOSS allgemein zu verbessern, oder wäre das eher kontraproduktiv? Ich habe mir es so vorgestellt: Wenn sich viele Linux Anwender angewöhnen würden, jedem Hersteller eine höfliche Mail zu schicken, um z.B. zu Fragen wie sie eine Hardware der Firma unter Linux zum Laufen bringen können, oder vor dem Kauf nach der Linux-Kompatibilität zu fragen, und das wirklich jedesmal täten wenn sie auf so ein Problem stießen, könnte das doch eine Wirkung zeigen. Oder anderes Beispiel: Wenn sich viele Leute entscheiden würden, bei einem Spieleentwickler nachzufragen, wann denn der Source-Code unter einer freien Lizent veröffentlicht werden würde, könnte das die Rechtinhaber doch zum Grübeln bringen. (Ich meine natürlich nicht die neuesten Erscheinungen, aber mit Doom 3 hat man schon eine Annäherung, um wieviel Jahre alte Spiele es sich dabei handeln könnte.) Wichtig wäre natürlich, dass das nicht als einfache Spam geschieht, sondern ernsthafte Mails, die dann gesendet werden, wenn z.B. ein Hardwarekauf ansteht. Ja, die Spiele Source-Code Sache wäre schon eher Spam. Wichtig wäre glaub ich auch, dass das nichts Offizielles wäre, also kein Aufruf der FSF zum Mailschicken, sondern einfach eine Angewohnheit, so wie der Durchschnittslinuxuser heutzutage sich ans Forum wendet, könnte er sich ganz naiv jedes mal an den Hardwarehersteller wenden. Was denkt ihr? Darvon
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Frieder108
Anmeldungsdatum: 7. März 2010
Beiträge: 9684
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gääähhn - wo soll die Beschwerde hinführen - was willst du damit erreichen - Linux ist doch so wie es ist völlig in Ordnung
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Hagen20
Anmeldungsdatum: 31. März 2011
Beiträge: 524
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Frieder108 schrieb: gääähhn - wo soll die Beschwerde hinführen - was willst du damit erreichen - Linux ist doch so wie es ist völlig in Ordnung
...bis auf die neuesten Entwicklungen und den Unity-Unsinn, aber sonst ist alles ok....
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Frieder108
Anmeldungsdatum: 7. März 2010
Beiträge: 9684
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es gibt viele Leute, denen Unity gefällt - ich gehör nicht dazu. Aber ohne Unity hätte ich nie entdeckt, wie toll KDE ist 😬 Keiner zwingt einen Unity zu nutzen, es gibt genügend Alternativen - somit sehe ich keine Grund zur Beschwerde. Das ist nur meine (unbedeutende) Meinung dazu, mehr nicht
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Hagen20
Anmeldungsdatum: 31. März 2011
Beiträge: 524
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Unity scheint sich aber immer mehr durchzusetzen, läuft jetzt auch auf Fedora und soll in Ubuntu 12.04 auch eingesetzt werden. Irgendwann wird man einfach gezwungen sein, umzusteigen, befürchte ich. Mit KDE habe ich früher schon gearbeitet, als es noch sidux und andere schöne Distris gab - ist mir aber zu träge, da kann ich gleich Windows nehmen.
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Frieder108
Anmeldungsdatum: 7. März 2010
Beiträge: 9684
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Hagen20 schrieb: Mit KDE habe ich früher schon gearbeitet, - ist mir aber zu träge, da kann ich gleich Windows nehmen.
kann ich nicht nachvollziehen - Ich hab in meiner "Findungsphase" auch Xubuntu getestet. Das ist bei mir auch nicht schneller als Kubuntu. Man kann auch sagen, Kubuntu rennt auf meiner Hardware so schnell wie Xubuntu (oder Ubuntu)
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user_unknown
Anmeldungsdatum: 10. August 2005
Beiträge: 17630
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Wegen eines einzelnen, möglichen Kunden wird natürlich nicht jeder Händler und Hersteller Männchen machen. Aber woher sonst bekommen die Hersteller Feedback? Ich trage meine Linuxbedürfnisse offensiv vor - auch ein Händler will Umsatz machen. Aber Fakeanfragen würde ich nicht verschicken.
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Hagen20
Anmeldungsdatum: 31. März 2011
Beiträge: 524
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Klar ist das auch immer eine Frage der Hardware, wenn man vom "Standard" ausgeht, hat der Ottonormalverbraucher 4 GB RAM und einen Dual-Core-Prozessor. Und darauf läuft ach meiner Erfahrung KDE nun mal total lahmarschig. Alles braucht viel länger, um sich aufzubauen, als bei GNOME, ob nun Programme oder Fenster - selbst das System insgesamt startet viel langsamer. Außerdem ist mir der Sinn des Plasma-Desktops nie ersichtlich geworden. Aber das ist natürlich alles Geschmacksache. Wer viel Zeit hat und ein schönes Design will, der sollte natürlich KDE nehmen.
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Renate55
Anmeldungsdatum: 13. Januar 2009
Beiträge: 716
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Daß die Hersteller von Spiele-Software die Opensource Lizenz wählen ist unwahrscheinlich. Bei neuen Spielen, da wird viel Geld reingesteckt ist das so ziemlich unmöglich, Spieleentwickler dazu zu bewegen. Bei Hardwaretreibern ist es in meinen Augen eher real. Die Hersteller können, wenn sie denn wollen Linuxtreiber bereitstellen. Es liegt dann noch an Linux wie gut die Schnittstelle zum Einbinden von proprietärer Software ist. Bei Hardware-Treibern kann es auch die Opensource-Lizenz sein. Der Drucker usw. muß trotzdem beim Hersteller gekauft werden. Da kann ein anderer nicht allein die Software nehmen und den Preis unterbieten. Die Linuxleute sind allerdings eine Minderheit. Für viele Hardware gibt es bereits Treiber. Es kaufen auch nicht alle beim kleinen Händler. Einige würden den Mediamarkt, Saturn Verkäufer fragen, andere eine Mail beim Onlinekauf. Mit dem Hersteller kommt der Kunde nicht unmittelbar in Kontakt außer in manchen Fällen bei der Garantieentwicklung. Ohne gezielte Organisation läuft das sehr schnell ins Leere. Technisch versierte und sehr konsequent vorgetragene Anfragen und Beschwerden wegen der Linuxtauglichkeit eines Gerätes bringen am Ende wirklich was. Das setzt aber gute Kenntnisse, ein dickes Fell und richtig gute Nerven voraus. 😛
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pitt-admin
Anmeldungsdatum: 11. Juli 2010
Beiträge: 1875
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Hagen20 schrieb: Klar ist das auch immer eine Frage der Hardware, wenn man vom "Standard" ausgeht, hat der Ottonormalverbraucher 4 GB RAM und einen Dual-Core-Prozessor.......
2 GB reichen und welches KDE hast Du probiert (Version?), bei mir rennt KDE genauso schnell wie Gnome und co.
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Vegeta
Anmeldungsdatum: 29. April 2006
Beiträge: 7943
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pitt-admin schrieb: 2 GB reichen und welches KDE hast Du probiert (Version?), bei mir rennt KDE genauso schnell wie Gnome und co.
Ich kann die Aussage von Hagen20 voll und ganz bestätigen, habe erst vor einigen Tagen die aktuelle Kubuntu-Version getestet und die startet sehr viel langsamer als Gnome 2 oder Xfce.
Nach der Anmeldung kommt erst noch diese "tolle" Übergangsanimation wo der Desktop weiter geladen wird und danach nochmals ein langsamer Einblendungseffekt. Bei Gnome ist man da schon lange aufm Desktop, wenn man das nicht gewohnt ist, kommt einem der KDE-Startvorgang extrem lange und träge vor. Genauso ist es mit dem Verschieben von Fenstern, das geht nur leicht ruckelhaft bei größeren Fenstern wegen der Transparenzeffekte. Kann man sicherlich ausschalten oder ich hätte es mit dem proprietären ATI-Treiber mal versuchen sollen. Wer aber mal wirklich sehen will wie viel träger KDE ist, sollte mal Gnome und KDE in einer VM benutzen, die Unterschiede sind immens und das selbst auf meinem neuen Rechner der gerade mal 6 Monate alt ist. Eigentlich schade, da mir Kubuntu 11.10 bisher als Alternative am besten gefallen hat, aber dieser träge Startvorgang hält mich dann doch davon ab und ich bleibe vorerst weiter bei Ubuntu 10.10.
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sven-s
Anmeldungsdatum: 5. August 2010
Beiträge: 700
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Hy,
ich finde den Grundgedanken des Thread sehr interessant und möchte eigentlich nicht, dass hier jetzt eine DE-Diskussion losbricht. Bitte eröffnet dazu einen eigenen Thread. Der Threadstarter hat ja auch gar nicht dazu aufgerufen sich über GNU/Linux zu beschweren, sondern bei Herstellern über mangelnde Linuxkompatibilität. Ich finde die Idee eigentlich sehr gut, denn wir leben schlich in einer Demokratie und da kann das Volk viel bewirken. Die Hersteller würden bei genug Anfragen und Beschwerden auch sicher etwas tun, denn sie wollen auch Profit machen und Werbung mit voller GNU/Linux-Kompatibilität ist doch eine gute Werbung. Selbst wenn GNU/Linux nur von 1% der Menschen in Deutschland verwendet wird sind das doch schon einige potenzielle Kunden mehr. Und bei alten Spielen finde ich die Veröffentlichung des Source-Code auch gut, denn wenn der Hersteller nicht mehr daran verdient, dann kann er auch den Source-Code veröffentlichen und dadurch auch noch ein bisschen Werbung für sich selbst machen. Also die Idee ist sehr gut, nur die Umsetzung könnte schwierig werden, weil sich viele Leute beschweren müssten, was schwer ist, weil sich viele Leute nicht beschweren wollen.
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Darvon
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 14. Mai 2008
Beiträge: 84
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Also danke erstmal, dass die Idee zumindest von einigen gut aufgenommen wurde ☺ Ich möchte, genau wie sven-s auch, aber keine Diskussion über KDE und Gnome. Ich kam auf das Thema, weil ich zur Zeit eben ein Laptop kaufen will, und anscheinend habe ich zu ausgefallene wünsche, sodass das anscheinend nicht mehr von diesem Forum abgedeckt wird. Da kam mir der Gedanke, bei den Herstellern nachzufragen, und kombiniert mit dem genanten Artikel, der Gedanke mit dem kollektiven Beschweren. user unknown schrieb: Ich trage meine Linuxbedürfnisse offensiv vor - auch ein Händler will Umsatz machen. Aber Fakeanfragen würde ich nicht verschicken.
Dieses "offensive Vortragen" ist genau das, was etwas bringen könnte, wenn es von vielen praktiziert würde. Und Fakeanfragen würde ich jetzt auch nicht versenden. yollywau schrieb: Daß die Hersteller von Spiele-Software die Opensource Lizenz wählen ist unwahrscheinlich. Bei neuen Spielen, da wird viel Geld reingesteckt ist das so ziemlich unmöglich, Spieleentwickler dazu zu bewegen.
Also ich sehe genau darin eher kein Problem. idSoftware veröffentlicht soweit ich weiß alle ihre Engines unter der GPL, auch mit ihrer aktuellen haben sie es in einigen Jahren vor. Das Problem ist eher, dass solche Anfragen bei Spieleentwicklern sehr schnell in die Kategorie "Spam" rutschen, und nicht nur im Sinne von Spamfilter, sondern auch in den Köpfen der Mitarbeiter. Denn bei den Hardwareherstellern ist es ein eindeutiger Gedankengang: Potentieller Kunde will HW kaufen > findet keine Info über HW > fragt bei Hersteller nach. Bei den Spielen ist es eher weit hergeholt: Jemand, ob Kunde oder nicht, mag ein Spiel > möchte Mods davon haben, ist vielleicht selbst Entwickler > schickt eine komische Mail mit "bitte veröffentlicht den Code!" sven-s schrieb: Also die Idee ist sehr gut, nur die Umsetzung könnte schwierig werden, weil sich viele Leute beschweren müssten, was schwer ist, weil sich viele Leute nicht beschweren wollen.
Dann gilt es, das zu ändern. Wie, ist natürlich die schwierige Frage. Vielleicht könnte man in verschiedenen Linuxforen und wikis die Mode einführen, das Thema "Höfliche Mail an den Hersteller" einfach mal öfters zu erwähnen. Entweder in der wiki, oder, wenn jemand im Forum ratschläge vor dem Hardwarekauf sucht, ihm mal zu raten, eine Mail zu schreiben. Natürlich nicht in Fällen wo gefragt wird "AMD oder Intel" oder so, sondern bei Fragen wie "Wie gut funktioniert das XY Feature der Grafikkarte Z unter Linux? Wenn nicht gut, wann ist eine Besserung absehbar?" Das würde die bisherige, "anerkannte" Meinung der Hersteller ("User soll selbst googlen") zumindest in "Wir sollten die Infos haben" ändern. Das wären zwar noch keine Treiber, aber der Hardwarekauf wäre einfacher ☺
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Tids
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2008
Beiträge: 3065
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Vegeta schrieb: Genauso ist es mit dem Verschieben von Fenstern, das geht nur leicht ruckelhaft bei größeren Fenstern wegen der Transparenzeffekte.
Ich nutz aus dem Grund einfach Kwin-GLES Damit funktionierts dann ruckelfrei.
Wer aber mal wirklich sehen will wie viel träger KDE ist, sollte mal Gnome und KDE in einer VM benutzen, die Unterschiede sind immens und das selbst auf meinem neuen Rechner der gerade mal 6 Monate alt ist.
Ich Nutz extra Kubuntu und nicht Ubuntu in der Virtualbox. Denn das ist Nutzbar.
Eigentlich schade, da mir Kubuntu 11.10 bisher als Alternative am besten gefallen hat, aber dieser träge Startvorgang hält mich dann doch davon ab und ich bleibe vorerst weiter bei Ubuntu 10.10.
Mit 12.04 kommt nochmal ein kleiner Schub der Geschwindigkeit, weil vieles allgemeinunnützes deaktiviert/ersetzt wird. Aber das was mich stört (der wirklich laaaaaaaaaaaaangsame Startvorgang) bleibt uns wohl erhalten.. Genug OT nun und zum Thema zurück.
Beschweren tut sich die Community schon seit Jahren bei den Firmen und, wie man merkt, hilft es auch in einigen Bereichen (WLAN-Treiber). Auf dem Desktop sehe ich aber dagegen nicht so den Erfolg. Hier hat man unkostenfreie Alternativen. Es besteht kein Zwang etwas zu nutzen. Solange das so bleibt werden die Beschwerden wohl auch nicht den Druck erreichen damit sich was ändert.
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altendorfer78
Anmeldungsdatum: 30. Juli 2011
Beiträge: 85
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Ich denke, es ist nicht nur ein Problem bei den Hardware-Hersteller (obwohl da es schon mittlerweile ziemlich gut klappt, vor einigen Jahren sah es noch viel anders aus), aber auch in den Köpfen in den Shopbetreibern (auch von großen Medien) und Verlagen ist die Welt immer noch sehr Windows-behaftet. Die Welt am Sonntag bietet seit geraumer Zeit eine DVD mit ihren ganzen wissenschaftlichen Artikeln an. Ich dachte, klingt gut, wenn es nur PDF-Dateien sind (aber das weiß man nie, weil es nie in den Beschreibungen steht), dürfte das auch unter Linux kein Problem sein. Bei der Zeitung nett angefragt. Diese hat erst einmal wochenlang gebraucht, umzu antworten und als Antwort kam heraus, die DVD wäre für Windowsnutzer konzeptiert und man könne sie unter Linux (bzw. Ubuntu) nur über WINE laufen lassen. Die Artikel sind zwar alle in PDF gespeichert, aber irgendwie so verknüpft, dass nur unter Windows geht, mit Linux halt nur über Wine (und ich finde das eine schlechte Lösung, weil ich Wine ungerne einsetzen möchte). Gerade die Medien sind in diesem Punkt immer noch sehr sehr zurückhaltend bis stur. Linux existiert bei denen nur in Android und in den normalen Alltagsgeräten und auf Servern, aber dass es auch Menschen gibt, die Ubuntu, Fedora, Debian etc.. auch auf ihren Desktop einsetzen, ist denen immer noch sehr unbekannt. Bestes Beispiel sind da von den Sendern angebotenen Radiorekorder. Bei meinen beiden Lieblingssendern WDR und DLF werden solche angeboten und beide laufen nur auf Windows und Mac. Bei der Nachfrage beim WDR meinte man ganz lapidar, bei einem so geringen Marktanteil auf dem Desktop würde es sich nicht lohnen, so etwas zu programmieren. Ok, natürlich setze ich seit einigen Jahren erfolgreich das Programm "streamripper" bei mir ein und das kann bestimmt auch nicht mehr als deren Radiorekorder, aber ich wollte mal aus Prinzip wissen, warum es keine Linux-Version gibt bzw. speziell nicht für die großen Distributionen wie Ubuntu, Debian, OpenSuse, Fedora und vielleicht auch Linux Mint. Aber man muss immer wieder nachfragen, ob warum es so etwas nicht gibt. Und wenn es viele auch dort machen würden, würden die Medien auch mal umdenken. Ich nutze auch konsequent bei den öffentlichen Portalen wie tagesschau.de, wenn sie für deren Videos die Dateien .ogv oder .ogg anbieten, nur diesen Download, damit solche Angebote nicht wegen mangels Nachfrage wieder eingestellt werden.
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