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1 Jahr mit Ubuntu

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: 16.04 (Xenial Xerus)
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Jelu

Anmeldungsdatum:
26. September 2016

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Liebe Linux-Gemeinde,

heute möchte ich mich mal über Linux, speziell Ubuntu, auslassen und meine Erfahrungen teilen. Viele Jahre habe ich mit Windows gearbeitet, gespielt, probiert, gebastelt, musiziert usw. Angefangen habe ich damals mit Windows 3.1 über Win95, WinNT, Win2000 bis hin zu Win7, 8 und letztendlich Win10. Ich würde von mir behaupten, dass ich nicht nur zu Windows-Otto-Normal-User gehöre, sondern schon über tieferes Wissen in der Microsoft-Umgebung verfüge. Mit jeder neuen Betriebssystemversion kamen immer neue Features und Umstrukturierungen innerhalb des Betriebssystems dazu. Das bedeutete, jedes dieser Betriebssysteme blähte sich immer mehr auf mit Diensten und zusätzlicher Software, welche ich niemals nutze oder benutzt habe. Mit jedem neuen Update hatte ich das Gefühl, dass die Rechner immer langsamer wurden, die Systemstarts immer länger brauchten, Software mehr Zeit für den Start brauchte usw. und (nennt mich paranoid) ich das Gefühl hatte, dass diese Probleme immer 1-2 Monate vor Weihnachten verstärkt auftraten (Zufall?) Ich war eigentlich nur damit beschäftigt die ganzen Rechner der Familie am Laufen zu halten oder den nicht so windowsaffinen Familienmitgliedern zu erklären, wo sie was finden bzw. zu suchen haben. Irgendwie schafften sie es auch immer wieder Fehler zu produzieren, die ich nicht so ohne Weiteres gelöst bekam und die im Netz existierenden Lösungen funktionierten bei meinen Rechnern nur sehr sehr selten. So verbrachte ich viele Nächte mit Ursachenforschung u.u.u. Dinge, welche grad noch funktionierten, liefen plötzlich nicht mehr. Im Hintergrund laufende Updates machten das System sehr zäh und man kam eigentlich um einen Neustart nicht herum. Tagsüber war ich müde weil ich nachts wieder einmal zu lange vor'm Rechner gesessen hatte und der Frustrationsfaktor stieg mit jedem Systemneustart der am Ende eh zu nichts führte. Rechner, die mir eigentlich das Leben erleichtern sollte, sorgten dafür, dass ich mehr Zeit damit verschwendete sie am Laufen zu halten als sie tatsächlich aktiv zu nutzen. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Ich war Sklave meiner eigenen Technik geworden.

Also beschloß ich mir mal die Linuxwelt anzusehen. Am Anfang hatte ich Bauchschmerzen, da ich nicht wußte WIE und WAS so funktioniert. Ich hatte Angst etwas falsch zu machen oder dass meine Daten flöten gehen würden oder ich am Ende wieder auf Windows gehen müsste u.u.u. Sehr viele Bedenken und Überlegungen ob ein Wechsel auf Linux es eine gute Idee wäre oder nicht, außerdem gibt es ja wahnsinnig viele Versionen.... Das bedeutet, neue Kopfschmerzen, wieder schlaflose Nächte und hilfesuchende Familienmitglieder, welche ja nur Windows kennen....

Ich beschloß erst einmal mich genaustens zu informieren und schaute mir dazu diverse Videos an (ich bin lesefaul 😉 ) In den Videos sah alles so einfach aus und ich dachte, das wird bei mir sowieso wieder nicht funktionieren. Das kannte ich ja schon vom Windows her. Und dann noch die Eingabe der Befehle über das Terminal.... OK, den ersten Versuch wollte ich mit einem alten Laptop wagen, falls es in die Grütze geht, kann ich den Rechner getrost entsorgen. Ich habe mich für Ubuntu entschieden.

Die Kinder waren im Bett und bereitete mich auf eine lange Nacht vor.

Erst einmal habe ich mir die Installations-CD erstellt und diese in den Rechner gestopft. Ich habe bei der Installation das vorher installierte Windows wegbügeln lassen und nach ca. 20 Minuten lief der Rechner mit Ubuntu. 'Nicht schlecht', dachte ich,'aber da fehlen bestimmt noch die ganzen Treiber für Soundkarte, Maus und weiß der Geier was noch fehlt..'

Welch eine Überraschung, alles lief auf Anhieb und ich hatte sogar schon Teile von LibreOffice mit installiert. Dann habe ich über das Softwarecenter noch diverse Software nachinstalliert (alles ohne Befehlseingabe) und hatte einen, auf MEINE Bedürfnisse, eingerichteten Rechner. In so kurzer Zeit habe ich noch NIE einen Rechner neu aufgesetzt bekommen. Ich war völlig begeistert.

Jetzt wollte ich mehr ausreizen. Unter Windows hatte ich eine DJ-Konsole im Einsatz, die bis auf einige Funktionen, ihren Dienst ganz gut leistete. Diese wollte ich jetzt auch mal unter Ubuntu ausprobieren, wobei ich sehr sehr skeptisch war ob die unter Linux läuft. Also, Konsole an USB angeschlossen, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Ubuntu sie nicht erkennt. Kein Hinweis in der Art "Gerätetreiber wird installiert...bla bla bla", kein Hinweis, keine gelben Ausrufezeichen, nichts! 'Scheinbar wird sie unter Ubuntu nicht erkannt, schade...' Etwas enttäuscht öffnete ich MIXXX und zu meiner Überraschung funktionierte die Konsole ohne Probleme. Alles funktioniert völlig reibungslos. Ubuntu kennt meine Konsole ohne zusätzliche Treiberinstallation, ohne Neustart und ohne dass man gefühlt 100x auf "Weiter" klicken musste. Einfach eingesteckt und es funktioniert! Ich bin hin und weg. Wie geil ist das denn? Egal ob Scanner, externe Soundkarte, USB-Sticks... anstecken, läuft. Das ist ja noch einfacher als eine Nachttischlampe in Betrieb zu nehmen (die muss man nämlich vorher noch einschalten 😉 )

Nach ein paar Stunden der Einarbeitung, sollte meine Familie den Rechner testen dürfen. Übrigens war die beschriebene Nacht die letzte, die ich mir für einen Rechner um die Ohren hauen sollte. 😉

Meine Familie kam nach einer kurzen Erklärung ganz schnell mit dem neuen System zurecht.

Jetzt ist ca. 1 Jahr vergangen und ich bin froh diesen Schritt gegangen zu sein. Meine anfänglichen Bedenken sind ganz schnell der Erkenntnis gewichen, dass es auch anders geht. Einfacher! Hätte ich gewußt, dass es so reibungslos funktioniert, wäre ich schon viel früher umgestiegen.

Mittlerweile laufen bei mir 4 Rechner mit Ubuntu für Büroanwendungen, mit DJ-Programmen inkl. Lichtsteuersoftware sowie Audiorecording oder auch mit Lernsoftware für die Kids.

Natürlich ist auch unter Ubuntu nicht alles "heile Welt" aber die im Netz angebotenen Lösungen zur Problembehebung funktionieren so wie man es erwarten würde. Beispielsweise waren eines Tages sämtliche Menüleisten in den Programmfenstern und die seitliche Menüleiste verschwunden. Nach kurzem gegoogle hatte ich einen Lösungsansatz gefunden und konnte den Fehler beheben.

Hin und wieder stürzt auch mal ein Programm ab und der Fehlerbericht wird gesendet (wenn man es möchte), aber das kennt man ja von Windows auch. Von daher gibt es da keine Unterschiede.

Die Ubuntu-Oberfläche ist einfach und übersichtlich strukturiert, Systemeigenschaften sind auf das Notwendigste reduziert und selbsterklärend, benötigte Programme lassen sich relativ einfach nachinstallieren, die Rechner starten sehr schnell und mit dem Terminal hat man ein sehr mächtiges Werkzeug zur Hand.

Was mir aber am meisten imponiert ist die Hilfsbereitschaft der Linux-(Ubuntu)-Gemeinde untereinander. Egal mit welchen Fragen (und seien sie noch so primitiv) der Einzelne um die Ecke kommt, niemand wird herablassend behandelt oder bekommt blöde Antworten zurück.

Inwieweit der Hardcore-Gamer mit Linux glücklich wird, mag ich nicht zu beurteilen aber für Otto-Normal-Anwender finde ich keine Argumente, welche gegen Linux/Ubuntu sprechen.

LG Jelu

Reinarden

Anmeldungsdatum:
29. September 2014

Beiträge: 1044

Vielen Dank für diesen schönen Erfahrungsbericht!

Ging uns hier sehr ähnlich, nun seit 3 Jahren statt 1 Jahr. Aber auch für uns gilt: Wären wir doch bloß früher um- bzw. aufgestiegen! ☺

Weiterhin viel Freude und Erfolg mit dem prächtigen Ubuntu-Linux wünsche ich.

Thomas_Do Team-Icon

Moderator
Avatar von Thomas_Do

Anmeldungsdatum:
24. November 2009

Beiträge: 8808

Wow, da habt ihr aber Glück gehabt. Ich habe schon mit der einen oder anderen Hardware und Konfiguration etwas kämpfen müssen. Der Großteil lief aber tatsächlich "einfach so". Bin auch froh, bei Linux gelandet zu sein (sind bei mir jetzt knapp 9 Jahre).

Kätzchen

Avatar von Kätzchen

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2011

Beiträge: 7130

Hi, Jelu,

danke für deinen Bericht und Willkommen auf uu.de

PS.: Bin seit Ubuntu 10.10 dabei und Windows ist mir richtig fremd geworden.

V0LKER

Avatar von V0LKER

Anmeldungsdatum:
23. Februar 2014

Beiträge: 1967

*Grins*

Moin,

privat hatte ich nie Windows, kann da also nicht mitreden. Nutzte zuerst Unix und seit 94 Linux (Slackware). Aber schön das es auch so etwas gibt, solche Geschichten müßte es mehr geben.

peace

Linuxkumpel

Anmeldungsdatum:
15. Juli 2011

Beiträge: 1605

Hallo Jelu Zuerst einmal, Willkommen im Forum. Vielen Dank für deinen lebensnahen Bericht. Ähnliche Erfahrungen haben wir wohl alle gemacht. Mit der Hardware hatte ich bisher auch immer Glück. Bei mir ist es zwar nicht nur Ubuntu, jedoch Linux bringt alles, was ich benötige. Mein Einstieg war der EeePC 701 4 G. Seitdem kämpfe ich mich erfolgreich durch die Linuxwelt. Nach meiner Erfahrung bekommt man in allen Foren kameradschaftliche Hilfe. Wer bereit ist sein System kennenzulernen, wird mit Linux seine Freude haben. Die scheinst Du ja mit dem notwendigen Realitätssinn zu haben. Dann erfolgreich ins nächste und weitere Jahre. 😉

Kellerkind_2009

Avatar von Kellerkind_2009

Anmeldungsdatum:
26. November 2009

Beiträge: 19617

Auch von mir ein DANKE für diesen Sachlichen,Neutralen Bericht 👍

Benno-007

Anmeldungsdatum:
28. August 2007

Beiträge: 29240

Hin und wieder stürzt auch mal ein Programm ab und der Fehlerbericht wird gesendet (wenn man es möchte), aber das kennt man ja von Windows auch. Von daher gibt es da keine Unterschiede.

Kleiner Tipp: Apport deinstallieren, wenn es stört - dieser Meldedienst für Fehler an Entwickler ist selber ein Problem, weil er "zu empfindlich" ist:

sudo apt-get purge apport* whoopsie*

luge86

Anmeldungsdatum:
26. Januar 2012

Beiträge: 201

Guter Bericht, wenn auch ein wenig einseitig. Dass alles so reibungslos lief kann ich kaum glauben, aber vielleicht hattest du auch mehr Glück.

Ich selbst bin seit ca. 6 Jahren dabei. Ehrlicherweise muss ich sagen, es hakt schon hier und da manchmal. Nichts was man mit bisl googlen nicht fixen könnte, aber trotzdem nervig und nicht Laien-tauglich.

Im großen Gesamtbild bin ich mit *nix aber besser dran.

V0LKER

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Anmeldungsdatum:
23. Februar 2014

Beiträge: 1967

luge86 schrieb:

Guter Bericht, wenn auch ein wenig einseitig. Dass alles so reibungslos lief kann ich kaum glauben, aber vielleicht hattest du auch mehr Glück.

Ich selbst bin seit ca. 6 Jahren dabei. Ehrlicherweise muss ich sagen, es hakt schon hier und da manchmal. Nichts was man mit bisl googlen nicht fixen könnte, aber trotzdem nervig und nicht Laien-tauglich.

Im großen Gesamtbild bin ich mit *nix aber besser dran.

Moin,

das kannste schon glauben da es bei mir auch klappt. Wenn Hardware, Treiber passen dann gibt es solche Erfahrungen, darum kaufe ich nur entsprechend ausgesuchte Hardware. Dabei nutze ich auch noch Arch RR-Dirtribution. Doch es ist Laien-tauglich, selbst getestet und kein Ärger gehabt. 😇

peace

Linuxkumpel

Anmeldungsdatum:
15. Juli 2011

Beiträge: 1605

Habe extra das Ubuntu-Notebook angeworfen. 😉 Seit der Installation von 16.04 Unity läuft es tadellos, wie auch schon mit 12.04. Mache es wie VOLKER, informiere mich vorher intensiv. Das erspart "böse" Überraschungen. Die habe ich weder mit Linux Lite auf dem Netbook oder Manjaro erlebt. Gleiches gilt für Mandriva, Mageia oder Pardus. Selbst Sabayon lief. Das gibt's wirklich. 😛

Eventuelle Einstell- oder Nacharbeiten lasse ich mal außen vor. Das kann ggf. vorkommen. Mein Lenovo hat ja auch den rtl8723be-Chipsatz, da muss man dann schonmal die Wiki-Anleitung abarbeiten. Das war es dann aber auch. Funktioniert sogar, wenn Manjaro installiert ist. 😉

V0LKER

Avatar von V0LKER

Anmeldungsdatum:
23. Februar 2014

Beiträge: 1967

Linuxkumpel schrieb:

Eventuelle Einstell- oder Nacharbeiten lasse ich mal außen vor. Das kann ggf. vorkommen. Mein Lenovo hat ja auch den rtl8723be-Chipsatz, da muss man dann schonmal die Wiki-Anleitung abarbeiten. Das war es dann aber auch. Funktioniert sogar, wenn Manjaro installiert ist. 😉

Moin,

könnte Dich ja jetzt ärgern (wenn Du die Hardware aussuchst, warum hast Du dann den rtl8723be-chipsatz?) tue ich aber nicht. 😈

peace

Reinarden

Anmeldungsdatum:
29. September 2014

Beiträge: 1044

V0LKER schrieb:

das kannste schon glauben da es bei mir auch klappt. Wenn Hardware, Treiber passen dann gibt es solche Erfahrungen, darum kaufe ich nur entsprechend ausgesuchte Hardware. Dabei nutze ich auch noch Arch RR-Dirtribution. Doch es ist Laien-tauglich, selbst getestet und kein Ärger gehabt. 😇

Eben. Ubuntu-Linux ist Laien-tauglich. Nach meiner Erfahrung mit aufgeschlossenen Laien sogar einfacher und robuster zu bedienen als Windows. Den nicht aufgeschlossenen Laien rate ich schön, in der Windos-„Pufferzone“ zu bleiben, und dann ohne meine Hilfe.

Klar ist (wie immer, wenn man nicht mit der Masse schwimmt), daß man sich informieren, d.h. mitdenken, muß. Wie Volker und Linuxkumpel ganz richtig darlegten.

Auch ich habe mich auf meinem damaligen Windos-Pehzeh rund ein Jahr lang mit Ubuntu-Linux in einer VirtualbBox beschäftigt und viel hier im Forum gelesen, bevor ich dann vor gut zwei Jahren den realen Rechner komplett auf Xubuntu 14 umgestellt habe. So ein Lernprozeß hört ja nie auf.

Und wenn man erst einmal ein bißchen vertrauter mit dem eigenen Linux-Rechner ist, wagt man sich auch an die Hardware von Freunden und Bekannten und lernt dabei wieder jede Menge – z.B., wie die völligen EDV-Laien aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis auf so eine Technik wie Linux reagieren.

Äußerst hilfreich ist, daß jede neue Version von Linux mit einer deutlich breiteren Palette an Hardware klarkommt und generell runder läuft. Habe ich mit Ubuntu 14, 15 und 16 an unseren eigenen Rechnern erlebt, und das ist bei komplexer Software immer so und kein linearer Verlauf: der Anfang ist am schwersten; laufen dann mal eine gewisse Zahl wichtigen Modulen, geht der Rest nichtlinear zügiger voran.

In den letzten gut zwei Jahren habe ich auf ungefähr zehn Rechnern von Freunden und Bekannten (inklusive zwei Familienrechnern) Xubuntu 14, 15 und 16 installiert, und nur in einem Fall habe ich vorher die Hardware helfen aussuchen können. In allen zehn Fällen war die Installation und Programm-Einrichtung ein Kinderspiel (wenn man nicht gerade zu blöd ist, den richtigen Stecker in die richtige Buchse zu stecken!).

Es war allerdings in der Regel nie nagelneue Hardware und bis auf einen Fall immer Xubuntu statt Ubuntu-Unity; zudem sind die Bekannten mit typischen Normalanwendungen zufrieden, wie z.B. Firefox, Thunderbird, Libreoffice, VLC, Audacity, Handbrake, Xfburn, Hallen-Halma, usw. In meinen Fällen hat das Ganze mit Glück jedenfalls nichts zu tun, sondern es ist der Regelfall.

Daß gewisse, vor allem ganz neue, Hardware, problematisch sein kann, gebe ich gerne zu. So teste ich privat wie beruflich sehr gerne an allen möglichen Rechnern Linux, indem ich es von einem USB-Speicherstift starte, wo ein Xubuntu installiert ist. Bei so mancher recht neuen Hardware oder ungewohnten Kombinationen bleibt dann der Bildschirm schon manchmal schwarz. Doch ist das nachvollziehbar, weil die Linux-Entwickler für neue Hardware erst mühsam Informationen sammeln müssen, um Treiber usw. schreiben zu können, während die Hardware-Hersteller von Haus aus geschlossene Windows-Treiber ausliefern.

Letzteres könnte sich nun ein bißchen ändern, wenn wir AMDs neuen quelloffenen AMDGPU-Treiber betrachten, wo sogar gemeinsame Code-Bereiche zwischen Linux und Windows vorhanden sind.

M.V.

Avatar von M.V.

Anmeldungsdatum:
22. September 2015

Beiträge: 45

Danke für den Bericht. Freut mich, wenn es bei jemandem so einfach auf Anhieb wuppt.

Ich kann im Grunde auch nur bestätigen, dass Ubuntu sich auf all meinen Kisten bisher am ehesten bewährte. Seit ein paar Monaten läuft es "allein" auf meinem MacBook early2009. Konnte OSX irgendwann nicht mehr sehen, also neue Platte eingebaut, Ubuntu auf den USB Stick und mal mutig sein. Bißchen vorab gelesen, gefühlt lief es bei jedem zweiten. Das reichte mir. Booten, ALT-Taste gedrückt, EFI Boot wurde angezeigt (also der USB Stick) und ab gings. Beim Partitionieren drauf geachtet, dass ich eine kleine EFI Partition anlege, war mit 200mb mal sehr großzügig.

Nach nicht mal 15min stand alles. Updates gezogen. Den 304-er NVidia rangeholt über Additional Drivers, Finger gekreuzt und los. Keine Probleme seither. Die Kiste ist nicht wärmer als unter OSX. Lediglich WLAN läuft nicht, damit habe ich mich bisher aber auch nicht auseinander gesetzt, da der Rechner eh nur stationär auf dem Schreibtisch am LAN läuft. Der Rest 1a, selbst meine Magic Mouse wurde erkannt.

Okay, ich bin kein Linux Neuling, aber auf einem Mac hatte ich das noch nicht getestet und interessanterweise startete weder Fedora noch openSUSE trotz dem Grub-Voodoo, den man anwenden kann.

Benno-007

Anmeldungsdatum:
28. August 2007

Beiträge: 29240

Schwarzer Bildschirm lässt sich (besonders bei AMD) meist mit einer Bootoption lösen (nomodeset).

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