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Windows-Partitionen einbinden

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 8.04 (Hardy Heron)
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Dieses Thema ist die Diskussion des Artikels Windows-Partitionen_unter_Linux.

Max-Ulrich_Farber

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23. Januar 2007

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Danke für die URLs.

Ich bin nicht der große Experte, für Vista schon gleich gar nicht. Deshalb kann ich nur vage Vermutungen anstellen.

Ich habe den Eindruck, dass es sich immer um das gleiche Problem handelt, das auch hier diskutiert wird. Dann ist es keineswegs klar, dass es sich wirklich um ein Problem von ntfs-3g handelt.

Offenbar übersieht chkdsk von Vista Inkonsistenzen, die der Datei-Manager aber sieht, und repariert diese dann auch nicht. Wenn es so ist, dann handelt es sich um ein Vista-Problem.

Wovor man aber unbedingt warnen sollte, ist in Dualboot-Systemen das Dateisystem zu im Suspend-mode zu wechseln oder gar NTFS-Partitionen in Virtuellen Maschinen als "gemeinsame Laufwerke" für Host und Client zu verwenden. Ersteres kann bei versehentlicher Unterbrechung der Stromversorgung passieren. Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Suspend-Mode bei Laptops unter Linux nicht immer ganz sauber ist. Wenn chkdsk in XP fehlerfrei gearbeitet hat, waren solche Schäden meist reparabel - in Vista offenbar nicht mehr unbedingt.

elostio

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2. Februar 2006

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Max-Ulrich Farber schrieb:

@kaputtnik und elostio: Jetzt muss ich doch noch einmal nachfragen: Wie habt Ihr jeweils die Installation vorgenommen? Da gibt es ja (mindestens) drei Möglichkeiten:

  1. Die ganze Festplatte verwenden

  2. Eine Windows-Partition verkleinern

  3. Neu-Partitionierung von Hand.

Wenn schon vorher ein Ubuntu installiert gewesen war, kann man außerdem einfach die vorhandene Partitionierung übernehmen und nur die Linux-System-Partition neu formatieren.

In der Regel gehe ich so vor: Fallbeispiel HDD 120 GB, WindowsXP + Ubuntu 8.10

1. Windows installieren Im unpartitionierten Bereich eine Partition erstellen 20 GB. Rest nicht anfassen. 2. Ubuntu installieren Im unpartitionierten Bereich lege ich eine 20GB für / , eine 50 GB für /home und eine 2GB für Swap an (ein Bisschen was behalte ich mir immer als Spare).

Voila meine fstab im Anhang:

fstab (584 Bytes)
Download fstab

Max-Ulrich_Farber

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@elostio:

Jetzt kommt mir eine Idee: Du hast also bei der Installation gParted gar nicht gebraucht. Nach der Partitionierung mit gParted wird gefragt, wie die einzelnen Partitionen ins Dateisystem eingehängt werden sollen. Ich vermute, dass ich da je einen Einhängepunkt für jede Partition (auch die vorhandenen) eingeben konnte, und dann wurden die Einträge in fstab automatisch vorgenommen.

Ich bin mir zwar nicht mehr sicher, dass es so war, aber ich meine mich zu erinnern.

Gruß - Max-Ulrich

elostio

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2. Februar 2006

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elostio schrieb:

Max-Ulrich Farber schrieb:

@kaputtnik und elostio: Jetzt muss ich doch noch einmal nachfragen: Wie habt Ihr jeweils die Installation vorgenommen? Da gibt es ja (mindestens) drei Möglichkeiten:

  1. Die ganze Festplatte verwenden

  2. Eine Windows-Partition verkleinern

  3. Neu-Partitionierung von Hand.

Wenn schon vorher ein Ubuntu installiert gewesen war, kann man außerdem einfach die vorhandene Partitionierung übernehmen und nur die Linux-System-Partition neu formatieren.

In der Regel gehe ich so vor: Fallbeispiel HDD 120 GB, WindowsXP + Ubuntu 8.10

1. Windows installieren Im unpartitionierten Bereich eine Partition erstellen 20 GB. Rest nicht anfassen. 2. Ubuntu installieren Im unpartitionierten Bereich lege ich eine 20GB für / , eine 50 GB für /home und eine 2GB für Swap an (ein Bisschen was behalte ich mir immer als Spare).

Voila meine fstab im Anhang:

Bin draufgekommen, dass ich einen Blödsinn gepostet habe. Die Fstab in meinem Anhang stimmt nicht mit dem Überein was ich geschrieben hab (falscher Rechner ☹ ). Für das Beispiel ist das trotzdem nicht wichtig. Vergesst einfach meine fstab.

@ Max-Ulrich Farber Nein Gparted benutze ich so gut wie nie.

@alle Hat irgendjemand die Erfahrung gemacht, dass eine NTFS Partition nach installation so wie ich siei beschrieben hat automatisch in der fstab auftauchte?

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elostio schrieb:

@alle Hat irgendjemand die Erfahrung gemacht, dass eine NTFS Partition nach installation so wie ich siei beschrieben hat automatisch in der fstab auftauchte?

So weit ich weiß werden überhaupt keine zusätzlichen Partitionen, auch keine Linux Partitionen, bei der Installation in die fstab eingetragen. Es sei denn man legt bei der manuellen Partitionierung einen mount point fest.

Max-Ulrich_Farber

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23. Januar 2007

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Es sei denn man legt bei der manuellen Partitionierung einen mount point fest.

Ich glaube, das ist des Rätsels Lösung!

Gruß - Max-Ulrich

kaputtnik

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31. Dezember 2007

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Dann ist der Abschnitt im Artikel überflüssig...

Max-Ulrich_Farber

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23. Januar 2007

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@kaputtnik

Du sagst es!

Wenn ich dazu komme, ändere ich das heute mal. Schau Dir's dann bitte heute Abend an, ob Du einverstanden bist.

Gruß - Max-Ulrich

kaputtnik

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31. Dezember 2007

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Sieht doch gut aus! Was mir noch fehlt sind die Schreibrechte:

Standardmäßig werden Windows-Partitionen so eingebunden, dass sie Eigentum von "root" sind (uid=0) und dass alle Mitglieder der Gruppe plugdev (gid=46) Lesezugriff haben. Üblicherweise sind dies alle Benutzer. Gelegentlich kann es jedoch sinnvoll sein, die Namen der Mountpunkte und die Besitz- und Zugriffsrechte nachträglich zu ändern oder die Eintragungen noch durch weitere Parameter zu ergänzen (z.B. um Zeitstempel zu bewahren oder Freigaben im Netz zu ermöglichen; s.u.).

Vllt kannst Du die Einstellung für Schreibrechte bei s.u. noch einfügen?

Max-Ulrich_Farber

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23. Januar 2007

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Vllt kannst Du die Einstellung für Schreibrechte bei s.u. noch einfügen?

Das war schon einmal Gegenstand einer Diskussion. Ich persönlich bin dafür, Partitionen, auf die man schreiben möchte, grundsätzlich als eigenen Besitz (uid=1000) einzubinden, wurde aber gebeten, diese Empfehlung nicht allgemein zu formulieren, sondern mich an die Default-Einstellungen zu halten.

Ich finde, es sollte eine Ausnahme bleiben, wenn man auf Partitionen schreiben darf, die einem nicht gehören. Dieses Recht kann der Administrator vergeben, aber es sollte nicht Standard sein. Ganz abgesehen davon, dass dann ein ziemlicher Wirrwar mit den Besitz- und Zugriffsrechten entstehen kann. Deshalb finde ich auch die Default-Einstellung bei NTFS (nicht FAT) mit 0777 nicht gut.

Trotzdem danke für den Hinweis. Ich schaue mal, was man da noch sinnvollerweise einfügen kann.

Gruß - Max-Ulrich

EDIT:

Bitte schau mal, ob es so jetzt in Ordnung ist.

Außerdem habe ich noch einen kleinen Hinweis wegen der Probleme mit Vista angebracht. Ich habe mir die Threads und den Fehlerbericht bei ntfs-3g nochmal angesehen. Ich glaube, dass es ich um das "dirty-Bit" handelt, und dass das Zusammenspiel von ntfsfix und chkdsk bei NTFS-5 bzw. Vista nicht immer richtig funktioniert. Ich kann nicht wissen, wo der Fehler liegt, aber ich habe eher Vista im Verdacht. Denn dort meldet chkdsk die Partition als fehlerfrei, der Datei-Manager erkennt sie aber als beschädigt und unlesbar. Das ist nicht normal. - Egal, ein kleiner Hinweis kann nichts schaden.

kaputtnik

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31. Dezember 2007

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Max-Ulrich Farber schrieb:

Vllt kannst Du die Einstellung für Schreibrechte bei s.u. noch einfügen?

Das war schon einmal Gegenstand einer Diskussion. Ich persönlich bin dafür, Partitionen, auf die man schreiben möchte, grundsätzlich als eigenen Besitz (uid=1000) einzubinden, wurde aber gebeten, diese Empfehlung nicht allgemein zu formulieren, sondern mich an die Default-Einstellungen zu halten.

Ich finde, es sollte eine Ausnahme bleiben, wenn man auf Partitionen schreiben darf, die einem nicht gehören. Dieses Recht kann der Administrator vergeben, aber es sollte nicht Standard sein.

Teilweise hast Du wohl Recht, AAABER... Vllt sollte man einfach davon ausgehen, das Ubuntu ganz normale User nutzen, und die haben in der Regel einen Rechner und kein Multiusersystem. Auf so einem Rechner möchte ich Schreibrechte für meine Fat oder NTFS-Partitionen haben, um diese eben als DatenaustauschPartitionen überhaupt nutzen zu können.

Ganz abgesehen davon, dass dann ein ziemlicher Wirrwar mit den Besitz- und Zugriffsrechten entstehen kann. Deshalb finde ich auch die Default-Einstellung bei NTFS (nicht FAT) mit 0777 nicht gut.

Dieses Rechtesystem ist eh der Hammer. Ich blick da immer noch nicht durch. Da ich denke, das es vielen Leuten so geht wie mir, sollte man einfach Lösungsvorschläge für verschiedene Szenarien/User anbieten. UID=1000 ist Sinnvoll!

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Max-Ulrich Farber schrieb:

Ganz abgesehen davon, dass dann ein ziemlicher Wirrwar mit den Besitz- und Zugriffsrechten entstehen kann. Deshalb finde ich auch die Default-Einstellung bei NTFS (nicht FAT) mit 0777 nicht gut.

Du meinst wohl 000. Mit 777 kann niemand lesen/schreiben/ausführen.

kaputtnik schrieb:

Dieses Rechtesystem ist eh der Hammer. Ich blick da immer noch nicht durch. Da ich denke, das es vielen Leuten so geht wie mir, sollte man einfach Lösungsvorschläge für verschiedene Szenarien/User anbieten. UID=1000 ist Sinnvoll!

Jaaa, prinzipiell bei einem User schon, aber stell dir mal den Familien PC vor den Papa eingerichtet hat. Jeder hat sein Benutzerkonto. Schon kommt von Sohnemann die Frage im Forum warum er nicht auf die Partition zugreifen kann.

Wenn du auf der uid=1000 bestehst, sollte auf jeden Fall darauf hingewiesen werden das dann auch immer gid=46 und umask=007 gesetzt werden sollte. Nebenbei frage ich mich gerade ob ein nachträglich zugefügter Nutzer automatisch in der Gruppe 46 ist...

Grüße
Thomas

kaputtnik

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quintus schrieb:

kaputtnik schrieb:

Dieses Rechtesystem ist eh der Hammer. Ich blick da immer noch nicht durch. Da ich denke, das es vielen Leuten so geht wie mir, sollte man einfach Lösungsvorschläge für verschiedene Szenarien/User anbieten. UID=1000 ist Sinnvoll!

Jaaa, prinzipiell bei einem User schon, aber stell dir mal den Familien PC vor den Papa eingerichtet hat. Jeder hat sein Benutzerkonto. Schon kommt von Sohnemann die Frage im Forum warum er nicht auf die Partition zugreifen kann.

Eben, genau sowas meinte ich mit verschiedenen Szenarien.

Wenn du auf der uid=1000 bestehst, sollte auf jeden Fall darauf hingewiesen werden das dann auch immer gid=46 und umask=007 gesetzt werden sollte.

umask=007 heißt nochmal?? Besitzer darf alles, Gruppe darf alles, alle anderen dürfen nix? 😕

Edit:
Eine Art Umrechnerformular wäre nicht schlecht. Checkboxen für Eigentümer, Gruppe und Alle anderen. Darunter Checkboxen für die Rechte: Schreiben, Lesen, garnix. Und am Ende erscheint dann die Zahl die man eingeben muss um die eingestellten Rechte zu erhalten/zu geben... nur so ne Idee..

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kaputtnik schrieb:

quintus schrieb:

Jaaa, prinzipiell bei einem User schon, aber stell dir mal den Familien PC vor den Papa eingerichtet hat. Jeder hat sein Benutzerkonto. Schon kommt von Sohnemann die Frage im Forum warum er nicht auf die Partition zugreifen kann.

Eben, genau sowas meinte ich mit verschiedenen Szenarien.

Dann sollte als Standart aber immer gid=46 angegeben sein.

umask=007 heißt nochmal?? Besitzer darf alles, Gruppe darf alles, alle anderen dürfen nix? 😕

Richtig. Man geht immer davon aus das am Anfang die Rechte 777 bestehen. Davon zieht man die umask Werte ab und erhält die tatsächlichen Rechte.

Man geht so vor:

  • umask=000 bedeutet 7-0 7-0 7-0 = 777 d.h. die oktalen Rechte sind 777 ⇒ jeder darf alles.

  • umask=007 bedeutet 7-0 7-0 7-7 = 770 d.h. die oktalen Rechte sind 770 ⇒ Eigentümer u. Gruppe alles, andere nichts

  • umask=027 bedeutet 7-0 7-2 7-7 = 750 d.h. die oktalen Rechte sind 750 ⇒ Eigentümer alles, Gruppe lesen u. ausführen, andere nichts

usw.

Max-Ulrich_Farber

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23. Januar 2007

Beiträge: 8010

Du meinst wohl 000. Mit 777 kann niemand lesen/schreiben/ausführen

Ich meinte die Einstellung, den Mode. Nicht den Wert für umask.

Das mit den Rechten ist tatsächlich recht verwirrend.

Bei den Dateisystemen VFAT (FAT32) und NTFS gibt es die Optionen umask,fmask und gmask. Diese sind negativ zu verstehen, d.h. sie geben an, was nicht erlaubt ist (wie quintus das beschrieben hat).

Bei den (virtuellen) Netzwerk-Dateisystemen smbfs und cifs gibt es hingegen die Optionen file_mask (auch file_mode) und directory_mask (auch directory_mode), und in smb.conf gibt es den Parameter create mask und directory mask (bzw. xxx mode), und die sind immer positiv zu verstehen, d.h. sie geben an, was erlaubt ist.

Verwirrender hätte man das kaum machen können!

Doch nun zurück zum Einbinden von Windows-Partitionen:

Dass über die Rechte mehr gesagt werde sollte, sehe ich ein. Zwar steht alles schon irgendwo, aber eben ziemlich verstreut. Aber wo sollte man das Thema ausführlicher abhandeln, im Artikel Windows-Partitionen einbinden und den entsprechenden Artikeln für die Netzwerk-Dateisysteme, in den Artikeln mount und fstab oder gleich im Artikel Rechte? Dazu kommt, dass das Thema uferlos wird, wenn man alles abdecken will, wo Dateirechte eine Rolle spielen.

Gruß - Max-Ulrich