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Papierkorb bei Netzwerkfreigaben (Samba - cifs)

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 20.04 (Focal Fossa)
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Roland_Linux

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Anmeldungsdatum:
6. Februar 2006

Beiträge: 2396

Guten Abend,

auf meinem Arbeits-PC im Büro habe ich verschiedene Ordner freigegeben (in Nautilus → Freigabe im lokalen Netzwerk). Auf einem anderen PC habe ich diese Freigabe mit cifs eingebunden. Soweit funktioniert das auch recht gut und ich kann auf dem Client die Dateien auf der Freigabe erstellen, lesen und auch wieder löschen. Beide Rechner (Server als auch Client) sind mit dem gleichen Benutzernamen und dem gleichen Passwort eingerichtet.

Nun habe ich folgendes Problem, dass wenn eine Datei in der Freigabe vom Client aus gelöscht wird, wird ein Ordner .trash-1000 in der Freigabe erstellt und die gelöschten Dateien dort abgelegt. Seither (Bionic) war es so, dass diese gelöschten Dateien im Papierkorb meines Servers (bzw. Arbeits-PC) abgelegt wurden und ich quasi nur diesen einen Papierkorb verwalten brauchte. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob ich damals etwas speziell dafür eingerichtet habe oder ob die Funktion von Haus aus so funktioniert hat. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, dass die gelöschten Dateien wieder auf dem Server-PC im Papierkorb des Benutzers landen und nicht mehr in einem Trash-Ordner in der Freigabe.

Vielen Dank euch im Voraus.

Moderiert von ChickenLipsRfun2eat:

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Cranvil

Anmeldungsdatum:
9. März 2019

Beiträge: 990

Du kannst die smb.conf (normalerweise in /etc/samba/ zu finden) auf dem Server darauf untersuchen, ob die Zeile

vfs objects = recycle

zu finden ist.

In der Samba-Dokumentation findest du noch weitere Informationen zu dieser Art Netzwerkpapierkorb.

Ich kann mangels Testumgebung jedoch gerade nicht sagen, ob dieser Trash-Ordner nicht genau dafür steht.

hakel

Anmeldungsdatum:
13. August 2009

Beiträge: 23336

Normalerweise hat Samba keinen Papierkorb, das müßtest du also selber eingestellt haben. Möglicherweise hat die "Nautilus Freigabe" aber auch ein entsprechendes Profil, das mit 20.04 geändert wurde.

Vielleicht solltest du das Thema besser im Subforum "Serverdienste" ansprechen. Ich verwalte leider mein Samba "zu Fuß" da hat man mehr Freiheiten. Ich dachte auch immer Nautilus wäre NFS.

Roland_Linux

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Anmeldungsdatum:
6. Februar 2006

Beiträge: 2396

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. So wie ich es gelesen und verstanden habe, ist der Befehl bzw. die Option vfs objects = recycle dafür, dass die Dateien beim Löschen nicht komplett gelöscht sondern in einem Papierkorb "zwichengespeichert" werden. Dies ist aber der Ordner .trash-1xxx auf dem Netzlaufwerk. Eine Option, wie die Dateien im lokalen Papierkorb des Benutzers erscheinen, habe ich (noch) nicht gefunden...

hakel

Anmeldungsdatum:
13. August 2009

Beiträge: 23336

Eine Option, wie die Dateien im lokalen Papierkorb des Benutzers

Das erscheint mir auch sehr unlogisch, da Samba nichts mit dem "lokalen Nutzer" zu tun hat.

Vielleicht kannst einen Link auf deinen loaklen Nutzer legen, aber ob das eine so gute Idee ist, kann ich nicht sagen.

Roland_Linux

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Anmeldungsdatum:
6. Februar 2006

Beiträge: 2396

Sodele, hallo zusammen,

nun bin ich einen Schritt weiter gekommen. Es scheint damit zusammenzuhängen, wie das bzw. die Laufwerke eingebunden sind. Vorher hatte ich die HDD als komplette Festplatte eingebunden:

UUID=abcdefghijklmnopqrstuvwxyz     /mnt/HDD     usw...
/mnt/HDD/Bilder                     /home/USER/Bilder     usw.

Dann habe ich auf der Platte drei Ordner erstellt, wo Filme, Bilder und Musik gespeichert waren.

Nun habe ich die Platte partitioniert und drei Partitionen für Filme, Bilder und Musik erstellt. Diese drei Partitionen habe ich nun direkt eigebunden:

UUID=abcdefghijklmnopqrstuvwxyz     /home/USER/Bilder     usw.

Nun scheint es wieder so zu funktionieren, wie ich es von der alten Installation gewöhnt bin. Lösche ich auf dem Laufwerk etwas, wird zwar immer noch der Ordner .Trash-1000 angelegt, die gelöschten Dateien werden aber auch in meinem Papierkorb angezeigt. Wird die Datei im Papierkorb gelöscht wird sie auch im Ordner .Trash-1000 gelöscht. Und genau so soll es sein.

Ich habe halt nun den Nachteil, dass ich drei (unflexible) Partitionen auf der HDD habe und im schlechtesten Fall auf er einen Partition noch viel Platz habe, während die andere voll ist.

Cranvil

Anmeldungsdatum:
9. März 2019

Beiträge: 990

Roland_Linux schrieb:

Ich habe halt nun den Nachteil, dass ich drei (unflexible) Partitionen auf der HDD habe und im schlechtesten Fall auf er einen Partition noch viel Platz habe, während die andere voll ist.

Wenn du genug Lust und Zeit hast, könntest du deinen Arbeits-PC mit LVM neu auflegen und anstelle der drei (oder mehr) Partitionen alles in entsprechende logische Volumes aufteilen. Danach kannst du den Plattenplatz in Abhängigkeit vom verwendeten Dateisystem halbwegs dynamisch neu verteilen (dynamisch heißt dabei ohne Neustart und unter Umständen sogar ohne die Notwendigkeit, das betroffene Dateisystem auszuhängen).

Weitere Alternativen wären btrfs oder ZFS als kombinierte Lösungen aus Volume-Manager und Dateisystem. ZFS hatte ich bisher nur unter Solaris kennengelernt und kann zum aktuellen Stand der Linux-Unterstützung nichts sagen, während ich btrfs immer nur kurz angetestet habe. Viele Möglichkeiten, aber zu anders als ZFS, als dass ich mich damit so richtig wohl fühlen würde. 😉

Roland_Linux

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6. Februar 2006

Beiträge: 2396

An ein LVM habe ich bereits gedacht... Ich wusste aber nicht, ob ich eine einzelne Platte mit LVM einrichten kann oder ob es dazu das ganze System (SSD und HDD) sein muss. Mit btrfs und zfs kenne ich mich gar nicht aus...

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