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Warum wird Windows eigentlich immer langsamer und Linux nicht?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Projektleitung

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duno schrieb:

Oder vergleich doch mal:

NTFS -> ext4
NTFS -> xfs
NTFS -> btrfs
NTFS -> etc.

NTFS ist meiner Ansicht nach ein ganz ordentliches Dateisystem. Ich denke nicht, dass es nun gerade daran liegt - wenn das Phänomenon das langsamer werdenden Windows überhaupt besteht.

user_unknown

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unbuntuS12 schrieb:

In Firefox eine beliebige Website aufrufen dauert einfach mal doppelt so lange wie unter Linux. Generell, ohne das jetzt gemessen zu haben, dauert subjektiv alles doppelt so lange.

Warum? Keine Ahnung.

Du kannst in jeder billigen ARD-Pseudoreportage sehen, wie die Kunden 2x den gleichen Joghurt oder eine Pizza essen, und einmal soll es billiges Aldizeuch sein, einmal teurer Dr. Oetker, und ein Großteil ist nach dem Schmecken überzeugt, dass das teure Produkt besser war.

Du kannst natürlich glauben, Dir würde das nicht passieren. Vielleicht hast Du es auch schon mehrfach ausprobiert. Ich halte es für sehr vernünftig auch die eigene Urteilsurteilskraft anzuzweifeln. Annahmen, die ich nicht nachgemessen habe, halte ich für falsch.

Das Nachmessen ist sehr lästig, aber Fehler treten in dem Bereich einfach so häufig auf, dass es sinnlos ist weiterzumachen, etwa mit Spekulationen zu Ursachen, wenn man nicht überprüft hat, ob der eigene Eindruck nicht trügt. Es muss einem nicht peinlich sein, falsch zu liegen, mit seinen subjektiven Empfindungen, denn das passiert ja der Mehrheit; wir sind dafür anfällig. Aber es muss einem peinlich sein, das Wissen um diese Anfälligkeit nicht systematisch anzuwenden.

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Developer92 schrieb:

Wenn ein Dienst installiert wurde sollte dieser nicht automatisch gestartet werden (weder direkt nach der Installation noch beim nächsten Neustart). Grund ist, dass man die meisten Dienste erst konfigurieren will, bevor man diese auf dem Server laufen lässt.

Ist es nicht so, dass bei Debian (und auch Ubuntu) systemd so "verbogen" wurde, dass neu installierte Dienste automatisch aktiv sind?

seahawk1986

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Cruiz schrieb:

Ist es nicht so, dass bei Debian (und auch Ubuntu) systemd so "verbogen" wurde, dass neu installierte Dienste automatisch aktiv sind?

Systemd haben die dafür soweit ich weiß nicht extra angepasst - die Pakete für die einzelnen Dienste werden gezielt so gestaltet, dass das postinst-Skript über den debhelper die nötigen Schritte durchführt, um die Dienste zu aktivieren und zu starten - das passiert normalerweise über dh_installinit, wenn man das Paket mit aktivem systemd Debhelper-Skripten baut, also in debian/rules so etwas einbaut und dh-systemd als Build-Dependency angibt):

%:
    dh $@ --with systemd

Das Verhalten kann natürlich auch abgeschaltet werden, wenn man das im Einzelfall für sinnvoll hält.

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Projektleitung

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seahawk1986 schrieb:

Systemd haben die dafür soweit ich weiß nicht extra angepasst - die Pakete für die einzelnen Dienste werden gezielt so gestaltet, dass das postinst-Skript über den debhelper die nötigen Schritte durchführt, um die Dienste zu aktivieren und zu starten - das passiert normalerweise über dh_installinit, wenn man das Paket mit aktivem systemd Debhelper-Skripten baut, also in debian/rules so etwas einbaut und dh-systemd als Build-Dependency angibt):

Das ist jetzt aber auch nix Neues: auch unter älteren Linux-Distributionen wurde z.B. PostgreSQL gestartet, wenn man es installiert hatte. In vielen (den meisten?) Fällen ist das ja auch genau das Verhalten, das man möchte.

MalSaulusMalPaulus

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Hast Du jemals Android benutzt? Dann wüsstest Du, dass das auch immer langsamer wird. Und ja das ist ein Linux.

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MalSaulusMalPaulus schrieb:

Hast Du jemals Android benutzt? Dann wüsstest Du, dass das auch immer langsamer wird. Und ja das ist ein Linux.

Du meinst dieses Android, in welchem die Systempartition lediglich lesend eingehängt wird und daher keine Veränderung der Daten stattfindet? Welches gleichbleibend hohe Geschwindigkeit bietet, auch ohne Neustarts über Jahre hinweg? Dieses Android?

MalSaulusMalPaulus

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4. November 2014

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Developer92 schrieb:

MalSaulusMalPaulus schrieb:

Hast Du jemals Android benutzt? Dann wüsstest Du, dass das auch immer langsamer wird. Und ja das ist ein Linux.

Du meinst dieses Android, in welchem die Systempartition lediglich lesend eingehängt wird und daher keine Veränderung der Daten stattfindet? Welches gleichbleibend hohe Geschwindigkeit bietet, auch ohne Neustarts über Jahre hinweg? Dieses Android?

Genau dieses, nur dass es bei mir mit nichten gleichbleibende Geschwindigkeit aufweist, das Tablet war mal am Anfang schnell, mittlerweile ist es einfach nur noch grottenlahm. Ja genau das meine ich 😉

Gib doch mal bei google ein: "Android immer langsamer", da findest Du fast genauso viele Tipps zum Aufräumen, Beschleunigen usw wie unter Windows. Ja mittlerweile gibts sogar Tune Apps, die angelbich das ganze beschleunigen sollen.

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31. Dezember 2008

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MalSaulusMalPaulus schrieb:

Genau dieses, nur dass es bei mir mit nichten gleichbleibende Geschwindigkeit aufweist, das Tablet war mal am Anfang schnell, mittlerweile ist es einfach nur noch grottenlahm. Ja genau das meine ich 😉

😬

(Falls darauf noch das originale ROM läuft → ein custom ROM wirkt oft Wunder)

Gib doch mal bei google ein: "Android immer langsamer", da findest Du fast genauso viele Tipps zum Aufräumen, Beschleunigen usw wie unter Windows. Ja mittlerweile gibts sogar Tune Apps, die angelbich das ganze beschleunigen sollen.

Im Prinzip das gleiche Problem wie unter Windows/Linux auch: Das vorinstallierte Betriebssystem ist überfüllt mit Bloatware, welche die Systemleistung nach unten zieht. Custom ROMs bzw. möglichst "originale" Android-Versionen bewirken da oft Wunder.


Um mal auf den Thread zurückzukommen:

Systeme werden langsamer weil:

  • Mist (vor-)installiert ist, den niemand braucht

  • Man daran herumspielt und irgendwelche Dinge verbiegt, die man nicht anfassen sollte

  • Man das System nicht entsprechend pflegt

Daraus lassen sich ein paar einfache Regeln ableiten:

  • Nur das installieren, was man wirklich braucht (so wenige Programme wie nötig)

  • Unnötige Spielereien vermeiden (etwa einen eigenen Bootsplash, den man sowieso nie sieht und wenn, dann höchsten für ein paar Sekunden)

  • Das System regelmäßig warten (Updates, Dateileichen entfernen, Rechte kontrollieren, Systemlogs prüfen)

  • Das System nicht für Dinge missbrauchen, für die es nicht geschaffen wurde

  • Dementsprechend, wenn man sich ein Gerät kauft, prüfen ob es den gewünschten Zweck überhaupt erfüllen kann (und falls nicht: anderes Gerät suchen)

  • Nur am System herumschrauben, wenn man es entsprechend verstanden hat. Und auch hier alles manuell angehen und nicht irgendwelche Skripte aus dem Internet ziehen und die einfach lassen (und schon gar nicht mit Rootrechten)

Zum letzten Punkt gehören auch noch so Dinge wie: Wenn ich schon am System herumschraube, dann dokumentiere ich auch was ich gemacht habe, damit ich es anschließend wieder rückgängig machen kann.

Und damit laufen sowohl Windows-, Linux- als auch Androidbasierte Systeme hervorragend für mehrere Jahre.

Nachtrag: Auch wenn es nur so halb zum Thema passt: Technik veraltet irgendwann. Ich weiß, dass das manche Leute mit ihrem Rechner basierend auf Pentium 4 und dem 15" Röhrenmonitor nicht glauben wollen, aber es ist nunmal so. Diese Leute sind es dann lustigerweise auch, die sich darüber aufregen, dass ihre Geräte nicht perfekt laufen. Wenn ich Ahnung von der Materie habe kann ich die Geräte natürlich noch weiter verwenden, aber wenn ich mehr bastle und eigentlich nicht weiß was ich mache dann sollte ich mir einfach mal neue Hardware holen.

MalSaulusMalPaulus

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Also → Es ist scheiß egal ob Windows oder Linux, beide Systeme können durch Software zugemüllt werden und dadurch langsamer werden.

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Ehemalige

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MalSaulusMalPaulus schrieb:

Also → Es ist scheiß egal ob Windows oder Linux, beide Systeme können durch Software zugemüllt werden und dadurch langsamer werden.

Rein theoretisch ja. Faktisch ist das Problem bei Linux deshalb bei Normalgebrauch um Welten kleiner, weil es viel unüblicher und auch schwieriger ist (gerade bei Distris für jedermann wie Ubuntu), einfach irgendwelche Programme zu installieren. Was aber in den offiziellen Repos ist, macht viel seltener Probleme als der Rest (natürlich nicht "nie", es gibt auch fehlerhafte Software, aber deutlich seltener in den offiziellen Repos als irgendwo sonst).

Bei Windows ist das Problem, genau umgekehrt, um Welten grösser: Was ein .exe ist, kann per Klick installiert werden. Das hat auch (nicht nur!) ganz, ganz viele Nachteile. Die maximale Zumüllbarkeit ist einer, nicht der schlimmste, aber es ist ein Nachteil.

Beim Pseudolinux Android hat man sich extrem grosse Mühe gegeben, die Sache mit den Repos möglichst zu umgehen, damit wenn möglich jeder User jeden Müll aufs System installieren kann per Klick. Es war gar nicht einfach, aber Google hat das dann doch fast geschafft. Zusammen mit der Zerstörung automatischer Updatebarkeit ist das Ziel eines Systems, das ähnlich unsicher und vermüllbar ist wie Windows, eigentlich recht gut erreicht worden.

In dem Sinne!

X.

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31. Dezember 2008

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Xeno schrieb:

Beim Pseudolinux Android hat man sich extrem grosse Mühe gegeben, die Sache mit den Repos möglichst zu umgehen, damit wenn möglich jeder User jeden Müll aufs System installieren kann per Klick.

Huch? Gerade in Deutschland bekommt man doch so gut wie kein Gerät ohne den Play Store von Google, welcher exakt den Zweck eines Repos erfüllt, inklusive automatischer Updates.

Dafür ist die Installation von APK-Dateien aus unbekannten Quellen standardmäßig deaktiviert.

Es war gar nicht einfach, aber Google hat das dann doch fast geschafft. Zusammen mit der Zerstörung automatischer Updatebarkeit ist das Ziel eines Systems, das ähnlich unsicher und vermüllbar ist wie Windows, eigentlich recht gut erreicht worden.

Gerade Google ist einer der wenigen Anbieter von Android, welche regelmäßig Updates liefern. Dass die Hersteller das nicht können ist nicht die Schuld von Google.

Android selbst ist ansonsten ein relativ gut durchdachtes System: Prozesse sind voneinander getrennt, Apps benötigen Berechtigungen, mit einem Klick kann ich eine App komplett vom Gerät entfernen, die Systempartition ist nur lesbar eingehägt, etc.

Natürlich lässt sich noch einiges verbessern, das will ich auch gar nicht bestreiten, nur ganz so schlecht wie es hier dargestellt wird ist es dann doch nicht ☺

MalSaulusMalPaulus

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Xeno schrieb:

Rein theoretisch ja. Faktisch ist das Problem bei Linux deshalb bei Normalgebrauch um Welten kleiner, weil es viel unüblicher und auch schwieriger ist (gerade bei Distris für jedermann wie Ubuntu), einfach irgendwelche Programme zu installieren. Was aber in den offiziellen Repos ist, macht viel seltener Probleme als der Rest (natürlich nicht "nie", es gibt auch fehlerhafte Software, aber deutlich seltener in den offiziellen Repos als irgendwo sonst).

Bei Windows ist das Problem, genau umgekehrt, um Welten grösser: Was ein .exe ist, kann per Klick installiert werden. Das hat auch (nicht nur!) ganz, ganz viele Nachteile. Die maximale Zumüllbarkeit ist einer, nicht der schlimmste, aber es ist ein Nachteil.

Ich würde jetzt nicht unbedingt das Ausführen eines Installers mit der Endung .sh als Schwieriger betrachten. Manche Programme lassen sich genau damit installieren.

Beim Pseudolinux Android hat man sich extrem grosse Mühe gegeben, die Sache mit den Repos möglichst zu umgehen, damit wenn möglich jeder User jeden Müll aufs System installieren kann per Klick. Es war gar nicht einfach, aber Google hat das dann doch fast geschafft. Zusammen mit der Zerstörung automatischer Updatebarkeit ist das Ziel eines Systems, das ähnlich unsicher und vermüllbar ist wie Windows, eigentlich recht gut erreicht worden.

Android ist kein Pseudolinux es ist ein Linux. Wie Developer92 schon sagte, ist es auch bei Android üblich den Shop zu verwenden und dann hat man ja seine Paketverwaltung. Ich finde es immer witzig, dass man, wenn man vom hohen Marktanteil von Linux spricht, immer gerne Android, den Server, Embeddedgeräte mit dazuzählt (was ja auch korrekt ist, sie sind ja alle Linux), aber wenn es dann um die unangenehmen Sachen geht, sagt man, dass Android ein Pseudolinux wäre 😉

ChickenLipsRfun2eat Team-Icon

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6. Dezember 2009

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Mein letztes (und einziges) Android-Gerät war das Galaxy Ace. War an sich nen robustes Teil und mein Einstieg in die Welt der Smartphones (Stimmt nicht, ich hatte auch das Siemens SX1, aber das kam Jahre zu früh).

Zumüllbar ist Android auf jeden Fall, Play Store hin oder her. Was da aber im Gegensatz zu Win gut funktioniert ist das System zurücksetzen. Und für mich ist es auch kein "echtes Linux", weil ich das Konzept schlichtweg nicht leiden - und vor allem nicht nachvollziehen kann. Das ist aber eine subjektive Geschichte. Es ist natürlich cool Quad-Core Prozessoren im Handy zu haben, die das Gerät ständig zum kochen bringen und trotz Überdimensionierung nicht mehr Leistung bringen, als andere "schnödere" Telefone ☺

Übrigens kann man auch ein "echtes Linux" recht einfach ausgebremst werden. Bei meinem aktuellen Handy mit Sailfish OS gelingt mir das regelmäßig, wenn ich beim verbasteln Mist baue. Man siehe ebenfalls die Anzahl threads, welche das Thema "startet langsam" und "fährt langsam herunter" behandeln. Da geht es ja meist um blockierende Prozesse oder falsche Einstellungen.

Dieses "automatische langsamwerden" von Windows kann ich leider nicht mehr messen. Ich habe das nur noch auf der Arbeit und die mögen es nicht, wenn man rumbastelt ☺

MalSaulusMalPaulus

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4. November 2014

Beiträge: 286

Android nicht als Linux zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Denn Linux ist nur der Kernel. Es ist halt keine 0815 Distribution, die alles genau so macht wie alle anderen und sich lediglich durch die Paketauswahl und nem anderen Theme unterscheidet. Evtl. ist es deshalb ja auch so erfolgreich 😉