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Warum so wenig "unterstützung"?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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Sadakazu

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23. Mai 2009

Beiträge: 102

Moin moin, Ich frag mich das eigentlich schon seit Jahren.... Warum gibt es so "wenig" Software aus dem Kommerziellen bereich.

Hauptaugenmerk mal den bereich Gaming. An der "mangelnden" Hardwareunterstützung kann es seit Jahren doch eigentlich nicht mehr liegen. Viele Treiber sind teils sogar besser wie die Windows Treiber.... bzw laufen schneller und stabiler... Warum gehen die Entwickler nicht bei, und "portieren" ihre Software auch für Linux?

Ich kenne massig leute die auf Windows bleiben, weil sie viele Windows Altlasten (wie z.b. Spiele) haben.

Ja klar... man kann doch auch Dual fahren... Aber was für eine Festplattenverschwendung auf der einen seite.... Auf der anderen Seite..... Den meisten ist das zu "umständlich" x tausend mal neu zu booten nur weil sie jetzt von einer Windows Applikation auf eine Linux Application switchen wollen... Ja, dann gibts doch noch VMware oder VirtualBox und co...

Genau, aber es gitb auch Software, die es verbieten, das sie in einer Virtuellen Maschine gestartet werden und quitieren kurzerhand ihren Dienst.

Komischerweise gibts aber viel Software für OS X.... dabei ist OS-X auch nix weiter als ein "modifiziertes" FreeBSD? bzw einem etwas angepassen BSD kernel... Nur mal ein Beispiel.... Blizzard.... Bietet Kompilate von allen Games sowohl als Windows als auch als Mac Version an... Warum nicht gleich noch ein Linux Kompilat? viel mehr arbeit kann das doch nicht sein?

Steam ist da meines wissens der einzige "große" Publisher der viele Spiele für alle 3 Plattformen anbietet (Counter-Strike z.b.)

Welcher Sinn steht dahinter, software ausschließlich für Windows zu Programmieren. Grad in der heutigen Zeit? Kann mir das einer mal bitte erklären??

Gruß Sada

redknight Team-Icon

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Avatar von redknight

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30. Oktober 2008

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Unter vielen Kommerziellen Publishern hat sich, wegen der Freiheiten von OSS, die Meinung festgefahren, dass Linux/OSS-user nicht bereit sind, für Sofwtare zu bezahlen. Daher sehen es viele Publisher als Ressourcenverschwendung (Geld-)an, Linuxderivate ihrer Software zu erstellen. Ein Blick in die Spendenstatistiken der Humble bundles zeigt Gegenteiliges.

Eigentlich kann man diese Firmen nur durch langwierige Marktmechanismen umstimmen: Kauf Software erst, wenn es sie auch für Linux gibt. Sollte sich das verbreiten, werden die Publisher auch umdenken 😉

Sadakazu

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
23. Mai 2009

Beiträge: 102

Wobei ich aber ehrlichgesagt glaube, das das umdenken für Softwarehersteller jetzt schon fast zu spät ist...

Siehe Tablets und Smartphones 😉

Ich mein neulich noch in den Nachrichten gehört zu haben, das die Verkaufszahlen von Videospielen bzw Konsolen und PC Spiele (um mal bei Games zu bleiben) drastisch gesunken sind, weil die meisten auf dem Tablet oder Smartphone spielen/wollen

Zitat: "Kauf Software erst, wenn es sie auch für Linux gibt."

Das erzähl mal den "kidds" die sofort jedes spiel direkt nach release haben müssen 😉

Allgemein... wenn den Leuten was neues vor die Füße geworfen wird, geraten die meistens in einen übermäßigen Konsumrausch, es wird alles andere ausgeblendet und es läuft im gehirn nur noch ein befehl ab.... HABEN WILL HABEN WILL HABEN WILL.... Siehe die ganzen i produkte von Apple.... (iPhone iPad iPod iMac usw)

Ich find das nur schade.... und selbstverständlich bin ich bereit für gute Software zu blechen, solange der Preis nicht Utopisch ist und 90% des preises der Firmen Name ausmacht und nur 10% das Produkt 😉

Reinarden

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29. September 2014

Beiträge: 1044

Sadakazu schrieb:

Hauptaugenmerk mal den bereich Gaming. An der "mangelnden" Hardwareunterstützung kann es seit Jahren doch eigentlich nicht mehr liegen. Viele Treiber sind teils sogar besser wie die Windows Treiber.... bzw laufen schneller und stabiler... Warum gehen die Entwickler nicht bei, und "portieren" ihre Software auch für Linux?

Tun sie im Grunde bereits: einige der hochkarätigsten 3D-Mittelschichten (Unreal, Crytec, uam.) gibt es seit kurzem für Linux; bald auch Nvidias Physik-Schicht. Damit ist schon mal ein großer Bremsklotz für Linux-interessierte Entwickler weg, und zudem zeigt dies, daß die Firmen hinter diesen Mittelschichten nun Linux auch markttechnisch für geeignet halten.

Braucht nun natürlich etwas Zeit, bis das allen potentiellen Interessenten (=Spiele-Entwicklern) klar geworden ist.

Valve (hinter Steam) hat zudem noch so ein interessantes Projekt vorgestellt, das Spiele-Entwickelern hilft, ihre DirectX-Spiele auf Linux/OpenGL zu portieren.

Steam ist da meines wissens der einzige "große" Publisher der viele Spiele für alle 3 Plattformen anbietet (Counter-Strike z.b.)

Valve hat mit Steam und vor allem SteamOS eine hochinterssante Spieleplattform im Rennen; die Firma selber sagte ja unlängst, daß die (PC-?) Spiele-Zukunft Linux gehört.

Welcher Sinn steht dahinter, software ausschließlich für Windows zu programmieren.

Mitläufertum. Aber das „Diktat der leeren Kassen“ und Edward Snowden haben einen Eisberg in Bewegung gesetzt, wovon wir erst die Spitze sehen – Stichwort BRICS-Ankündigung diese Woche, ganz von der US-amerikanischen IT wegzukommen, bei Hardware und Software, was natürlich auch Windos ins Mark treffen wird.

Linux hat eine goldene Zukunft vor sich.

Kätzchen

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1. Mai 2011

Beiträge: 6036

Sind 2% Marktanteil genug um kommerzielle Anbieter anzulocken?

Ich glaube wir können schon froh sein das es Steam gibt!

Sadakazu

(Themenstarter)

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23. Mai 2009

Beiträge: 102

Reinarden schrieb:

Linux hat eine goldene Zukunft vor sich.

Das hör ich schon, da war ich noch bei SuSE in Bremen 😀 also noch vor der übernahme/kauf durch/von Novell 😉 also... dumdidum... glaub 2002? oder wars schon 2003? ka... Auf jedenfall... 10 Jahre....

Der rest leuchtet irgendwo ein 😉 Kann man echt nur hoffen, das sich da bald echt was ändert!

Danke für die Antworten ☺

@Kätzchen Warum sind es denn immernoch NUR 2% (wobei ich das nicht ganz glauben kann das das so extrem wenig ist)..... Weil es keine gescheite Software alternativen im OpenSource bereich gibt, und die Entwickler der Commercial Software keine Linuxkompilate anbieten.... Das ist eine Teufelsschraube... 😉 zumindestens sehe ich das so

Reinarden

Anmeldungsdatum:
29. September 2014

Beiträge: 1044

Sadakazu schrieb:

Das hör ich schon, da war ich noch bei SuSE in Bremen 😀 also noch vor der übernahme/kauf durch/von Novell 😉 also... dumdidum... glaub 2002? oder wars schon 2003? ka... Auf jedenfall... 10 Jahre....

Ja, ich verstehe Deinen Einwand. Auch ich versuchte schon längere Zeit – stets vor dem Blickwinkel, ob meine weniger EDV-lastigen Freunde dann auch mitkommen –, auf Linux umzuzeigen, doch leider ging dieses oder jenes dann noch nicht richtig, oder nur sehr umständlich, usw. Nach 15 Jahren Wartezeit bot uns dann Linux in der Form von X-/Ubuntu v14 endlich alles Nötige an (ist einiges), so daß wir komplett auf X-/Ubuntu umsteigen konnten und keine Sekunde bereut haben.

Die Zeit scheint jetzt einfach reif zu sein – Stichwort „Diktat der leeren Kassen“, Snowden (=US-Verdrossenheit), WindowsXP-Ende, Win8-Murks, Win10-Murks², uam.

Viele Normalbürger können sich einfach nicht alle paar Jahre einen neuen Rechner kaufen, um ein immer noch aufgeblaseneres, speicher- und prozessorhungrigeres Windos zufriedenstellen zu können. Und einige meiner Freunde staunten nicht schlecht, als sie nun ihre WinXP-Kisten mit Xubuntu bestückten (und zwar selber, ohne Profi-Hilfe – so einfach ist Ubuntu heute!) und seither plötzlich gefühlt doppelt-so schnell unterwegs sind und ihre 3D-/Irgendwas-Karte besser unterstützt wird.

Und mit Gemeinden, Kommunen, Ländern sieht es ähnlich aus: LiMux wird Schule machen, weil die Qualität von quelloffener Software (OSS) gleich gut oder sogar besser ist (Studien von OSS-Quellcode sagen: besser) und weil kein Geld mehr da ist! Die England-weite Verwaltung stieg kürzlich von M$-Office auf Openoffice um, so ich mich recht erinnere. Halb Südtirol will auch LiMux, d.h. nicht "nur" Openoffice, sondern auch Linux, usw.

Kann uns OSS-Freunden doch zweitrangig sein, aus welchen Gründen jetzt (erst) OSS seinen langverdienten Siegeszug antritt – Hauptsache, daß!

P.S. Steam ist wirklich ein Juwel und auch kinderleich zu bedienen. So etwas fehlte bisher einfach, also daß die potentiellen (Linux-) "Massen" einfach und elegant hochkarätigte Spiele-Titel per Mausklick kaufen und spielen können. Auch wenn mir selber richtig freie Spiele und natürliche MAME und MESS viel lieber sind. ☺

Kätzchen

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Anmeldungsdatum:
1. Mai 2011

Beiträge: 6036

Weshalb ich keine Software für Linux kaufe: für 14.04 gekauft 16.04 hat eine andere Lib und nichts geht mehr...

Grüße Kater

iXwin

Anmeldungsdatum:
8. September 2014

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Warum sind es denn immer noch NUR 2% ?

Im Desktop-Bereich wird die Zahl stimmen. (Bei Servern sieht das anderes aus). Dies liegt sicher einerseits daran, dass die großen PC/ und Notebookhersteller, zu 99% Windows als OEM vertreiben. Wenn man ein Modell, mit und ohne Windows vergleicht, ist der Preisunterschied nicht riesig. Manche Modelle der Hersteller sind nur mit Windows zu haben. Ein iPhone ist ja auch mit vorinstalliertem iOS.

Die Anwender bekommen, also seit Jahren (und in den letzten Jahren auch von Apple und Google), ihr OS vorgesetzt.

Sadakazu

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
23. Mai 2009

Beiträge: 102

iXwin schrieb:

Manche Modelle der Hersteller sind nur mit Windows zu haben. Ein iPhone ist ja auch mit vorinstalliertem iOS.

Die Anwender bekommen, also seit Jahren (und in den letzten Jahren auch von Apple und Google), ihr OS vorgesetzt.

Wobei ich neulich noch irgendwo gelesen habe das diese vorgehensweise gegen irgendwelche Rechte verstößt... Würde man Apple verklagen, iOS soweit offenzulegen das es auf jedem Android Tablet funktionsfähig installiert werden kann... oder aber das man auf dem iPhone auch ein Android installieren kann, stehen die Chancen recht gut... das vor Gericht auch durchzuboxen.... Einzige Hürde dabei.... wer hat die Kohle mal eben Apple wegen so einer "lapalie" zu verklagen? 😉

Aber das mal außenvor gelassen....

Weshalb ich keine Software für Linux kaufe: für 14.04 gekauft 16.04 hat eine andere Lib und nichts geht mehr...

Wieso sollte etwas das mit libxxx1.0 funktioniert hatte plötzlich mit libxxx1.3 nicht mehr funktionieren? Das verstehe ich nicht.

Ich bleib mal bei dem Vergleich Linux vs OS X.... Cubase läuft auf meinem OSX seit version 10.7 (mein estes OSX wegen Cubase, weil ich auf keinen fall zu Windows wieder wollte...) Jetzt wo ich (noch) 10.9.5 installiert habe, läuft Cubase immernoch und es gab mit sicherhaut auch irgendwelche libxxx updates in der zwischenzeit.... das wird sich mit 10.10 mit sicherheit auch nicht ändern... Warum sollte man (wenn es mehr Kommerzielle Software für Linux geben würde) bei Linux anders machen als bei Mac OS-X? Leuchtet mir grad nicht wirklich ein 😉

seaman

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: 1612

Kätzchen schrieb:

Weshalb ich keine Software für Linux kaufe: für 14.04 gekauft 16.04 hat eine andere Lib und nichts geht mehr...

Grüße Kater

Was denn das für ein merkwürdiger Grund? Dann mach eben ein Update deiner gekauften Software.

V_for_Vortex Team-Icon

Avatar von V_for_Vortex

Anmeldungsdatum:
1. Februar 2007

Beiträge: 12084

seaman schrieb:

Kätzchen schrieb:

Weshalb ich keine Software für Linux kaufe: für 14.04 gekauft 16.04 hat eine andere Lib und nichts geht mehr...

Was denn das für ein merkwürdiger Grund? Dann mach eben ein Update deiner gekauften Software.

Vor allem kommt sowas oder ähnliches auf jedem System vor, Kätzchen dürfte also gar keine Software mehr kaufen. 😛

Immer wieder gerne erwähnt: Mein Laptop aus 2013 läuft nur unter Win8, weil weder Microsoft noch Acer Win7-Treiber für ihn anbieten. Gut, umgekehrte zeitliche Richtung, angesichts der bis 2020 laufenden Supportzeit Win7s trotzdem vergleichbar bescheuert.

rklm Team-Icon

Projektleitung

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16. Oktober 2011

Beiträge: 12527

Sadakazu schrieb:

Welcher Sinn steht dahinter, software ausschließlich für Windows zu Programmieren. Grad in der heutigen Zeit? Kann mir das einer mal bitte erklären??

Ganz einfache kommerzielle Erwägungen: wenn Du eine Truppe Entwickler hast, die sich auf einem Betriebssystem auskennen, wirst Du nicht für einen kleinen Markt anfangen, zweigleisig zu fahren. Du hast Einarbeitungsaufwand und die Entwicklung wird - trotz aller Toolkits, die es vielleicht für mehrere Plattformen gibt - aufwändiger. Dazu kommt noch, dass Du einen großen Teil des QA-Aufwandes für jede unterstützte Plattform machen musst. Das sind einfach Kosten. Wenn man annimmt, dass es sich nicht rechnet, investiert man halt nicht.

Ciao

robert

user_unknown

Avatar von user_unknown

Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17432

rklm schrieb:

Ganz einfache kommerzielle Erwägungen: wenn Du eine Truppe Entwickler hast, die sich auf einem Betriebssystem auskennen, wirst Du nicht für einen kleinen Markt anfangen, zweigleisig zu fahren.

Man kann ja für virtuelle Maschinen programmieren, dann hat man das Problem nicht, aber viele Entwickler haben auch Scheuklappen und kennen nichts außer ihrem System, wollen es auch nicht kennenlernen, und pflegen die Legenden ihres System (C/C++ := nah am Metall, schneller als alles andere, außer Assembler) um sich zu beruhigen. Die finden auch genug Neueinsteiger die sie in diesen Annahmen unterstützen.

Sadakazu

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
23. Mai 2009

Beiträge: 102

Das ding ist doch ganz einfach, das der Linux Markt (also die User) immer wieter wächst... er könnte schneller wachsen, wenn mehr Software größen es unterstützen würden... Steam (oder Valve) ist da meines wissens nach auch der einzige große Publisher der nahe zu alle Platformen bedient, bzw sich Mühe gibt alles zu bedinen....

Aber hey.. man braucht ja die ollen Winsuck viren sonst könnten Software giganten wie McAffe *hust* und Avira... TuneUp und co ihren Laden Dicht machen....

Jetzt mal spaß bei seite.... es wird von Geld geredet... Aber das die Leute die ihr System von Winsuck auf Linux wechseln, weiterhin auch die Software benutzen/kaufen würden, oder aber das sogar viele Linuxer als neukunden gewinnen könnnen... da haben die Leute echt ihre scheuklappen auf... und das verstehe ich nicht...

Und soweit ich sehe und das beurteilen kann, ist das MacOS-X ziehmlich nahe an einem Linux dran... (zumindestens Basiert es auf UNIX und benutzt BSD Kernel Code) das heißt wenn ein Hersteller von Software auf Mac Portiert.... warum nicht die zwei drei nötigen Bibliotheken für Linux auch noch mit einbinden oder anpassen??

Die **** sich doch ehr ins eigene Knie mit der Einstellung.... ist meine Meinung..... Bin halt kein Entwickler... 😉

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