staging.inyokaproject.org

Xubuntu boosten oder doch Zenwalks?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
Antworten |

X-Freak

Avatar von X-Freak

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: Zähle...

Erstens: Dank an dieses Forum, ich habe hier alles gefunden, was ich brauchte mein Acer Aspire one mit einem ordentlichen Xubuntu zu bestücken. Und vor dem Verlust meines Abiwords wurde ich nun auch errettet.

Zweitens: Xubuntu (hardy) gefällt mir ausserordentlich, ABER (ohne Aber kein Post): der Aspire hat "nur" 512 MB RAM und eine grottenlangsamen Flash-Speicher. Soweit so schlecht. Das Booten dauert so ein bissi länger und bis Thunar einen Ordner eingelesen hat habe ich mir einen Earl Gray nachgeschenkt.... Apropos booten: beim Booten fällt mir immer auf, das Xubuntu eine Pause einlegt: kein zugriff mehr auf die SSD, Ladeanzeige bleibt stehen, ca 10-15 Sek Pause. Auch während des Betriebs kommt es schonmal vor, das (zB nach längerem Schreiben in AbiWord) der Zugriff auf das Applications-menü sich um einige (lange) Sekunden verzögert.

Nun beschäftigte ich die SuFu mit den Stichworten 'Xubuntu' + 'schneller' und bin auf einige (mehr oder weniger) ältere Themen gestossen, aus denen ich folgendes Credo herausgelesen habe: Xubuntu ist (nicht mehr?) ein wirklich schlankes System für schwache Rechner, dafür eignen sich Zenwalks (auch hübsch) oder fluxbuntu besser. Ich sauge gerade beides um es mal live zu betachten (wobei das immer eine mittelschwere Aktion ist, da der aspire nicht ordentlich von einer externen CD starten will...)

Ich habe mein Xubuntu von vorneherein auf einer ext2-Partition erstellt um journaling zu verhindern, in der fstab habe ich die SSD auf noatime gesetzt. Was mich davon (http://wiki.ubuntuusers.de/Tuning) noch betrifft wollte ich auch noch umsetzen.

Was ich von Euch jetzt will? Antworten! 😀

Woher könnte die Bootpause kommen?

Hilft das DMA-Tuning bei mir?

Kann ich mit 512 MB die logs in den RAM schreiben ohne das der überläuft (geahnte Antwort:ja)?

welchen Dateimanager kann ich statt Thunar verwenden (klein, schnell, Detailansicht: mehr brauch ich nicht)?

Gibt es den ultimativen SSD-Booster der die Lese-Schreibgeschwindigkeit verdreifacht (geahnte Antwort: nein, aber gibt es noch irgendwelche Tricks die SSD zu entlasten)?

Und noch eine Frevlerfrage: Bin ich mit Zenwalks oder fluxbuntu tatsächlich besser beraten oder scheitern die an der langsamen SSD genau so (geahnte Antwort: glaubst du die können zaubern, stupid?)?

Ist fluxbuntu ebenso komfortabel wie die offiziellen -buntus (Paketmanager, Synaptic-Paketverwaltung)?

Kann ich mein Xubuntu verschlanken, indem ich fluxbox nachinstalliere und als standard nehme, bzw. xfce dann rausschmeisse - und geht das überhaupt?

Stelle ich zuviele Fragen?

Ich bin nach Windows und Macintosh neu bei Linux (schnupperkurse mit ubuntu und Knoppix ausgeschlossen, t.w lief Ubuntu als Zweitsystem auf meinem Mac), es ist also auch in gewisser Weise eine Feelilngsache....

Give me good vibrations! Thanks. 😀

fabilinux

Anmeldungsdatum:
8. Juni 2008

Beiträge: Zähle...

Hey X-Freak!

Ich arbeite auch noch nicht so lange mit ubuntu, und würde gerne eine Teilfrage von dir beantworten:

1. Mit fluxbuntu 7.10 bist du nicht gut beraten. Ich hatte das auch mal drauf, bis ich dann später (wegen einer anderer frage mit fluxbuntu) im forum erfahren habe, dass fluxbuntu 7.10 noch viele fehler hat. Ich empfehle dir also dringend Fluxbuntu nicht zu installieren, sonder fluxbox nachzu installiern (auf das jetztige xubuntu oder ubuntu). wie das geh steht hier: fluxbox. Man kann fluxbox für seinen eigenen gebrauch anpassen, und für etwas leistungschwachere pc (wie auch meinen) ist es eine super lösung. Was meinen 512 ram auch noch ein bissl geholfen hat, waren ca 900 mb swap, aber das nur als nebensache.

viele grüße fabilinux!

ps: sry dass ich nur eine teilfrage beantworten kann, aber ich hatte da mal genau das gleiche problem. Bin ja auch noch nicht so lange einer von den ubuntus... 😉

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: Zähle...

X-Freak schrieb:

der Aspire hat "nur" 512 MB RAM und eine grottenlangsamen Flash-Speicher.

DDR2-RAM ist billig wie noch nie und nie wieder (weil demnächst auch AMD auf DDR3 geht und DDR2 damit endgültig ausläuft). Das Aspire hat seine 512 MB fest eingelötet und einen Slot für max. 1 GB frei. Geh einkaufen 😉

Apropos booten: beim Booten fällt mir immer auf, das Xubuntu eine Pause einlegt: kein zugriff mehr auf die SSD, Ladeanzeige bleibt stehen, ca 10-15 Sek Pause.

Durchaus möglich, dass es da was zu berechnen oder auszupacken gibt o.ä., die Ladeanzeige schreitet mit abgehakten Init-Tasks fort, nicht kontinuierlich.

Auch während des Betriebs kommt es schonmal vor, das (zB nach längerem Schreiben in AbiWord) der Zugriff auf das Applications-menü sich um einige (lange) Sekunden verzögert.

Vermutlich hat das arme Aspire länger nicht benutzte Teile aus dem RAM geschmissen und muss sie daher (samt Icons) neu einlesen. Mehr RAM dürfte helfen.

Kann ich mit 512 MB die logs in den RAM schreiben ohne das der überläuft (geahnte Antwort:ja)?

Kannst Du, solange die Kiste nicht 24/7 läuft (wovon ich bei einem Netbook ausgehe). Dann werden sie halt beim Shutdown/Reboot geschrottet.

Bin ich mit Zenwalks oder fluxbuntu tatsächlich besser beraten oder scheitern die an der langsamen SSD genau so (geahnte Antwort: glaubst du die können zaubern, stupid?)?

Zaubern nicht, aber je schlanker das System, desto weniger muss beim Booten oder Starten von Programmen von der SSD gelesen werden, evtl. auch weniger geschrieben.

Kann ich mein Xubuntu verschlanken, indem ich fluxbox nachinstalliere und als standard nehme, bzw. xfce dann rausschmeisse - und geht das überhaupt?

Genau so würde ich vorgehen. Lass den Xfce aber drin, denn Du willst ja auch seine ganzen Abhängigkeiten behalten (Synaptic, etc.)

Stelle ich zuviele Fragen?

Nö.

Give me good vibrations! Thanks. 😀

<brrrrrrrrrrrrrrrr> Welcome! 😀

X-Freak

(Themenstarter)
Avatar von X-Freak

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: 8

fabilinux schrieb:

1. Mit fluxbuntu 7.10 bist du nicht gut beraten. Ich hatte das auch mal drauf, bis ich dann später (wegen einer anderer frage mit fluxbuntu) im forum erfahren habe, dass fluxbuntu 7.10 noch viele fehler hat. Ich empfehle dir also dringend Fluxbuntu nicht zu installieren,

Klingt nicht gut. Dann werd ich das lassen.

ps: sry dass ich nur eine teilfrage beantworten kann,

Kein Problem ☺ Ich bin für jeden Tipp dankbar.

prometheus0815 schrieb:

DDR2-RAM ist billig wie noch nie und nie wieder ... Geh einkaufen

Stimmt schon, was mich schreckt ist der Einbau http://vps8324694103.serverpool.info/aaowiki/howto:ram_upgrade Ich wurde gewarnt das der schwierig ist, aber das ich Mainboard ausbauen muss um von unten ....

...

Ist bestellt. 😀

Durchaus möglich, dass es da was zu berechnen oder auszupacken gibt o.ä., die Ladeanzeige schreitet mit abgehakten Init-Tasks fort, nicht kontinuierlich.

💡

Kannst Du, solange die Kiste nicht 24/7 läuft (wovon ich bei einem Netbook ausgehe). Dann werden sie halt beim Shutdown/Reboot geschrottet.

Jo, ist okay. Daten sind sowieso keine drauf, das liegt alles auf einer SD Karte, wenn alles tutti ist wollte ich einen dd machen und wenn es kracht: Karte raus, dd zurück, latte. Endlich mal Gelegenheit mich in dd einzu arbeiten. 😛

Genau so würde ich vorgehen. Lass den Xfce aber drin, denn Du willst ja auch seine ganzen Abhängigkeiten behalten (Synaptic, etc.)

Das tu ich dann auch so. Ich glaub so ganz peil ich die Zusammenhänge noch nicht, das ist doch "nur" der Fenstermanager, oder was umfasst das noch alles (Rethorische Frage, ich les mich da schon irgendwo ein 😉 )

<brrrrrrrrrrrrrrrr> Welcome!

Danke euch beiden. Waren genau der Input und die Vibes die ich jetzt gebraucht habe - manchmal drückt man sich ja doch vor einer Entscheidung, einige Infos und ein Ansporn können da sehr hilfreich sein. 😊

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: Zähle...

das ist doch "nur" der Fenstermanager, oder was umfasst das noch alles

Na ja, Xfce ist schon eher eine Desktopumgebung wie Gnome oder KDE als bloß ein Fenstermanager. Worauf ich hinaus wollte: Xfce befriedigt die Abhängigkeiten vieler Programme, die Du vermutlich nutzt. Wenn Du Xfce deinstallierst, schlägt er Dir wahrscheinlich etliches zum mitentfernen vor, was Du behalten willst.

Daher mein Rat, entweder fluxbox nur dazuzuinstallieren und Xfce draufzulassen, oder Du gehst hin und machst eine minimale Neuinstallation (mit Alternate-CD) und packst dann Stück für Stück Fenstermanager etc. drauf. Letzteres kann aber in Arbeit ausarten, bis alles da ist, wo man es braucht.

Gruß

Prometheus

X-Freak

(Themenstarter)
Avatar von X-Freak

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: 8

Also das Tuning hat sich gelohnt. Ich glaube das besonders das herumschrauben an der Swppiness (25 statt 60) die Hänger im System beseitigt hat. Es war für mich verwunderlich, das bei halb genutztem RAM geswappt wurde. Nun wird der RAM weitaus besser ausgenutzt, bevor das System zu swappen beginnt. Ein hoch auf Linux, wo sich derartige Parameter einstellen lassen! Ich habe die logs und temps in den RAM umgeleitet, sollen sie doch verschwinden wenn ich runterfahre. Damit sind nun Festplattenzugriffe auf das minimalste reduziert und das System flutscht prächtig (ich liebe diese fachlichen Termini).

Der Speicherriegel ist auch gekommen liegt aber noch ungenutzt im Regal, vielleicht warte ich bis zum Ende der Garantie des One um ihn ein zu bauen, da das System jetzt zufriedenstellend läuft. Andererseits ... äh ... vielleicht bau ich ihn doch früher ein, mal sehen... Ein kleiner Kampf war noch ein ausführbares .jar-Programm zu starten, aber auch zu dem Thema bin ich hier im Forum fündig geworden (JRE war das Zauberwort) und so können wir unsere Charaktere jetzt auch mit dem One erstellen. So mag ich das.

Damit ist das System vollends eingerichtet und mit einem DD auf eine externe Platte gesichert. Die Daten welche ich auf dem One benötige liegen auf einer SD-Karte, die ich regelmässig am Mac sichere. So kann mir eigentlich nix mehr passieren.

Seit dem Kauf meines Aspire One sind etwas mehr als zwei Wochen vergangen. In der Zeit habe ich ein sehr persönliches, wunderbares Xubuntu aufgesetzt, mit dem ich nun sehr zufrieden bin. Ein Dank an alle direkt und indirekt beteiligten (die sich gar nicht mehr aufzählen liessen, da ich viele Fragen per SuFu beantworten konnte). 😀

Antworten |