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Fehlende Hardware-Unterstützung und Linux

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 13.04 (Raring Ringtail)
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pixewakb-linux

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2013

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Ich kann mal von einem meiner letzten Erlebnisse mit Linux berichten. Wir haben einen Beamer, die Laptops laufen mit Windows. Ich stecke die Kabel rein, melde mich an. Es läuft. Ein Referent sollte einen Vortrag halten, kein Problem. Er bringt seinen Laptop mit. Wir stecken zusammen, sein Laptop - mit Ubuntu - erkennt den Beamer nicht. Ärgerlich. Kein Problem, ich packe einen Windows-Laptop dahin, verdrahte alles, läuft. Beamer wird erkannt. Ich habe die Präsentation noch nicht. Er gibt mir seinen USB-Stick, den ich ins Gerät stecke: Wird nicht erkannt. Ein USB-Stick - unter Linux formatiert und beschrieben - wird unter Windows nicht erkannt. Holland in Not. Wildes rumfragen, wer kurz einen USB-Stick holen kann, ob man die Speicherkarte aus der Kamera gerade zweckentfremden kann? Vortrag sollte schon laufen, Referent wäre seit 10 Minuten schon dran. Dann - Speicherkarte liegt vor - wird der USB-Stick doch vom Windows-Rechner - gnädigerweise - erkannt. Referent beginnt, ich bin schweißgebadet, Magen hängt daneben. Sehr ärgerlich.

In dieser Situation brauche ich gar nicht mehr von einer Linux-Migration anfangen. Hardware-Unterstützung ist Glückssache und nicht berechenbar, damit steht das nicht zur Diskussion. In manchen Bereichen müssen Sachen einfach laufen, egal wie - eben auch mit dem zuverlässigen Betriebssystem aus Redmond.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde die Hardware-Unterstützung von Linux gelinge gesagt sehr bescheiden und für einen der Hauptgründe, warum sich Linux als Betriebssystem auf normalen Rechnern und Laptops noch nicht durchsetzen kann. Ich denke nicht, dass die Community daran etwas direkt ändern kann. Hier finde ich sind die Hardware-Hersteller gefragt Linux-Benutzer nicht als Kunde zweiter Klasse zu behandeln und geeignete Treiber und geeignete Unterstützung bereitzustellen.

Daraus ergibt sich für mich die Frage: Seht ihr Möglichkeiten, dass wir über eine Petition an die Hardware-Hersteller, über eine Website, über E-Mails oder Briefe - z. B. an den lokalen Abgeordneten - für das Thema Aufmerksamkeit schaffen? Langsam aber sicher sollten die Hersteller die Linux-Unterstützung ihrer Geräte auf die alten Windows-Standards hiefen: Plug and Play auch unter Linux.

Ich sehe mich eigentlich nicht als Anwender oder Benutzer zweiter Klasse. Ich bezahle im Geschäft meinen Drucker auch nicht mit Bananen. Eigentlich will ich für meine teuer verdienten Euros ein Gerät, dass direkt erkannt wird und vom Betriebssystem - meiner - Wahl direkt unterstützt wird. Ich habe keinen Bock Arbeit zu leisten, die Sache des Herstellers gewesen wäre, nur weil ein Hardwarehersteller mit meinem Geld an der Windows-Unterstützung seiner Geräte arbeitet oder seine Konzernzentrale verschönert, weil er für die Linux-Unterstützung nichts aufwendet.

pitt-admin

Anmeldungsdatum:
11. Juli 2010

Beiträge: 1875

Hallo,

mir ist nicht bekannt das ein Beamer nicht laufen sollte, es gab höchstens mal Probleme mit der Auflösung welche aber schnell korregiert werden konnte. Von der Ansteuerseite her wird mit Notebooks meistens VGA oder HDMI benutzt und das funktioniert. Eine Petition ist daher nicht nötig, zumindest in dieser Sache.

pixewakb-linux

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2013

Beiträge: 25

Ich kann mal einen Tag nachsehen, wie Hersteller und Gerätebezeichnung aussehen und das dann hier nachtragen.

Im Augenblick nutze ich privat Linux und beruflich Windows, weshalb ich mit Druckaufträgen kein Problem mehr habe. Mein letzter Epson-Drucker (vor 2 Jahren geschrottet) hat unter Linux keine vernünftigen Druckergebnisse geliefert. Irgendeine Zeile wich immer mal um 1 oder 2 pt von den übrigen Zeilen ab oder war leicht schräg gedruckt.

Schau hier ins Forum für die Drucker: Irgendetwas ist doch da gehörig faul oder siehst du das anders??? Wenn wir über die betriebliche oder schulische Nutzung von Linux sprechen, dann gehört da primär zu, dass die vollständige und benutzerfreundliche Hardwareunterstützung sichergestellt ist. Kein Unternehmen stellt Mitarbeiter mal für einen Morgen frei, bis der im Netz eine Lösung gefunden hat, dass der Drucker auch unter Linux voll funktioniert:

http://forum.ubuntuusers.de/topic/welche-themen-gehoeren-hier-her-und-welche-ni-39/

http://forum.ubuntuusers.de/forum/drucken-scannen-faxen/

Nur mal als Beispiel: http://wiki.ubuntuusers.de/Canon-Drucker

Da steht dann so ein Satz: "Die Funktionalität ist bei den neueren Treibern ausreichend, die Druckqualität hervorragend." Ich sag das ungern, aber ich habe für eine nur ausreichende Funktionalität leider nicht den reduzierten Preis bezahlt. Wenn ich meinen Druckerhersteller allein anschreibe gibt es wahrscheinlich nicht einmal eine vernünftige Antwort.

V_for_Vortex Team-Icon

Avatar von V_for_Vortex

Anmeldungsdatum:
1. Februar 2007

Beiträge: 12095

Die beschrieben Probleme kannst Du mit jedem System bekommen – frag mal Leute, die oft Vorträge betreuen. Ich habe mal erlebt, dass ein Gnome-Entwickler (!) seinen Mac mit zwei dieser tollen Adapter, die Macs nunmal brauchen, nicht an einem Beamer zum Laufen brachte und auf den Linux-Laptop eines Kollegen ausweichen musste. Ein anderes Mal waren die Angestellten von einer großen Buchhandlung geradezu perplex, als wir als Benutzergruppe Ubuntu-Berlin dort zu einer mehrteiligen Vorstellung Ubuntus anritten und zwischen den Teilvorträgen gelassen einen Laptop nach dem anderen ohne Probleme an ihrem Beamer umsteckten. Generell ist vor Vorträgen aber immer genügend Zeit für einen Testlauf ratsam, und wenn nur, um zu bemerken, dass man die Folien auf dem Desktop zu Hause vergessen hat. 😉

USB-Stick: Mit welchem Dateisystem formatiert? Linux erkennt per se ein Vielfaches mehr an Dateisystemen als Windows und macht auch entgegen diesem keine Zicken mit mehreren Partitionen (die darf es lt. Windows auf einem Wechseldatenträger nicht geben 🙄 ). Da die Windows-eigenen Dateisysteme aber nicht vollständig offengelegt sind und sich Microsoft oft genug selbst nicht an seine Standards hält, ist ein unter Linux mit einem Windows-FS formatierter Datenträger immer ein (meiner Erfahrung nach aber geringes) Glücksspiel.

Letztes Beispiel: Vor 1-2 Jahren wollte eine Kollegin kurz mal von ihrem Windows-Laptop etwas auf unserem Arbeitsdrucker ausdrucken – Pustekuchen, Windows (Sieben glaube ich) hatte keinen Treiber und fand auch im Netz keinen. Ubuntu erkannte den Drucker automatisch und „druckte einfach so“. 😛

Natürlich ist die mangelnde Unterstützung vieler Hardwarehersteller immer noch ein Problem, obwohl sich das laaaagsam bessert. Da hilft nur gezielt informieren und kaufen, dann aber läuft viele Hardware gar nicht selten müheloser als auf Windows.

Ansonsten ist es nach meiner Erfahrung völlig egal, welches System man hat. Wenn Murphy entscheidet, heute ist es mal wieder Zeit für Zicken, wird gezickt. ☺

Kelhim

Avatar von Kelhim

Anmeldungsdatum:
18. September 2006

Beiträge: 3642

Kauft vernünftige Hardware mit Linux-Unterstützung, oder probiert die Technik wenigstens vor wichtigen Terminen aus - das ist keine Glückssache. Das mit dem USB-Stick, der unter Windows nicht erkannt wurde, könnte mit dem Dateisystem zutun haben, denn Windows unterstützt ext3, ext4 und andere nicht - wer wichtige Dateien auf mehreren Plattformen öffnen will, nimmt doch lieber ein Dateisystem, das alle beherrschen.

Und ich habe auch schon hundertmal erlebt, dass Windows-Laptops nicht mit dem gestellten Beamer laufen. Nicht umsonst heißt es immer wieder: Probiert die Technik vorher aus. Dann muss auch keiner schweißgebadet vor den wartenden Zuhörern stehen.

Unabhängig von der technischen Misere: Je nach Thema des Vortrages empfehle ich sowieso ein bisschen mehr Vertrauen in das gesprochene Wort.

pixewakb-linux

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2013

Beiträge: 25

Bei mir sind Rechner immer noch primär Arbeitsgeräte, die nicht zicken sollen. Mehrheitlich habe ich mit der Windows-Welt zu tun, da gibt es keine Probleme. Ich kann da von nichts berichten. Wenn Linux ins Spiel kommt, fangen die Probleme mit der Hardware an, das reine Betriebssystem ist unkompliziert.

"Natürlich ist die mangelnde Unterstützung vieler Hardwarehersteller immer noch ein Problem, obwohl sich das laaaagsam bessert."

Ich finde deinen Optimismus ja nett, aber auch problematisch. So bleibt Linux Nischenprodukt für technikaffine Nutzer, die in ihrer Freizeit gerne die Hardwareunterstützung hinbiegen.

Wenn ich morgen zu meinem Chef gehe und ihm von Linux vorschwärme (keine Lizenzkosten mehr, bessere, kostenlose Software, viele der Software-Sachen (u. a. LibreOffice) können wir weiternutzen, mehr Sicherheit) und dann zusetze, möglicherweise läuft ein Teil der Hardware nicht und für einige Tage könnten wir vielleicht nichts mehr ausdrucken oder die gewohnte Hardware-Funktionalität nicht voll nutzen, aber so genau weiß man das nicht, naja, vielleicht bin ich da dann nicht mehr sooooo lange beschäftigt.

Windows ist Plug and Play. Linux ist Frickelei, solange sich das nicht ändert - meine Meinung - verdient sich Redmond weiterhin eine goldene Nase mit .......... Software.

Kelhim

Avatar von Kelhim

Anmeldungsdatum:
18. September 2006

Beiträge: 3642

@pixewakb-linux: Das ist so pauschal Unsinn. Mir ist schon lange kein Gerät mehr untergekommen, das nicht sofort unter Ubuntu lief (Ausnahme WLAN-USB). Von permanenter Frickelei kann überhaupt gar keine Rede sein.

Bevor man seinen Chef von einer Linux-Migration zu überzeugen versucht, sollte man sich gründlich informieren, ob sie ohne Weiteres möglich ist - ganz besonders, wenn der Chef überhaupt gar keinen Anlass hat, irgendetwas zu verändern. Das ist eine allgemeingültige Regel, betrifft nicht nur Computer.

pixewakb-linux

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2013

Beiträge: 25

Hältst du die Hardware-Unterstützung unter Linux mit der unter Windows für vergleichbar?

Unter Windows kann ich einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren, unter Linux kann ich einstecken und im Zweifelsfall hier aufschlagen. Software liefert der Hersteller für Linux nicht mit.

tomtomtom Team-Icon

Supporter
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Anmeldungsdatum:
22. August 2008

Beiträge: 55572

V for Vortex schrieb:

USB-Stick: Mit welchem Dateisystem formatiert? Linux erkennt per se ein Vielfaches mehr an Dateisystemen als Windows

Naja, sagen wir mal Ubuntu und die restlichen Mainstream-Distributionen. 😉

Generell würde ich das nicht so sagen, es gibt einige Distributionen, die weder dosfstool noch ntfs-3g per Standard ausliefern.

pixewakb-linux schrieb:

Mehrheitlich habe ich mit der Windows-Welt zu tun, da gibt es keine Probleme. Ich kann da von nichts berichten.

Also ich habe da schon einen größeren Bekanntenkreis an Windows-Usern und kriege da praktisch täglich Problemberichte. Das Internet™ quillt auch über vor Problemberichten in Windowsforen. Das ist nicht linux-only. 😛

pixewakb-linux schrieb:

Hältst du die Hardware-Unterstützung unter Linux mit der unter Windows für vergleichbar?

Nein, bei Windows muss ich Treiber einspielen, die ich bei Linuxsystemen nicht brauche, weil das ganze schon vom Kernel unterstützt wird.

Kann auch kaum noch zählen, wie oft ich schon ein Linux einsetzen musste, um auf Systemen, auf denen eine Windows-7-Installation gelandet ist, erstmal die passenden Treiber für die Ethernetkarte herunterzuladen, um dann die weiteren benötigten Treiber herunterladen zu können.

Das umfangreichste, was ich in den letzten Jahren an Linux-Rechnern machen musste, um die Hardware verfügbar zu machen, war proprietäre Software über die Paketverwaltung nachzuinstallieren (die bei Ubuntu auch angeboten wird) und zweimal Firmwaredaten einzuspielen.

Generell gilt für alle Betriebssysteme, dass man Hardware nicht vom Grabbeltisch kaufen sollte. Dann hat man damit in der Regel auch die wenigsten Probleme.

Unter Windows kann ich einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren, unter Linux kann ich einstecken und im Zweifelsfall hier aufschlagen. Software liefert der Hersteller für Linux nicht mit.

tk1908

Anmeldungsdatum:
7. April 2010

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pixewakb-linux schrieb:

Hältst du die Hardware-Unterstützung unter Linux mit der unter Windows für vergleichbar?

Unter Windows kann ich einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren, unter Linux kann ich einstecken und im Zweifelsfall hier aufschlagen. Software liefert der Hersteller für Linux nicht mit.

Ich hatte auch schon Hardware, wo die beiliegende CD unter Windows nix gebracht hat.

seaman

Anmeldungsdatum:
27. August 2008

Beiträge: 1612

pixewakb-linux schrieb:

Unter Windows kann ich einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren, unter Linux kann ich einstecken und im Zweifelsfall hier aufschlagen. Software liefert der Hersteller für Linux nicht mit.

Sorry, bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, aber das ist totaler Unsinn!

Gerade dein Beispiel mit "einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren" funktioniert vielleicht oft in der Theorie, aber die Praxis hat mir selber auch schon allzu oft genug das Gegenteil bewiesen! Insbesondere wenn man beruflich auf spezielle Software (und Hardware) angewiesen ist, dann kommt man (um eine korrekte Funktionsweise zu bekommen) auch unter Windows ums Frickeln nicht herum. Ein einfacher Doppelklick auf die install.exe (und das durchklicken durch den Setup- bzw. Install-Prozess) reicht da meist bei weitem nicht!

Darüber hinaus habe ich selber privat auch noch einen älteren Scanner von Canon. Unter Win7 64bit läuft das Ding nicht mehr, da es keinen Treiber mehr gibt und der 32bit Treiber lässt sich wohl (habe es aber noch nie selber getestet) unter Win7 32bit nur durch Frickelei in der Registry und im abgesicherten Modus installieren. Unter Linux hingegen läuft der Scanner von Haus aus.

user_unknown

Avatar von user_unknown

Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17630

Ich nenne das selektive Wahrnehmung:

pixewakb-linux schrieb:

Ein USB-Stick - unter Linux formatiert und beschrieben - wird unter Windows nicht erkannt. Holland in Not.

Das Gegenteil behauptest Du dann:

Bei mir sind Rechner immer noch primär Arbeitsgeräte, die nicht zicken sollen. Mehrheitlich habe ich mit der Windows-Welt zu tun, da gibt es keine Probleme. Ich kann da von nichts berichten. Wenn Linux ins Spiel kommt, fangen die Probleme mit der Hardware an, das reine Betriebssystem ist unkompliziert.

Es war doch Windows welches das Dateisystem/die Partitionierung/den Stick nicht verstand.

Es genügt übrigens nicht, dass das Dateisystem für Windows vfat sein muss - es muss auch auf der ersten Partition liegen - eine zweite Partition wird (oder wurde) nicht erkennt. Mein erster Stick hatte auch eine CD dabei, mit einem Treiber für Windows-98, welches von Hause aus keinen USB-Support hatte. Im Gegensatz zu Linux, welches mit USB-Sticks schon konnte.

Bei Beamerproblemen die Einstellungen aufrufen (XFCE), Einstellungen, Anzeige, ... diese Anzeige verwenden [x] ja ankreuzen kann nötig sein.

Prinzipiell ist es ratsam einen wichtigen Vortrag vorzubereiten und Geräte auszuprobieren.

Falk_Linux

Anmeldungsdatum:
4. Mai 2012

Beiträge: 192

pixewakb-linux schrieb:

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde die Hardware-Unterstützung von Linux gelinge gesagt sehr bescheiden

Was die Hardwareunterstützung angeht, so empfehle ich in meinem Bekanntenkreis jedem der auf GNU/Linux migrieren möchte, sich über die Hardwareunterst. zu informieren und diese vorher auszuprobieren. Es führt kein Weg daran vorbei.

pixewakb-linux schrieb:

und für einen der Hauptgründe, warum sich Linux als Betriebssystem auf normalen Rechnern und Laptops noch nicht durchsetzen kann.

Ich weiss dass das deinem konkreten Problem im Moment nicht weiterhilft, aber das Ziel von GNU/Linux ist es nicht, GNU/Linux auf jedem Schreibtisch. GNU/Linux ist kein Ersatz für Windows, es ist eine Alternative.

pixewakb-linux schrieb:

Daraus ergibt sich für mich die Frage: Seht ihr Möglichkeiten, dass wir über eine Petition an die Hardware-Hersteller, über eine Website, über E-Mails oder Briefe - z. B. an den lokalen Abgeordneten - für das Thema Aufmerksamkeit schaffen?

Ich schreibe regelmässig Hersteller an, doch man darf sich nicht wundern wenn man E-Mails mit solchem Inhalt bekommt: 😉

> Sehr geehrter Herr xxx,

Vielen Dank für Ihr Interesse bzgl. unserer Scanner und Multifunktionsgeräten.

Grundsätzlich wird das Linux System nicht unterstützt und auch hierfür kein Support geleistet. Für einige unserer Produkte werden Treiber für das Linux System angeboten, jedoch können wir Ihnen keine Zusage zur Funktionalität geben.

Unter dem folgendem Link können Sie das entsprechende Download Center bei der Auswahl des Produktes aufrufen und prüfen, ob Treiber für das benötigte System vorhanden sind:

http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/index.aspx

Wir hoffen, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

xxx xxx Canon Services & Support

V_for_Vortex Team-Icon

Avatar von V_for_Vortex

Anmeldungsdatum:
1. Februar 2007

Beiträge: 12095

pixewakb-linux schrieb:

Hältst du die Hardware-Unterstützung unter Linux mit der unter Windows für vergleichbar?

Auf keinen Fall! Denn Linux unterstützt mehr Geräte als andere Betriebssysteme. 🤓

Unter Windows kann ich einstecken und die Software des Herstellers auf der beiliegenden CD installieren, unter Linux kann ich einstecken und im Zweifelsfall hier aufschlagen. Software liefert der Hersteller für Linux nicht mit.

Das widerspricht wie oben geschrieben meiner Praxiserfahrung. Seit ich einigen der totalen Computer-Laien in meinem Umfeld Ubuntu installiert habe, komme ich auf ca. einen Supportanruf pro Jahr, Windows musste ich ihnen ungefähr in dem gleichen Turnus neu installieren – in einigen Fällen trotz händischer Trennung von Benutzer- und Administratorkonto (hat nicht direkt etwas mit dem Thema Hardware zu tun, ist aber m.E. auch erwähnenswert). Mein Leben als „der Computer-Profi, den ich kenne“ ist seitdem extrem ruhiger geworden. ☺

Jedes System hat Stärken und Schwächen, Linux schlägt sich gerade angesichts der Ignoranz der Hardwarehersteller m.E. hervorragend. Und wie hier schon gesagt, wird viele Hardware „einfach so“ ohne Treiber-CD o.ä. unterstützt. Pech haben kann man immer, siehe mein Beispiel mit dem Apple-Besitzer. Natürlich hat man bei Windows mit ~90% Marktanteil im Problemfall mehr „Wissende“ in seinem Umfeld – dafür aber auch viel gefährliches Halbwissen, Linuxer haben im Durchschnitt immer noch die zuverlässigere Systemahnung (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die einzige Hardware, die in meinem Umfeld in den letzten Jahren größere Probleme gemacht hat, ist ein DVB-T-Stick (Lösung: Firmware herunterladen und in /lib/firmware kopieren). Alles andere läuft „einfach so“ oder konnte über die grafische Oberfläche leicht dazu überredet werden – wenn wir uns schon statistisch absolut irrelevante persönliche Erfahrungen um die Ohren schlagen wollen. 😉

pitt-admin

Anmeldungsdatum:
11. Juli 2010

Beiträge: 1875

pixewakb-linux

Verstehe das ganze nicht, wenn mit Windows alles läuft warum nutzt Du es dann nicht und formatierst deine Platte, spielst MS auf und gut ist. Oder möchtest Du ein Bashing auslösen?

Ich schrieb schon mal, wenn beim Notebook die Ausgänge angesteuert werden, was ja wohl auch wird, ist es ein Auflösungsproblem welches den Beamer aus Sicherheitsgründen abschaltet und kein Treiberproblem.

Das sind meiner Meinung nach ebenfalls Grundkenntnisse die man schon haben sollte, oder siehe auch http://forum.ubuntuusers.de/topic/keine-berechtigung-unter-lubuntu/ Bemerkung von tomtomtom.

Gruß

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