Dass ein Einzelspieler-Modus mit Online-Zwang nicht vernünftig zu begründen ist, weiß natürlich jeder, davon muss man niemanden überzeugen. Viele Menschen nehmen es aber wörtlich in Kauf, denn die Alternative wäre, diese Spiele gar nicht zu spielen. Diese Haltung öffentlich zu vertreten, bedeutete das Eingeständnis von Schwäche und Machtlosigkeit, darum wenden sich viele dieser Menschen entweder aggressiv oder herablassend auf eine Weise gegen die Kritik am Online-Zwang, welche die Argumente nicht entkräftet, sondern als unbedeutend darstellt. Typische Antworten, die man erhält:
"Heute haben doch eh fast alle eine DSL-Flat und wer nicht, der hat halt persönliches Pech, und wie viele sind das schon!"
"Dieses Spiel macht doch eh erst im Multiplayer-Modus richtig Spaß!"
"Es gab doch auch früher schon Spiele mit Online-Zwang, warum jetzt noch darüber ärgern?"
"Ich persönlich bin sowieso online!"
"Ich kann den Ärger zwar irgendwie verstehen, aber so wichtig, diese Spiele nicht zu kaufen, wäre mir das jetzt nicht!"
Ein "Boykott" ist bereits gescheitert, er scheitert jeden Tag, weil das Thema der ganz überwiegenden Mehrheit nicht wichtig ist.