Ist zwar off topic, aber anscheinend besteht Interesse an dem, was ich nebenbei erwähnt hatte. Ehrlich gesagt, war ich mir sicher, dass diese Problematik den Koryphäen hier bekannt sein müsste:
Eine vollverschlüsselte (mit LVM) Neuinstallation auf einen Büro-NB war mit Xubuntu 24.04 LTS nicht zu machen. Absturz des Installers. Linux ist auch nicht mehr das, was es einmal war.
Grundlagen! Linux-Distribution ≠ Linux(-Kernel)
...und eh Du hier auf Gott und alle Welt schimpfst, Du bist der User, der installieren will und wieder nur herumjammert, wenn nicht alles glatt durchgeht, anstatt in einem entsprechenden Thread mit aussagekräftigen Informationen nachzufragen, wenn Du ein Problem schon nicht selbst durch Recherche zu lösen imstande bist.
Gut. Linux-Distribution ≠ Linux(-Kernel). Stimmt so, ist offensichtlich ein Ubuntu-spezifisches Problem. Hier ist das Ergebnis meiner Web-Recherche:
Ubuntu und LVM
Es gibt zwei verschiedene Installationsprogramme. Die Hauptversion von Ubuntu verwendet Subiquity, einen Ableger und Nachfolger des alten Ubiquity, während Lubuntu und inzwischen auch Kubuntu den alternativen Installer Calamares verwendet.
Beide, Subiquity und Calamares, verwenden inzwischen schicke, graphische Installationsoberflächen, die hübsch aussehen und auch für Anfänger geeignet sein sollen, weil man mit der Maus drauf rumklicken kann, aber beide können das nicht mehr ordentlich.
Calamares gibt zwar vor, LVM zu können, stürzt aber ab oder verhält sich unsinnig, kann nach Anlegen eines physical volumes damit nichts mehr anfangen und geht baden, wenn man es manuell anlegt.
Subuiquity dagegen bietet es auch an, kann es sogar, macht es aber falsch: Es legt für das root-Verzeichnis ein logical Volume an, das gleich den gesamten Platz belegt, womit man keine zweite logische Partition mehr anlegen kann, und das LVM damit völlig nutzlos wird.
Offenbar ist da inzwischen eine Generation von Leuten am Werk, die nicht mehr richtig verstehen, was sie da tun. Wir haben eine Regression in der Funktionalität.
Wir haben wieder den Effekt, dass man die Dinge zwar hübsch graphisch macht, und so baut, dass das für Laien möglichst einfach zu bedienen sein soll, aber die Entwickler eine Funktionalität nicht mehr hinbekommen, die man schon 20 Jahre lang hatte. Das Problem mit Calamares ist seit Jahren bekannt – aber nicht gelöst. Man überlegt gar, ob man die Unterstützung für LVM ganz rauswerfen soll, weil man es nicht hinbekommt, sie zum Funktionieren zu bringen. Luks ist von 2004, vorher hatte man aber schon einfachere Versionen der Verschlüsselung.
Wir kriegen heute Dinge nicht mehr hin, die wir schon mal konnten, und schaffen es nicht, die Funktionalität auch nur zu erhalten. Und wir legen mehr Wert auf schönes Aussehen als auf Funktion. Früher war das andersherum. Früher sagte man, wie das aussieht ist nachrangig oder sogar egal, wichtig ist, dass es robust und einwandfrei funktioniert und die gewünschten Funktionen liefert.
https://www.danisch.de/blog/2024/11/23/ubuntu-und-lvm/
Anscheinend verwendet auch Xubuntu den alternativen Installer Calamares, denn damit hatte ich den Absturz.
Es muss also heißen: Ubuntu ist auch nicht mehr das, was es einmal war.
Mein Verständnis hält sich sehr in Grenzen, wenn ich lesen muss, dass ernsthaft darüber nachgedacht wird, als Lösung die Unterstützung für LVM ganz rauszuwerfen.