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Reines Linux Netzwerk, Frage zum Aufbau

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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jalexander

Anmeldungsdatum:
27. Juni 2008

Beiträge: 2

Hallo,

eine Frage mit der ich mich schon etwas länger beschäftige, wie betreibt man ein reines Linux Netzwerk?

Unter M$ nutzt man einen (bzw. mehrere) Domain Controller zur zentralen Userverwaltung bzw. man hat das Active Directory.
Das gibt es so ja unter Linux nicht, wenngleich es ja den LDAP Server gibt. Wäre das dann das gegenstück zu Active Directory?

Ich gehe mal von einem kleinen Büro, mit 5 Arbeitsplätzen aus, einem Server (Fax, Print, File....). Was würde hier benötigt werden
um das rein nur mit Linux zu betreiben?
Und würde man das dann auf ein Netz mit 100 Arbeitsplätzen abbilden können?

Mich würden auch sehr die Erfahrungen von Administratoren solcher Netze interessieren, wenn jemand anwesend ist und Zeit hat.

Danke und Grüsse
Jörg

stfischr Team-Icon

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Anmeldungsdatum:
1. März 2007

Beiträge: 19197

Bei nur 5 Rechnern könnte das iteresant sein LTSP

Da brauchst du nur einen "guten Rechner" als Server und 5 kleine billige als Terminal.

jalexander

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
27. Juni 2008

Beiträge: 2

Bei nur 5 Rechnern könnte das iteresant sein LTSP

Da brauchst du nur einen "guten Rechner" als Server und 5 kleine billige als Terminal.

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte eine Alternative zum M$ Small Business Server beispielsweise.

otzenpunk Team-Icon

Avatar von otzenpunk

Anmeldungsdatum:
17. Oktober 2005

Beiträge: 8691

Unter Unix/Linux gilt meistens das "One Tool - One Job"-Prinzip, im Gegensatz zur Angewohnheit Microsofts, alles untrennbar in einer Software zusammenzuschmeißen. D.h.:

Diese Dienste hier ergeben kombiniert was ADS-mäßiges (und können mit etwas Anstrengung sogar halbwegs kompatibel gestaltet werden):
- Userverwaltung: NIS (alt) oder LDAP (neu)
- Falls sichere Authentifizierung und/oder Verschlüsselung gewünscht wird: Kerberos
- Dateidienste nach Windows-Art (und teilweise auch Druckdienste): Samba

Dazu je nach Bedarf noch folgende Dienste:
- Dateidienste für Unix/Linux-Clients: NFS
- Druckdienste: CUPS
- DHCP- und DNS-Server
- entfernte Administration: SSH
- Mailserver (SMTP und POP3/IMAP, mit Spam- und Virenfilter)
- usw.

Und ja, sowas kann man auch mit 100+ Clients betreiben, und wird auch in Universitäten und großen Unternehmen, auch in heterogenen Umgebungen mit Linux als Server und Windows/Mac als Clients.

Ist im Vergleich zu einem "fertigen Produkt" wie Windows SBS mehr Arbeit, aber wenn's dann erstmal läuft, dann läuft's mit vergleichsweise geringerem Wartungsaufwand und kostet keine Lizenzgebühren. Wer die Kompetenz nicht hat, kann sich natürlich auch eine Firma mieten oder ein vorkonfiguriertes Produkt von einem kommerziellen Anbieter kaufen. Dann bleibt von dem Kostenvorteil allerdings wahrscheinlich nicht viel übrig.

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