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atarax
Anmeldungsdatum: 14. Juni 2008
Beiträge: 213
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Wie ich gerade erfahren habe, hat sich das GNOME-Team dazu entschlossen, im Dateimanager Nautilus die Baum-Ansicht in der Seitenleiste ab sofort zu entfernen. Ich halte das für eine weitere bedenkliche Entscheidung, die Benutzeroberflächen von GNOME-Anwendungen auf Kosten von Features viel zu radikal zu 'entschlacken'. Für mich ist die Baum-Ansicht essentiell, und ich habe eine entsprechende Mitteilung auf dem GNOME Bugtracker hinterlassen. Ich hoffe, dass sich da noch mehr Leute beschweren und diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht wird. Viele Grüße
Moderiert von redknight: Verschoben. Themen ohne konkrete Supportanfrage gehen bitte in den Communitybereich. Danke.
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tahr09
Anmeldungsdatum: 5. Januar 2011
Beiträge: 946
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Dieser Herr weiß wieso das so ist (Ab Minute 3:55) 👍
die Benutzeroberflächen von GNOME-Anwendungen auf Kosten von Features
Er bezeichnet das, wenn ich das richtig verstehe, als neues Feature. Die Leute sollen den Dateimanager nicht mehr benutzen, sondern die Dateisuche verwenden. lg
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Tim_Petu
Anmeldungsdatum: 24. November 2007
Beiträge: 245
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Ist die extension schon fertig? 😈
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atarax
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 14. Juni 2008
Beiträge: 213
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@Julian92: Na ja, aber eben nur für die Suche. Er sagt ja selbst, dass der Dateimanager eher für die Organisation der Dateien verwendet werden soll. Aber gerade dafür ist die Baum-Ansicht meiner Meinung nach notwendig. Ich kann ja verstehen, dass man es Menschen, die den Überblick über ihr System verloren haben, leichter machen will, mit ihrem System klar zu kommen, vielleicht besonders ehemaligen Windowsnutzern, <sarkasmus>die ja bekanntermaßen sowieso zu doof sind, einen Computer zu benutzen</sarkasmus>. Mir riecht das alles nach einem verzweifelten Ringen danach, Linux aus der Nerd-Ecke zu bekommen, mit der Vorstellung, das nur dadurch zu erreichen, indem man das 'Desktop-Erlebnis' so primitiv wie möglich gestaltet, damit auch der letzte Dau damit zurecht kommt. Ehrlich gesagt habe ich da auch nichts dagegen, nur Schade, wenn dafür dann andere Leute den Preis zahlen müssen. Ich habe es nie begriffen, warum dann die 'Expertenfunktionen' nicht unter den Einstellungen einer Anwendung wenigstens als Option erhalten bleiben, statt sie völlig zu entfernen. Als hätten die Entwickler einfach keine Lust mehr auf ihren eigenen Code und sind froh über jede Code-Zeile weniger, um die sie sich kümmern müssen. Ist natürlich Spekulation.
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tahr09
Anmeldungsdatum: 5. Januar 2011
Beiträge: 946
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Aber gerade dafür ist die Baum-Ansicht meiner Meinung nach notwendig
Natürlich hast du da recht. Das mit dem Dateimanager finde ich jetzt garnicht so tagisch, da gibt es sowieso weitaus bessere:
Ich bin von GNOME3 seit ein paar Tagen weg, da man wiklich Experte sein muss um zu konfigurieren.
Kaum etwas lässt sich ohne gsettings, Extensions & Co verändern. Nichteinmal das Panel, das Herzstück. Die GNOME-Entwickler binden einem mit v.3 deren Geschmack auf. GNOME-Classic ist übergangsweise weitgehend akzeptabel, und dabei bleibe ich auch erstmal so lange es geht. Danach wird es Alternativen geben 👍 Um beim Thema zu bleiben:
Ich hoffe, dass sich da noch mehr Leute beschweren und diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht wird.
Ich glaube darauf kann man lange warten.
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atarax
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 14. Juni 2008
Beiträge: 213
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Julian92 schrieb: Um beim Thema zu bleiben:
Ich hoffe, dass sich da noch mehr Leute beschweren und diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht wird.
Ich glaube darauf kann man lange warten.
Da hast du wiederum wahrscheinlich recht. Ich vergaß, das nicht nur Mark Shuttleworth sondern auch Linus Torvalds Linux nicht als eine demokratische Plattform verstehen. Das scheint ja auch bei GNOME so zu sein.
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: Zähle...
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Julian92 schrieb: Aber gerade dafür ist die Baum-Ansicht meiner Meinung nach notwendig
Natürlich hast du da recht. Das mit dem Dateimanager finde ich jetzt garnicht so tagisch, da gibt es sowieso weitaus bessere:
Ich bin von GNOME3 seit ein paar Tagen weg, da man wiklich Experte sein muss um zu konfigurieren.
Kaum etwas lässt sich ohne gsettings, Extensions & Co verändern. Nichteinmal das Panel, das Herzstück. Die GNOME-Entwickler binden einem mit v.3 deren Geschmack auf. GNOME-Classic ist übergangsweise weitgehend akzeptabel, und dabei bleibe ich auch erstmal so lange es geht. Danach wird es Alternativen geben 👍 Um beim Thema zu bleiben:
Ich hoffe, dass sich da noch mehr Leute beschweren und diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht wird.
Ich glaube darauf kann man lange warten.
"Und ist's auch Wahnsinn, so hat es doch Methode." Mit Gnome3 ist alles an geordneten Strukturen beseitigt worden - der Computer als "Black Box". Stört nur noch der Anwender, der seine Daten so strukturiert, dass er weiss wo was gespeichert ist und daher die tollen neuen Indizier- und Suchfunktionen nicht zu schätzen weiss. Das darf nicht sein und muss möglichst erschwert werden. Wer sich's gefallen lässt ...
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Vegeta
Anmeldungsdatum: 29. April 2006
Beiträge: 7943
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Puh, habe den Threadstarter im ersten Moment so verstanden, dass das ganze Seitenleiste entfernt werden sollte. Das trifft zum Glück ja nicht zu, auch wenn ich das den Interface Nazis zugetraut hätte. Bin nämlich am überlegen, ob ich unter Xfce Nautilus standardmäßig zur Desktopanzeige benutzen soll - aber das wäre bei Wegfall der Seitenleiste ein No-Go gewesen.
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YEPHENAS
Anmeldungsdatum: 8. Juni 2009
Beiträge: 352
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atarax schrieb: Ich habe es nie begriffen, warum dann die 'Expertenfunktionen' nicht unter den Einstellungen einer Anwendung wenigstens als Option erhalten bleiben, statt sie völlig zu entfernen.
http://www106.pair.com/rhp/free-software-ui.html "Preferences really substantively damage QA and testing. As someone who reads dozens of bug reports per day, and occasionally fixes a couple, I can tell you that it's extremely common to find a bug that only happens if some certain combination of options are enabled. As a software developer, I can tell you that preferences frequently do add quite a bit of code complexity as well; some more than others, but even simple preferences can add a lot of complexity if there are 200 of them. Upshot: more preferences means fewer real features, and more bugs." Als hätten die Entwickler einfach keine Lust mehr auf ihren eigenen Code und sind froh über jede Code-Zeile weniger, um die sie sich kümmern müssen. Ist natürlich Spekulation.
Ich bin beruflich Softwareentwickler, und ja, ein Entwickler ist generell froh um jede Code-Zeile weniger. Die produktivsten Tage sind die, an denen man mehr Zeilen gelöscht hat als hinzugefügt.
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primus_pilus
Ehemalige
Anmeldungsdatum: 8. Oktober 2007
Beiträge: 9144
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atarax schrieb: Ich vergaß, das nicht nur Mark Shuttleworth sondern auch Linus Torvalds Linux nicht als eine demokratische Plattform verstehen. Das scheint ja auch bei GNOME so zu sein.
Natürlich sind das keine Demokratien. OSS-Projekte sind meist meritokratisch organisiert. Und Canonical ist eine Firma. xpol schrieb: Mit Gnome3 ist alles an geordneten Strukturen beseitigt worden - der Computer als "Black Box".
Ne Nummer kleiner hast du es wohl nicht. 😉 Ich verstehe ja, dass es ärgerlich ist seine Arbeisweise ändern zu müssen. Aber es ist möglich und führt oft auch zu erhellenden Momenten. Wenn man das nicht kann/möchte hat man unter Linux die Auswahl zwischen alternativen Programmen und kann sogar die bestehenden den eigenen Bedürfnissen anpassen. Grüße Thomas
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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primus pilus schrieb:
xpol schrieb: Mit Gnome3 ist alles an geordneten Strukturen beseitigt worden - der Computer als "Black Box".
Ne Nummer kleiner hast du es wohl nicht. 😉
Ist halt meine Interpretation der vielen "offiziösen Verlautbarungen" zum neuen Gnome/Ubuntu-Konzept. Indizierung, Protokollierung, Optimierung der Suchfunktion so weit, dass verstreut abgelegte Dateien anhand von "gefühltem Verlauf" und Erinnerungsspuren vom System gefunden werden können. Das kommt alle paar Jahre mal wieder hoch (diverse kommerzielle Software zur Betriebsorganisation) und wird auch wieder verworfen. Gnome ist gerade auf dieser Schiene und läuft dabei geringes Risiko: Wer soll sich wo beschweren, wenn die Indizierung zerschossen ist und man nichts mehr findet. Im Business-Bereich sieht das natürlich anders aus. Da muss Vollständigkeit der Information bereits aus rechtlichen Gründen sichergestellt sein, die nachzuweisen bei unstrukturierter Dateiablage schwer fällt. Für die derzeit definierte Zielgruppe ist das natürlich unerheblich.
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Kelhim
Anmeldungsdatum: 18. September 2006
Beiträge: 3642
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xpol schrieb: Im Business-Bereich sieht das natürlich anders aus.
Die vielen Red-Hat-Angestellten im Gnome-Team werden den Business-Bereich kennen.
Da muss Vollständigkeit der Information bereits aus rechtlichen Gründen sichergestellt sein, die nachzuweisen bei unstrukturierter Dateiablage schwer fällt.
Niemand fordert eine unstrukturierte Dateiablage. Ordnung und Ortung von Dateien sind zwei verschiedene Angelegenheiten. Nachdem ich das gesagt habe ... Wäre ich Nautilus-Benutzer, würde ich die Baumansicht vermissen. Ich verstehe nicht, warum diese Arbeit eingespart wird.
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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Kelhim schrieb:
Niemand fordert eine unstrukturierte Dateiablage. Ordnung und Ortung von Dateien sind zwei verschiedene Angelegenheiten. Nachdem ich das gesagt habe ... Wäre ich Nautilus-Benutzer, würde ich die Baumansicht vermissen. Ich verstehe nicht, warum diese Arbeit eingespart wird.
Weil es nicht ins Konzept passt - der ideale Gnome3-Nutzer braucht keine Gesamtübersicht über seine Verzeichnisse und Dateien, weil er mächtige Suchfunktionen nutzt. Entsprechend einfach kann der Dateimanager gehalten werden. Es mag ja tatsächlich Anwender geben, für dieses Konzept eine hilfreiche Verbesserung darstellt - die sollten aber vielleicht doch besser mit Bauklötzen spielen.
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tomatensticks
Anmeldungsdatum: 29. August 2011
Beiträge: 47
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xpol schrieb: Es mag ja tatsächlich Anwender geben, für dieses Konzept eine hilfreiche Verbesserung darstellt - die sollten aber vielleicht doch besser mit Bauklötzen spielen.
Oje. Na dann mal her mit den Bauklötzen! Ich nutze nirgends Baumansichten, sondern mit Nautilus wie mit dem Windows-Explorer nur noch die "Brotkrumen" (ich hab's nicht so benannt!) bzw. Bookmarks... Na ich muss ja ein total trotteliger Anwender sein, was mach ich denn nur?! Ok, Möglichkeiten zu streichen finde ich generell jetzt auch nicht so toll. Aber was ich z.B. die lieben Kollegen im Büro durch riesige, aufgeklappte Dateibäume scrollen sehe, ohne das Blättlein am Dateibaum zu finden, wo sie hinwollten; na da kann man sich schon fragen, ob das jetzt so der große Verlust wäre... Grüße Tomatestick mit Genitiv-s
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primus_pilus
Ehemalige
Anmeldungsdatum: 8. Oktober 2007
Beiträge: 9144
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xpol schrieb: Es mag ja tatsächlich Anwender geben, für dieses Konzept eine hilfreiche Verbesserung darstellt - die sollten aber vielleicht doch besser mit Bauklötzen spielen.
Was soll diese alberne Polemik? tomatensticks schrieb: Na dann mal her mit den Bauklötzen! Ich nutze nirgends Baumansichten, sondern mit Nautilus wie mit dem Windows-Explorer nur noch die "Brotkrumen" (ich hab's nicht so benannt!) bzw. Bookmarks... Na ich muss ja ein total trotteliger Anwender sein, was mach ich denn nur?!
Frage ich mich auch. Ich hatte heute auf der Arbeit mal wieder die Freude mit dem Windows-Explorer + Baumansicht durch verschachtelte Verzeichnissbäume zu navigieren. Produktives, nervenschonendes Arbeiten ist das nicht.
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