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Musik über alte Stereoanlage

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu MATE 19.04 (Disco Dingo)
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Marind

Avatar von Marind

Anmeldungsdatum:
22. Juni 2008

Beiträge: Zähle...

Als Stereoanlage dürfen ein paar ca. 35-jährige Oldtimer bei mir wohnen, alles Yamaha-Geräte. Beim Vorverstärker handelt es sich um das Modell "C 60".

https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_C-60
http://www.audioscope.net/yamaha-c60-preamp-p-1965.html

Nun würde mich interessieren, ob sich derlei (uralte) Geräte noch für den Anschluss an einen zeitgenössischen Rechner eignen.

An den C 60 habe ich einen Adapter von 3,5 Klinke auf Cinch angeschlossen und mit der (grünen) Buchse der Soundkarte (Realtek ALC 1220 Codec) verbunden. Über "AUX" scheinen Rechner und C 60 verbunden zu sein, Ton wird übertragen. Leider bleibt Musik trotz höchster Lautstärkeeinstellungen an Rechner und C 60 sehr leise.

Dazu muss vielleicht noch angemerkt werden: Es sind auch etwa sieben Meter Kabel dazwischen.

Hat jemand eine Idee, wie ich die Lautstärke erhöhen könnte?
Hat jemand Erfahrungen mit WLAN-Audio-Adaptern?

Danke und Gruß
Marind

BillMaier Team-Icon

Supporter

Anmeldungsdatum:
4. Dezember 2008

Beiträge: 6389

Marind schrieb:

An den C 60 habe ich einen Adapter von 3,5 Klinke auf Cinch angeschlossen und mit der (grünen) Buchse der Soundkarte (Realtek ALC 1220 Codec) verbunden.

Das sollte erstmal passen

Leider bleibt Musik trotz höchster Lautstärkeeinstellungen an Rechner und C 60 sehr leise. Dazu muss vielleicht noch angemerkt werden: Es sind auch etwa sieben Meter Kabel dazwischen.

Unsymmetrische Verbindungen wie diese (im Gegensatz zu symmetrischen über bspw. XLR) sind für solche Längen nicht zu empfehlen. Trotzdem weiß ich nicht, ob das wirklich dein Problem ist. Wobei: http://www.hifi-forum.de/viewthread-115-13103.html spricht dafür.

Hat jemand eine Idee, wie ich die Lautstärke erhöhen könnte?

  • kürzeres Kabel testen

  • Ausgangs-Lautstärke am Rechner erhöhen

  • Schauen, ob du einen "Mute"-Knopf o.ä. an deinem Verstärker hast, der aktiviert ist

Gruß BillMaier

Edit: Ich hab das oben durchgestrichen, weil das Quatsch ist. Da geht es um die Verbindung Verstärker → passive Lautsprecher. Vergiss das.

seahawk1986

Anmeldungsdatum:
27. Oktober 2006

Beiträge: 10978

Ein Kabel mit 7 Metern länge sollten eigentlich keine großen Probleme machen, solange es keinen Defekt hat. Wie geht es denn hinter dem Vorverstärker weiter? Was passiert, wenn du am eigentlichen Verstärker/Endstufe die Lautstärker aufdrehst?

n.a.s

Anmeldungsdatum:
30. April 2014

Beiträge: 83

Hallo,

habe einen Sansui-Verstärker, Baujahr 1985. Cinch an AUX und 3,5-Klinke an Kopfhörerausgang Notebook - funktioniert, aber eingeschränkt durch die jeweilige Kabellänge. Deshalb ergänzt/geändert auf 3,5-Klinke an Bluetooth-Receiver/Transmitter (im online-Handel für 20 bis 30 Euro) - funktioniert (jetzt auch mit dem Smartphone).

Gruß

n.a.s

Dr_Schmoker

Avatar von Dr_Schmoker

Anmeldungsdatum:
19. Juni 2008

Beiträge: 3158

Hallo,

ein Vorverstärker hebt die Eingangssignal soweit an, das damit einer separate Endstufe anzusteuern ist. Hauptsächlich für Phono- und eventuell Mikroeingang benötigt. An den Buchsen Pre-Out ist noch eine Endstufe anzuschließen.

kB Team-Icon

Supporter, Wikiteam
Avatar von kB

Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 7816

Marind schrieb:

[…] Leider bleibt Musik trotz höchster Lautstärkeeinstellungen an Rechner und C 60 sehr leise.

Das von Dir beschriebene Verfahren funktioniert bei mir hervorragend, allerdings mit Geräten anderer Hersteller. Ich vermute, Dein Problem liegt auf der elektrischen oder mechanischen Seite, z.B.:

  • Der Klinkenstecker sollte beim Stecken in der eingebauten Buchse einen mechanischen Schalter betätigen und damit den im Rechner eingebauten Lautsprecher abschalten und das analoge Signal auf den Klinkenstecker schalten. Das funktioniert wegen mechanischem Spiel oder elektrischen Kontaktschwierigkeiten (Schmutz, Oxidschicht) nicht immer. Putzen durch mehrfaches Stecken und Drehen hilft.

  • Es gibt bei Rechnern 4-polige und 3-polige Einbaubuchsen. Die 4-poligen kontaktieren zusätzlich einen Mikrophon-Eingang. Ein 3-poliger Stecker in einer 4-poligen Buchse funktioniert manchmal, aber nicht immer. Es gibt Adapter, aber Vorsicht: Es gibt zwei elektrisch unterschiedliche Beschaltungen bei den 4-poligen Steckverbindern: Solche, die früher von Apple verwendet wurde und solche, die eigentlich alle anderen verwenden.

  • Denkbar sind auch Kontaktproblem im Quellenumschalter das analogen Verstärkers.

Marind

(Themenstarter)
Avatar von Marind

Anmeldungsdatum:
22. Juni 2008

Beiträge: 387

vielen Dank für Eure Gedanken, seahawk1986, BillMaier, n.a.s, Dr_Schmoker und kB!

hinter der C60 steht eine M60-Endstufe. Da ist jetzt alles voll aufgedreht.

Die C60 verfügt über ein Audio-Muting, das aber abgeschaltet ist.

Die Ausgangslautstärke ist auf voll geschaltet.

Die Idee mit dem Bluetooth-Adapter hört sich spannend an. Empfohlen werden auch WLAN-Adapter.
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article173949818/Nachruestloesungen-So-bringen-Sie-Ihre-alte-Stereoanlage-zum-Streamen.html

Werde jetzt 'mal Euren Tipps folgend fummeln.

Marind

Marind

(Themenstarter)
Avatar von Marind

Anmeldungsdatum:
22. Juni 2008

Beiträge: 387

Alles auf Null!
Das war ein DAU-Fall ... 😉
Ich hatte wohl 'mal zwecks Digitalisierung (vom Kassettenrekorder aus) den Adapter umgesteckt und vergessen, ihn wieder zu retournieren. Die C60 verfügt über eine REC out-Umschaltung. Nachdem ich die auf "AUX" umgeschaltet hatte, lief alles wunderbar!
Danke noch 'mal!
Marind

PS:
An den insgesamt etwa sieben Meter langen (zusammengesteckten) zwei Verlängerungskabeln hat es also nicht gelegen, auch wenn der Klanggenuss optimierbar bleibt.

Dr_Schmoker

Avatar von Dr_Schmoker

Anmeldungsdatum:
19. Juni 2008

Beiträge: 3158

Hi,

ziehe mal den 3,5 mm Stereo Klinkenstecker am PC ab und berühre die Pole. Es müsste zu mindestens ein Brummen in den Boxen zu hören sein.

Ok, hat sich erledigt, Problem ist gelöst

mk1967

Anmeldungsdatum:
24. April 2011

Beiträge: 1392

Marind schrieb:

ob sich derlei (uralte) Geräte noch für den Anschluss an einen zeitgenössischen Rechner eignen.

Ergänzend und für Mit-Leser 😉 : Bei mir hängt ein noch deutlich älteres SABA-Schätzchen über eine asymmetrische Leitung von Stereoklinke auf Stereo DIN an einer RME Digi 96/8 PAD-Karte und einem Multiboot-Rechner mit Debian und LibraZiK Studio. 👍

Am Alter der HiFi-Geräte hängt's mit dem Anschließen also keineswegs.

Nur an Stereo-DIN-Steckern herumzulöten, ist absolut vergnügungssteuerfrei 😉 .

Michael

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6234

Nochmal was zu den Kabeln: Bei großen Kabellängen ist wichtig, dass die Adern nicht zu dünn sind und dass der innere Abstand zur Abschirmung nicht zu gering ist. Elektrisch gesehen ist ein Kabel ein Kondensator der zum Verstärkereingang parallel geschaltet ist und somit einen Tiefpass bildet, der die Höhenwiedergabe beeinträchtigt.

Die Auswirkung kann durch gute Kabel, kleinere Länge und niedrigem Eingangswiderstand des Verstärkers verringert werden. Daher findet man bei vielen Geräten heute keine hochohmigen DIN-Eingänge mehr.

Ich habe hier auch eine kleine Yamaha RX-E100 Anlage, bei der ich auch locker auf 3 Meter komme (trotz Löcher in der Schrankrückwand).

Dr_Schmoker

Avatar von Dr_Schmoker

Anmeldungsdatum:
19. Juni 2008

Beiträge: 3158

Hallo,

ich habe auch lange Zeit Verstärker mit Din-Eingängen 5-polig benutzt. Und ja, das Löten an den Steckern ist sehr anspruchsvoll. Außerdem stimmt die Impedanz von Chinch-Anschlüssen mit Din-Anschlüssen nicht überein. Es gibt (hörbare) Verluste.

Verstärker ab den 1990 Jahren kann man oft gebraucht als Schnäppchen ergattern. Die haben dann alle Chinch-Anschlüsse. Ich selbst habe einen Denon Receiver für 50€ erworben. Empfehlen kann man vielleicht noch Marantz. Das sind alles Geräte, die man noch reparieren kann, im Sinne der Nachhaltigkeit.

Marind

(Themenstarter)
Avatar von Marind

Anmeldungsdatum:
22. Juni 2008

Beiträge: 387

Danke noch 'mal für Eure ergänzenden Hinweise, Dr_Schmoker, mk1967 und Dakuan!

Die 35-jährigen (oder noch älteren! 😉 ) Schätzchen wachsen einem ja ans Herz. Solange bin ich ja noch nicht einmal mit meiner Frau zusammen ... 😉

@Dakuan: Hab' mir jetzt fünf Meter "High-End"-Kabel bestellt ☺

Gruß
Marind

Dakuan

Avatar von Dakuan

Anmeldungsdatum:
2. November 2004

Beiträge: 6234

Benutzer so alter Geräte sollten auch wissen, dass die Kondensatoren in der Stromversorgung mit der Zeit an Kapazität verlieren. Aber es gibt genug Werkstätten, die sich auf solche Geräte spezialisiert haben. Mit etwas Geschick kann man das auch selber machen.

Ich hatte mal mit jemanden gesprochen der berufsmäßig Industrieelektronik repariert. Der hat bei älteren Geräten nach der eigentlichen Reparatur immer auch die Elkos in der Stromversorgung ausgetauscht um Reklamationen vorzubeugen.

Kätzchen

Avatar von Kätzchen

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2011

Beiträge: 6036

Marind schrieb:

@Dakuan: Hab' mir jetzt fünf Meter "High-End"-Kabel bestellt ☺

Gute Kupferkabel sind Teuer, ich hab mir ein 10 Meter Toslink-Digitalkabel gekauft und mit diesem Gerät (https://www.amazon.de/FX-Optical-Coaxial-Digital-Amplifier/dp/B06XCQ8CCM/) verbunden und dann nur ein 1 Meter Kabel bis zum Verstärker.

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