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Alle Programme aktuell halten?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 18.04 (Bionic Beaver)
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johann12

Anmeldungsdatum:
20. Mai 2020

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Hallo! Ich verwende schon seit vielen Jahren Ubuntu und bin bis auf eine Kleinigkeit sehr zufrieden. Ich verwende Software die nicht in den Paketquellen vorhanden ist (z.B: Joplin, Freefilesync, rclone, AngryIPScanner,...). Diese Programme aktuell zu halten ist (wenn man die tolle Paketverwaltung von Linux und vor allem Ubuntu gewohnt ist) mühsam. Wie löst ihr das?

Ich habe zum Testen in einer VM Manjaro installiert. Hier wäre die Software die ich verwende dabei (AUR). Aber wechseln möchte ich mit meinem produktiven System halt doch nicht. 😉

Danke! Johann

holimatic

Avatar von holimatic

Anmeldungsdatum:
15. Dezember 2009

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johann12 schrieb:

Hallo! Ich verwende schon seit vielen Jahren Ubuntu und bin bis auf eine Kleinigkeit sehr zufrieden. Ich verwende Software die nicht in den Paketquellen vorhanden ist (z.B: Joplin, Freefilesync, rclone, AngryIPScanner,...). Diese Programme aktuell zu halten ist (wenn man die tolle Paketverwaltung von Linux und vor allem Ubuntu gewohnt ist) mühsam. Wie löst ihr das?

Ich habe zum Testen in einer VM Manjaro installiert. Hier wäre die Software die ich verwende dabei (AUR). Aber wechseln möchte ich mit meinem produktiven System halt doch nicht. 😉

Danke! Johann

Freefilesync hat eine eigene Update Funktion, die sehr gut läuft. Unter Hilfe kann man einen Update prüfen und wöchentlich einstellen. Ich verwende seit Jahren diese SW und bin sehr zufrieden damit. Für den Rest kann ich keine Aussage machen, weil ich die nicht verwende.

johann12

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
20. Mai 2020

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Hallo holimatic!

Danke. Mir ging es eher darum wie andere dieses "Problem" lösen. Joplin meldet sich bei einer stark veralteten Version auch. Aber trotzdem muss man nacharbeiten.

Anderes Beispiel: syncthing

Damit synchronisiere ich die Bilder vom Smartphone. In den Quellen ist eine sehr alte Version und nach einer Neuinstallation (19.3) hatte ich damit Fehler. In den Suchmaschinen (nach der Fehlerausgabe gesucht) fand ich nur Einträge die 5 Jahre und älter waren. Erst beim Nachsehen nach der Version sah ich dass die am Rechner alt war (ppa hinzugefügt, update, Fehler behoben).

Ich suche also nach Tipps wie ihr das handhabt. Oder ich bin zu sensibel. 😉

Danke!

Johann

gueba

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2008

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Ich kann hier wirklich kein Problem erkennen! Die meisten Programmen haben Auto-Update oder es braucht einen Mausklick. Im schlimmsten Fall einen Einzeiler im Terminal. Sachen, die zu meiner Zufriedenheit laufen, laufen zu meiner Zufriedenheit, auch wenn sie ein, zwei Versionen hinterherhinken. Bei Problemen oder halt passender Gelegenheit schau ich halt mal nach, was sich getan hat.

Cranvil

Anmeldungsdatum:
9. März 2019

Beiträge: 990

johann12 schrieb:

Hier wäre die Software die ich verwende dabei (AUR).

Das AUR ist das Arch User Repository, welches originär vom Arch Linux-Projekt als Möglichkeit bereitgestellt wurde, nutzergenerierte Inhalte (hier eben Paketdefinitionen) zusätzlich zu den Paketen der eigentlichen Distribution anzubieten.

Wenn ich mich richtig ans Arch Linux-Forum erinnere, war es eine der oft kritisierten Entscheidungen des Manjaro-Projekts, als Hauptpaketmanager nicht nur einen der eher schlechteren AUR Helper zu verwenden, sondern damit per default auch den Eindruck zu erwecken, dass diese durch und durch mit am wenigsten vertrauenswürdige/zuverlässige Quelle von Paketen offiziell unterstützen Charakter genießen.

Stell dir einfach vor, dass AUR ist das Äquivalent zu den Launchpad-PPA, die du in Ubuntu einbinden kannst. Es ist einerseits komfortabel um an Pakete zu kommen, die so nicht von der Distribution bereitgestellt werden. Gleichzeitig musst du jedes Mal sehr gut aufpassen, was da tatsächlich passiert - nicht nur wegen eventueller Schadsoftware, sondern vielmehr wegen Unverträglichkeiten der Pakete aus externen Quellen miteinander oder mit anderen Paketen der Distribution.

johann12 schrieb:

Mir ging es eher darum wie andere dieses "Problem" lösen.

Wenn ich deine Beiträge hier richtig verstehe, geht es dir in der Sache darum, auch diejenigen deiner Applikationen möglichst vollautomatisiert auf einem aktuellen Stand zu halten, bei denen das nicht über das distributionseigene Paketmanagement geschieht. Anders gesagt: Dich interessiert nicht so sehr, wie andere dieses Problem im Allgemeinen lösen, sondern wie deine konkreten Probleme gelöst werden können.

Diese Unterscheidung ist aus meiner Sicht notwendig und sinnvoll, um eine richtige Zuordnung des Themas zu erreichen und vor allem auch zu klären, ob wir hier wie bei einem Sonntagsspaziergang einfach nur unzählige Möglichkeiten ohne besonderes Ziel austauschen oder dir dabei helfen, deine individuelle Situation zu verbessern und dabei gleichzeitig nützliches Wissen für andere anzuhäufen. ☺

Möglichst allgemein gefasst besteht dieser Themenkomplex aus Antworten auf mehrere Fragen, die nicht nur unabhängig voneinander behandelt werden können, sondern auch individuell für jedes betroffene Programm beantwortet werden müssten:

  • Wie wird über neue Programmversionen informiert?

  • Wie erfolgt die Bereitstellung neuer Programmversionen?

  • Wie erfolgt die Installation neuer Programmversionen?

Meine Empfehlung lautet, dass du dir Programm für Programm vornimmst, die vorgenannten Fragen zu beantworten versuchst und daraus jeweils individuelle Lösungen strickst. Und wenn du bei diesen Einzelpunkten nicht weiterkommst, bietet sich eine möglichst konkrete Frage im Forum an - z.B. im Unterforum Shell und Programmieren, wenn es um die Automatisierung der einzelnen Schritte geht.

ChickenLipsRfun2eat Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Dezember 2009

Beiträge: 12067

Hallo!

Das kommt schwer auf deine Umgebung an. Ich löse das so, dass ich manche Programme nur auf Nutzerebene bereithalte, weil ich diese nur mit einem Nutzer brauche. Falls es Python-Programme sind, geht das mit PIP, ansonsten sind es eher github-Projekte, bei denen ich wieder Unterscheide. Sind diese für emacs, bietet das eine eigene interne Paketverwaltung an, für Pakete aus dem AUR, habe ich mich des Servers eines hiesigen Kollegen bedient, der meine zwei, drei "Wunschpakete" dort vorkompiliert und die zwei noch verbleibenden Experimente update ich manuell mit git clone und anschliessendem compile.

Frieder108

Avatar von Frieder108

Anmeldungsdatum:
7. März 2010

Beiträge: 9684

johann12 schrieb:

Anderes Beispiel: syncthing

… In den Quellen ist eine sehr alte Version und nach einer Neuinstallation (19.3) hatte ich damit Fehler.

… (ppa hinzugefügt, update, Fehler behoben).

Ich suche also nach Tipps wie ihr das handhabt. …

Naja, du hast ja jetzt eine Fremdquelle installiert - je nachdem, was du da genommen hast, kommen aus der Quelle jetzt auch Updates.

Mal angenommen, das ist die "stable-Quelle", dann bekommst du jetzt die Updates, sobald in der Quelle eine neue stable-Version vorliegt → das sollte auch unter Mint so funktionieren, im Zweifelsfall musst du in einem Forum deiner Distri nachfragen.

Was deine andere Programme betrifft, man kann sich ja auch mal Alternativen aus den vorhandenen Paketquellen anschauen und ausprobieren → anstatt FreeFileSync könnte man bspw. auch mal Unison ausprobieren. 😉

tomtomtom Team-Icon

Supporter
Avatar von tomtomtom

Anmeldungsdatum:
22. August 2008

Beiträge: 55572

Cranvil schrieb:

Stell dir einfach vor, dass AUR ist das Äquivalent zu den Launchpad-PPA, die du in Ubuntu einbinden kannst. Es ist einerseits Askomfortabel um an Pakete zu kommen, die so nicht von der Distribution bereitgestellt werden. Gleichzeitig musst du jedes Mal sehr gut aufpassen, was da tatsächlich passiert - nicht nur wegen eventueller Schadsoftware, sondern vielmehr wegen Unverträglichkeiten der Pakete aus externen Quellen miteinander oder mit anderen Paketen der Distribution.

Nicht ganz. Aus den PPAs bei Launchpad ziehst du dir fertige Pakete, bei denen du nicht weißt, was drin ist. Im AUR gibt es überhaupt keine Pakete, sondern nur Bauanleitungen, die Software muss also in der Regel erst kompiliert und dann in das entsprechende Paketformat (aktuell pkg.tar.zst bzw. pkg.tar.xz) gepackt werden, bevor es über pacman (oder indirekt über einen wrapper) installiert werden kan

Problem dabei ist dann (neben den bereits genannten Aspekten), dass das AUR für Arch ist und nicht für Manjaro. Die Bauanleitungen (PKGBUILDs) dort sind (sofern sie vernünftig gepflegt werden, das nächste Problem) für die aktuell in Arch Linux vorhandenen Abhängigkeiten gedacht, nicht für die in Manjaro (das systembedingt etwas zurückhängt).

johann12

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
20. Mai 2020

Beiträge: 3

Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten! Auch die Hintergrundinfos zu Arch/AUR waren für mich sehr aufschlussreich.

Mir ging es wirklich darum ob das von anderen auch als "Problem" gesehen wird.

Ich habe für mich beschlossen weiterhin bei Ubuntu (bzw. im weiteren Sinne bei Debian) zu bleiben und die paar Programme manuell aktuell zu halten. Ich bin wohl von dem Paketmanagement zu verwöhnt. 😉

Gruß

Johann

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