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Linux Mint Debian Edition mit Xfce (RC)

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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Capet

Anmeldungsdatum:
27. März 2009

Beiträge: 429

Hallo,

die Ankündigung einer auf Linux Mint Debian Edition (Debian-Testing-Unterbau) basierenden Version mit Xfce habe ich gerade auf der Mint-Website gefunden.

Wenn die (bei mir) so gut läuft wie die aktuell LMDE, dann werde ich das auf jeden Fall mal testen. Der Download für den RC läuft schon und das Wochenende ist gerettet 😀 .

Finden dies andere hier ebenso interessant (oder noch interessanter als) wie ich? ☺

Gruß, Capet.

zephir

Avatar von zephir

Anmeldungsdatum:
20. März 2006

Beiträge: 2757

Ich habe LMDE installiert und war auch erst ganz angetan, inzwischen habe ich aber nahezu alle Mintbestandteile entfernt und fahre nur noch ein reines Debian testing.

Mein Eindruck ist, das Debian Mint anders als angekündigt nicht wirklich auf die Anforderungen eines Rolling Relase System eingerichtet ist.

Das fängt damit an, das der Mint eigene Update Manager gar nicht in der Lage ist, alle auftretenden Abhänigkeitsprobleme aufzulösen. Er ist für ein stabel System wie Ubuntu ausgelegt. Man sollte den also tunlichst nicht verwenden, sonder apt-get oder aptitude. Trotzdem zeigt er updates an, und im Mintforum kann man dann auch mehrer Klagen über die zerschossenen Paketverwaltung lesen. Dazu kommt das völlig unkritisch (und unnötig) debian-multimedia eingebunden wird und jede menge Pakete daraus vorinstalliert sind, obwohl bekannt ist, das diese Fremdquelle immer mal wieder Probleme bereitet. Sogut wie alle codecs sind davon abgesehen auch in den offizellen debian quellen (evt. in etwas älteren Versionen) verfügbar. Bei mir ist es deswegen bei einem dist-upgrade auch schon zu Abhänigkeitsproblemen gekommen, und ich habe sie danach alle durch die debian Versionen ersetzt, ohne das deswegen ihrgend ein Format nicht mehr abgespielt werden könnte. Bei den minteigenen Fremdquellen (FF usw.) habe ich auch meine zweifel, wie gut die auf dauer mit debian testing abgestimmt sind. Außerdem negativ aufgefallen ist mir, das quasi sämtliche unfreie firmeware aus nonfree vorinstalliert war. Brauchen tue ich nur die firmware für meine wlan karte. Bei der normalen debian installation wurde das automatisch angezeigt und mir geraten die entsprechende firmware zu installieren. Ein sehr viel besserer Weg, wie ich finde, als auf Verdacht erst mal alles zu installieren.

Meine Begeisterung über die Mint Debian Version ist deswegen doch recht stark abgekühlt. Die Idee ist super, aber meiner Meinung nach hätten sich die macher besser auf Debain stable konzentriert und dann eigenen Backports dazu angeboten, ähnlich wie es mepis macht. Wer rolling release will, sollte sich meiner Meinung nach doch besser das original Debian installieren.

Capet

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
27. März 2009

Beiträge: 429

Ich kenne die Debian-Version bisher auch noch nicht "live". Bisher nutze ich seit längerer Zeit die auf Ubuntu basierende Version. Vielleicht haben sich die Mint-Entwicklung ja durch die recht "ruhige" Freezephase vor dem Squeeze-Release zu sicher gefühlt und Probleme wegen der vielen neuen Updates kommen erst jetzt zum Vorschein.

Nunja, ich werde die LMDB und den Xfce-RC mal ein paar Wochen in VMs laufen lassen und mit den so eingehenden Updates versorgen. Mal schauen, wie das so läuft. Danke aber schon mal für den Tip mit apt-get.

Gruß, Capet.

ToastigesEtwas

Anmeldungsdatum:
5. August 2009

Beiträge: 146

Hab mir vorgestern selbst Mint Debian (x86_64) heruntergeladen. Leider mag es die virtuelle Festplatte von VirtualBox nicht erkennen, womit es für mich zum testen erst einmal uninteressant ist, da Live und VM dann doch auch nochmal Unterschiede sind 😉

Habe aber auch Debian 6 Stable in einer VM am laufen, mit dem ich wunderbar klar komme und welches sogar live vom Stick super stabil und schnell läuft.

Würde daher wohl, wenn ich mal wechsele, eher zu Debian Stable wechseln, auch wenn mir dann Unity und UbuntuOne fehlen werden. Doch dafür gibt es ja sicherlich alternativen oder auch Wege, es auf Debian zu bekommen (insbesondere UbuntuOne) 😬

Toast.

hias2

Avatar von hias2

Anmeldungsdatum:
30. November 2007

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zephir

Das fängt damit an, das der Mint eigene Update Manager gar nicht in der Lage ist, alle auftretenden Abhänigkeitsprobleme aufzulösen. Er ist für ein stable System wie Ubuntu ausgelegt. Man sollte den also tunlichst nicht verwenden, sondern apt-get oder aptitude.

Das war bei mir aber auch beim "Original-Debian" vor dem Squeeze-Freeze so, da ist es sauber auch nur über apt-get oder aptitude gegangen. So, what, das wäre für mich jetzt wirklich kein Hinderungsgrund, aber danke für den Hinweis.

Ich verstehe die XFCE-Version mal auch als Reaktion auf den in Wheezy irgendwann bevorstehenden Wechsel auf Gnome3.

Gruß Hias

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