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System Backups über Ansible?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 20.04 (Focal Fossa)
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Tim3010

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2020

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Hallo Forum,

ich nutze Ubuntu für einen kleinen Server zuhause. Natürlich werden regelmäßig automatische Backups der Daten auf einer externen Festplatte erstellt. Falls das System mal ausfallen sollte, wäre die Hauptarbeit den Server wieder einzurichten (Software installieren + System konfigurieren). Ich habe mir in einem Textfile mitgeschrieben, was ich im Vergleich zu einer plain install angepasst habe. Das ist offensichtlich aber ein sehr händischer, fehleranfälliger Ansatz.

Meine Frage: Macht es auch bei einer einzelnen Maschine Sinn, diese komplett über ein Ansible Playbook einzurichten? So sind notwendige Änderungen sauber dokumentiert und können bei Bedarf schnell reproduziert werden. Außerdem benötigt dieses System-Backup kaum Speicherplatz. Nutzt das jemand in dieser Art oder ist die Idee Unsinn?

PS: Falls aus meinem Post nicht offensichtlich – ich habe zu Ansible ein wenig nachgelesen, es aber bisher noch nie selbst eingesetzt.

seahawk1986

Anmeldungsdatum:
27. Oktober 2006

Beiträge: 11278

Tim3010 schrieb:

Meine Frage: Macht es auch bei einer einzelnen Maschine Sinn, diese komplett über ein Ansible Playbook einzurichten? So sind notwendige Änderungen sauber dokumentiert und können bei Bedarf schnell reproduziert werden. Außerdem benötigt dieses System-Backup kaum Speicherplatz. Nutzt das jemand in dieser Art oder ist die Idee Unsinn?

Da spricht nichts dagegen, wenn es dir den Aufwand Wert ist dich in Ansible einzulesen.

Es gäbe auch die Möglichkeit mit nahezu-Plain-Text zu arbeiten, um die Konfigurationsschritte reproduzierbar zu machen - z.B. mit Emacs: http://howardism.org/Technical/Emacs/literate-devops.html - das hat aber den Nachteil, dass man selbst mehr darauf achten muss, dass die Befehle möglichst idempotent funktionieren (in Ansible beschreibt man ja idealerweise den Zielzustand pro Task statt nur Befehle aneinander zu reihen), aber dafür lässt sich der Ansatz recht flott umsetzen, wenn man mit mindestens einer Skriptsprache genügend Erfahrung hat.

Tim3010

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2020

Beiträge: 32

Vielen Dank!

Die Alternative scheint für ein einzelnes System fast effizienter zu sein. Allerdings finde ich Ansible spannend (professionelle skalierbare Lösung, trotzdem wohl nicht zu kompliziert) und lerne da gerne dazu. Daher werde ich diesen Weg ausprobieren.

Noch ein Nebeneffekt beider Ansätze: man hat zusätzlich einen genauen Überblick, was man manuell konfiguriert hat und kann es bei Bedarf rückgängig machen oder ändern. Mich hat es schon einige Zeit gekostet, frühere Änderungen nachzuvollziehen und nochmal anzupassen...

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