Antivirus Programme
Es gibt zwar Antivirus-Programme und Firewalls für Linux, nur ist es auch hier so wie mit vielen Programmen: Das eigentliche Programm läuft im Hintergrund, bedient wird es entweder per Command Line Interface (CLI), per Graphical User Interface (GUI), oder auch per Webinterface. An das kann man sich aber gewöhnen. So wäre es beispielsweise möglich, ClamAV (ein AntiVirus Programm) per SSH (Secure Shell) über das Netzwerk zu bedienen, was vor allem bei Servern kamott ist. Natürlich gibt es auch eine GUI für dieses Programm, aber im Grunde genommen benötigst du nicht wirklich ein Antivirus-Programm oder eine Firewall unter Linux.
Schadsoftware hat es unter Linux schon einmal gar nicht leicht. Ausführbare Programme haben keine spezielle Fileextensions (wie .exe), sondern müssen erst als ausführbar gekennzeichnet werden. Wenn du allerdings immer brav deine Updates machst - auch die sind gratis und ohne vorherigen validity-check - kann dir eigentlich nicht viel passieren.
Linux ist stabiler und kompakter, aber "auch etwas wählerisch" (siehe Hardware)
Während ich mein Windows mit aktueller Security-Suite spätestens nach zwei Monaten neu aufsetzen musste, läuft Ubuntu viel länger stabil. Wie lange kann ich dir gar nicht sagen, weil noch nie der Bedarf da war, es neu installieren zu müssen. Windows wird schon instabil, wenn ich zwei Monate lang auf dem selben Rechner nur Linux verwende.
Seit ich Linux verwende, läuft alles viel besser: OpenOffice ist wesentlich schneller. Unter Windows benötigte ich allein für den Speichervorgang einer Formelsammlung allein mind. 2 min. Und ich bin einer, der zwischendurch immer wieder Strg+S drückt. Seit ich den neuen All in One habe, kann ich auch Drucken und Scannen. Beim Kauf neuer Geräte musst du dich vorher halt erkundigen, ob es auch Linux-Treiber dafür. Kleiner Tipp: Nimm Drucker, Scanner und Faxgeräte von HP (http://hplip.sourceforge.net/).
Installation von Linux
Die Installation selbst mit allen Programmen benötigt nicht soviel Platz wie Windows mit ähnlicher Software. Das liegt daran, dass unter Linux viele Programme die selben Libraries verwenden, weil alles (abgesehen von den wenigen Ausnahmen) OpenSource ist. Unter Windows ist das nicht möglich, da der eine nicht weiß, wie man diese DLL verwendet. Besser gleichh neu entwickeln.
In deinem Fall würde ich empfehlen, auf der Festplatte zwei primäre Partitionen mit 15 GB und 2 GB zu erstellen, den Rest würde ich für eine erweiterte Partition verwenden.
Für das logische Laufwerk würde ich alles auf der erweiterten Partition verwenden, um dort deine persönlichen Daten abzuspeichern.
Hier noch einmal eine Übersicht:
Partition Größe anlegen als Formatierung Mountpoint Kommentar
/hda1 15 GB Primäre Partition ReiserFS oder Ext3 / Eigentliches Betriebssystem
/hda2 2 GB Primäre Partition swap swap Auslagerungsspeicher
Rest Erweiterte Partition
/hda5 Alles Logisches Laufwerk ReiserFS oder Ext3 /home Persönliche Daten, Einstellungen, Desktop, Mails, etc. aller UserDas lässt sich mit dem Ubuntu Installer eigentlich ganz einfach bewerkstelligen. Wenn du so vorgehst, dann kannst du - theoretisch gesehen - auch einmal eine andere Distribution (oder einfach nur eine neuere Version) darüberinstallieren. Wenn du den selben Usernamen verwendest und die selbe Software installierst, sollten deine Einstellungen, die du davor gemacht hast, noch erhalten sein, inklusive Desktophintergrund, E-Mails, Firefox-Addons, etc. - ohne vorherige Sicherung oder irgendwelche Registry-Tweaks. In der Praxis funktioniert das tatsächlich auch sehr gut.