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Xfce - Vorteile

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Sleepwalker87

Anmeldungsdatum:
24. November 2009

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Hallo Leute, Ich habe jetzt schon etwas länger mit Gnome gearbeitet und vorher auch mit KDE, wobei mir letzteres nicht wirklich zugesagt hat. Gibt es denn irgendwelche klaren Argumente, die Xfce gegenüber Gnome Vorteile liefern? Wie sieht es denn mit der Geschwindigkeit aus? Ich habe es grade in die virtualBox geschmissen, dort kann ich ja aber schlecht über die Geschwindigkeit urteilen. Gibt es irgendwelche Gründe, die für einen Umstieg zu Xfce sprechen würden? Würde mich wirklich mal interessieren. Sorry, für die schwammige Fragestellung, aber genauso siehts gerade in meinem Kopf aus, wenn ich mir darüber Gedanken mache 😉

Gruß aus Mainz

burli

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Anmeldungsdatum:
27. April 2007

Beiträge: 9066

Xfce in Reinform ist schlanker und schneller als Gnome. Xubuntu enthält einige Gnome Komponenten, wodurch es etwas träger und aufgeblasener wird. Es ist aber immer noch deutlich schlanker und etwas schneller.

Xfce lohnt sich vor allem dann, wenn Du Rechner mit 1GB RAM oder weniger hast. Nach dem Booten bleibt deutlich mehr vom RAM übrig, was als Cache genutzt werden kann. (auf meinem alten AMD Athlon mit 1GB RAM belegt Xubuntu in 32 Bit nach dem Booten kaum mehr als 100MB)

Allerdings erkauft man sich das mit ein paar Komforteinbußen. Auf viele kleine Helferlein von Gnome muss man verzichten oder muss sie nachinstallieren, was letztendlich wieder auf Kosten der Performance und des Speicherverbrauchs geht.

Für Linux Anfänger und Windows Umsteiger ist es weniger zu empfehlen, da man doch häufiger mal auf die Konsole zurückgreifen muss. Wenn man aber keine Scheu vor der Konsole hat macht es Spaß.

Ich nutze es zwischendurch immer wieder mal gerne, komme aber nach einer Weile immer wieder zurück zu Gnome, weil mir dann irgendwann doch der Komfort fehlt

stfischr Team-Icon

Avatar von stfischr

Anmeldungsdatum:
1. März 2007

Beiträge: 19197

Peace.

So richtig Vorteile gibts da nicht, ist halt etwas einfacher konzipiert → übersichtlicher. Hat nicht ganz so viele Gimmicks → nicht so Komfortabel wie Gnome.

Das "schneller" ist bei Xubuntu nicht so zu merken, eventuell unter 512 MB RAM. Hauptsächlich ist es ne Gefühlssache, wo man sich wohl fühlt bleibt man.

Edit: ich nutze die Konsole nur für Sachen, die ich auch unter Gnome auf der Konsole machen würde.

aasche

Anmeldungsdatum:
30. Januar 2006

Beiträge: 14259

stfischr schrieb:

So richtig Vorteile gibts da nicht, ist halt etwas einfacher konzipiert → übersichtlicher. Hat nicht ganz so viele Gimmicks → nicht so Komfortabel wie Gnome.

Drei "echte" Vorteile moechte ich nicht mehr missen:

  • Startmenue via Kontextmenue auf dem Desktop (evtl. in Xubuntu per default abgeschaltet?)

  • Dateien umbenennen mit Thunar - etwas entsprechendes habe ich in Nautilus noch nicht gefunden (auch nicht gesucht ☺ )

  • transparentes Terminal auf dem Desktop - ohne Fensterdekoration (und ohne Verrenkungen)

Aber das ist eine reine Bedarfs- bzw. Geschmacksfrage...

stfischr Team-Icon

Avatar von stfischr

Anmeldungsdatum:
1. März 2007

Beiträge: 19197

aasche schrieb:

  • Startmenue via Kontextmenue auf dem Desktop (evtl. in Xubuntu per default abgeschaltet?)

Rechtsklick → Anwendungen

  • Dateien umbenennen mit Thunar - etwas entsprechendes habe ich in Nautilus noch nicht gefunden (auch nicht gesucht ☺ )

Gibts da auch, aber muss man eventuell erst installieren.

Fretrunner65

Anmeldungsdatum:
17. Juli 2005

Beiträge: 315

Ich bin seit 2005 bei Kubuntu, mit 8.04 bin ich dann zu Xubuntu gewechselt. Mit Karmic Koala hatte ich eigentlich vor diesmal mit Gnome weiterzuarbeiten und mir Ubuntu 9.10 installiert. Nach wenigen Tagen bin ich doch wieder zu XFCE zurückgekehrt. Gnome sieht ansprechend aus, aber ich finde es träger als XFce, das auch auf einem 1,7 GHz / 1,5GB RAM System schneller läuft. Beispielsweise startet unter Xubu eine mp3-Datei mit Audacious augenblicklich, wogegen derselbe Vorgang unter Gnome/Nautilus doch eine gewisse Denkpause benötigt. Auch andere Programme, darunter auch Gnome- oder KDE-Programme reagieren unter Xubuntu schneller und direkter und auch Thunar ist schneller, finde ich. Bis auf die Tab-Funktion in Thunar wüsste ich alles in allem nicht, welche Funktionen oder welchen Komfort ich vermissen sollte. Ich mag auch die einstufigen Menüstrukturen sehr. Eigentlich könnte man die Frage auch anders herum stellen: Welchen Mehrwert bietet eigentlich Gnome? Bis auf die bereits erwähnten Tabs fällt mir spontan nichts ein, was ich nicht auch unter XFCE erledigen könnte, das Ganze scheint fast eher eine Designfrage zu sein.

burli

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Anmeldungsdatum:
27. April 2007

Beiträge: 9066

Fretrunner65 schrieb:

Eigentlich könnte man die Frage auch anders herum stellen: Welchen Mehrwert bietet eigentlich Gnome? Bis auf die bereits erwähnten Tabs fällt mir spontan nichts ein, was ich nicht auch unter XFCE erledigen könnte, das Ganze scheint fast eher eine Designfrage zu sein.

Naja, schon einiges. Z.B. das bessere Handling von NFS Verzeichnissen. Diese werden z.B. im "Orte" Menu und auf dem Desktop automatisch angezeigt. Oder das Einbinden von FTP Verzeichnissen, welches unter Xfce leider noch gar nicht funktioniert. Oder die Einrichtung von einem Betrieb mit zwei Monitoren, das hab ich auch noch nicht so richtig hinbekommen. Oder allein die Möglichkeit bei Gnome, einen Menupunkt direkt im Panel abzulegen. Es ist zwar bei Xfce auch kein wirklicher Aufwand, aber wenn man weiß, dass es anderswo besser geht, stört es doch schon irgendwie.

Es sind einige solche kleinen "Helferlein", die mir unter Xfce fehlen. Wobei mir klar ist, dass dadruch Xfce nicht schlanker wird. Aber das sind so die Gründe, weshalb ich nach einer Weile immer wieder zurück zu Gnome komme, auch wenn mir Xfce wirklich gefällt

robee

Avatar von robee

Anmeldungsdatum:
20. Februar 2007

Beiträge: 1166

Ich verwende mehrere Computer, die per ssh vernetzt sind. Ich sichere auch die Dateien so.

Unter Gnome kann mit dem Dateimanager Nautilus bequem auf die Dateien auf den anderen Computer zugegriffen werden, als ob sie auf dem eigenen wären. Thunar unter XFCE bietet diese Möglichkeit nicht. Dies ist der grösste Nachteil von XFCE, der mir bisher aufgefallen ist. Die Benutzeroberfläche ist sonst sehr schlank und elegant.

Gruss: robee

Moq

Anmeldungsdatum:
27. April 2008

Beiträge: 39

Thunar kann den SSH-Zugriff ebenfalls, allerdings muss man Gigolo (im Menu zu finden unter System - Remote Filesystems) dafür verwenden (siehe http://www.uvena.de/gigolo/help.html#open-resources-in-thunar-on-xfce-4-4-and-4-6).

Auf meinem etwa 4 Jahre alten Notebook startet und läuft XFCE wesentlich fixer als GNOME, vor allem der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Thunar und Nautilus fällt auf. Im groben:

  • PRO

    • Thunar ist schneller und kann mehrere Dateien auf einmal umbenennen

    • das man das Menu per rechts-klick auf den Desktop öffnen kann

    • Desktop ist nach dem Booten schneller da

    • Applikationen starten schneller

    • Composite Effekte von Haus aus

  • CONTRA

    • mein Mikro wollte erst funktionieren nachdem ich gnome-media installiert hab

    • diverse Komfort-funktionen aus Gnome fehlen

Fretrunner65

Anmeldungsdatum:
17. Juli 2005

Beiträge: 315

Was NFS Verzeichnisse überhaupt sind, musste ich erstmal ergoogeln 😳

So lebt halt jeder in seiner eigenen Welt. Für den Fall, dass ich tatsächlich mal FTP-Funktionen brauche, habe ich mir den Gnome-Commander installiert, der startet blitzschnell (schneller als unter Gnome selber) und bringt alles an Werkzeugen mit was man so brauchen könnte - auch "NFS".

Das mit dem Mikro ist interessant. Hatte erst vor kurzem einen Fall, wo es nicht gelingen wollte die hardwareseitige Stummschaltung der Soundkarte wieder aufzuheben, es gab bei dem ganzen Alsa/Pulse-Mixerwirrwarr nirgendwo einen Schalter dafür. Abhilfe schaffte erst das paket gnome-media und der Austausch der Lautstärkeregelung aus dem Panel gegen den Regler aus dem gnome-media-Paket.

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