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Ubuntu auf HP Notebook

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 21.10 (Impish Indri)
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Machemache

Anmeldungsdatum:
6. Oktober 2020

Beiträge: 13

Hallo Leute.

Ich würde gerne mal eure Meinung zu folgenen Thema hören.

Mein Auftrag war ein gebrauchtes Notebook (HP ProBook 650 G1) mit Windows 10 fertig zu machen für meine Tante. Zuvor habe ich mal spasseshalber Ubuntu (Desktop) installiert. Alles ohne Probleme. War erstaunt das es so flüssig läuft. Konnte allerdings nicht nachvollziehen ob Treiber gefehlt haben. Jedenfalls ist mir sofort aufgefallen das sich das Notebook nicht herunterfahren ließ. Es startete jedesmal neu. Nachdem ich mal kurz rechercheriert habe stieß ich auf mehrere Forenbeiträge in dem es hieß, mach mal dies, mach mal jenes. Habe ich probiert. Ohne Erfolg. Nach zwei Versuchen habe ich den Test abgebrochen. Und genau das ist das Ding. Ich kann schon verstehen das die meisten Leute keinen Bock haben sich mit so nem Scheiss zu befassen. Das Zeug muss installiert und out-of-the-box mit all seinen Grundfunktionen funktionieren. Das wird wahrscheinlich der Grund sein warum sich Linux bis heute nicht wirklich durchsetzen konnte.

Für mich ist das kein Problem als Windows- und Ubuntu-Server User.Ich bin mittlerweile ein Ubuntu-Fan geworden.

Jetzt mal ohne das oben genannte Problem zu analysieren, was sind eure Erfahrungen oder Meinungen ?

Danke euch.

Moderiert von ChickenLipsRfun2eat:

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Anmeldungsdatum:
6. Dezember 2009

Beiträge: 12070

Moin!

Mein Grund damals zu „Linux“ zu wechseln war genau das, was du ansprichst. Unter Windows XP lief null, es gab ständig Abstürze und das befremdliche SUSE-Ding mit den schrecklich hüpfenden Symbolen lief einfach. Unterstützung für Fernbedienung inklusive.
Meine letzte Erfahrung war eine Win10-Installation auf einem unkomplizierten Desktop-Rechner (Intel-Prozessor, Asus-Board, NVidia-Grafik,…), die immer bei 83% hängen blieb. Insofern erfüllt deine Anforderungen auch Windows nicht. Soll jetzt aber keine Werbung für Apple werden → aber da läufts, weil die Hardware festgelegt ist.

Dazu kommt, das die Hersteller linuxbasierte Systeme nicht (immer/gut) unterstützen. Keine firmware, keine Unterstützung. Da machste nix. Teste mal Trisquel oder Parabola auf deinen Rechnern. Dann siehst du, was ohne blobs läuft. Wenn überhaupt Grafik, dann 2D, kein WLAN, etc.

Und das Linux sich nicht durchsetzen konnte, solltest du noch mal genauer recherchieren^^ Mal aus dem Bauch raus würde ich den weltweiten Anteil so auf >80% schätzen.

Was das Herunterfahren angeht: Läuft bei dir acpid? Wenn ja, kill den mal vorm herunterfahren, wenn nicht, lass den mal laufen. Vielleicht existiert auch ein Firmware-Upgrade für den Laptop. Je nachdem, ob der Vorbesitzer darauf geachtet hat oder nicht.

kB Team-Icon

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Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 7816

Machemache schrieb:

[…] HP ProBook 650 G1

Bei mir laufen mehrere HP ProBook/EliteBook, auch gerade ältere Semester, völlig problemlos mit Ubuntu in allen Versionen 16.04-22.04 und auch die Installation war jedes mal problemlos.

Natürlich muss man bei HP, wie aber auch bei jedem anderen Hersteller einiges vorbereiten:

  • Dokumentation beschaffen. Das ist bei HP (aber nicht immer bei anderen Herstellern) möglich und auch leicht, wenn man erst einmal verstanden hat, welchen altgallischen Fluch man vom Gerät ablesen und im Portal eintippen soll.

  • Bios aktualisieren.

  • Bios einstellen, insbesondere Boot-Methode und -Reihenfolge.

  • Sich für eine der beiden möglichen Boot-Methoden entscheiden (BBS oder EFI) und alle Betriebssysteme mit diesem gewählten Modus installieren. Dazu ist regelmäßig erforderlich, das Installationsmedium auch in diesem Modus zu starten. Das kann bei HP eine intellektuelle Herausforderung sein, weil das Startmenü die Möglichkeiten nicht immer aussagekräftig benennt. (Wähle zwischen X, X und X.)

Das ist aber auch bei Betriebssystemen anderer Hersteller genau so.

Die Hardware solcher HP-Laptops funktioniert ab Installation nach meinen Erfahrungen unter Linux bis auf zwei Besonderheiten:

  • Für den WLAN-Chip von Broadcom benötigt man einen Treiber aus restricted; dieser kann aber problemlos durch reines Klicken in der GUI installiert werden, nachdem man einmalig per Ethernet mit dem Internet verbunden hat.

  • Der Fingerabdruckleser funktioniert nicht und wird auch erst funktionieren, wenn Archäologen die technischen Unterlagen von Validity Sensors finden und einem willigen Kernel-Programmierer zur Verfügung stellen.

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