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Geplanter Umstieg von Win10 auf Ubuntu

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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Waldscheisser

Anmeldungsdatum:
5. November 2009

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Hallo, mit dem Auslaufen der Sicherheitsupdates für Win10 möchte ich auf Ubuntu umsteigen, da meine Hardware kein Win11 unterstützt. Wäre klasse, wenn jemand meinen Umstiegsplan checken könnte, ob das so Sinn macht:

Meine Hardware:

  • CPU: AMD Phenom II X4 965 3.4 GHz

  • RAM: 8 GB 1333 MHz DIMM

  • SSD: 250 GB (mit Win10) + 2x HDD (mit Daten)

  • GPU: AMD Radeon HD 7850

Mein Plan ist, mir eine weitere SDD zu kaufen auf der ich dann Ubuntu installiere. Damit möchte ich Ubuntu und Win10 physikalisch trennen. Ich möchte Win10 erstmal beibehalten, da dieses System nach wie vor sauber läuft.

Meine Software:

Ich benutze folgende Software, für die ich eine Ubuntu Variante benötige:

  • Excel/Word → Libre / OpenOffice / etc.

  • PDF24 → gibt es ein einfaches Tool, um PDFs zu sortieren/organisieren, drehen?

  • WISO Steuer → hier gäbe es die Online-Version

  • Spiele → GeforceNow, Steam oder Win10

  • KeePass → KeePassX

Derivat

Habe in distrosea mal verschiedene Derivate ausgetestet und mir gefällt Lubuntu optisch ganz gut, scheint ähnlich zu Win10 zu sein. Würde die neueste LTS Version nehmen, um lange Updates zu bekommen. Macht das Sinn? Oder ist die neueste Version mit halbjährlichen Updates für einen Umsteiger erstmal sinnvoller?

Gruß

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tomtomtom Team-Icon

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Avatar von tomtomtom

Anmeldungsdatum:
22. August 2008

Beiträge: 55572

Waldscheisser schrieb:

Würde die neueste LTS Version nehmen, um lange Updates zu bekommen.

Definiere "lange". 😛

Lubuntu 24.04 bekommt Updates bis April 2027. Und das betrifft dann in der Theorie nur die Pakete, die zur Grundinstallation gehören (in der Praxis gibt es auch für den Großteil dieser Pakete keine Updates) sowie Pakete aus main und restricted.

trollsportverein

Avatar von trollsportverein

Anmeldungsdatum:
21. Oktober 2010

Beiträge: 5232

Unter den meisten Linux Distributionen muss man als Normaluser kein neues Linux kaufen, um auf das neuste Release upzugraden. Insofern ist "LTS" (Long Term Support) für die Desktop Nutzung aus meinem Blickwinkel eigentlich Unfug, weil man besser das jeweils aktuelle Release, also die normale Verson der Distribution nutzt, die zur Zeit Plucky Puffin ist, und man dann im Oktober auf das Questing Quokka Release upgraden kann, kostenlos!

Lubuntu zum Beispiel nutzt LXQt. Das basiert auf dem Qt Framework. Das Qt Framework hat einen Sprung auf den 6er Hauptzweig gemacht. Bei "LTS" wäre man da dann an den 5er Qt Hauptzweig geknebelt. Auf Lubuntu Noble Numbat nutzt der LXQt 1.4.0 Desktop noch Qt 5.15.13. Erst dieses Jahr ist man in der Ubuntu Welt auf den 6er Qt Hauptzweig gehüpft, so dass "LTS" nicht davon profitieren kann, sondern im Gegenteil, die Entwickler längst von dem alten 5er Qt Hauptzweig weg gerannt sind, der dann entsprechend stiefmütterlich behandelt wird.

Ein Upgrade von einem Release auf das nächste Release funktioniert in der Regel so, erst alle installierten Pakete im gerade benutzten Release auf den jeweils aktuellen Stand bringen, im Terminal zum Beispiel so:

sudo apt update
sudo apt upgrade

Dann den eigentleichen Release Upgrade Prozess starten, im Terminal zum Beispiel so:

sudo do-release-upgrade

Im Terminal ist das für jede Ubuntu Geschmacksrichtung gleich. Und das Vorgehen ist bisher seit rund einem Jahrzehnt auch bei jedem Release Upgrade gleich gewesen.

schwarzheit Team-Icon

Supporter
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Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 5329

Lesestoff: Dualboot

  • Und von Anfang an drauf achten das Fastboot im Win und im UEFI abgeschaltet ist.

  • Platten/Sticks etc. an allen Geräten immer ordentlich aushängen vorm abziehen

  • im Win IMMER "herunterfahren" und nicht "neu starten" auswählen (neu starten initiiert wieder einen Fastboot)

towo2099

Anmeldungsdatum:
3. Dezember 2015

Beiträge: 426

Und von Anfang an drauf achten das Fastboot im Win und im UEFI abgeschaltet ist.

Fastboot im UEFI hat genau nichts mit Fastboot von Windows zu tun

im Win IMMER "herunterfahren" und nicht "neu starten" auswählen (neu starten initiiert wieder einen Fastboot)

Genau falsch, bei Neustarten geht Win nie in Fastboot!

hakel2022

Anmeldungsdatum:
21. Februar 2022

Beiträge: 3254

Neustart(Reboot) ist ein sauberer (Neu)anfang, in mehrfacher Hinsicht.

(Hybrid)Fastboot ist ein UEFI Merkmal/Feature und in der Hardware und im OS (Windows) verankert. Diese alte Gurke hat aber vermutlich noch Bios, liegt so an der Grenze.

Das ist ganz "böse" Hardware!

Egal, ist doch kein Windows Forum hier! 🤣

Ein Normalbürger sollte grundsätzlich von LTS zu LTS springen. (2 Jahre Zyklus). Allerdings ist die aktuelle LTS jetzt doch schon so weit abgelaufen, daß man besser auf 25.10 wartet und dann den kleinen Sprung auf 26.04 LTS macht.

Ist aber alles nicht in Stein gemeißelt, alles recht einfach und inzwischen langweilig. Ich nutze persönlich auch die Zwischenversion.

Kätzchen

Avatar von Kätzchen

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2011

Beiträge: 7131

Waldscheisser schrieb:

Ich benutze folgende Software, für die ich eine Ubuntu Variante benötige:

  • Excel/Word → Libre / OpenOffice / etc.

Mein Vater hatte ein scheinbar normales Word Dokument, das nicht aufwendig formatiert war aber LibreOffice zeigt nur Punkt 4 und 5 an. Er hat dann https://www.freeoffice.com/de/ benutzt und es wurde korrekt angezeigt.

  • PDF24 → gibt es ein einfaches Tool, um PDFs zu sortieren/organisieren, drehen?

Das sollte unter anderem PDF Arranger können.

  • Spiele → GeforceNow, Steam oder Win10

Geforcenow:

Da müsstest du dich einlesen ich habe diese beiden Programme gefunden:

sudo snap install geforcenow

oder

sudo snap install geforcenow-electron

Die beiden Programme scheinen veraltet, was man ließt klappt es mit dem Browser Google Chrome.


Steam mit Proton (Proton wandelt Windows Befehle in Linux Befehle um) funktioniert meistens Problemlos bis auf manche Multiplayer Spiele die nicht wegen Anticheat funktionieren.

trollsportverein

Avatar von trollsportverein

Anmeldungsdatum:
21. Oktober 2010

Beiträge: 5232

hakel2022 schrieb:

Ich nutze persönlich auch die Zwischenversion.

Es gibt keine "Zwischenversion", die Version ohne "LTS" ist schlichtweg die Normalversion eines Ubuntu Releases.

Edit, wer es nicht glauben mag, hier steht die Realität:

cat /etc/update-manager/release-upgrades

# Default behavior for the release upgrader.

[DEFAULT]
# Default prompting and upgrade behavior, valid options:
#
#  never  - Never check for, or allow upgrading to, a new release.
#  normal - Check to see if a new release is available.  If more than one new
#           release is found, the release upgrader will attempt to upgrade to
#           the supported release that immediately succeeds the
#           currently-running release.
#  lts    - Check to see if a new LTS release is available.  The upgrader
#           will attempt to upgrade to the first LTS release available after
#           the currently-running one.  Note that if this option is used and
#           the currently-running release is not itself an LTS release the
#           upgrader will assume prompt was meant to be normal.
Prompt=normal

Kommt aus dem Paket:

dpkg -S /etc/update-manager/release-upgrades

ubuntu-release-upgrader-core: /etc/update-manager/release-upgrades

Kreuzschnabel

Anmeldungsdatum:
12. Dezember 2011

Beiträge: 1768

hakel2022 schrieb:

Ein Normalbürger sollte grundsätzlich von LTS zu LTS springen. (2 Jahre Zyklus).

Warum?

LTS gibt’s nur für main und restricted. Und auch da nicht lückenlos.

IMHO ist LTS für Systeme da, die keine spezielle Software fahren und nur selten wegen Update vom Netz gehen dürfen. Sagen wir: Klassische Serveranwendung. Der Normalbürger wird vermutlich Anwendungen aus universe und multiverse verwenden wollen und fährt mit STS deutlich besser, zumal sein Arbeitsplatzrechner keine uptimes im Monatebereich haben muss. Da ist einmal Reboot nach dem do-release-upgrade kein Problem, und man hat wieder alles frisch.

Ich bleib dabei: Der 6-Monate-Zyklus ist der normale. LTS ist für alle, die das nicht wollen oder brauchen, warum auch immer. Aber keineswegs „grundsätzlich“ für den Normalbürger.

--ks

Waldscheisser

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
5. November 2009

Beiträge: 20

Das klingt doch alles gut, da sollte einem Wechsel nichts im Weg stehen. Ob ich dann doch besser die neueste Version wähle bleibt mir noch etwas Zeit.

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