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Ubuntu arbeitet extrem langsam

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 8.04 (Hardy Heron)
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Cyperline

Anmeldungsdatum:
20. August 2006

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Ich wollte mir Ubuntu zu testzwecken auf meinen Firmenrechner installieren um dauerhaft austesten zu können, ob Ubuntu eine Option für uns darstellt und sich im Alltag bewährt. Leider gibt es nun von Anfang an richtig Probleme und mein Frustpegel ist auch gut angestiegen, weil ich den Fehler beim besten Willen nicht ausfindig machen kann.

Ich habe Ubuntu in der Desktopvariante installiert und aktualisiert, sowie den ATI-Grafikkartentreiber aktiviert und mit NTFS-3g die NTFS-Partitionen verfügbar gemacht.

Nach einem Neustart wollte ich dann Firefox alltagstauglich machen, also die diversen Addons installieren und da ging es dann los. Firefox brauchte sehr lange zum Starten, wesentlich länger als unter Windows XP und wie ich es von zuhause aus gewohnt bin. Beim installieren der Addons wurde der Bildschim immer wieder schwarz-weis, dann wieder normal, wieder schwarz-weis. So ging das eine ganze Weile und irgendwann war dann auch das erste Addon installiert. Beim zweiten mal ging das Spielchen von vorne los. Ich habe dann mit "Strg" + "Alt" + "F3" auf die Konsole gewechselt und nach dem Anmeldevorgang, der auch nochmal einige Minuten verschlungen hat, das System neu gestartet. Der Bootvorgang dauerte geschlagene 2:37 Minuten (gemessen an dem Zeitpunkt, wo ich die Auswahl, dass Ubuntu gestartet werden soll bestätigt habe). Windows XP benötigt gerade mal ~45 Sekunden bis maximal eine Minute. Das Einloggen ist da jeweils mit eingerechnet.

Auffällig ist, dass unter Ubuntu die Festplatte wie wild arbeitet, aber ich kann nicht erkennen, was der Grund dafür ist.

Das System, um das es sich hier handelt ist mit einem 3,2 Ghz Intel Pentium ausgestattet, hat 512 MB Ram und eine OnBoard ATI-Grafikkarte. Also alles in allem ein ordentlicher Officerechner würde ich mal behaupten.

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

Starte mal nebenher top im Gnome-Terminal. Dann mach in Gnome rum, bis der Effekt wieder eintritt. Dann kannst Du sehen, welcher Prozess diese hohe Systemlast verursacht, und wir können herausfinden, ob es sich um irgendeine Postinstallations-Routine handelt oder was da los ist.

Gruß

Prometheus

Cyperline

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
20. August 2006

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Ich kann leider nichts feststellen. Angehängt habe ich mal zwei Bilder. Einmal "Normalzustand" und einmal, wo Firefox gerade den Aussetzer hat (Wie am schwarz-weis zu erkenne ist)

Bilder

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

Mir ist aufgefallen, dass beide Male ordentlich Swap belegt ist. Und in dem Screenshot mit klemmendem Firefox ist der kswapd0 aktiv. Du bist etwas knapp an RAM 😉 Zwar läuft Ubuntu auch mit 512 MB ziemlich rund, aber in bestimmten Situationen kann es zu Swap-Aktivität und damit zu einem massiven Performance-Einbruch kommen. Ich denke, Du solltest die Kiste einfach mal über Mittag laufen lassen, damit alle Scrollkeeper-, updatedb- und sonstige Hintergrundaktivitäten erledigt sind.

Ups, der Rechner hat ja gar keine 512 MB RAM, sondern nur 256 MB, von denen sich die Onboard-Grafik noch was abbeißt (siehe Screenshots, Zeile 4 im top-Header). Das ist in der Tat etwas knapp, für einen Gnome-Desktop sind mind. 512 MB anzuraten. Rüste auf (DDR2-RAM ist sooo billig momentan) oder versuch's mal mit Xubuntu.

Gruß

Prometheus

lilith2k3

Avatar von lilith2k3

Anmeldungsdatum:
14. Dezember 2006

Beiträge: 2999

Punkt 1: Ein wenig mehr RAM würde nicht schaden

Punkt 2: Sicherstellen, daß die GraKa ordentlich konfiguriert ist und nicht alles softwaremäßig rendern muß.

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

lilith2k3 schrieb:

Punkt 2: Sicherstellen, daß die GraKa ordentlich konfiguriert ist und nicht alles softwaremäßig rendern muß.

Das wird wohl kaum die beschriebene exzessive Festplattenaktivität verursachen. Mein Laptop rennt seit Jahren mit 512 MB und unbeschleunigter SiS-740-Grafik ohne Probleme.

Cyperline

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
20. August 2006

Beiträge: 154

Danke für eure Antworten. Das die Grafikkarte sich ja Ram klaut hatte ich total vergessen, aber gleich 256MB?! Kann man Ubuntu nicht klarmachen, dass mehr als 64MB nicht nötig sind? Würde es was bringen die Beschleunigung wieder zu deaktivieren? Mehr investieren wollte ich eigentlich nicht in den Rechner, da er wie erwähnt als "Versuchskaninchen" herhalten soll. Wenn Windows XP schon super damit läuft (Und es läuft wirklich perfekt), erwarte ich selbiges von Ubuntu. Die meisten anderen Rechner sind auch nicht viel besser ausgestatet und bei Windows kommt immerhin noch der Virenscanner (F-Secure) hinzu, den ich mit bei Ubuntu bislang schenke.

Das mit der Festplattenaktivität dürfte dann wohl auf SWAP zurück zu führen sein. Sehe ich das richtig? Werde Vorschläge morgen, je nach Zeitbedarf durchprobieren. Für heute habe ich Feierabend :

lilith2k3

Avatar von lilith2k3

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14. Dezember 2006

Beiträge: 2999

Das wird wohl kaum die beschriebene exzessive Festplattenaktivität verursachen.

Tatsächlich?

Kann man Ubuntu nicht klarmachen, dass mehr als 64MB nicht nötig sind?

Es gibt/gab zwar die VideoRam Option für die xorg.conf, aber ich weiß nicht, inwieweit die (noch) unterstützt wird.

neonis

Anmeldungsdatum:
21. Februar 2006

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wird die menge ram die die grafikkarte bekommt nicht normalerweise im bios eingestellt? Kenne ich so bei onboard-karten.

Schau am besten mal nach ob du da so eine option findest. ☺

gruss neonis

Cyperline

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
20. August 2006

Beiträge: 154

So, guten Morgen. Also um es gleich zu sagen, ich bin eben rot angelaufen. Dem Rechner stehen nach Abzug für die Grafikkarte 223 MB Ram zur Verfügung (Komische Zahl). Habe dann den Rechner noch aufgemacht und in der Tat ist nur ein Speicherriegel mit 256 MB verbaut. Ich wäre gestern noch jede Wette eingegangen, dass es 512 MB sind (plus eben Abzug des Rams für die Grafikkarte)

Damit wären die Performanceeinbrüche bei Ubuntu erklärt. Was für mich noch ungeklärt ist: Warum arbeitet Windows XP so verdammt schnell!?

lilith2k3

Avatar von lilith2k3

Anmeldungsdatum:
14. Dezember 2006

Beiträge: 2999

Damit wären die Performanceeinbrüche bei Ubuntu erklärt. Was für mich noch ungeklärt ist: Warum arbeitet Windows XP so verdammt schnell!?

Wahrscheinlich, weil's da keinen Compizschnickschnack etc. gibt. Dadurch dürften die RAM-Anforderungen etwas niedriger sein.

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